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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Schizophrenie ohne Negativsymptome?

  • Ersteller Ersteller Gelöschter Benutzer 2351
  • Erstellt am Erstellt am
G

Gelöschter Benutzer 2351

Moin,

treten bei einer Schizophrenie zwangsläufig Negativsymptome auf? Und wenn ja, wann treten diese auf?

Grüße
 
Gute Frage. Ich würde sagen zwangsläufig schon, aber von der schwere her unterschiedlich. Bei mir waren die Negativsymptome sehr ausgeprägt beispielsweise.

Die Negativsymptome kommen einerseits von der Psychose selbst und werden mit den Neuroleptika zum Teil sogar verstärkt. Motivationsstörungen, Antriebsmangel etc.

Meiner Meinung nach kommen die Positivsymptome vom Dopaminüberschuss, gleichzeitig gibt es aber im vorderen Gehirnbereich einen Mangel oder Unterfunktion die mit den üblichen Neuroleptika kaum behandelt werden kann oder sich vergrößert, darauf führe ich die Negativsymptome zu einen großen Teil zurück.
 
Ich bin da nicht ganz Admins Meinung.

Es gibt die 1/3-Regel: 1/3 haben nach einmaliger Psychose überhaupt keine Negativsymptome

1/3 haben mittelschwere Negativsymptome

1/3 haben andauernde Schwere Negativsymptome

Gerade bei drogeninduzierten Psychosen ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, keine oder kaum Negativsymptome zu entwickeln. Du bist also nicht allein damit und kannst dich glücklich schätzen, keine Negativsymptomatik entwickelt zu haben. Aber auch ohne Negativsymptomatik ist eine Psychose trotzdem eine schwere Krankheit.
 
Ja, es war die heftigste Zeit meines Lebens... ohne Eltern hätte ich mir das Leben genommen, oder es zumindest versucht. Ich hoffe es kommt nie wieder. Aber ich sehe mich auch noch lange nicht als geheilt an. Schlucke ja auch noch Tabletten. Wer weiß was die Zukunft bringt.

Dennoch denke ich, dass man die Zeit und Intesität der Negativsymptome durch Selbstquälerei in Form von: Rauchen aufhören und Sport, auch wenns nur kleine Spaziergänge sind, verringern kann.
 
@Gelöschter Benutzer 2353 die 1/3 Regel ist eigentlich als veraltete Regel aus den 90ern für die Prognose von schweren Verläufen bekannt.

Kannst du mit einer Quelle belegen, dass sie auf das Entwickeln einer Negativsymptomatik zutrifft?

Hinter folgendem Link findet man die Zahl 50 bis 90% der Schizophreniepatienten entwickeln Negativsymptome

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4627386/
 
Gelöschter Benutzer 2353 schrieb:
Ich bin da nicht ganz Admins Meinung.

Es gibt die 1/3-Regel: 1/3 haben nach einmaliger Psychose überhaupt keine Negativsymptome

1/3 haben mittelschwere Negativsymptome

1/3 haben andauernde Schwere Negativsymptome

Gerade bei drogeninduzierten Psychosen ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, keine oder kaum Negativsymptome zu entwickeln. Du bist also nicht allein damit und kannst dich glücklich schätzen, keine Negativsymptomatik entwickelt zu haben. Aber auch ohne Negativsymptomatik ist eine Psychose trotzdem eine schwere Krankheit.
Ok, Drogenpsychose wäre keine Schizophrenie an sich, also das scheint sich von der echten Psychose zu unterscheiden. Zumindest ist das mit den Negativsymptomen eine gute Erklärung. Wäre so mal interessant welche Studie sich hinter dieser "Regel" verbirgt. Also wenn man eine richtige Psychose hat die eben von keiner Droge oder so ausgelöst wird, ist es zumindest unwahrscheinlicher das man es ohne Medikamente schafft und Negativsymptome treten da wohl auch meistens auf.

Insofern sprechen wir ja meistens von der schizophrenen oder paranoiden Psychose ohne direkten Drogeneinfluss, da würde das mit den 7% Genesungsrate wohl eher hinkommen.

Ich weis nicht was ich von der 1/3 Regel halten soll, persönlich gehörte ich zu den letzten 2/3 und mir sind wenige Schizophrene begegnet die es dauerhaft ohne NLs geschafft haben. Also dorgeninduzierte Psychosen sind finde ich eben was Anderes.
 
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