Meine Frage an euch ist , ob ihr selbst auch schon solche negativen Erfahrungen gemacht habt mit dem Wirkstoff Xeplion? Und was helfen könnte um diese Zustände wieder in den Griff zu bekommen ? Ich bin jetzt 30 Jahre alt, und wohne in einer Einrichtung für psychisch kranke Menschen. Ich weiß nicht mehr weiter. Diese Zustände sind kaum auszuhalten. Ich weiss gar nicht wie ein Mensch sowas ertragen kann . Die im Wohnheim können mir leider auch nicht helfen . Ich bin verzweifelt .Ich brauche unbedingt ernsthafte Hilfe.
@Jens schultheiss
du bist noch sehr jung und hast auch das Recht, wütend zu sein, denn das, was man bei dir gemacht hat, klingt nach einem Behandlungsfehler! Es ist vollkommen richtig, dass du ins Forum gehst, weil wir unabhängig das als Mitbetroffene und Experten auf dem Gebiet anschauen können.
Ich hatte Xeplion damals 2012 und ich kann mich erinnern, dass man mich parallel dazu mit Risperidon-Tabletten in der Klinik zugepumpt hat. Dieser Wirkstoff hatte keine Akutwirkung, aber Ärzte glaubten anscheinend auch damals, diese fehlende Wirkung mit Risperdal (im Grunde das Gleiche) und additiven Dosierungen weit über der sinnvollen Gebrauchsgrenze ausgleichen zu können.
Damals bin ich dann freiwillig in die geschützte Station, da man mir dort mit Flupentixol innerhalb weniger Tage wirksam helfen könnte.
Zuvor hat man es wie bei dir probiert, bei mir mit den Überdosierungen, nur dass ich die Tabletten dann, als es zu viel wurde, auf dem Klo ausgespuckt habe. Diese Paliperidon-Spritzen sind 150mg Dosis und sollten, wenn man vorher kurz Risperidon die ersten Tage gibt, allein wirken. Nur tut man die fehlende Akutwirkung mit Überdosierungen ausgleichen, und das machen Psychiater sicherlich auch, weil die Medikamentenvertreter ihnen diese Verordnungsvorschläge geben und in den Kliniken praktisch hausieren.
Xeplion(Markennahme fürs Paliperidon-Depots) = Paliperidon = aktiver Metabolit vom Risperidon
Mir hat man damals trotzdem dann Xeplion nach dem Fluanxol (sollte man nur Akut einnnehmen) gegeben, also ich sehe Risperidon und Paliperidon eher als gute Erhaltungsmedikamente, selbst habe ich diese aber schlecht vertragen.
Aripiprazol ist unproblematisch, das habe ich später auch bekommen, und schon in 5 mg Dosis wirkte es im Akutfall. Im Vergleich dazu hat man mich vorher in einer ähnlichen Situation in der Klinik mit Xeplion und Risperdal ähnlich wie dich nur mit Selbstschutzmögilchkeit (Tabletten ausspucken) überdosiert. Aripiprazol hat durch den Partialagonismus einen Schutz vor Überdosierung, weshalb selbst höhere Dosierungen keine solchen Schäden anrichten sollten, wie man sie dir mit dem Xeplion (und sicherlich auch Begleitmedikamenten wie Risperidon) zugefügt hat.
Ärgere dich nicht, wir leben in einer schwierigen Zeit, wo selbst Psychiater Orientierung benötigen, und viele Dinge auch deine Probleme, können reversibel sein.
Clozapin wird bei TRS also Therapieresistente Schizphrenie eingesetzt. Wurde es schon mal versucht abzusetzen oder hast du mal danach gefragt?
Welche Aripiprazoldosis bekommst du?
Im Grunde empfehle ich dir ganz klar, Bupropion (NDRI-Antidepressivum) zusätzlich zu probieren. Das wirkt andersherum und gleicht die Dopaminmangelzustände aus, was deine Probleme reduziert und dir helfen sollte, Clozapin wieder absetzen zu können.
Welche Dosis Aripiprazol und Clozapin hast du genau?