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Pharmakologische Strategien
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Kompakte Darstellung der Intervalltherapie mit Bupropion.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

➝ Bupropion bei Schizophrenie: Pharmakologie, Neurobiologie und Perspektiven

➝ Grafische Übersicht: Transporter, Rezeptoren & Schizophrenie‑Netzwerk

➝ Die Dopamin‑Regulationshypothese: Schizophrenie als Signal‑Rausch‑Störung

➝ Schizophrenie einfach erklärt: Was im Gehirn passiert

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Stabilisierung mithilfe von Bupropion

Übersicht zu Intervalltherapie, Kombinationsstrategien und Nebenwirkungsprofilen.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Unerw. Nebenwirkung bei Off Label

Wichtig für dich @Nursey

🧠 1. Hohe Erhaltungsdosen → chronisch zu hohe D2‑Blockade​

Bei fast allen Antipsychotika (außer Clozapin/Quetiapin) gilt:
  • >75–80 % D2‑Blockade = Akutbereich
  • >80–85 % = Überblockade
Wenn man diesen Bereich chronisch fährt, passiert Folgendes:

✔ Das Gehirn reagiert mit​

→ mehr Rezeptoren→ höhere Sensitivität→ stärkere Reaktion auf Dopamin

Das ist der Kernmechanismus der dopaminergen Supersensitivität.

✔ Je höher die Dauerblockade, desto stärker die Gegenregulation​

→ das System versucht, die Blockade zu „überkompensieren“.

✔ Das führt langfristig zu Instabilität​

→ nicht zu Stabilität.


🧠 2. Hohe Erhaltungsdosen → Supersensitivität →​

Das ist der entscheidende Punkt.

Wenn du dauerhaft zu hoch dosierst, passiert:

✔ Das dopaminerge System wird hypersensitiv​

→ das Gehirn „lernt“, stärker auf Dopamin zu reagieren.

✔ Jede kleine Stress‑ oder Stoffwechseländerung​

→ kann dann überproportional starke dopaminerge Aktivität auslösen.

✔ Ergebnis: Rückfälle werden​

Das ist der paradoxe Effekt, den viele Kliniker beobachten, aber selten erklären können.


🧠 3. Hohe Erhaltungsdosen → instabile Plasmaspiegel​

Gerade bei:
  • Risperidon/Paliperidon
  • Haloperidol
  • Amisulprid
  • Ziprasidon/Lurasidon
gilt:

✔ Kleine Schwankungen im Spiegel → große Schwankungen in der D2‑Belegung​

Wenn du z. B. bei 85 % D2‑Blockade bist und der Spiegel minimal fällt:
  • 85 % → 70 %
  • das ist ein riesiger relativer Unterschied
  • das Gehirn reagiert darauf extrem empfindlich
Das nennt man „D2‑Instabilitätsfenster“.


🧠 4. Hohe Erhaltungsdosen → mehr Nebenwirkungen → schlechtere Adhärenz​

Das ist der pragmatische Faktor:
  • Akathisie
  • emotionale Abflachung
  • sexuelle Dysfunktion
  • Gewichtszunahme
  • Müdigkeit
  • Parkinsonoid
Je höher die Dosis, desto mehr davon.

✔ Und je mehr Nebenwirkungen, desto schlechter die Einnahmetreue​

→ und das ist einer der stärksten Rückfallfaktoren überhaupt.


🧠 5. Hohe Erhaltungsdosen → schlechtere kognitive Funktion​

Chronisch hohe D2‑Blockade:
  • verschlechtert Arbeitsgedächtnis
  • reduziert Motivation
  • reduziert dopaminerg vermittelte Lernprozesse
  • erhöht Negativsymptome

✔ Schlechtere Kognition → schlechtere Alltagsfunktion → höheres Rückfallrisiko​


🧠 6. Warum niedrige Erhaltungsdosen stabiler sind​

Weil sie:
  • keine Supersensitivität erzeugen
  • keine Überblockade verursachen
  • weniger Plasmaschwankungen kritisch machen
  • weniger Nebenwirkungen erzeugen
  • bessere Adhärenz ermöglichen
  • kognitive Funktionen weniger beeinträchtigen
Es kann sein das das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist, da du Jahrelang eine Akutdosis hattet. Glücklicherweise ist das beim Aripiprazol gravierend, aber trotzdem fahrlässig. Das haben aber mehrere Stellen zu Verantworten, das deine Ärzte schlecht sind, da eben insgesammt die Lehrdaten zu wünschen übrig lassen.

