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Hallo liebe Forenmitglieder,

ich wollte fragen, ob ihr Erfahrung mit einer Reha gemacht habt und ob ihr das weiter empfehlen könnt?
Ich überlege eine Reha zu machen. Wenn ich ehrlich bin habe ich aber gar keine Lust darauf. Ich denke das liegt an meiner Depression, die ich noch habe. Die Reha wäre weiter weg und ich würde eigentlich wenn dann lieber in die Psychiatrie auf eine offene Station gehen. Das wäre auch näher und man könnte mich eher besuchen. Am liebsten würde ich mich von meinem Arzt in der Ambulanz behandeln lassen und es so schaffen. Ich könnte mich ja noch weiter behandeln lassen und wenn es nicht vorangeht könnte ich immer noch die Reha machen oder in die Psychiatrie gehen.
Vielleicht habt ihr eine Idee, was am besten helfen kann?

Liebe Grüße

Sanny
 
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Liebe Grüße Sanny1990,

also ich habe eine Reha gemacht in Form einer RPK in Görlitz. Diese ging ein Jahr und 3 Monate. 9 Monate ging die medizinische Reha und 6 Monate die berufliche Reha (LTA). Mein Eindruck war es, dass die Reha-Ärzte und Sozialarbeiter einen nur wieder in den 1. Arbeitsmarkt pressen wollten, ohne Rücksicht auf die psychische Erkrankung der Klienten und deren Einschränkung bzgl. der Leistungsfähigkeit. Mich haben sie für 6 Stunden erwerbsfähig geschrieben, trotz meiner Hebephrenie und meinen Bedenken wieder auf den 1. Arbeitsmarkt arbeiten gehen zu können. Da die RPK unter anderem von der Rentenversicherung finanziert wird, hatte ich die Vermutung, dass die RPK so viele Klienten wie möglich wieder in den Arbeitsprozess stecken musste.

Das war zumindest meine Erfahrung und mein Eindruck. Es wurden leider keine Alternativen wie TWGs oder der 2.Arbeitsmarkt besprochen plus EM Rente. Es ging immer nur darum, wie der Klient wieder in den 1. Arbeitsmarkt kommt, egal zu welchen Bedingungen und Lohn.
 
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Eine Reha kann ich ehrlich gesagt nicht empfehlen. Ich würde an deiner Stelle lieber stationär oder teilstationär in eine Klinik gehen.
 
TS
Sanny1990
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Danke Oliver und Niggo für eure Antworten.
Hat dir denn die Reha geholfen Oliver?
 
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@Sanny1990 ,

also mir hat die Reha nix gebracht. Eher im Gegenteil. Da Sie mich 6 Stunden erwerbsfähig geschrieben haben, bekam ich damals keine EM Rente. Ich habe aber nochmal eine beantragt und muss noch warten, was herauskommt. Einige ehemaligen Mitklienten haben ebenfalls nach der Reha die EM Rente beantragt, aber da sie auch für 6 Stunden erwerbsfähig geschrieben worden sind, bekamen Sie auch keine. Also ne Reha ist nicht schlecht, aber da meine sehr lange ging, gewöhnt man sich an dieses "Leben" und wird noch lethargischer als vorher, weil man nicht mehr so wie im Berufsleben gefördert wird. Man macht viel Ergotherapie, was mich nervte, und man muss dann verschiedene Praktika machen, um zu überprüfen, ob als Betroffener die Möglichkeit besteht, wieder auf den 1.Arbeitsmarkt tätig zu sein. Wir hatten auch Stützunterricht. Das ist wie Schulunterricht, aber mit leichten Lerninhalten. Leider hat man in dieser Zeit auch nicht viel gelernt, wie es aussieht mit Beantragung von einem Schwerbehindertenausweis oder auch zum Thema EM Rente und 2. Arbeitsmarkt oder was man auch für Rechte hat als Scherbehinderter Mensch in der Arbeitswelt. Sowas wurde alles nicht besprochen. Wir mussten Vorträge halten über verschiedene Themen, wie Wahlprogramme der einzelnen Parteien. Das einzige nützliche war die Information über das Betreuungsgesetz und über eine Vorsorgevollmacht.
 
