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Im Mittelpunkt stehen Orientierung, Medikation und Therapieansätze. Persönliche Erfahrungen werden hier nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenhang mit medizinischen Informationen und Behandlungswegen eingeordnet.

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Pharmakologische Strategien
➝ 2‑seitige Praxisübersicht: PDF-Druckversion
Kompakte Darstellung der Intervalltherapie mit Bupropion.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

➝ Bupropion bei Schizophrenie: Pharmakologie, Neurobiologie und Perspektiven

➝ Grafische Übersicht: Transporter, Rezeptoren & Schizophrenie‑Netzwerk

➝ Die Dopamin‑Regulationshypothese: Schizophrenie als Signal‑Rausch‑Störung

➝ Schizophrenie einfach erklärt: Was im Gehirn passiert

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Stabilisierung mithilfe von Bupropion

Übersicht zu Intervalltherapie, Kombinationsstrategien und Nebenwirkungsprofilen.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Welcher Arbeit geht ihr nach? Habt ihr eine Stelle bei der ihr euch "outen" konntet?

  • Ersteller Ersteller Gelöschtes Mitglied 1681
  • Erstellt am Erstellt am
G

Gelöschtes Mitglied 1681

Hallo,

mich würde interessieren, welche Arbeit ihr ausübt?

Ich persönlich arbeite als Köchin und Pädagogin (Bin gerade in den letzten Zügen einer Ausbildung zur Aus- und Weiterbildungspädagogin (IHK-Fortbildung im Bereich Erwachsenenpädagogik).
Auf meiner momentanen Stelle weiß niemand von meiner Erkrankung. Ich denke, dort würde man auch nicht gut auf so eine Offenlegung reagieren. Momentan möchte ich mich beruflich umorientieren. Hierzu recherchiere ich gerade nach vielen Möglichkeiten.

Insgeheim habe ich schon den Wunsch, auf einer Stelle zu arbeiten, auf der ich mit meiner psychischen Erkrankung willkommen bin und auch intern über meine Erfahrungen offen reden kann. Insgesamt habe ich auch schon darüber nachgedacht, im Bereich Inklusionsberatung öffentlich meine Krankheit bekannt zu machen und über meine Erfahrung zu reden. Ich habe aber sehr viel Angst vor Stigmatisierung und denke auch, dass ich mit einem öffentlichen Bekanntheitsgrad (auch wenn er nur lokal in meiner Stadt wäre) schlecht umgehen könnte bzw., dass das Verfolgungs- und Gedanken von Misstrauen erzeugen würde. (Allein meinen Namen zu googeln und dabei Informationen darüber zu finden, dass ich schizophren bin, würde mich zu sehr stressen.)

Vielleicht hat ja einer von euch interessante Erfahrungen? Arbeitet ihr auf einer Stelle, auf der ihr offen von eurer Erkrankung erzählen könnt? Macht ihr dabei Erfahrung mit Diskriminierung? Wie geht es euch gesundheitlich damit?

Aber auch wenn ihr eure Erkrankung nicht offen gelegt habt: Habt ihr einen Job, der nicht zu stressig bei der Erkrankung ist? In welcher Branche arbeitet ihr?

Liebe Grüße

Julia

Lie
 
Nicht Komplett, mein Chef weiß das ich ne psychische Krankheit habe, aber nicht die genaue Diagnose. Aber ich glaub irgendwann stecke ich ihm das noch, vielleicht auch nicht. ist nicht wichtig. Aber ich glaub ich fänds ganz lustig dann sein gesicht zu sehen, weil ich glaube das er damit nich gerechent hätte XD (hab schon mitbekommen, das er ein recht verfälschten bild von dieser diagnose hat) Wie den auch sei: Mir war am anfang wichtig, das ich nicht wegen Vorurteilen durch den Bewerbunsprozess rutsche und bin dann so verfahren das ich nach jobantritt erstmal so lange warte bis er ein reales Bild von mir als Mensch und Arbeitskraft hat. Un dann hab ichs erwähnt, ist problemlos angenommen worden. Ich wurde sogar gefragt, was er und meine kollegen machen können um micht zu entlasten und zu unterstützen, wenn ich wieder eine schlechte phase habe. korrekte leute da, kann froh sein den job da bekommen zu haben. Ich arbeite als UI-Designer.
 
