Man ist irgendwie so hilflos mit den Dreckspillen.
Mir haben sie mal gesagt, die Neuroleptika soll ich nicht immer in Verbindung mit beruflicher Leistungsfähigkeit bringen. Das war im Nachhinein kein schlechter Rat, denn anschließend nahm ich sie (trotzdem) nicht (mehr) ein und hatte beruflich
auch keine Erfolge. Jetzt (von außen betrachtet) bin ich nicht (mehr) therapierefraktär und löse die Rezepte brav ein, Einnahme in ungefähr mittelhoher Dosis folgend, aber trotzdem arbeite ich gerade z. B. an einem für die freie Wirtschaft oder in deren (allein zählenden) Kategorien ungefähr millionenschweren Projekt (WfbM, Gruppenarbeit, wobei aber jeder seine Werkstücke hat) mit, wo meine Arbeit unersetzlich ist, ich erbringe diese in Teilzeit, aber nahe an der Vollzeit und arbeite sehr effektiv in der Zeit, die ich auf meiner Arbeitsstelle verbringe.
Das Gefühl glücklich zu sein. Das ergibt sich weder aus der Abwesenheit von Neuroleptika noch kann es durch diese völlig neu entstehen. Beim Absetzen kann man es künstlich erzeugen, man sollte aber nur absetzen, wenn man absetzen will, und nicht nur reduzieren, das ist etwas anderes und sollte richtig durchgeführt keine Verbesserung der Lebenszufriedenheit und von empfundenem Glück mit sich bringen. Vielleicht ein subjektiv empfundener Kontrollverlust, das macht aber gar nichts aus, es sind wichtige Vorgänge und Entscheidungen, die Medikamentendosis (oder: keine Dosis, wenn schubweiser Verlauf mit keinen neuen Schüben), irgendeine Anforderung muss man schlucken, sonst hat man keinen nachhaltigen Erfolg im Krankheitsverlauf.