TS
Sanny1990
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Das klingt ja leider echt nicht sehr gut. Ich habe ehrlich gesagt auch keine Lust auf Ergotherapie und auch die weiteren Beschäftigungen. Ich möchte mich lieber selbst Zuhause beschäftigen bis es mir wieder gut geht. Aber wenn ich merke, dass es nicht vorangeht würde ich in die Psychiatrie oder in eine Reha gehen.
 
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Wenn du auch Schizophrenie hast, dann würd ich dir eher ne Psychiatrie empfehlen und dann vlt. noch eine Reha. Aber bei mir hat die Reha nichts gebracht, aufgrund meiner starken Negativsymptomatik bei der Hebephrenie. Aber ich musste eine machen, weil ja in Deutschland das Prinzip "Reha vor Rente" gilt. Mein Werdegang war erst Psychiatrie und dann Reha. Wenn du keine Reha machen musst, dann empfehle ich dir erstmal eine Psychiatrie, wie gesagt, die dich medikamentös einstellt und stabilisiert.
 
TS
Sanny1990
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Ich habe auch Schizophrenie. Ich überlege vielleicht echt noch mal in die Psychiatrie zu gehen.
Wie geht es dir denn heute mit der Schizophrenie? Mir geht es echt nicht sehr gut. Traue mich kaum aus dem Haus, weil ich so blöde Panikanfälle bekomme.
 