Prof Stephen M. Stahl meinte zu meiner Empfehlung das diese auch bei Supersensivität hilft, also sollte dir das Bupropion helfen von der Aripiprazoldosis wieder runterzukommen, falls es dann trotzdem zu diesem Gewöhnungseffekt gekommen ist. Von daher auch Schrittweise reduzieren, 7.5mg und dann würde ich schon Bupropion ansetzen. Erst dann auf 5mg reduzieren. Es kann sein das du auch erst 10mg Tabletten brauchst, da du die ganze Zeit im Bereich von 10-15mg warst was man normal für die Akutbehandlung nutzt.
 
Kann man die Insulinresistenz auch ohne Medikamente loswerden?
Das ist beim Allgemeinmediziner am besten aufgehoben. Das Metabolische Syndrom mündet jedenfalls irgendwann in einen Diabetes Typ II, und dann muss man diese Mittel in Betracht ziehen (vorher aber eher nicht).
 
Ich habe auch eine Insulinresistenz aber mein Arzt will mir kein Metformin verschreiben.
Kann man die Insulinresistenz auch ohne Medikamente loswerden?
@laura1475
Ich kann dir folgendes anbieten als Überlegung erstmal, das Antipsychotikum auf Aripiprazol zu wechseln (falls noch nicht), dann Bupropion ergänzen da aktivierend.
Citalopram optional zusätzlich vor allem da es etwas die NET Wirkung von Bupropoin ausgleicht (wirkt Miktionsstörungen und Obstipationstendenzen entgegen) und die Libido in Phasen von wenig Antipsychotika senkt.

Für leichte Sedierung Trimipramin-Tropfen nutzen, da Bupropion unter umständen sehr wach macht gerade wenn man Aripiprazol durch Bupropion ermöglicht nur Intervallweise einnehmen kann. Also Bupropion schützt undaktiviert so das du Aripiprazol auch einen paar Wochen/Monate ganz herausnehmen kannst, was den Stoffwechsel verbessern kann.

Als ich vor 9 Jahren oder so die Intervalltherapie mit Bupropion erst vor ein oder zwei Jahren begonnen habe, hat mir die Ärztin in der Reha sogar explizit gesagt das ich sehr gute Zuckerwerte hätte. Das war in den Phasen ohne Aripiprazol als ich nur Bupropion hatte (Citalopram dämpft Libido und Emotionales in diesen Absetzphasen), Trimipramin-Trofen sind wichtig für den Schlaf da Bupropion sehr wach macht. Das Aripiprazol muss trotzdem alle 3-8 Monate für 2-3 Wochen am Stück eingenommen werden. Bupropion ermöglicht das und würde die Therapie würde sich anhand meiner Erfahrung positiv auf die Zuckerwerte auswirken. Gut ich hatte vorher kein Diabetesproblem.

Diese 2-Seitige Broschüre erklärt auf der ersten Seite alles was du zu der intervalltherapie wissen musst. Vorerst kannst du ja das Antipsychotikum durchgängig einnehmen, wobei schonmal eine Umstellung auf Aripiprazol gut wäre. Alternativ wäre Ziprasidon metabolisch günstig, wenn wirklich kein Aripiprazol geht.

Hier erklärend:
Kurzfazit: Aripiprazol gilt im Vergleich zu Olanzapin als deutlich stoffwechselneutraler und wird in Studien mit einem geringeren Risiko für Insulinresistenz in Verbindung gebracht. Ein Wechsel kann also plausibel sein – aber die Entscheidung muss immer ärztlich erfolgen. Antidepressiva wie Bupropion beeinflussen den Zuckerstoffwechsel eher indirekt und nicht so stark wie Antipsychotika.

🧩 1. Wie plausibel ist es, dass Aripiprazol bei Insulinresistenz günstiger ist?​

Die verfügbaren Daten zeigen klar:
  • Olanzapin gehört zu den Antipsychotika mit dem höchsten Risiko für metabolische Nebenwirkungen, insbesondere Gewichtszunahme und Insulinresistenz.
  • Aripiprazol dagegen zählt zu den Antipsychotika mit dem geringsten metabolischen Risiko. Es wird in Studien explizit als Vergleichssubstanz zu Olanzapin genutzt, weil es weniger Insulinresistenz verursacht.
Das bedeutet: ➡️ Ein Wechsel von Olanzapin zu Aripiprazol ist metabolisch plausibel sinnvoll, wenn Insulinresistenz ein Problem ist. ➡️ Aripiprazol ist aktivierend, weniger sedierend und hat ein günstigeres Profil bezüglich Gewicht und Glukose.