Ich wurde sogar gefragt, was er und meine kollegen machen können um micht zu entlasten und zu unterstützen, wenn ich wieder eine schlechte phase habe. korrekte leute da, kann froh sein den job da bekommen zu haben. Ich arbeite als UI-Designer.
Solche Arbeit, Kollegen und Chefs sind leider echt Rosinen.

Ich sage wenn das überall so wäre, wäre auch das Arbeitsklima deutlich besser.
Miteinander und nicht gegeneinander ist halt der Schlüssel.

Ich bin auch froh das ich meine Arbeit habe, und sehe mich schon bis zur Rente da.
De chefin meinte ja auch schon das ich jetzt bis zur Rente hier bleibe.

Natürlich halten die mich nicht fest wenn ich ein anderen weg gehen will, aber ich hab kein Grund dazu, habs 10min zur Arbeit, macht Spaß und ne freundschaftliche Kollegin.

Ich will garkeine andere mehr gerade weil es viele blöde Stellen gibt.

Dafür hab ich kein Nerv mehr.

Die Stelle ist echt wie so ne kleine Familie und 2tes zu Hause.

Hier hat auch jeder mal ein offenes Ohr für einen kein Neid, kein nur ich, ich, ich und es wird auch keiner zurück gelassen.

Wird sogar mal ne Überstunde gemacht wenn der/die Kollege/in es nicht alleine mehr schaft oder schon durch ist wird da noch mit geholfen.

Deshalb läuft auch bei uns alles tutti weil das Klima einfach stimmt.

Und wenn man früh aufsteht und sich auf de Arbeit freut dann sagt das schon viel.

Aber wenn man jeden früh aufsteht und denkt "ne nicht schon wieder dahin" dann ist das nicht gut und macht auf dauer einfach krank.

Konnt ich ja schon oft selber erfahren.

Und dann wird im TV geknaut das angeblich keiner mehr arbeiten will und se keine Leute finden, da würde ich vielleicht auch mal über die Firma nachdenken aber die meisten sind halt auch nicht selbstreflektierend, weil Geld steht ganz oben.

Und da ich ein freier Mensch bin kann ich zum Glück selber entscheiden was ich mache und wo ich bleiben will.

Ich mache mich nicht mehr mit "dumme" "arroganten Menschen rum.
 
Ich bin 2011 mit 23 Jahren erkrankt, war danach 4 Jahre arbeitslos und arbeite seit 2015 Vollzeit.
Zur Zeit 35h/Woche als Arbeiter und sogar in Wechselschicht. Ich hasse es, aber ich brauche das Geld,
ich habe Schulden und wollte immer trotz Erkrankung ein normales Leben. Was aber nur beim Thema Arbeit, vielleicht
geklappt hat. Ich würde gerne nicht mehr arbeiten, aber der sozialpsychiatrische Dienst meinte, ich bekomme keine EM-Rente.
Verständlich, weil man kann ja nicht plötzlich dastehen und sagen es geht nicht mehr. Ich bin jetzt 38 und werde auch irgendwann mal erben,
dann wandere ich sowieso aus. Ich nehme auch seit Jahren, mehr oder weniger keine Medis mehr. Wenn ich Spielregeln beachte, dann klappt das gut. Besonders im Sommer muss ich aufpassen, weil ausreichend Schlaf, ist das A und O.
Vielleicht bin ich ein Musterknabe, aber trotzdem hat die Krankheit alles genommen. Ich bin sehr unzufrieden. Wäre das schön gewesen, damals das Studium beendet zu haben oder wenigstens eine anständige Ausbildung. Dann wäre ich wahrscheinlich auch nicht einsamer Dauersingle geworden.
Naja, ich wollte eben, dass mein Leben nicht schon mit 25 vorbei ist und zu Hause hocken auf Staatskosten. Diese Reha hätte ich damals nicht abbrechen sollen, dann hätte ich es vielleicht noch weiter gebracht. Trotzdem ist alles sehr dürftig.
 
