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Was würdet ihr tun wenn ihr Psychiater wärt ?

goped

Well-known member
Ja meine Geschichte dürfte ja einigen hier bekannt sein. Vertrage nur Risperidon mit einschlaf und durchschlaf Problemen. Im Moment bekomme ich Quetiapin 100mg zum schlafen. Dann kommen irgendwann die niedrigpotenten Neuroleptika und Antidepressiva was aber wenn die nicht abhängig machen den Psychopharmaka verbraucht sind ? Was würdet ihr dann an der Stelle eines Psychiaters tun ?
 
Ich würde die Tagesstruktur analysieren und dir da Hilfen an die Hand geben. Kannst du vielleicht Teilzeit in einer WfbM außerhalb deiner Wohngruppe machen? Oder einfach mehrere Stunden täglich leichten Sport? Irgendetwas, das füllt, "die Zeit strukturiert"? Sodass man dann automatisch abends ein- und nachts durchschläft? Wenn das Kernproblem eine Eigenschaft des Risperidon ist, könnten die niederpotenten Typika eine längerfristige (Dauer-) Lösung sein, ich mach das auch, hab heute Abend wieder 6,25 mg Melperon eingeworfen, um besser schlafen zu können.
 
Es gibt noch Levomepromazin, aber das empfehle ich dir nur als abgesprochen mit deinem Facharzt und als erstmal eine ERFAHRUNG, denn man gibt dieses Mittel wirklich als universelles Schlafmittel, es ist hauptsächlich ein starkes (!) Sedativum ("Beruhigungsmittel"). Vorher evtl. den Wechselwirkungscheck unter www.apotheken-umschau.de bemühen Risperidon + Levomepromazin. Melperon hat halt eine schön kurze Halbwertszeit und ist praktisch nicht anticholinerg, da Butyrophenon.
 
Der Körper holt sich seinen Schlaf. Ich merke, dass du viel Angst hast. Dann das Risperidon (oder) 4 mg (davon) nur abends einnehmen. Wenn du eine höhere Tagesdosis brauchst, kannst du die fehlende Komplementärdosis mittags hinzufügen.
 
Ich habe von meinem Psychiater der leider in Rente gegangen ist, Dominal forte 40 mg verschrieben bekommen, als ich nicht schlafen konnte. Nichts anderes hat geholfen.
Ich habe das Mittel 1 Jahr lang genommen. Von heute auf morgen habe ich es abgesetzt und konnte wieder von selbst einschlafen.
Kein Entzug, da Dominal forte nicht abhängig macht.
 
Das ist aber ungewöhnlich, da Dominal ein narkoseähnliches Medikament darstellt. Es gibt sie auch mit 80 mg. Aber davon hatte ich einen schweren Kopf am nächsten Morgen.
 
Dominik hat bei mir garnicht geholfen
Es wird schon eine Lösung für dich geben. Leider ist in Europa Paliperidon oral verfügbar, in Deutschland jedoch nach wie vor nur als Originalpräparat. Vielleicht hat das die Nebenwirkung bei dir (vom Risperidon) weniger. Eine hohe Dosierung vom Prothipendyl empfehle ich trotzdem nicht, da dann 5HT2A (sowieso schon) durch die Decke geht und davon könnten die Schlafstörungen bzw. die nächtliche Unruhe chemisch auch kommen.
 
hat den keiner eine idee was man bei mir machen könnte, wenn alle Schlafmittel verbraucht sind ?
 
nebst den üblichen antipsychotika. was wäre wenn die belastung so währe durch sport und oder arbeiten, dass du automatisch wieder in die glorreichen +- 8h schlaf findest?
 
Ich weiß es nicht genau aber ich denke ich werde trotzdem nicht einschlafen weil das Risperidon einen wach hält
 
Das Ding ist man schläft einfach nicht ein ohne Schlafmittel wegen dem Risperidon
Aktuell hast du ja Quetiapin. Alternativ würde ich dir Doxepin- oder Trimipramin-Tropfen empfehlen. Das sind trizyklische Antidepressiva, die bereits in kleinster Tropfendosis sehr sedieren und keine Abhängigkeit machen.
Wäre nützlich, wenn du so aufs Quetiapin verzichten könntest. Wäre ein Antipsychotikum weniger.
Trimipramin ist gefühlt stärker und kann Schlafüberhang machen, Doxepin ist milder. In höheren antidepressiven Dosierungen ist die Sedierung übermäßig, da sich das mit dem Antipsychotikum (Risperidon) eher noch verstärkt.

Ein paar Tropfen vor dem Einschlafen. Wäre das einfachste. Trimipramin soll sogar leicht antipsychotisch wirksam sein.
Es geht dabei also um keine antidepressive Wirkung, aber guter Schlaf kann sich trotzdem positiv auswirken.
 
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