🧩 2. Welche Alternativen zu Metformin gibt es?​

Metformin ist Standard, aber nicht die einzige Option. Wichtig: Nur ein Arzt kann entscheiden, ob eine antidiabetische Therapie nötig ist.
Mögliche Alternativen (je nach Schweregrad der Insulinresistenz):
  • Lebensstilmaßnahmen (Ernährung, Bewegung) – oft sehr wirksam.
  • GLP‑1‑Agonisten (z. B. Liraglutid, Semaglutid) – wirken stark auf Gewicht und Insulinresistenz, aber teuer und nicht immer indiziert.
  • Pioglitazon – verbessert Insulinsensitivität, aber hat eigene Risiken.
  • Wechsel auf metabolisch günstigere Antipsychotika (Aripiprazol, Ziprasidon, Lurasidon).
Die Leitlinie betont: ➡️ Antipsychotika mit geringem metabolischen Risiko sollen bevorzugt werden, wenn Stoffwechselprobleme bestehen.

🧩 3. Warum waren die Zuckerwerte unter Bupropion (und evtl. Citalopram) besser?​

Hier ist wichtig zu unterscheiden:

🔹 Antipsychotika beeinflussen den Zuckerstoffwechsel direkt

Olanzapin → starke Gewichtszunahme, Appetitsteigerung, Insulinresistenz. Aripiprazol → deutlich weniger metabolische Effekte.

🔹 Antidepressiva wirken indirekt

  • Bupropion (DAT/NET) ist eher aktivierend, appetithemmend und wird sogar zur Gewichtsreduktion eingesetzt. → Kann also indirekt zu besseren Zuckerwerten beitragen.
  • Citalopram (SERT) ist metabolisch neutral.
  • Trimipramin (H1, M1, α1) ist sedierend und kann Appetit steigern, aber in sehr kleinen Dosen ist der Effekt gering.

🧩 4. Kann Sedierung den Zuckerstoffwechsel verschlechtern?​

Ja – aber indirekt. Starke Sedierung → weniger Bewegung → mehr Appetit → Gewichtszunahme → Insulinresistenz.
Olanzapin wirkt stark über:
  • H1
  • M1
  • 5‑HT2C → Diese Rezeptorprofile fördern Appetit und Gewichtszunahme.
Trimipramin in Mini-Dosen (5–15 mg) ist dagegen kaum vergleichbar.

🧩 5. Zusammenfassung in einer Tabelle​

MedikamentMetabolisches RisikoSedierungWirkung auf Gewicht/Insulin
Olanzapinsehr hochstarkdeutliche Gewichtszunahme, Insulinresistenz
Aripiprazolniedriggeringeher neutral, teils gewichtsneutral oder -abnehmend
Bupropionniedrigaktivierendappetithemmend, eher günstig
Citalopramneutralmittelkaum Einfluss
Trimipramin (niedrig dosiert)gering–mittelsedierendleichter Appetit-/Gewichtseffekt
 
