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Teilnehmer/-innen für Alltagsstudie in Hamburg gesucht!

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Liebe Forums-Mitglieder und Psychose-Erfahrene,

das Forschungsteam am Arbeitsbereich Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Hamburg sucht nach Teilnehmern und Teilnehmerinnen für eine Alltagsstudie, um den Zusammenhang von bestimmten Gefühlen, Gedanken und Verhaltensweisen im Alltag zu untersuchen.

Wir suchen Teilnehmer/-innen, die:
  • Zwischen 18 und 65 Jahren alt sind
  • Die Diagnose einer psychotischen Störung (z.B. paranoide Schizophrenie, schizoaffektive Störung, wahnhafte Störung) erhalten haben

Die Studie besteht aus 2 Teilen, die insgesamt über einen Zeitraum von 3 Wochen stattfinden (Erster Teil: 1 Woche Dauer; Zweiter Teil: 2 Wochen Dauer). Sollten sie teilnehmen, würden wir Sie bitten, zu insgesamt 3 Terminen an die Universität Hamburg zu kommen. Geltende Hygienevorschriften zum Schutz vor dem Corona-Virus werden dort eingehalten. Der Rest der Studie findet mithilfe eines Smartphones in Ihrem Alltag statt. Sie werden für den ersten Teil der Studie mit 50 € vergütet. Für den zweiten Teil der Studie erhalten Sie mindestens 25€ und bis zu 60€ .

Ihre Daten werden vertraulich behandelt und sind nach Abschluss der Studie vollständig anonymisiert. Zu Beginn des ersten Termins findet eine Aufklärung über Datenschutz und Ihre Rechte als Studienteilnehmer/-in statt.

Wenn Sie an einer Teilnahme interessiert sind und mehr Informationen zur Studie erhalten möchten, melden Sie sich gerne per E-Mail: (unsupported_inline_email) oder telefonisch unter 040/42838 5371.

Bitte beachten Sie: Kosten für eine Anfahrt von außerhalb von Hamburg können leider nicht übernommen werden. Daher richtet sich dieses Angebot hauptsächlich an Personen, die in Hamburg und Umgebung wohnen.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!

Sven Schönig, M.Sc. (Studienverantwortlicher)
Sven Schönig

Universität Hamburg
Klinische Psychologie und Psychotherapie
Von-Melle-Park 5
20146 Hamburg

E-Mail: (unsupported_inline_email)
Tel.: +49 40 42838-5371
 
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Hallo @Sven S. UHH

Bei dieser Studie wäre mir ganz wichtig zu erfahren, wo diese Studie nach Ablauf veröffentlicht wird und ob die Ergebnisse auch jedem Frei zur Verfügung stehen?

Wenn die anonymisierten Ergebnisse hier im Forum hinterher zusätzlich veröffentlicht werden würden, könnte man eine gewisse Transparenz schaffen.
Danach wurde schon häufiger gefragt und es dürfte doch nix dagegen sprechen?

Teils gibt es ja auch bestimmte Pharmafirmen die solche Studien bezahlen und diese Informationen dann womöglich exklusive für sich einbehalten, von daher wäre es gut überhaupt zu wissen wer diese Studie finanziert und wenn das die Universität Hamburg ist, ob da auch bestimmte Medikamentehersteller mit dranhängen welche Sonderrechte haben?

Es wäre gut da zumindest zu wissen auf welchen Informationsplattformen und für welche Projekte diese Studienergebnisse dann genutzt werden?

Das Problem ist, das bestimmt ein paar Betroffene hier gerne freiwillig teilnehmen würden, aber wir uns die Frage stellen in welcher "abgehobenen Welt" das dann diskutiert wird, oder eben das patientennah stattfinden soll, so diese auch nach der Studie berücksichtigt und informiert werden, da das bei vorherigen Studien von Anderen eben zum Teil weniger berücksichtigt worden ist.

Von daher bitte ich Sie um ein Feedback, damit das im Vorfeld soweit geklärt ist und man ungefähr weis was der Sinn dahinter ist.

Viele Grüße
 
TS
S
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Hallo Admin und vielen Dank für die berechtigten Fragen!

Ich versuche die Fragen alle möglichst gut zu beantworten, wenn noch etwas unklar bleibt, schreiben Sie gerne.



Nach Ablauf der Studie werden die Studienergebnisse in einem wissenschaftlichen Fachmagazin im Themenbereich Klinische Psychologie/Psychotherapie/Schizophrenie/Psychose veröffentlicht. Das wird voraussichtlich erst 2023-2024 der Fall sein. Welches Magazin das sein wird, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar. Dabei kommt es nämlich darauf an, ob das Thema von dem angefragten Fachmagazin "angenommen" wird. Im Forschungsalltag passiert es häufiger, dass man bei einem Fachmagazin anfragt, ob dort die Studienergebnisse veröffentlicht werden können, dann aber abgelehnt wird und dann in einem anderen Fachmagazin nochmal anfragt, bis man eines findet, das die Ergebnisse veröffentlicht. Das liegt nicht immer an der Qualität der Studie, sondern manchmal auch an dem momentanen Themenschwerpunkt des Fachmagazins, zu dem die Studie dann mal besser und mal schlechter passen kann.



