Aktuelles

Psychose‑ & Schizophrenie‑Forum.com

Willkommen im Psychose‑Forum.
Dieses Forum bietet einen sachlichen, moderierten Raum für Austausch, Erfahrungsberichte und Informationen zu Schizophrenie und Psychose.

Hier tauschen sich Betroffene, Angehörige und Interessierte über Symptome, Medikamente, Therapieansätze, wissenschaftliche Hintergründe und Alltagserfahrungen aus – respektvoll und auf Augenhöhe. Die Beiträge spiegeln persönliche Erfahrungen und Informationen wider und werden in einem sachlichen, moderierten Rahmen eingeordnet und diskutiert.

Registriere dich und entdecke alle Möglichkeiten:

  • Aktive Diskussionen zu Schizophrenie und Psychose
  • Austausch von Erfahrungsberichten und Informationen
  • Chat‑ und PN‑Funktionen für direkten Austausch
  • Zugang zu spezialisierten Themenbereichen
  • ↗ Medikamentöse Orientierung
    Erfahrungsberichte und sachliche Einordnung kognitiver, positiver und negativer Symptome
  • ↗ Ambulante Zwangsbehandlung
    Diskussion zu Nutzen, Risiken und Patientenrechten
  • ↗ Patientenrechte
    Information, Transparenz und rechtliche Einordnung

Schön, dass du zu uns gefunden hast.

Zu viele Medikamente und eine Krise

Es ist wieder ein bisschen besser geworden. Ich habe das mit dem Body irgendwie akzeptiert und da ist es besser geworden. Ob ich schon mehr reden kann weiss ich nicht, das wird die nächste Verabredung zeigen. Es ist schon merkwürdig was dabei alles eine Rolle spielt. Manchmal denke ich, Gott will mir damit etwas sagen. Mich selbst zu akzeptieren zum Beispiel. Vermutlich werde ich ja auch nicht reduziert und da trifft es sich gut dass es mir besser geht. Ist aber alles mit Vorsicht zu genießen, also den richtigen Durchbruch habe ich noch nicht geschafft.
 
Schön, es geht mir also besser. Jetzt kommt der nächste Punkt und zwar mein magisches Denken. Ich mag es magisch zu denken, es gefällt mir einfach. Beim letzten Versuch dachte ich zum Beispiel eine Wespe müsste mich stechen und das wäre ein Zeichen. Es hat auch tatsächlich eine Wespe in meinem Gesicht rumgewuselt, habe sie dann aber (leider) verscheucht. Jetzt ist die Frage inwieweit ich das magische Denken zulassen kann ohne im Wahn zu landen. Es ist gut dass ich mich das frage, es zeugt davon dass ich mich um mich selber kümmer. Auch im Bezug auf Freunde denke ich manchmal magisch und versuche sie damit zu erfreuen. Das ist schon eine knifflige Frage bei der ich selber noch am Drehen bin. Ich freue mich so dass es mir besser geht^^
 
Freunde dich doch einach mit der Nüchternheit an. Niemand, wirklich Niemand versucht dein Schicksal zu beeinflussen.
Magisches Denken ist Hokuspokus und wird dich nicht weiterbringen.
Wahrscheinlich wirst du lebenslänglich Medikamente nehmen müssen,
aber die Dosis bestimmst du auf Dauer selber.
 
Du meinst also ich sollte es ganz lassen? Hm, seit ich es hier thematisiert habe frage ich mich es auch ob ich das noch brauche. Es hat mir irgendwie gefallen von der Stimmung her. Wahrscheinlich ist es nur ein Vehikel zu tieferer Einsicht. Tiefe Einsichten habe ich wirklich gerne, bin ein spiritueller Mensch, bisschen Hippie.
Ich habe nämlich schon magisches Denken wieder gehabt und dachte dass Gott mir Jointstummel beschert die ich draußen finde, und dass ich die dann rauchen darf, weil sind ja von Gott...habe mich aber dagegen entschieden weil ich auf keinen Fall positiv getestet werden möchte. Ein Teil von mir findet es schade, weil ich doch Vertrauen in Gott haben will. Nun sei es mal dahingestellt ob die Stummel überhaupt von Gott kommen...so ertappe ich mich irgendwie selbst, weil derartige Versprechungen mich schon in Schwierigkeiten gebracht haben. Ich lerne das irgendwie gerade.
 