Ich bin 2011 mit 23 Jahren erkrankt, war danach 4 Jahre arbeitslos und arbeite seit 2015 Vollzeit.
Zur Zeit 35h/Woche als Arbeiter und sogar in Wechselschicht. Ich hasse es, aber ich brauche das Geld,
ich habe Schulden und wollte immer trotz Erkrankung ein normales Leben. Was aber nur beim Thema Arbeit, vielleicht
geklappt hat. Ich würde gerne nicht mehr arbeiten, aber der sozialpsychiatrische Dienst meinte, ich bekomme keine EM-Rente.
Verständlich, weil man kann ja nicht plötzlich dastehen und sagen es geht nicht mehr. Ich bin jetzt 38 und werde auch irgendwann mal erben,
dann wandere ich sowieso aus. Ich nehme auch seit Jahren, mehr oder weniger keine Medis mehr. Wenn ich Spielregeln beachte, dann klappt das gut. Besonders im Sommer muss ich aufpassen, weil ausreichend Schlaf, ist das A und O.
Vielleicht bin ich ein Musterknabe, aber trotzdem hat die Krankheit alles genommen. Ich bin sehr unzufrieden. Wäre das schön gewesen, damals das Studium beendet zu haben oder wenigstens eine anständige Ausbildung. Dann wäre ich wahrscheinlich auch nicht einsamer Dauersingle geworden.
Naja, ich wollte eben, dass mein Leben nicht schon mit 25 vorbei ist und zu Hause hocken auf Staatskosten. Diese Reha hätte ich damals nicht abbrechen sollen, dann hätte ich es vielleicht noch weiter gebracht. Trotzdem ist alles sehr dürftig.
Stark
 
Ich bin 2011 mit 23 Jahren erkrankt, war danach 4 Jahre arbeitslos und arbeite seit 2015 Vollzeit.
Zur Zeit 35h/Woche als Arbeiter und sogar in Wechselschicht. Ich hasse es, aber ich brauche das Geld,
ich habe Schulden und wollte immer trotz Erkrankung ein normales Leben. Was aber nur beim Thema Arbeit, vielleicht
geklappt hat. Ich würde gerne nicht mehr arbeiten, aber der sozialpsychiatrische Dienst meinte, ich bekomme keine EM-Rente.
Verständlich, weil man kann ja nicht plötzlich dastehen und sagen es geht nicht mehr. Ich bin jetzt 38 und werde auch irgendwann mal erben,
dann wandere ich sowieso aus. Ich nehme auch seit Jahren, mehr oder weniger keine Medis mehr. Wenn ich Spielregeln beachte, dann klappt das gut. Besonders im Sommer muss ich aufpassen, weil ausreichend Schlaf, ist das A und O.
Vielleicht bin ich ein Musterknabe, aber trotzdem hat die Krankheit alles genommen. Ich bin sehr unzufrieden. Wäre das schön gewesen, damals das Studium beendet zu haben oder wenigstens eine anständige Ausbildung. Dann wäre ich wahrscheinlich auch nicht einsamer Dauersingle geworden.
Naja, ich wollte eben, dass mein Leben nicht schon mit 25 vorbei ist und zu Hause hocken auf Staatskosten. Diese Reha hätte ich damals nicht abbrechen sollen, dann hätte ich es vielleicht noch weiter gebracht. Trotzdem ist alles sehr dürftig.
Ich bin auch 38 und als ich damals Risperidon hatte war Arbeit wie die Hölle auf Erden. Ich bin auch seit 2011 erkrankt, passt also ganz gut.
Du hast mit der Arbeit sicher wenig Zeit für Forum und so, aber ich kann dir ganz klar empfehlen die Medikamente und Einnahmeform zu ändern, damit dir die Arbeit wieder Spaß macht und die gesundheitlichen Erfolge auch sich fortsetzen.

Hier die 2-Seitige Kurzfassung in PDF, die mit einer Intervalltherapie (in dem Fall Aripiprazol) und dem notwendigen Bupropion funktioniert.
Die anderen Wirkstoffe wie Trimipramin-Tropfen sind zur Schlafförderung in dem Fall wichtig, weil Bupropion zwar sehr effektiv wirkt aber eher in den phasen ohne Antipsychotikum wach macht. Man muss da dann etwas flexibler sein. Du solltest dann aber auch mehr Zeit für dich finden, da auch generell weniger Schlaf notwendig ist und das Arbeiten viel angenehmer sein sollte.

Einfach beidseitig ausdrucken und schauen ob dein Psychiater dich bei so einer Umstellung oder danhingehend etwas unterstützt.