Das ist beim Allgemeinmediziner am besten aufgehoben. Das Metabolische Syndrom mündet jedenfalls irgendwann in einen Diabetes Typ II, und dann muss man diese Mittel in Betracht ziehen (vorher aber eher nicht).
Ich denke erstmal sollte man bei den Antipsychotika bzw. Psychopharmaka schauen, die bei uns Betroffenen ein auslösender Grund sind, bevor man sich von irgendetwas abhängig macht. Und was man eben ansonsten von Bewegung usw. machen kann, gibt ja auch gute Alternativmedizinische tipps.
Ich würde auch B-Vitamine (hochdosiert vor allem B6, B12 ,B9), Magnesium, Lithium-Orotat, Sulfarophan als Grundergänzungen sehen.
B6 hat bei mir zu enormen Appetitverlust damals geführt, also kann es sein das man auch so schon in den Bereichen Mangelzustände hat die vielleicht auch Diabetes begünstigen. Solche Vitamintests sind teuer, da könnte man zumindest klare Tendenzen sehen, also die kann man teils direkt als komplettpaket bei dem Laboren machen.
So etwas würde ich generell machen alle Mineralien, Vitamine, B-Vitamine mal bevor man mit den Ergänzungen anfängt testen zu lassen. Müssen ja keine Mangel sein aber gerade so etwas kann im Körper Appetit auslösen, wenn dieser sich dann das eine fehlende über Fett holt, das schädigt dann eben auch das Metabolische system wenn man auf Fettes lust hat statt gesundes. B-6 ist für die Neurotransmittersynthese zentral da kann man zumindest mal einen Pack (ca. 120 Stück) mit 100mg aufbrauchen und diesen Status erhöhen. Zuviel führt zu peripheren Neuropathie, also deswegene zeitlich begrenzt und mit achtsamkeit ob finger Ameisenlauf oder Gefühlslos werden. Anschließend reduziert. Sport natürlich auch wenn man sich aufraffen muss was bei den Neuroleptika erstmal schwer ist, aber mit Aripiprazol (Erhaltungsdosis) man körperlich stark bleibt. Deswegen glaub ich das es zumindest besser als andere Antipsychotika ist.
Olanzapin führt zu diabetes in der Nebenwirkungsliste kann man diese 4. Spalte auch sehen welche antipsychotischen Wirkstoffe anfällig für Diabetes sind:
Nebenwirkungen Antipsychotika 1/26
Bei Aripiprazol habe ich damals ein kleines - vermerkt, also scheint es da auch in Studien sich günstig gezeigt zu haben. Auch bei Ploraktin, da Aripiprazol auch bestehende Prolaktinerhöhung wieder reduziert, also die Prolaktinwerte stabilisieren kann. Man sollte eben eine Erhaltungsdosis von 5-10mg vorzugsweise einnehmen, bei Frauen 2-7,5mg
 
Interessant. Ich empfinde es eher als Behandlungsfehler. Was die eher immer interessiert hat, waren EKG, regelmäßig Kontrollen. Blutabnahme wurde nie angesprochen, auch als ich Spiegel mal messen lassen wollte (da abilify so lange im Blut bzw lange HWZ hat) wurde ich abgekanzelt "braucht man nicht"

Ich empfinde es halt als ausgesprochen schlampig.. so fühlt es sich gerade an.
Bei einer Zunahme von 30 kg hätte man reagieren müssen.
@Nursey wie geht es dir aktuell?

Gewichgtszunahme kommt vom Olanzapin, das zusätzliche Aripirpazol kann zu hochdosiert gewesen sein da es ab 5mg-7,5mg in der Erhaltung meist ausreicht.

Ich denke auch das Olanzapin unnötig ist und wenn Aripirpazol in üblichen Erhaltungsdosierungen von 5-7,5mg zu schwach wäre, dann sind 10-15mg auch möglich, da es praktisch bis max 30mg geht.
Alternativ zum Aripiprazol wäre wegen dem Gewicht auch Cariprazin als Partialagonist möglich.

Wie gehts dir aktuell und ist vom Gewicht etwas besser geworden.

Ich kann dir hochdosiertes B6 ca. 50-100mg und hochdosiertes B-Komplex empfehlen. Etwas Magnesium ist auch relevant.
B6 kann beim Appetit einen großen Unterschied machen und kann man für wenige Wochen (1-3) mit Rücksichtsnahme auf den Risiken von peripherer Neuropathie (zeigt sich mit ameisenlauf oder Taubheitsgefühl in den Finger) auch in höheren Dosierungen ca. 600mg eingesetzt werden, damit du zu beginn auch leichter erkennst ob es Appetitmindernd ist.
Also erst B6 100mg (ca. 600mg), dann nach wochen bei bei 100mg oder darunter bleiben, vor allem wenn du periphere Symptome in den Handen spürst zeigt es das B6 erstmalabgesetzt werden muss. Auch 100mg können auf Dauer über Monate zuviel sein. B6 wird auch bei bei Antipsychotikabedingter Akathisie eingesetzt und kann innere Unruhe und Reizbarkeit reduzieren. Deshalb ist es gut und wichtig das lieber hochverfügbar im Blut zu haben, es ist für die Neurotransmittersyntese zentral

Dann hochdosiertes B-Komplex ergänzend um andere wichtige B-Vitamine wie B12 oder B9(Float) etwa. B3 gibt es auch Studien das es bei Schizophrenie helfen kann. Mit dem B-Komplex deckt du das hochdosiert ab. Magnesium ist üppig dosiert auch wichtig und die Citarat-Form macht weniger Verstopfungsneigung.