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@Sanny1990 ,

Also ich habe es akzeptiert, dass ich Schizophrenie habe, die laut Ärzten auch nicht mehr weggehen wird, aber man weiß ja nie.
Leider gehe ich auch sehr sehr selten aus dem Haus meiner Eltern, da ich irgendwie Angst habe vor der Welt da draußen und mein Antrieb sehr schwach ist.
Ich hoffe, dass ich die EM Rente bekomme, sodass ich finanziell erstmal abgesichert bin mit meiner BU Rente zusätzlich. Dann werde ich mir eine Wohnung suchen, damit ich nicht mehr so abhängig von meinen Eltern bin. Ich bin nämlich gerade wieder in der Käseglocke meiner Eltern, was mir zwar Sicherheit gibt, aber man dadurch auch ein Stückweit lebensuntüchtiger wird. Meine Ärzte und Therapeuten raten mir auch einen Betreuer zu beantragen, der mir im Alltag hilft, wenn meine Eltern nicht mehr leben sollten.
Leider bekomme ich nämlich meinen Alltag schlecht auf die Reihe und ziehe mich immer mehr zurück, sodass ich sehr stark abstumpfe und immer mehr Probleme habe mich zu konzentrieren. Meine soziale Kompetenz ist auch geringer geworden. Also die Schizophrenie hat mich im Leben sehr stark eingeschränkt. Selbst einkaufen, fällt mir immer schwerer. Ich habe auch einen Grad der Behinderung von 60, da ich auch an Diabetes Typ 1 leide. Mir wurde auch rezidivierende depressive Episoden diagnostiziert. Eine Augenerkrankung namens Keratokonus habe ich auch. Ich habe also viele gesundheitlich Probleme in meinem Leben bekommen.
Wenn ich die EM Rente bekomme, werde ich dann nur noch ehrenamtlich arbeiten gehen oder in Form eines Minijobs oder als EX IN Genesungsbegleiter oder als EUTB-Berater. Leider kann ich mich nicht so richtig entscheiden, aufgrund der Ambivalenz und Abulie, die ich habe. Ich bin auch sehr verletzlich und dünnhäutig vom Typ als Mensch, was das arbeiten auch nicht einfacher macht auf dem 1. Arbeitsmarkt, wenn man mal Konflikte mit Kollegen, Kunden oder Chefs hat. Deswegen bin ich froh, dass ich wenigstens die BU Rente bekomme erstmal und aktuell ALG 1, sodass mich das Arbeitsamt zurzeit in Ruhe lässt. Ich bin auch nicht mehr so belastbar aufgrund der Erkrankung und wie bereits geschrieben bin ich sehr unkonzentriert. Ich brauche für einfachste Dinge im Alltag enorm viel Zeit. Mit Stress kann ich gar nicht mehr gut umgehen. Ich bin schon bei 2 bis 3 Terminen am Tag überfordert, weil ich auch irgendwie Angst habe wieder mein Leben zu 100 Prozent in die Hand zu nehmen. Aktuell bin ich sehr reaktiv unterwegs im Leben, was mich weiter sehr unzufrieden macht, weil ich einfach nicht mehr in Tritt komme im Leben und nur noch vor mich hinvegetiere, sodass ich am Liebsten gleich Tod sein möchte. Also die Suizidrate bei Schizophrenie liegt ja bei 10 Prozent, was ich mittlerweile nachvollziehen kann. So richtige Ziele habe ich nicht mehr im Leben. Mein "Ziel" aktuell ist die EM Rente zu erkämpfen mit Hilfe des VdKs und dann nebenbei 1 bis 2 Stunden zu arbeiten. Und den Rest des Tages werde ich mich um mich kümmern oder auch meinen Eltern helfen im Garten. Die Möglichkeit in einer WfbM zu gehen, wäre auch eine Option bei mir. Aber ich muss da erstmal abwarten, ob meine EM Rente genehmigt wird. Also richtig gut geht es mir nicht, obwohl ich nicht mehr unter Leistungsdruck stehe in Form von einer Arbeit. Also mein Tag ist sehr sehr entspannt, aber auch sehr öde und dadurch verliere ich noch mehr jeglichen Antrieb überhaupt noch was zu machen und verblöde immer mehr, weil ich einfach keinen sozialen Kontakt pflege und wenn dann bezieht sich der Kontakt auf Leuten, die ebenfalls psychisch Krank sind und mich nicht wirklich weiterbringen im Leben, was jetzt nicht Negativ gemeint ist. Mein Vater sagt immer, dass es mir doch super geht. Ich brauche nicht malochen gehen und bekomme Geld fürs Nichtstun und habe Zeit mir Hobbys zu suchen und die auszuüben. Er kann es nämlich nicht ganz nachvollziehen, wie man nicht arbeiten geht, weil das schon immer so war hier in Deutschland, dass man arbeiten gehen muss, um seine Brötchen zu verdienen. Leider habe ich da in meiner Traumwelt gelebt, weil ich mich immer mehr zurückgezogen habe, sodass ich einen Realitätsverlust bekommen habe. Ich habe nämlich komplett das System in denen wir alle Leben ausgeblendet. Mir war nicht mehr bewusst, dass man hier Geld benötigt, um zu Leben, dass man in Form von arbeiten verdient oder vom Amt sich holen muss als Hartz 4 Empfänger. Ich bin sehr sehr unselbstständig geworden im Leben und vergeude meine Lebenszeit zu Haus bei meinen Eltern vor dem PC. Ich habe das Gefühl, dass ich wie ein kleines Kind alles nochmal lernen muss, um zu überleben. Ist echt Heftig, die Schizophrenie bei mir. Ich habe auch oft Lebensüberdrussgedanken deswegen. Wie es so richtig weitergeht bei mir ist noch nicht ganz geklärt bei mir. Ich stehe da zurzeit sehr auf dem Schlauch. Das kotzt mich richtig an.
 
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Welche Form der Schizophrenie hast du denn? Ich habe hebephrene Schizophrenie! Im neuen ICD-11 gib es ja dann keine Unterformen mehr der Schizophrenie, wie hebephrene, katatone, paranoide, simplex und residuum.
 
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Guten Morgen @Sila,

Was für eine Form der Schizophrenie hast du denn, dass du sogar gleich eine unbefristete Rente bekommen hast? Meist bekommt man ja eine befristete Rente. Schwerbehindert bin ich auch mit einem GdB von 60. Ich hoffe, dass ich auch die EM Rente bekomme.
 