Ich hab EM-Rente bekommen wobei es glaube ich Beruflich und alles sehr unterschiedlich sein kann. Bei mir standen etwa Negativsymptome im Mittelpunkt und die Prognosen warern düster. Deswegen musste ich auch selbst suchen nach Wirkstoffen und Therapiemöglichkeiten.
35 Stunden ist schon sehr viel. Vielleicht wäre auch für dich eine Teilerwerbsminderungsrente angezeigt, weil das schon eine Frechheit ist von einem Betroffenen soviel abzuverlangen, wo dir dann auch der Finanzielle ausgleich fehlt und andere Karriere machen und mehr Geld bekommen.
Bei mir hat man bei der psychischen Reha glaube ich soweit die Arbeitsunfähigkeit attestiert, aber ich finde das ehrlich eine Frechheit und glaube schon das wenn du den Psychiater im Zweifel wechselst vielleicht sich auch andere möglichkeiten auftun können was die EM-Rente angeht.
Es kommt auf dem Beruf an, ich denke einerseits hängt es sehr ab ob man Negativsymptome hat, aber auch Büroarbeiten fand ich persönlich einfacher. Gut bei Psychose können die Hirnregionen auch unterschiedlich betroffen sein, vielleicht deswegen auch unterschiedliche Entscheidungen. Da du mehr schalf brauchst fände ich 25 Stunden für das Geld was du für 35 Stunden bekommst eher gerechtfertigt um halbwegs gleichgestellt zu sein.

Medikamentös kannst du dir mit der Behandlungsform die ich entwickelt habe zumindest ein viel leichteres Leben trotz der schweren Erkrankung machen, dann kann sich nach und nach auch der Berufliche Erfolg einstellen. Zumindest solltest du dir das anschauen oder mal testen.

Welche Antipsychotika und andere Medikamente hast du und was hast du bereits ausprobiert?
 
Ich habe nach 2011 fast 10 Jahre Aripiprazol 15 mg genommen. Das hat mich schon eingeschränkt, danach eine Weile 10 mg.
Ich hatte letztes Jahr eine leichte Psychose. Ich konnte trotzdem arbeiten gehen, ich hatte Wahnkonstrukte, die eher im Hintergrund liefen.
Dann bin ich aber in der Psychiatrie gelandet, eine Woche. Meine Psychiaterin ist wirklich schlecht, ich sollte wirklich mal wechseln. Die sitzt da und verteilt Rezepte. In unserer Gegend gibt es nicht so viele und manche nehmen nicht auf. In der Klinik unseres Landkreises, wird auch nur das nötigste gemacht, kaum Gespräche etc.
Ich sollte aber wieder Medikamente nehmen, da ich aus dieser postpsychiotischen Depression nicht rauskomme. Ich habe aber das Gefühl dass ich das Aripiprazol nicht mehr vertrage, meine Ärztin meinte, das alle NLs gleich sind mit den Nebenwirkungen. Ich fühle mich gereizter und einfach nicht ich selbst. Aber die jetztige Depression ist auch kein Zustand.
Ich habe vor, wenn ich genug Geld habe, eine Weile nach Südamerika zu gehen. Ich hoffe nächstes Jahr ist es soweit. Danach vielleicht Teilrente. Ich glaube einfach, dass der Vollzeitjob zu viel Raum einnimmt und zu viel Energie benötigt, und so keine Zeit/Lust für wichtigere Dinge ist. Ich lebe auch sozial isoliert, was meine Depressionen fördert. Ich gehe am Sonntag zum Tag der offenen Tür im Tennisclub, vielleicht ist das was.
Ich schaue mir deinen Vorschlag an. Danke.
 
Das mit dem Bupropion klingt interessant. Bei mir kommen Frühwarnzeichen immer im Stress, gut wenn man dann eine ausgeglichene Stimmung hat.
Ich habe auch oft gedacht, dass vielleicht ein AD reicht für die tägliche Einnahme. Ich habe am 5.5. einen Termin.
Bupropion täglich und Abilify nur bei Frühwarnzeichen? Das klingt sehr gut.
 