Ich hatte vor der Psychose jede Menge Flausen in Kopf von wegen ich wäre einzigartig und an Gott habe ich auch geglaubt wenn auch nur spielerisch.
Aber aus dem Spiel ist leider Ernst geworden.
Ich hab auch lange Zeit gebraucht, um mich an die Nüchternheit im Kopf zu gewöhnen, aber es gibt leider keine Alternative.
Diese Welt kannst du nicht ändern, also finde dich damit ab.
 
Aber unsere Wünsche die wir so haben manifestieren sich auch. Je mehr Menschen an zum Beispiel eine Welt ohne Waffen glauben können, desto eher wird es auch so kommen. Träume haben Gewicht. Die totale Nüchternheit ist auch ein Lebensstil, und wenn es dir so gefällt ist es doch gut. Ich glaube bis in die Tiefe an Gott und er/sie hat ja auch geholfen dass es mir besser geht. Jedenfalls glaube ich das. Aber Danke fürs wachrütteln, das hat geholfen. Ich werde vielleicht das magische Denken durch eine intensive Lebensweise ersetzen. Mal schauen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: DMA
Viel Glück!
Ich habe meine Träume damals komplett begraben dürfen
und mußte sie mühsam wieder ausbuddeln :)
 
Stimmt. Fühle mich noch als würde ich im Schlingerkurs über die Straße fahren. Man ist irgendwie so hilflos mit den Dreckspillen.
Schön dass du gut eingestellt bist, das kann man sich nur Wünschen. Am liebsten würde ich ja ganz ohne fahren..Mal sehen.
 
Man ist irgendwie so hilflos mit den Dreckspillen.
Mir haben sie mal gesagt, die Neuroleptika soll ich nicht immer in Verbindung mit beruflicher Leistungsfähigkeit bringen. Das war im Nachhinein kein schlechter Rat, denn anschließend nahm ich sie (trotzdem) nicht (mehr) ein und hatte beruflich auch keine Erfolge. Jetzt (von außen betrachtet) bin ich nicht (mehr) therapierefraktär und löse die Rezepte brav ein, Einnahme in ungefähr mittelhoher Dosis folgend, aber trotzdem arbeite ich gerade z. B. an einem für die freie Wirtschaft oder in deren (allein zählenden) Kategorien ungefähr millionenschweren Projekt (WfbM, Gruppenarbeit, wobei aber jeder seine Werkstücke hat) mit, wo meine Arbeit unersetzlich ist, ich erbringe diese in Teilzeit, aber nahe an der Vollzeit und arbeite sehr effektiv in der Zeit, die ich auf meiner Arbeitsstelle verbringe.

Das Gefühl glücklich zu sein. Das ergibt sich weder aus der Abwesenheit von Neuroleptika noch kann es durch diese völlig neu entstehen. Beim Absetzen kann man es künstlich erzeugen, man sollte aber nur absetzen, wenn man absetzen will, und nicht nur reduzieren, das ist etwas anderes und sollte richtig durchgeführt keine Verbesserung der Lebenszufriedenheit und von empfundenem Glück mit sich bringen. Vielleicht ein subjektiv empfundener Kontrollverlust, das macht aber gar nichts aus, es sind wichtige Vorgänge und Entscheidungen, die Medikamentendosis (oder: keine Dosis, wenn schubweiser Verlauf mit keinen neuen Schüben), irgendeine Anforderung muss man schlucken, sonst hat man keinen nachhaltigen Erfolg im Krankheitsverlauf.
 
