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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Was tun wenn Fremde Hilfe brauchen

LordHabicht

Well-known member

Was tun wenn Fremde Hilfe brauchen​


Wenn wir im Alltag durch die Stadt gehen, treffen wir manchmal Menschen denen es ganz offensichtlich nicht gut geht. Sie starren ins Leere, haben eine ungewöhnliche Körperhaltung oder sprechen oder schimpfen laut mit sich selbst oder mit Personen die nicht da sind (manche Menschen sind aber nur am telefonieren). Oder sie reden lautstark auf andere Fußgänger oder Wartende an der Bushaltestelle ein und sagen Dinge die keinen Sinn ergeben.

Diese Menschen könnten Hilfe brauchen. Vielleicht haben sie Anzeichen einer Psychose? Eine psychotische Episode draußen „in der Wildniss“, kann für den Betroffenen oder andere Menschen sehr gefährlich sein. Je nach dem was sich diese Person gerade „zusammenspinnt“.

Solche Betroffene sind unter extremem Stress und suchen durch das Selbstgespräch oder das Einreden auf Andere eine Lösung. Es ist wichtig dass sie professionelle Hilfe bekommen. Der erste Schritt ist die Person anzusprechen und zum Beispiel zu fragen „Entschuldigen Sie, ich sehe dass sie gerade sehr unter Stress sind. Wollen Sie mir sagen was los ist?“ Viele Menschen mit Psychosen sind extrem misstrauisch und manche haben Angst vor der Psychiatrie oder der Polizei. Hier sollten Sie einfühlsam und höflich sein.

Wenn die Person Wahnideen äußert bringt es nichts diese abzutun „Ach das kann doch gar nicht sein“. Für diese Person ist der Wahn Realität. Validieren Sie erst ein mal nur die Emotionen. „Ja, ich glaube dass sich das sehr belastend anfühlt“. Versuchen Sie die fremde Person dazu zu bewegen Hilfe zuzulassen. „Wäre es ok für sie wenn ich einen Arzt anrufe der Ihnen hilft? Ich bleibe so lange bei Ihnen“.

Dann rufen Sie die 112 an, nennen den Ort und warten auf Hilfe. „Hallo, hier an der Haltestelle xy ist jemand mit einer psychischen Krise, der Hilfe braucht, können Sie einen Krankenwagen schicken?“. Bleiben Sie bei der fremden Person und hören geduldig zu und versuchen Sie sie zu beruhigen.

Wenn die Situation eskaliert und die Person wegläuft oder agressiv wird müssen Sie die Polizei rufen. Das tut man nicht gerne, aber für diese Person ist es langfristig besser wenn sie in einer Psychiatrie untergebracht wird, dort bekommt sie Hilfe und kann sich in wenigen Wochen stabilisieren und darf wieder nach hause. Psychiatrie ist kein schöner Ort, aber es ist ein sicherer Ort wo Menschen wieder gesund werden.

Fazit

Fremden Menschen mit Psychosen zu helfen kostet etwas Überwindung, aber Sie sollten nicht einfach nur wegschauen. Es kann gut sein dass sie im Leben und der Gesundheit dieses Menschen einen echten Unterschied machen. Es ist ein Akt der Courage und Nächstenliebe. Diese Menschen sind krank und können nichts dafür. Deswegen brauchen sie professionelle Hilfe bevor etwas passiert.
 
Oder sie reden lautstark auf andere Fußgänger oder Wartende an der Bushaltestelle ein
Ich lasse mich dann nicht provozieren und sage konsequent auch gar nichts, denn (der letzte Fall) ich kann nicht unter der Woche morgens mit Fahne und Bier in der Hand in die U-Bahn gehen, ehrlich gesagt, ich habe da gar kein Mitleid, auch wenn die Leute zum überwiegenden Teil ja krank.sind, aber sie belästigen andere nur und haben dabei wie selbstverständlich auch ihren ungehemmten Spaß.


Vielleicht haben sie Anzeichen einer Psychose?
Das ist mir dann herzlich egal, für sowas bietet eine seriöse Psychiatrie allerdings stationäre Hilfen an, die validiert sind, ist also nicht meine Aufgabe und/oder Einflussbereich, ich muss auf mich selber schauen; in der großen.Stadt wird man diszipliniert, das hat nichts mit Intoleranz zu tun, eher mit Selbstschutz!


Diese Menschen sind krank und können nichts dafür.
Sie sind 18 Jahre alt und hätten sich helfen lassen können, so dass u. a. die Fahne unterbleibt. Ich muss mich dann, wie gesagt, selbst schützen, dass ich die Pöbeleien und Sprüche zur eigentlich "besten Arbeitszeit" oder knapp daneben oder aber zwangsläufig im zuhause verbrachten Urlaub erdulde, ist dann.ein gutes Gefühl, eine gute Tat getan zu haben und meist ausreichend. Moralkodex nach Hamurabi: Behandle die anderen Menschen stets so, wie du selbst von.ihnen.behandelt werden willst, ist ebenso abgedeckt wie das Gelassenheitsgebet beachtet wird, das besagt, dass man die Dinge, die man NICHT ÄNDERN KANN, meistens außen vor lassen soll.
 