Ich bin 2011 mit 23 Jahren erkrankt, war danach 4 Jahre arbeitslos und arbeite seit 2015 Vollzeit.
Zur Zeit 35h/Woche als Arbeiter und sogar in Wechselschicht. Ich hasse es, aber ich brauche das Geld,
ich habe Schulden und wollte immer trotz Erkrankung ein normales Leben. Was aber nur beim Thema Arbeit, vielleicht
geklappt hat. Ich würde gerne nicht mehr arbeiten, aber der sozialpsychiatrische Dienst meinte, ich bekomme keine EM-Rente.
Verständlich, weil man kann ja nicht plötzlich dastehen und sagen es geht nicht mehr. Ich bin jetzt 38 und werde auch irgendwann mal erben,
dann wandere ich sowieso aus. Ich nehme auch seit Jahren, mehr oder weniger keine Medis mehr. Wenn ich Spielregeln beachte, dann klappt das gut. Besonders im Sommer muss ich aufpassen, weil ausreichend Schlaf, ist das A und O.
Vielleicht bin ich ein Musterknabe, aber trotzdem hat die Krankheit alles genommen. Ich bin sehr unzufrieden. Wäre das schön gewesen, damals das Studium beendet zu haben oder wenigstens eine anständige Ausbildung. Dann wäre ich wahrscheinlich auch nicht einsamer Dauersingle geworden.
Naja, ich wollte eben, dass mein Leben nicht schon mit 25 vorbei ist und zu Hause hocken auf Staatskosten. Diese Reha hätte ich damals nicht abbrechen sollen, dann hätte ich es vielleicht noch weiter gebracht. Trotzdem ist alles sehr dürftig.
Respekt für deine Leistung!
 
Danke schön! ich muss dazu sagen, meine letzte Psychose war wegen Kokain.
Ich bin clean seit längerem. Aber meine Schizophrenie hält sogar das aus, mehr oder weniger.
Wenn ich im Lotto gewinnen würde, könnte ich sogar halbpsychotisch auf meiner kolumbianischen Privatinsel leben. Wäre besser, als diese Depressionen danach. Leider sind wir im wahren Leben und müssen gucken wo wir bleiben, deshalb keine Drogen.
Die meisten sind da wohl dann ein Fall fürs Fixierbett, mit harten Drogen. Selbst erlebt, bei Mitpatienten.
Ich weiß nicht ob das eine Leistung war oder nur Glück. Vielleicht bin ich auch nur ein leichter Fall, im Internet sind sowieso nur die Horrorgeschichten. Wie allem anderen auch, das Jurastudium ist so schwer, wie im Internet behauptet.
Ein sehr guter Arzt meinte mal zu mir " Schiz. ist wie Diabetes, die einen müssen auf die Ernährung achten, die anderen müssen sich Insulin spritzen"
Ich muss nur auf die Ernährung achten: Keine Drogen, wenig Alkohol und ausreichend Schlaf.
Der Arzt meinte auch dass es Anwälte gibt die mit Schizo. berufliche Höchstleistungen vollbringen. Ich dachte Bürgergeld?
Wie gesagt, immer diese Horrorgeschichten. Über die die das Jurastudium bestehen (die Mehrheit) steht nirgends was. Achso,
die im Gericht und in der Kanzlei, simmt ja.
Die Krankheit ist sowieso so individuell wie dein Vorname. Man muss sich selbst kennenlernen und sich selbst eine Meinung bilden. Das
Gegenteil von Blinddarmentzündung. Da gibts einfach die OP. Für Hans, Erika und Stefan.
Lernt euch kennen und lasst euch nicht in Schubladen stecken und schlechten Fachleuten kaputt machen. Psychisch krank bedeutet man muss sich
gegen schlechte Fachleute behaupten. Wie in einem PC-Spiel immer die feindlichen Soldaten abknallen.
Wieso mein 26 jähriger Mitpatient 4 verschiedene Medis bekommt. Also mir reicht reins.
Dann wundern die sich dass er arbeitslos und depri in der Klapse rumhockt?
Ich habe diesen ganzen Quatsch nie kapiert, deshalb arbeite ich vielleicht Vollzeit.
BILD dir deine eigene Meinung. für 0€ in deiner Psychiatrie um die Ecke.
jetzt zugreifen!
 
Das mit dem Bupropion klingt interessant. Bei mir kommen Frühwarnzeichen immer im Stress, gut wenn man dann eine ausgeglichene Stimmung hat.
Ich habe auch oft gedacht, dass vielleicht ein AD reicht für die tägliche Einnahme. Ich habe am 5.5. einen Termin.
Bupropion täglich und Abilify nur bei Frühwarnzeichen? Das klingt sehr gut.
Bupropion kannst du durchgehend einnehmen, das motiviert und macht aktiv. Also, es wirkt bei Negativsymptomen und Positivsymptomen, vor allem auch die Reizbarkeit und Unruhe in den Phasen ohne Aripiprazol wird damit sehr stabilisiert.
Durch Bupropion sind längere Phasen ohne Antipsychotikum möglich, aber Wahn, Manie und Sucht sollte man im Blick haben, da diese Symptome in den Phasen ohne Antipsychotikum zumindest leicht mitschwingen und man sich eben bereits extrem viel besser durchs Bupropion fühlen kann.