Es gibt im DM-Drogerie Markt auch einfache günstige Brausetablle von Multivitamin und Multimineral, die du beide auch gerade weil du auf Diät bist ergänzen solltest. Da sind vergleichsweise wenig Mineralien und Vitamine drin deckt aber den Tagsverbrauch ungefähr ab und auch andere relevante Mineralien und Vitamine etwa.
Wenn du sehr zurückgezogen bis kann Vitamin D3 zusätzlich wichtig sein, da das Sonnenvitamin auch bei Depression und so sachen hilft und wenn man zu wenig Sonne abbekommt oder im Winter ist das auch so relevant.

Glucomannan Konjak-Wurzel Glucomannan Konjak-Wurzel hilft beim Abnehmn sehr, da es rechtzeitig vor dem Hunger eingenommen es in hochdosierter Form ein wirkungsvoller Balaststoff ist. Im Link sind 6 Kapseln also 2x3Stück deutlich vor jeder Malzeit vorgesehen und ergeben zusammen 4200mg. Ich nehme manchmal eine Kapsel etwas vor Hungereintritt und das sättigt wirklich merklich. Viele Abnehmprodukte haben das, aber in viel zu kleiner Dosis. Viele solcher Abnehmprodukte sind verschwendung. Dort wäre auch etwas Chrom drin für den Stoffwechseln.

Hier findest du eine hochwertige von mir erstellte Nebenwirkungsliste der Antipsychotika, wo du das mit Olanzapin und die Studienlage siehst:
https://schizophrenie-forum.com/psy...hotika_nebenwirkungen_referenz_2026-pdf.2772/

Ob man 6kg nach 3 Wochen zunimmt vom Olanzapin zunimmt ist eine individuelle frage, auf der vielleicht erhofften Appetitreduktion durch zusätzlich Aripiprazol würde ich nix geben, da solche Kombinationen wenn überhaupt nur bei fehlenden antipsychotischem Ansprechen sinn machen. Ansonsten hättest du besser vom Olanzapin komplett zum Aripiprazol wechseln können da man unnötige Kombis vermeiden sollte. Bei echter TRS wäre die Studienlage von Clozapin+Aripiprazol (bzw. Partialagonisten) am besten. Clozapin ist Goldstandard und durch die Kombi kann es als Addon eventuell nur minimal Dosiert eingenommen werden, was das Grundrisiko für Gewichtszunahme reduziert. Für Olanzapin + Aripiprazol ist der Nutzen bei TRS auf wackelingen Füßen.

Pharmakologisch begründbar ist eine Kombination dann, wenn die beteiligten Medikamente unterschiedliche Rezeptorprofile haben und sich in ihrer Wirkweise ergänzen.Bei Olanzapin + Aripiprazol ist die D2‑Komponente redundant, da beide primär über D2 wirken – Olanzapin blockierend, Aripiprazol partiell agonistisch.Das erhöht das Nebenwirkungsrisiko, ohne die antipsychotische Wirkung klar zu verbessern.

Bei Quetiapin oder Clozapin ist die D2‑Bindung unter der antipsychotisch notwendigen Schwelle, sodass Aripiprazol hier pharmakologisch sinnvoll ergänzt.

Ich würde Clozapin oder Quetiapin als Addon zum Aripiprazol verstehen, da Aripiprazol bereits in den kleinst verfügbaren Dosierungen für die Erhaltung ausreicht. Zwischen 5-10mg passiert das meiste obwohl bis 30mg möglich wären, aber ab 15mg der Zusatznutzen begrenzt ist. Viele haben bereits bei 5mg Aripiprazol eine akutwirkung.

Hier die KI-Auswertung die dich @Nursey, welche dir die Pharmalogische Evidenz und Klinische Evidenz von den drei eher Zentralen Kombinationen bei Nonresponce aufzeigt:
Kurzfassung:
Pharmakologische Evidenz bedeutet: Belege aus pharmakologischen Mechanismen, Rezeptorbindungsprofilen, Wirkstärken, Neurobiologie und pharmakokinetischen Daten – also das, was man aus Messungen am Medikament selbst ableiten kann (z. B. D2‑Bindung, 5‑HT2A‑Blockade, Halbwertszeit, Partialagonismus).
Das ist keine klinische Evidenz, sondern eine biologisch‑mechanistische Begründung, warum eine bestimmte Kombination sinnvoll oder unsinnig sein könnte.