Ich finde diese Sichtweise sehr hartherzig. Ich gebe dir recht dass manche, alkoholisierte Menschen, selbst für ihr Unglück verantortlich sind. Aber manche Menschen sind einfach krank und das mindeste was man tun kann ist den Krankenwagen oder die Polizei zu verständigen, damit sie Hilfe bekommen und nichts schlimmes passiert was hätte vermieden werden können.
 
Ich würde den jenigen nicht einweisen, wohl aber ihm zuhören. Ich finde das verletzt zu doll die Privatsphäre des anderen. Ja gut, wenn jemand wirklich psychotisch abgeht würde ich vielleicht schon die 112 wählen, ich hätte evt. auch Angst vor jemandem der Hochpsychotisch ist, keine Ahnung.
Ich selbst habe mal oft geweint und dabei die Alster umrundet. Das ist Jahre her. Es gab Menschen die darüber gelacht haben, aber auch einige die mich ansprachen. Ich hätte es nicht gut gefunden wenn die mich ringewiesen hätten.
 
Ich finde diese Sichtweise sehr hartherzig. Ich gebe dir recht dass manche, alkoholisierte Menschen, selbst für ihr Unglück verantortlich sind. Aber manche Menschen sind einfach krank und das mindeste was man tun kann ist den Krankenwagen oder die Polizei zu verständigen, damit sie Hilfe bekommen und nichts schlimmes passiert was hätte vermieden werden können.
Ich machte mir einmal große Sorgen, als ich im Winter damals jemanden mit einfachem Schlafsack in einer vielbegangenen Fußgängerunterführung schlafen sah. Bei so etwas muss man natürlich bereit sein zu helfen, ebenso wie bei einem nicht vorgetäuschten (kommt manchmal an Autostraßen vor) medizinischen Notfall, klar. Ich meinte aber Leute hier in der Großstadt, die gar keine Hilfe annehmen wollen und alkoholisiert längst VOR einem eventuellen "Feierabend" die Leute anschwätzen, das ist einfach nur eine unangenehme, entbehrliche Erfahrung und kann weggelegt werden.

Die Psychiatrie ist für manche auch eine Stätte, wo ihnen mit drastischen Vorurteilen begegnet wird und wo sie nur eine freiheitsentziehende Verwahrung (statt nachhaltiger Hilfe) erfahren, und manch einer wollte auch ein Spiel spielen, wodurch sich dieses Problem verschärft. Denn eigentlich wäre die Psychiatrie eine Anlaufstelle für einfach Menschen, die seelische Probleme haben oder mit extremem Leid oder vorangegangenem Drogenkonsum nicht klarkommen. Ich befürchte halt, dass ich dann meine Zeit und mein Engagement verschwende, und dabei erhöhe ich mich ja indirekt auch selbst, denn auch ich habe nicht zu unterschätzende Probleme, was sich an den Schwierigkeiten, die Schizophreniemedikamente ganz abzusetzen, bisher leider ablesen lässt.

Vielleicht helfe ich aber auch nicht gern, weil ich eher ein Techniker bin. Hat mir mal eine Bekannte aus dem schwäbischen Raum ganz wertfrei mitgeteilt. Dann kann ich mich natürlich trotzdem nützlich machen, muss aber meine (!) Grenzen vermehrt berücksichtigen.
 
Ich wohne im Zentrum einer Großstadt, da müsste ich bei solchen Fällen alle 5 Meter hilfe leisten.
 
Ich finde diesen Beitrag sehr gut. Er regt mich zum nachdenken an. Ich wäre froh gewesen wenn mich jemand im psychotischen zustand so so angeredet hätte. Man fragt ja um erlaubnis ob man helfen darf.
 
Ich finde auch, das geht zu weit. Klar kann man mit der Person reden. Aber die Polizei oder Krankenwagen rufen bei jemandem der nicht eigen oder fremdgefährdend ist, verletzt u.U. die Freiheit des Betreffenden. Es gibt auch so etwas wie ein recht auf Krankheit, was sich aus dem Grundgesetz ableiten lässt. Wenn jemand niemandem schadet, oder nicht gerade auf einer Brücke steht und herunter springen will, hat er theoretisch auch das recht psychotisch zu sein. Die meißten werden wissen wie traumatisch auch ein Klinikaufenthalt sein kann…vielleicht ist es genau ein Klinikaufenthalt zu viel, der eine Person dauerhaft destabilisiert, die „draußen“ ihr normales Leben führen kann und einfach nur ein bisschen anders ist.
Alles andere ist eine Art Samaritertum oder Helfersyndrom, was man auch bei manchen Mitarbeitern im Gesundheitssystem findet, die eigentlich falsch in ihrem Job sind. Leben und leben lassen.
 
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