Bupropion hilft zur Nikotinentwöhnung, also lässt diese Art Sucht nach.
Da Wahn eher zu Manie wird, was an sich positiv ist, sollte man sein Konsumverhalten, gerade bei wenig finanziellen Mitteln, im Blick haben. Gleichzeitig können die bessere Konzentration beim Einkaufen und alles helfen, aufmerksamer für Angebote zu sein.

Ergänzungen:
Lithium-Orotat 20 mg (Low Dosis, neuroprotektiv und in den Dosierungen unproblematisch),
Vitamin B6 100 mg (hochdosiert für wenige Monate, ist für die Neurotransmittersynthese zentral)
Vitamin-B-Komplex ergänzt B12 und B9 (über längere Zeit)
Sulforaphan (Brokkoli-Extrakt ist entzündungshemmend)
Magnesium, Zink & Mineralien
Vitamin C (scheint bei Schizophrenie auch reduziert zu sein)

Kurzfassung zuerst:
Magnesium, Zink und andere Mineralien wirken direkt am NMDA‑Rezeptor als natürliche Regulatoren. Der NMDA‑Rezeptor wiederum steuert GABA‑Interneurone, die das gesamte Gehirn stabilisieren. Wenn NMDA zu schwach ist, bricht die GABA‑Hemmung ein – und das Netzwerk wird chaotisch.
Jetzt gehen wir das präzise, neurobiologisch sauber und strukturiert durch.

🧠 1. Wie Magnesium am NMDA‑Rezeptor wirkt​

Magnesium (Mg²⁺) ist der physiologische Blocker des NMDA‑Kanals.
  • Bei Ruhepotential sitzt Mg²⁺ im Kanal wie ein Korken
  • Erst wenn die Zelle depolarisiert, wird Mg²⁺ herausgedrückt
  • Dann kann Calcium (Ca²⁺) einströmen → Lernen, Plastizität, Stabilisierung
Funktion:
  • Schutz vor Übererregung
  • Filtert „Rauschen“ aus dem Netzwerk
  • Stabilisiert synaptische Plastizität
Bei Magnesiummangel:
  • Der Block ist instabil
  • Der Kanal öffnet zu leicht → Ca²⁺‑Überlastung
  • Neuronen werden reizbarer
  • GABA‑Interneurone werden gestresst → Hemmung sinkt

🧲 2. Wie Zink am NMDA‑Rezeptor wirkt​

Zink (Zn²⁺) ist kein Blocker, sondern ein modulatorischer Regler.
  • Zink bindet an eine eigene Stelle am NMDA‑Rezeptor
  • Es wirkt dämpfend – wie ein „Feinregler“
  • Besonders wichtig im Hippocampus und präfrontalen Cortex
Zinkmangel:
  • NMDA‑Aktivität wird unpräzise
  • Glutamatfreisetzung steigt
  • Oxidativer Stress nimmt zu
  • GABA‑Interneurone verlieren Stabilität
Zinküberschuss:
  • Kann NMDA zu stark hemmen
  • Führt zu kognitiver Verlangsamung
Zink ist also ein Balancer, kein Ein/Aus‑Schalter.

⚡ 3. Andere Mineralien und ihre Rolle​

Calcium (Ca²⁺)

  • Das eigentliche „Signal‑Ion“ des NMDA‑Rezeptors
  • Zu viel → Übererregung, oxidativer Stress
  • Zu wenig → Lernstörungen, schwache Plastizität

Kupfer (Cu²⁺)

  • Hemmt NMDA ähnlich wie Zink
  • Zu viel Kupfer → NMDA‑Hypofunktion → GABA‑Schwäche

Natrium/Kalium (Na⁺/K⁺)

  • Stabilisieren das Ruhepotential
  • Ohne stabile Membran → NMDA‑Öffnung wird chaotisch

🔗 4. Wie der NMDA‑Rezeptor mit dem GABA‑System zusammenhängt​

Das ist der entscheidende Punkt, den viele übersehen:

NMDA sitzt auf GABA‑Interneuronen (v. a. PV‑Interneuronen)

Diese Interneurone sind die „Dirigenten“ des Gehirns:
  • Sie erzeugen Gamma‑Rhythmen (30–80 Hz)
  • Sie filtern irrelevante Reize
  • Sie stabilisieren Netzwerke gegen Übererregung
Damit diese Interneurone funktionieren, brauchen sie NMDA‑Drive.