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Sanny1990
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@Oliver Das hört sich ähnlich an wie bei mir. Ich bin seit meinem letzten Schub auch Zuhause bei meinen Eltern. Seitdem letzten Schub geht es mir sehr schlecht. Insgesamt hatte ich 5 Psychosen, weil meine Ärztin mich auch schlecht behandelt hat (Medikamente waren zu schwach, sodass ich immer Rückfälle hatte). Ich habe dann den Arzt gewechselt und seitdem habe ich wenigstens keinen Rückfall mehr. Ich habe paranoide Schizophrenie. Davor hatte ich eine eigene Wohnung im Studentenwohnheim und habe 3 Jahre studiert bis die Schizophrenie ausgebrochen ist. Seit 6 Jahren arbeite ich leider gar nicht mehr oder studiere. Sondern ich hab mich mit den Rückfällen rumgeärgert. Jetzt bin ich depressiv, möchte auch oft nicht mehr leben, weil mein Leben durch die Schizophrenie so schlecht geworden ist. Ich hänge auch den ganzen Tag bei meinen Eltern rum und treffe keine Leute. Die Schizophrenie ist auch richtig heftig bei mir, vor allem nach meinem letzten Schub. Jetzt überlege ich halt wie es weiter gehen kann. Ich denke ich werde erstmal noch Zuhause bleiben und gucke, ob es sich weiterhin verbessert. Etwas besser ist es geworden. Und wenn es aber nichts wird möchte ich noch mal in die Psychiatrie oder in die Reha. Ans Arbeit kann ich noch gar nicht denken. Mir geht es echt noch zu schlecht.
 
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Sanny1990
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@Sila schön, dass es dir wieder besser geht. Wie hast du das erreicht? Hast du einfach dein Leben gelebt oder was hast du gemacht?
 
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@Sanny1990 ,

Also ans arbeiten kann ich momentan auch noch nicht denken, höchstens 1 bis 2 Stunden am Tag. Danach bin ich fertig und kaputt. Wie gesagt, ich bin nicht mehr so leistungsfähig wie früher bzw. wie man es auf dem 1. Arbeitsmarkt sein muss. Mein Psychiater meinte zu mir, dass er auch keinen Schizophrenen Menschen einstellen würde, wenn er ein Unternehmen hätte, weil man da ja mit längeren Ausfällen rechnen müsste bei diesen Leuten. So läuft halt dieses System. Meine EUTB-Beraterin hat mir empfohlen, in eine TWG zu gehen, wenn ich das möchte. Das sind therapeutische Wohngemeinschaften für psychische kranke Menschen bzw. Erwachsene.
In einer TWG erhalten die Bewohner an 7 Tagen in der Woche durch qualifizierte Mitarbeiter eine sozialtherapeutische und tagesstrukturierende Betreuung durch qualifizierte Mitarbeiter. Das Betreuer-Team der TWG setzt sich aus Sozialpädagoginnen, Ergotherapeutinnen, Heilerziehungspflegern und Psychologen zusammen. Jeder Bewohner erhält einen Bezugsbetreuer als Hauptansprechpartner. Auch nachts gibt es einen professionellen Ansprechpartner.
 
TS
Sanny1990
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@Oliver ich könnte noch gar nicht arbeiten. Gut, dass du dir schon 1-2 Stunden vorstellen kannst. Das klingt gut mit der therapeutischen Wohngemeinschaft. Hast du das wirklich vor?
 