🧠 1. Was bedeutet „pharmakologische Evidenz“?​

Pharmakologische Evidenz = mechanistische Begründbarkeit
Sie umfasst:
  • Rezeptorbindungsprofile (D2‑Blockade, 5‑HT2A‑Blockade, H1‑Blockade usw.)
  • Affinitäten (Ki‑Werte)
  • Wirkmechanismen (Partialagonismus, inverse Agonisten, Multirezeptorwirkung)
  • Pharmakokinetik (Halbwertszeit, Metabolismus, Interaktionen)
  • Neurobiologische Modelle (z. B. dopaminerg vs. glutamaterg)
Wichtig:
Pharmakologische Evidenz ist nicht automatisch klinische Evidenz.
Sie kann helfen, eine Kombination zu begründen – aber sie ersetzt keine Studien.


🧪 2. Klinische Evidenz (Studienlage) zu Gewichtszunahme & Kombinationen​

Die Suchergebnisse zeigen drei relevante Bereiche:

A) Gewichtszunahme durch Antipsychotika

Studien bestätigen klar:
  • Olanzapin gehört zu den stärksten Gewichtszunahme‑Verursachern.
    (ScienceDirect, 2026)
  • Kombinationen mit anderen Psychopharmaka können Gewichtszunahme verstärken.
    (GROUP‑Studie, 2022)
  • Metabolische Belastung unterscheidet sich stark zwischen Antipsychotika.
    (Lancet Psychiatry, 2020)
30 kg Gewichtszunahme unter Olanzapin + Aripiprazol ist daher leider nicht ungewöhnlich und passt zur Evidenz.


🔍 3. Bewertung der drei Kombinationen (klinisch + pharmakologisch)​

Ich kombiniere hier Studienlage + pharmakologische Logik.

1) Aripiprazol / Cariprazin + Clozapin

Klinische Evidenz:
  • Mehrere Studien zeigen: Aripiprazol als Add‑on zu Clozapin kann Symptome verbessern und metabolische Nebenwirkungen leicht reduzieren.
  • Diese Kombination ist eine der bestuntersuchten Add‑on‑Strategien bei TRS.
Pharmakologische Logik:
  • Clozapin wirkt kaum über D2 (Bindung < 65 %), sondern über 5‑HT2A, D4, NMDA‑Modulation.
  • Aripiprazol ergänzt Clozapin, weil es D2‑Partialagonismus bringt, den Clozapin nicht hat.
  • Dadurch entsteht keine übermäßige D2‑Blockade.
Fazit:
➡️ Beste Kombination bei TRS, sowohl klinisch als auch pharmakologisch.


2) Aripiprazol / Cariprazin + Olanzapin

Klinische Evidenz:
  • Studien zeigen: Aripiprazol kann die Gewichtszunahme durch Olanzapin etwas mildern.
  • Aber: Die Kombination ist nicht gut belegt für bessere antipsychotische Wirkung.
Pharmakologische Logik:
  • Olanzapin blockiert D2 stark genug für antipsychotische Wirkung.
  • Aripiprazol ist ein Partialagonist am D2.
  • Beide wirken also am gleichen Rezeptor, aber gegeneinander (Blockade vs. Partialagonismus).
  • Das ist pharmakologisch redundant und kann Nebenwirkungen verstärken.
Fazit:
➡️ Pharmakologisch fragwürdig, klinisch nur für Gewichtszunahme‑Reduktion begründbar, nicht für TRS.


3) Aripiprazol / Cariprazin + Quetiapin

Klinische Evidenz:
  • Weniger Daten als bei Clozapin‑Kombi.
  • Quetiapin macht weniger Gewichtszunahme als Olanzapin.
  • Add‑on‑Effekte sind nicht gut untersucht, aber es gibt Hinweise auf Nutzen bei Non‑Response.
Pharmakologische Logik:
  • Quetiapin hat sehr geringe D2‑Bindung (< 65 %), ähnlich wie Clozapin.
  • Seine antipsychotische Wirkung kommt eher über 5‑HT2A‑Blockade und Noradrenalin‑Modulation.
  • Aripiprazol ergänzt Quetiapin sinnvoll, weil es D2‑Partialagonismus liefert, den Quetiapin nicht hat.
Fazit:
➡️ Pharmakologisch sinnvoller als Olanzapin + Aripiprazol, aber klinisch weniger gut belegt als Clozapin‑Kombi.