Wenn NMDA zu schwach ist (Hypofunktion):​

  1. GABA‑Interneurone feuern nicht mehr zuverlässig
  2. Hemmung bricht ein
  3. Glutamat steigt kompensatorisch
  4. Netzwerke werden übererregt und chaotisch
  5. Dopaminregulation im Striatum entgleist
  6. Symptome entstehen:
    • Positivsymptome (Wahn, Halluzinationen)
    • Negativsymptome (Antrieb, Affekt)
    • Kognitive Defizite
Kurz:
NMDA‑Hypofunktion → GABA‑Schwäche → Netzwerkchaos → Psychoseähnliche Zustände.

🧩 5. Warum Mineralien so wichtig sind​

Der NMDA‑Rezeptor ist ein komplexes, mineralabhängiges System:
SubstanzWirkung am NMDAFolge bei Mangel
MagnesiumBlockiert Kanal bei RuheÜbererregung, Ca²⁺‑Stress
ZinkFeinregler, dämpftUnpräzise NMDA‑Aktivität
CalciumSignalionLernstörungen
KupferHemmt NMDAHypofunktion, GABA‑Schwäche
B‑VitamineCo‑Faktoren für GABA‑SyntheseGABA‑Mangel
Vitamin CAntioxidativ, schützt NMDAOxidativer Stress

🧠 6. Der funktionelle Zusammenhang in einem Satz​

Mineralien halten den NMDA‑Rezeptor stabil; der NMDA‑Rezeptor hält GABA‑Interneurone stabil; GABA‑Interneurone halten das Gehirn stabil.

Diese Ergänzungen sind bei Schizophrenie wertvoll, damit es leichter längere Zeit auch ohne Antipsychotikum funktioniert.

Ich sollte aber wieder Medikamente nehmen, da ich aus dieser postpsychiotischen Depression nicht rauskomme. Ich habe aber das Gefühl dass ich das Aripiprazol nicht mehr vertrage, meine Ärztin meinte, das alle NLs gleich sind mit den Nebenwirkungen. Ich fühle mich gereizter und einfach nicht ich selbst. Aber die jetztige Depression ist auch kein Zustand.
Ich habe vor, wenn ich genug Geld habe, eine Weile nach Südamerika zu gehen. Ich hoffe nächstes Jahr ist es soweit. Danach vielleicht Teilrente. Ich glaube einfach, dass der Vollzeitjob zu viel Raum einnimmt und zu viel Energie benötigt, und so keine Zeit/Lust für wichtigere Dinge ist. Ich lebe auch sozial isoliert, was meine Depressionen fördert. Ich gehe am Sonntag zum Tag der offenen Tür im Tennisclub, vielleicht ist das was.
Ich schaue mir deinen Vorschlag an. Danke.
Bupropion wirkt als NDRI-Antidepressivum als Noradrenalin- und Dopaminwiederaufnahmehemmer. Das bedeutet, dass es am NET (Noradrenalin-Transporter) und am DAT (Dopamintransporter) hemmend wirkt, was hilft, die Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin zu modulieren.

Das Verhältnis NET zu DAT ist beim Bupropion 2:1. Es wirkt also am DAT nur mild hemmend. Dies führt dazu, dass zu schwaches NA (Noradrenalin) und DA (Dopamin) erhöht und andersherum zu starkes DA und NA eher sogar etwas reduziert werden, da die präsynaptischen Autorezeptoren dann weniger Dopamin freigeben, wenn im synaptischen Spalt durch NET- und DAT-Hemmung das Dopamin etwas länger gehalten (verstärkt) wird.
Auch im Striatum und anderen Regionen, wo man einen Dopaminüberschuss sieht, können Mangel und Überschuss gleichzeitig vorkommen (chaotisches System). Überschuss von DA führt zu Wahn und Manie, wobei Mangel von DA eher zu Halluzinationen führt. Zu schwache DA-Signale oder solche, die von starken DA-Signalen übertönt werden, erzeugen Konzentrations- und Gedächtnislücken, welche das Gehirn durch Halluzinationen füllt.
Zu starke DA-Signale wiederum begünstigen Wahn bzw. eher Manie, wobei Wahn wie eine Manie (Überschuss) + Halluzinationen (Mangel) ist.

