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Reagila Eure Erfahrungen

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Hallo,

Habt Ihr Erfahrungen mit Reagila?

Ich wurde darauf eingestellt, werde jedoch bald vrsl. umgestellt.

So wirklich funktioniert hat es nicht, denn ich hatte trotzdem noch Plussymptome wie Verfolgungswahn.

Gruß
Schizo_Typ
 
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Ich bin seit einem Jahr auf Reagila eingestellt und habe keine Positivsymptome mehr, das ist wohl unterschiedlich, wie gut es anschlägt. Ich bin sehr zufrieden damit, auf Risperidon hatte ich Bewegungsstörungen und einen ganz starken Sedierungseffekt, den spüre ich auf Reagila kaum.
 
TS
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Hallo Maxi,

schön dass es bei dir gut wirkt. Bei mir leider nicht so. Hast Du auch eine paranoide Schizophrenie gehabt?
 
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Ich habe eine schizoaffektive Störung, also auch noch depressive und manische Symptome, die bei mir inzwischen im Vordergrund stehen, da ich keine Wahngedanken mehr habe. Als ich sie noch hatte waren sie aber auch eher paranoider Natur.
 
TS
S
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Ich nehme das Reagila seit Januar und das auch auf höchstdosis. Hmm ich frage mich was als naechstes kommt.

Gruß Schizo_Typ
 
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@Schizo_Typ ,
hörst du zusätzlich Stimmen oder eher nur Paranoia, Wahn?
Bei Wahn ist das Aripiprazol(Abilify) auch sehr gut, was du zumindest mal probieren könntest. Das ist auch ein sehr modernes Medikament und wird zum Teil als hochwirksam beschrieben. Da es eines der verträglichsten NLs ist, solltest du das zumindest mal getestet haben. Der Dosisbereich liegt bei 5-30mg am Tag. Bei mir hat es schon bei 5mg sehr gut gewirkt, also tendenziell würde ich dir da eher empfehlen, als Maximum 10-15mg anzupeilen und dann (wenn möglich) aufs Minimum 5mg zu reduzieren.
Mehr ist auch ok, die Verstoffwechslung ist ja bei jedem etwas anders und unterscheidet sich etwa zwischen Mann und Frau etwas.
Welche Neuroleptika und Medikamente hattest du bereits ausprobiert in der Vergangenheit? Wann ist die Psychose bei dir ausgebrochen und wie alt bist du jetzt, wenn ich fragen darf?
 
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Reagila und Abilfy sollen recht ähnlich wirken, wobei Reagila eine explizite Zulassung für die Behandlung von Negativ-Symptomen hat, Abilify aber nicht. Aber ich glaub das ist alles Käse bzw. gegen Negativ-Symptome hilft meistens eh nie was.
 
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Jo denke auch das ist alles Käse. Die Unternehmen geben glaube auch gut Geld aus um an solche Zulassungen zu kommen. Das gleiche Gefühl habe ich auch bei Abilfy. Angeblich das einzige 3. Generation Antipsychotikum. Muss also viel besser sein als alle anderen und weniger Nebenwirkungen haben. Ist aber glaube ich nicht der Fall. Das klingt alles nach sehr teuren Marketingkampagnen.
 
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Naja, auf die Zulassungen gibt ja eh keiner was und die Ärzte haben ja kein Problem damit, Medikamente auch off-label zu verschreiben, zumindest kenn ich das so von Psychiatern. Und so wie die Medikamente beworben werden, das nimmt auch kein Arzt 1:1, sondern man macht dann halt seine eigenen Erfahrungen oder schaut nach wie andere damit zurechtkommen.
 
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Ich nehme Reagila ungefähr 3 Monate ein und es soll gegen Negativsymptomatik gut helfen. Die ist bei mir besser geworden, aber ich habe auch ein Antidepressivum (Doxepin) und Lithium bekommen. Vielleicht liegt es auch daran, dass es mir besser geht.
 