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@Sanny1990 ,

also Lebensüberdrussgedanken habe ich auch oft, weil ich nichts mehr richtig gebacken bekomme in meinem Leben. Ich bin sehr verletzlich und dünnhäutig, sodass bei Lebenskrisen wie Jobverlust oder Trennungen, die Psychose bei mir ausbricht. Also ich überlege wirklich, ob ich in so eine TWG gehe, weil das ein geschützter Rahmen ist für psychisch kranke Menschen, die da draußen im realen Leben nicht mehr so gut klar kommen. Wie geschrieben, habe ich ja komplett die Realität verloren, sodass ich dieses System in denen wir alle Leben ausgeblendet habe und total hilflos geworden bin. Ich kann mich auch schlecht entscheiden was ich überhaupt noch will im Leben. Ich brauche immer jemanden der mich da an die Hand nimmt. Hätte ich meine Eltern nicht gehabt oder die Sozialarbeiterin von meinem letzten AG, wäre ich auch Obdachlos geworden. Zum Glück habe ich keine Kinder oder Schulden. Mit meinen Finanzen komme ich soweit ganz gut zurecht, habe da aber auch noch Schwierigkeiten. Ich habe eine richtige Angst vor dem Leben bekommen. Das einzige Positive ist, dass ich ne BU Rente bekomme und hoffentlich bald auch die EM Rente, sodass ich mir keine Sorgen machen muss, wie ich um die Runden komme. Aber an Lebensqualität habe ich viel eingebüßt und werde teilweise immer mehr handlungsunfähiger. Ich habe auch Angst vor Konflikten mit Mitmenschen. Am liebsten habe ich meine Ruhe, sodass ich Schritt für Schritt wieder klar komme im Leben. Mit meinen 35 Jahren verhalte ich mich auch teilweise sehr unreif, aber das soll an der hebephrenen Schizophrenie liegen. Leider hat man es sehr schwer als kranker Mensch in diesem System, da man nicht mehr arbeiten kann und zu sehen muss, wie man an Geld kommt. Ich bin ehrlich, am liebsten wäre ich manchmal Tod. Aber ich will kämpfen, weil das Leben nicht nur immer aus höhen besteht, sondern auch aus tiefen, die man überstehen muss.
 
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Sanny1990
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@Oliver ja ich wäre auch gerne tot. Das wäre einfacher. Aber mittlerweile quäle ich mich nicht mehr ganz so sehr. Ich habe viel geweint. Das hat jetzt auch etwas nachgelassen. Aber mir geht es noch lange nicht gut. Mein Psychiater will mich medikamentös noch besser einstellen, sodass ich hoffe es ohne Psychiatrie zu schaffen und vielleicht kann ich in ein paar Monaten oder Jahren wieder arbeiten gehen. Aber da will ich mir nicht zu viele Hoffnungen machen, weil ich echt sehr krank bin und ich nicht weiß, ob sich das so ändert.
 
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@Oliver ich könnte noch gar nicht arbeiten. Gut, dass du dir schon 1-2 Stunden vorstellen kannst. Das klingt gut mit der therapeutischen Wohngemeinschaft. Hast du das wirklich vor?
Na 1 bis 2 Stunden kann ich mir vorstellen, ohne Zeit- und Leistungsdruck. Weil ne Aufgabe braucht man als Mensch, damit man nicht noch weiter abstumpft und nur noch auf den Tod wartet. Also das mit den TWGs finde ich für mich sehr sehr gut, da man wie gesagt in einem geschützten Rahmen sich befindet und man betreut wird, sodass man wieder Stabilität in seinem Leben bekommt. Hier mal ein Auszug über deren Angebote:
Den Bewohnern der Therapeutischen Wohngemeinschaften bietet sich eine breite Palette an Unterstützung. Sie finden bei uns:

  • Individuelle Hilfe und Begleitung in der jeweiligen Lebenssituation
  • Bezugsbetreuung und intensive Einzelgespräche, Förderung der Eigenständigkeit
  • Entwicklung einer realistischen Zukunftsperspektive
  • Begleitung zum Arzt und Therapeuten
  • Begleitung bei Behördengängen, Einkäufen und Freizeitaktivitäten
  • Bestärken und Begleiten bei der Umsetzung von persönlichen Zielen
  • Förderung von lebenspraktischen Fähigkeiten
  • Förderung der Kontaktaufnahme zu anderen Menschen
  • Tagesstrukturierende Gruppenangebote, wie z.B. Kochgruppe, Sportgruppen, Spielenachmittage
  • Gemeinsame Suche nach externen Beschäftigungsangeboten
  • Nachtwache
  • Tagesausflüge und Gruppenreisen
  • Gemeinsame Feste
  • Einrichtungsübergreifende Gruppenangebote wie Sport, Musik und Theater
  • Ergänzende Angebote in Absprache mit dem Kostenträger:
    – Begleitung durch integrierte Psychotherapeutische Leistungen (PTL)
    – Skillsgruppentraining
An jedem Wochenende bieten wir einen Mittagstisch für alle Bewohner an und nachmittags Kaffee und Kuchen. So haben die Bewohner die Möglichkeit, sich untereinander besser kennen zu lernen und Kontakte zu knüpfen.
 
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