Bupropion kann dem Chaos im Gehirn Ordnung geben. NET-Hemmung würde also präfrontal (präfrontaler Cortex usw.) das ohnehin schwache Dopamin verstärken, da es über NET langsamer abgebaut wird. Dies reduziert dann Unruhe und Reizbarkeit. Vitamin B6 ist für die Neurotransmittersynthese zentral und hilft auch, Unruhe und Reizbarkeit abzufangen, wenn das ausreichend vorliegt. Dauerhaft zu viel B6 würde zur peripheren Neuropathie (wie Ameisenlaufen oder Gefühllosigkeit in Fingern) führen, deswegen auch nur hochdosiert auffüllen über Monate und anschließend als B-Komplex unter 100mg zuführen.

DAT von Bupropion wirkt, weil es mild ansetzt, für schwache DA-Signale verstärkend, was Halluzinationen reduzieren kann und ohne Antipsychotikum dann länger stabilisiert, als es ohne möglich wäre. Gleichzeitig verbessert Bupropion als Ganzes Negativsymptome und Antriebsprobleme enorm.

Fehlen tut die SERT-Wirkung, also Hemmung von Serotonintransportern, welche man durch ein SSRI-Antidepressivum wie Sertralin oder Citalopram ergänzen kann. Das wiederum hilft in den Phasen ohne Antipsychotikum, das emotional Depressive zu lindern und Libido zu reduzieren. Damit kann man eher zu starke Emotionalität oder magisches Denken reduzieren, wenn man depressiv und überemotional ist und zu sehr Gefühle im Vordergrund hat. Über Gefühle hat man im Grunde keine echte Kontrolle, die sind einfach da. Deswegen sollte man Libido und Emotionen in den Absetzphasen ohne Antipsychotikum mit einem SSRI-Antidepressivum zusätzlich einstellen, um Gefühlsschwall, übersteigerte Libido zu vermeiden, da auch Gefühle psychotische Symptome fördern können. Stichwort: Den Gefühlen mehr zu trauen als der Realität.

=
Bupropion: NDRI gegen Unruhe, Reizbarkeit (NET) und Halluzinationen (DAT).
Citalopram: SSRI gegen Libido und übermäßiger Emotionalität (SERT).

Bupropion + Citalopram + (Aripiprazol Bedarf / Intevall)

Aripiprazol: Antipsychotikum als Sicherheitsfaktor, da die oben genannten Antidepressiva erst in den Anfangsphasen ohne Aripiprazol sehr Wirkungsvoll und verlässlich sind, dann aber ihre Wirkung nachlässt. Deswegen braucht es dann zumindest für etwa 2–4 Wochen am Stück die Einnahme von Aripiprazol, da es die Wirkung der Antidepressiva quasi zurücksetzt, damit diese in den nächsten Phasen ohne Antipsychotikum wieder voll wirken.
Zu schnelles Denken wird durchs Antipsychotikum wieder etwas reduziert, womit man hinterher einen Zeitpuffer hat, in dem die Antidepressiva, vor allem Bupropion, stabilisierend wirken.

Bupropion macht sehr wach in den Phasen ohne Aripiprazol, deswegen die Trimipramin-Tropfen (trizyklisches Antidepressivum), wie in der 2-seitigen Kurzfassung. Trimipramin hilft bei den leichten Schlafstörungen durch Bupropion, die später von stärkeren Schlafstörungen durch zurückkehrende Psychose abgelöst werden. Bei diesen stärkeren Schlafstörungen braucht es das Aripiprazol (Intervall-Einnahme), da dann selbst stark sedierende Antidepressiva wie Trimipramin zu schwach sind und ebenso, je länger das Antipsychotikum fehlt, an Wirkung verlieren.

Lithium-Orotat, B6, Sulforaphan und Magnesium helfen, dass diese Phasen ohne Aripiprazol noch etwas länger werden. Bupropion macht aber bereits diese Absetzphasen ohne Aripiprazol möglich und reduziert die von dir beschriebene Reizbarkeit.

Bupropion kann das Aripiprazol um ca. das 1,5-Fache im Blut steigern, da Bupropion einen Abbauweg von Aripiprazol über CYP2D6 verlangsamt. Dann würden 10 mg Aripiprazol wie 15mg wirken oder 7,5 wie 10mg (ganz grob). Das ist vor allem dann relevant, wenn du Aripiprazol permanent einnimmst.
 
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