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Doxepin ist ein trizyklisches Antidepressivum. Hatte ich vor der Psychose auch und hab das auch mit den Neuroleptika ausprobiert.
Diese älteren trizyklischen Antidepressiva haben eher starke Wechselwirkungen mit den Neuroleptika, also können die Wirkung und Sedierung deutlich verstärken. Das verstärkt sich, wenn man Pech hat gegenseitig, weshalb ich von diesen Antidepressiva auch abrate, bzw. wenn nur in ganz kleiner Dosis bei Schlafproblemen oder so.
Doxepin hat eine Noradrenain und Serotoninwirkung, was an sich auch nützlich sein kann, die Wechselwirkungen sind wie geschrieben das Problem.
Es gibt viele selektive Antidepressiva, diese haben normal weniger Wechselwirkungen und Nebenwirkungen als die etwas älteren Trizyklischen, welche eine größere Bandbreite haben, also auch auf andere Rezeptoren, Histamine und so wirken.
Lithium wird auch bei Bipolarer Störung eingesetzt, also wenn es bei einer Psychose in Richtung schizoaffektivität, Gefühls und Stimmungsschwankungen geht, dann wird das womöglich auch eingesetzt.
Darauf solltest du verzichten können, wenn du im Zuge einer Umstellung dich auf das Bupropion (SNDRI Antidepressivum) umstellen lässt. Da Reagila etwas Neueres ist und womöglich eine ähnliche Wirkweise wie Aripiprazol hat, könnte es sich auch eignen, aber wenn du mit Reagila unzufrieden bist, dann wäre das Aripiprazol sicher auch eine sehr gute Wahl und eben von den Wechselwirkungen her gut geeignet, wenn du mit diesen Antidepressiva die Negativsymptome behandeln möchtest.
 
TS
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Ich nehme Reagila ungefähr 3 Monate ein und es soll gegen Negativsymptomatik gut helfen. Die ist bei mir besser geworden, aber ich habe auch ein Antidepressivum (Doxepin) und Lithium bekommen. Vielleicht liegt es auch daran, dass es mir besser geht.
Ich nehme mein Resgila seit Dezember letzten Jahres. Also fast ein Jahr. Nehme aber auch einem Antidepressivum (Venlafaxin) ein. Das Reagila wirkt bei Minussymptomen aber auch nicht so extrem wie die Werbung es verspricht. Zumindest bei mir.
 
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Das ist auch das was man eher erwarten kann bzw. es gibt sogar Psychiater die sagen, dass eigentlich gar nix gegen Negativ-Symptome hilft. Dementsprechend müssten die Effekte die es eigentlich gibt halt Placebo-Effekte sein. Placebo-Effekte sind bei solchen schweren Krankheiten eigentlich immer nicht allzu stark, und da das bei dir auch nicht so stark ist könnte das echt sein, dass das in dem Fall alles Placebo ist mit dem Reagila.
 
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Gegen Negativ-Symptome hat Reagila bei mir auch nicht geholfen und ich nehme es nun schon seit einem Jahr (4,5 mg). Die Erfolge, die ich da hatte, rühren meiner Meinung nach eher von Therapie her. Ich sehe meine Antriebslosigkeit aber auch nicht als Negativ-Symptom, sondern als Teil meiner Depression, die auch schon vor meiner ersten Psychose da war, nur nicht so stark wie jetzt. Es geht aber trotz allem aufwärts, sehr langsam zwar, aber stetig. Wenn man dran bleibt und was dafür tut, sich sozusagen ein lebenswertes Leben zurückerkämpft, kann man es auch erreichen, unabhängig von Medikamenten.
 