📊 4. Vergleichstabelle (klinische Evidenz + pharmakologische Logik)​

KombinationKlinische EvidenzPharmakologische LogikGewichtszunahme
Ari/Cariprazin + Clozapin⭐⭐⭐⭐ (beste Daten)Sehr sinnvoll (komplementär)Mittel, oft milder
Ari/Cariprazin + Olanzapin⭐⭐ (v. a. Gewicht)Schwach (D2‑Redundanz)Hoch, aber etwas milder
Ari/Cariprazin + Quetiapin⭐⭐ (wenig Daten)Sinnvoll (komplementär)Niedriger als Olanzapin

Therapieresistenz (TRS) bedeutet: mindestens zwei ausreichend dosierte, ausreichend lange Antipsychotika‑Versuche aus unterschiedlichen Wirkstoffklassen haben nicht gewirkt.
Nonresponder bedeutet: ein einzelner Behandlungsversuch wirkt nicht ausreichend, aber es ist noch keine TRS, weil weitere Optionen offen sind.
Pseudoresistenz bedeutet: es sieht aus wie Therapieresistenz, aber eigentlich lag ein Behandlungsfehler, eine falsche Dosis, eine falsche Diagnose oder ein anderes Problem vor.

Ich gehe das jetzt sauber, strukturiert und mit Blick auf deinen Fall durch.


🧠 1. Therapieresistenz (TRS) – was es wirklich bedeutet​

TRS ist streng definiert:

  • Mindestens zwei Antipsychotika
  • aus unterschiedlichen Klassen
  • in ausreichender Dosis
  • über ausreichend lange Zeit (mind. 6 Wochen pro Versuch)
  • mit dokumentiertem Non‑Response
Erst dann spricht man von TRS.

Wichtig:
Olanzapin + Aripiprazol gleichzeitig zählt nicht als zwei unabhängige Therapieversuche.
Das wäre ein Kombinationsversuch, kein TRS‑Nachweis.


🧠 2. Nonresponder – die mildere Kategorie​

Ein Nonresponder ist jemand, der:

  • auf ein Antipsychotikum nicht ausreichend anspricht
  • aber noch nicht zwei Therapieversuche hinter sich hat
  • und daher noch nicht als therapieresistent gilt
Beispiel:
Wenn jemand Olanzapin bekommt und es wirkt nicht → Nonresponse.
Wenn danach Aripiprazol wirkt → keine TRS.


🧠 3. Pseudoresistenz – der häufigste Fehler in der Praxis​

Pseudoresistenz bedeutet:Es sieht aus wie Therapieresistenz, aber eigentlich lag ein Problem vor, das die Wirkung verhindert hat.

Typische Ursachen:

A) Falsche oder zu niedrige Dosierung

  • Erhaltungsdosis zu niedrig
  • Akutdosis zu niedrig
  • Depot zu hoch oder zu niedrig
  • Dosis nicht an CYP2D6 angepasst

B) Falsches Medikament für die Symptomatik

  • Olanzapin bei stark negativer Symptomatik
  • Aripiprazol bei ausgeprägter Manie
  • Quetiapin bei schwerer Positivsymptomatik

C) Zu kurze Behandlungsdauer

  • Viele Patienten bekommen ein Medikament nur 2–3 Wochen → viel zu kurz

D) Schlechte Adhärenz

  • Vergessene Einnahme
  • Unregelmäßige Einnahme
  • Depot nicht regelmäßig gesetzt

E) Falsche Diagnose

  • Bipolar statt Schizophrenie
  • Traumafolgestörung
  • Autismus + psychotische Episoden
  • Borderline + Stresspsychosen

F) Starke Nebenwirkungen verhindern Wirkung

  • extreme Sedierung
  • kognitive Verlangsamung
  • metabolische Belastung

G) Kombinationen, die die Wirkung gegenseitig stören

Genau das ist bei Olanzapin + Aripiprazol möglich.


🧠 4. Warum Olanzapin + Aripiprazol oft Pseudoresistenz erzeugt​

Aus dem Tab‑Inhalt geht hervor, dass die Betroffene Olanzapin + Aripiprazol bekam und 30 kg zunahm.
Das passt zu mehreren Punkten:

1. Die Kombination ist pharmakologisch widersprüchlich

Aripiprazol ist ein Partialagonist (20–30 % Aktivität).
Olanzapin ist ein Vollantagonist (0 % Aktivität).

Beide konkurrieren am D2‑Rezeptor.
Das kann die Wirkung instabil machen.

2. Die Kombination ist nicht leitliniengerecht für TRS

Leitlinien empfehlen bei TRS:

  • Clozapin
  • ggf. Add‑on Aripiprazol
Nicht Olanzapin + Aripiprazol.

3. Die Kombination wird manchmal aus metabolischen Gründen gegeben

Im Tab steht explizit, dass Aripiprazol die Gewichtszunahme von Olanzapin etwas reduzieren kann.

Das ist aber kein Grund, die Kombination als antipsychotische Strategie zu wählen.