Frei und öffentlich zugänglich sind immer die sogenannten "Abstracts", also die Kurzzusammenfassungen (ca. 150-250 Wörter) der wissenschaftlichen Artikel, in denen die Ergebnisse kurz und bündig erklärt werden.

Optimal wäre natürlich, wenn die kompletten Artikel für alle Personen frei verfügbar wären. Leider verlangen die Verlage, die hinter den Fachmagazinen stehen, von den Benutzern meistens eine Gebühr (z.B. ein Abonnement), um die kompletten Artikel lesen zu dürfen. Hochschulen haben in der Regel über die Bibliothek (z.B. die Universitäts- und Staatsbibliothek in Hamburg) Zugang zu Abonnements von vielen Fachmagazinen, sodass man die Ergebnisse von vielen Studien lesen kann, wenn man einen Bibliotheksausweis dort hat und z.B. über einen PC der Bibliothek auf eine Datenbank von wissenschaftlichen Artikeln zugreift. Das geht auch, wenn man nicht an der Hochschule arbeitet oder studiert. Manche Fachmagazine veröffentlichen einige Artikel auch "open source", also für alle Personen im Internet zugänglich. Es wäre auch in unserem Interesse, wenn das häufiger passiert; leider haben wir als Forscher nur begrenzt Einfluss darauf.

Allen Studienteilnehmern bieten wir an, ihnen nach Veröffentlichung der Studie eine Zusammenfassung der Studienergebnisse zukommen zu lassen.



Die Studie wird über Gelder der Universität finanziert und nicht von Pharmaunternehmen, da eine Behandlung mit Medikamenten kein Forschungsschwerpunkt dieser Studie ist. Am Arbeitsbereich Klinische Psychologie und Psychotherapie der Uni Hamburg wird zu möglichen neuen Ansatzpunkten für psychotherapeutische Behandlungen geforscht, aber nicht zu medikamentösen Behandlungen. Hier arbeiten auch keine Ärzte, die Medikamente verschreiben oder in Studien erforschen dürften. Pharmaunternehmen haben an psychotherapeutischer Forschung ohne Bezug zu Medikamenten in der Regel kein Interesse und haben bei unserer Forschung dementsprechend auch keinerlei Mitsprache.



Die Studienergebnisse dienen dazu, besser zu verstehen, wie bei Psychose-Erfahrenen Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen im Alltag zusammenhängen. Wenn diese Grundlagen verstanden sind, kann damit untersucht werden, wie sich Betroffene im Alltag wieder sicherer und weniger belastet durch z.B. Verfolgungs- oder Bedrohungsgedanken fühlen können. Ich gebe Ihnen Recht, dass die Forschung leider oft dazu tendiert, über den Kopf von Betroffenen hinweg zu diskutieren. Wir haben die Studie mit 3 Psychose-Erfahrenen erprobt und um deren Feedback gebeten, um die Studie besser die Bedürfnisse von Patienten anpassen zu können. Und, wie bereits oben erwähnt, bieten wir allen Studienteilnehmern an, ihnen nach Veröffentlichung der Studie eine Zusammenfassung der Studienergebnisse zukommen zu lassen.
 
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@Sven S. UHH Vielen Dank!

Da Viele der Betroffenen hier eine lange Anreise haben werden, wäre glaube ich für die kostenübernahme der Fahrtkosten da erforderlich, weil sonnst diese Studie wirklich nur regional genutzt werden kann.

Insofern müsste da meiner Meinung nach die Anreise über Zug oder Bahn bezahlt werden, wenn das möglich ist?

 
TS
S
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Leider ist eine Kostenübernahme für längere Anreisen aufgrund des begrenzten Budgets nicht möglich. Daher möchten wir mit diesem Angebot vor allem Personen erreichen, die ohnehin im Großraum Hamburg leben. Es tut mir leid, dass das nicht ausreichend aus dem ersten Post deutlich wurde. Ich habe den Text oben noch einmal angepasst.
 
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Naja ich habe weder die Diagnose einer psychotischen Störung (Borderline zählt man ja nicht dazu, obwohl da psychotische Symptome vorkommen) noch wohne ich in der Nähe. Darum hat sichs für mich erledigt.

Danke aber für die Nachfrage! Klingt auch interessant...mal schauen, was daraus wird.
 
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