Jetzt ist es doch wieder schlechter geworden, den Body zu akzeptieren ist nicht so einfach. Ich werde da aber dranbleiben weil das ein Weg aus der Krise raus ist. Normalerweise habe ich da mehr Gefühle, die den Body kompensieren aber genau da fehlt es zur Zeit. Die Medikamente schlucken genau diese Gefühle. Das ist aber auch alles was. Wahrscheinlich werde ich nicht reduziert, auch wenn es bitter nötig wäre. Ich kenne es von mir, dass ich mich in so einklemm Situationen bringe, wo es ungemütlich wird. Na das habe ich ja "toll" hingekriegt.
 
Das Cannabis meiden. Dieses erzeugt einen Rausch und verunsichert den Konsumenten. Außerdem ist es meistens mit Rauchen assoziiert, und das ist ohnehin problematisch (auch wenn die Raucher oft auf ihre "persönliche Freiheit" pochen).
 
Cannabis ist eigentlich mein Anker in dieser Seenot. Rauchen tu ich auch, würde es gerade nicht ohne schaffen. Das ist schon ein trauriges Dasein zur Zeit, muss immer die Freunde hinhalten weil es mit dem Reden nicht klappt. Bin eigentlich ein lebenslustiger Mensch, aber mir wird da ordentlich auf die Hupe gedrückt.
 
Bin fleißig dabei den Body zu akzeptieren, hab ihn mir schon deutlich kaputt geturnt im Sportwahn und lehne ihn ab. Das ist schlecht weil die Medikamente drücken auf der anderen Seite. Hätte ich mehr Gefühl wäre auch das mit dem Body kein Problem, ich laufe gerade auf dem Zahnfleisch und müsste eigentlich reduziert werden. Bestimmt sagt der Arzt nur"wissen Sie nicht mehr was beim letzten Mal passiert ist.." und das kann ich einsehen, aber man darf eigentlich keinen Menschen mit so wenig Gefühl stehen lassen, das ist doch auch irgendwie pervers. Meine Lebensqualität ist im Moment am Boden, ich bekomme die Tage gar nicht so richtig mit und freue mich immer auf den Abend, weil es da etwas besser ist.
 
Entschuldigt dass ich schon wieder schreibe, aber mir hilft das irgendwie. Sitze gerade an der Elbe und genieße das schöne Wetter. Das mit dem Body ist wirklich nicht so einfach, er ist dünner geworden und irgendwie so begradigt. Schwer zu beschreiben. Ich glaube dass Gott möchte dass ich meinen Körper akzeptiere, dass ich ihn wieder lieb habe. Früher war das überhaupt kein Problem, mein Body war toll. Das ist schon eine bescheuerte Krankheit wo an jeder Ecke ein Wahn wartet:-(
Die Beine sind wirklich saudünn geworden, ich hoffe ich Pack das. Es ist schön so am Elbstrand zu sitzen, dazu eine Limo und einfach das Treiben genießen.
Ich habe ja auch nichts davon den Körper nicht zu akzeptieren, darin wohnen tu ich ja sowieso...wozu man nicht alles gebracht wird wenns klemmt. Ohne das Zuviel an Medikament hätte ich nicht so intensiv darüber nachgedacht. Not macht eben erfinderisch, das ist so wahr. Ich kann die Krise sogar teilweise genießen, bin auch gern mit mir allein, aber es ist gut dass Freunde da sind. Da ich zur Zeit wenig bis gar nichts Spreche halten sich die Verabredungen natürlich in Grenzen. Das ist schon krass wozu man so verdonnert wird.
 
Es hilft nicht mehr zu essen, da ist irgendwie der Metabolismus kaputt oder so, die Beine bleiben einfach so. Wo man es schnell sieht ist der Bauch*kicher*
 
Zurück
Oben