4. Die Betroffene wurde laut Tab nicht ernst genommen

Sie berichtet, dass Ärzte die Gewichtszunahme ignorierten und keine Blutwerte kontrollierten.

Das ist ein klassischer Auslöser für Pseudoresistenz:

  • Nebenwirkungen werden nicht adressiert
  • Dosierungen werden nicht angepasst
  • Patienten werden nicht überwacht

5. Aripiprazol war möglicherweise zu hoch dosiert

Im Tab steht, dass 300 mg Maintena etwa 10–15 mg oral entsprechen und für Frauen oft zu hoch sind .

Zu hohe Dosen → innere Unruhe → schlechteres Ansprechen → wirkt wie Nonresponse → Pseudoresistenz.


🧠 5. Was in deinem Fall am wahrscheinlichsten ist​

Wenn ich die Tab‑Informationen zusammennehme, ergibt sich folgendes Bild:

Die Betroffene hatte sehr wahrscheinlich KEINE echte Therapieresistenz.

Warum?

  • Sie bekam Olanzapin + Aripiprazol gleichzeitig → kein sauberer Therapieversuch
  • Aripiprazol war zu hoch dosiert (Depot 300 mg) → Risiko für Nebenwirkungen
  • Gewichtszunahme wurde ignoriert → metabolische Belastung → schlechteres Ansprechen
  • Keine Blutkontrollen → mögliche Pseudoresistenz
  • Keine dokumentierten zwei unabhängigen Therapieversuche
  • Sie spricht auf Aripiprazol Maintena an (stabil) → spricht gegen TRS
Das passt perfekt zu Pseudoresistenz.


🧠 6. Deine Frage:​

Ob man ihr wegen der Gewichtsprobleme und dünnen Studienlage zum Olanzapin nur Aripiprazol gegeben hat in der Hoffnung die Gewichtszunahme damit zu stoppen?
Ja – das ist sehr wahrscheinlich.

Im Tab steht explizit:

  • Aripiprazol kann die Gewichtszunahme durch Olanzapin etwas reduzieren
  • Aber Olanzapin bleibt metabolisch der „Stoffwechsel‑Killer“
  • Die Kombination ist nicht falsch, aber nicht optimal
Das heißt:

Aripiprazol wurde vermutlich als „metabolischer Schutz“ gegeben, nicht als echte antipsychotische Ergänzung.

Das ist kein Leitlinienstandard und führt oft zu Pseudoresistenz.


🧠 7. Zusammenfassung für dich​

BegriffBedeutungRelevanz für den Fall
NonresponderEin Medikament wirkt nichtMöglich, aber nicht belegt
Therapieresistenz (TRS)Zwei unabhängige Therapieversuche wirken nichtSehr unwahrscheinlich
PseudoresistenzWirkung erscheint schlecht, aber wegen BehandlungsfehlernSehr wahrscheinlich


🧠 8. Wenn du möchtest, kann ich als Nächstes:​

  • die Kriterien für TRS nach DGPPN und APA exakt auflisten
  • die Kombination Olanzapin + Aripiprazol anhand Studienlage bewerten
  • erklären, warum Aripiprazol als Monotherapie oft ausreicht
  • die Rolle von Dosierung und Rezeptorbelegung (D2‑Occupancy) einordnen
  • die Frage beantworten, ob die Betroffene objektiv falsch behandelt wurde (ohne medizinische Empfehlung)

@Nursey wäre die Frage warum man damals überhaupt Aripiprazol + Olanzapin kombiniert hat. Hattest du erst Aripiprazol und dann Olanzapin bekommen oder erst Olanzapin und dann (aus welchen Grund) Aripiprazol-Depot 300mg dazu bekommen.

Nach aktuellen Forschungs und Erfahrungsstand liegen ausreichende Aripiprazoldosierungen liegen bei 5-7,5mg in der Erhaltung.
300mg Aripiprazol-Depot was du bekommst sind wie 10-15mg Tablettendosis.

Sinnvoll wäre eine Umstellung vom Depot auf 10mg Aripiprazol in Tablettenform, dann 7,5mg (indem man 15mg teilt), dann 5mg Tabletten wenn das von der Dosis her ausreicht. Frauen brauchen anscheinend generell weniger Aripiprazol. Ab 5mg hat man eine für Psychose ausreichende und starke Rezeptorblockade die selbst bei akuter Psychose wirken kann.

Im Grunde hast du eine Dosis die selbst im Akutfall häufig zu stark ist.
 
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