TS
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Gegen Negativ-Symptome hat Reagila bei mir auch nicht geholfen und ich nehme es nun schon seit einem Jahr (4,5 mg). Die Erfolge, die ich da hatte, rühren meiner Meinung nach eher von Therapie her. Ich sehe meine Antriebslosigkeit aber auch nicht als Negativ-Symptom, sondern als Teil meiner Depression, die auch schon vor meiner ersten Psychose da war, nur nicht so stark wie jetzt. Es geht aber trotz allem aufwärts, sehr langsam zwar, aber stetig. Wenn man dran bleibt und was dafür tut, sich sozusagen ein lebenswertes Leben zurückerkämpft, kann man es auch erreichen, unabhängig von Medikamenten.
Was planst du als nächstes? Wirst du deinen Arzt bitten das Medikament zu wechseln?
 
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Nein, mein Plan ist schrittweise zu reduzieren, aber wirklich mit Abständen von 6 Monaten bis 1 Jahr, sodass ich irgendwann wieder medikamentenfrei bin, aber nicht das Risiko einer Absetzpsychose eingehe. Ich nehme die 4,5mg jetzt seit einem Jahr, bei meinem nächsten Termin werde ich nachfragen, ob eine Reduktion auf 3mg okay ist, so wie er meine Stabilität momentan einschätzt, wovon ich ausgehe, weil mein Psychiater schon angekündigt hat, dass man in diesem Jahr reduzieren kann, wenn ich stabil bleibe. Dann werde ich erst mal wieder auf 3mg bleiben. Wie gesagt, ich bin mit Reagila zufrieden, weil ich damit meine Positivsymptome gut in den Griff bekommen habe und was die depressiven Symptome betrifft, verspreche ich mir nicht viel von Medikamenten. Ich habe auch schon Sertralin zusätzlich probiert, aber davon keinen Unterschied gemerkt. Wovon ich mir viel mehr verspreche ist Therapie und mein Leben so umzugestalten, dass ich vollständig aus der Depression rauskomme, also aktiver sein, mich mehr bewegen, Achtsamkeit üben usw.
 
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Ich habe Reagila in der Psychiatrie bekommen und der Psychiater hat auch gemeint, dass es bei mir nicht gut gegen Negativsymptome geholfen hat, daher habe ich noch Lithium und Doxepin bekommen und seitdem geht es mir besser.
Vielleicht werden die Negativsymptome aber auch mit der Zeit einfach besser?
 
TS
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Nein, mein Plan ist schrittweise zu reduzieren, aber wirklich mit Abständen von 6 Monaten bis 1 Jahr, sodass ich irgendwann wieder medikamentenfrei bin, aber nicht das Risiko einer Absetzpsychose eingehe. Ich nehme die 4,5mg jetzt seit einem Jahr, bei meinem nächsten Termin werde ich nachfragen, ob eine Reduktion auf 3mg okay ist, so wie er meine Stabilität momentan einschätzt, wovon ich ausgehe, weil mein Psychiater schon angekündigt hat, dass man in diesem Jahr reduzieren kann, wenn ich stabil bleibe. Dann werde ich erst mal wieder auf 3mg bleiben. Wie gesagt, ich bin mit Reagila zufrieden, weil ich damit meine Positivsymptome gut in den Griff bekommen habe und was die depressiven Symptome betrifft, verspreche ich mir nicht viel von Medikamenten. Ich habe auch schon Sertralin zusätzlich probiert, aber davon keinen Unterschied gemerkt. Wovon ich mir viel mehr verspreche ist Therapie und mein Leben so umzugestalten, dass ich vollständig aus der Depression rauskomme, also aktiver sein, mich mehr bewegen, Achtsamkeit üben usw.
Mir sagte mein Psychiater, dass man diese Medikamente sein ganzes Leben einnehmen muss. Nichts mit absetzen.
 
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Mir sagte mein Psychiater, dass man diese Medikamente sein ganzes Leben einnehmen muss. Nichts mit absetzen.
Das mit meiner Alternative funktioniert mit sehr wenig Neuroleptika. Da kann man später auch mal ein halbes Jahr oder Jahr ohne auskommen. Die Antidepressiva sind kein so großes Problem bezüglich der Dauereinnahme.
 
TS
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Das mit meiner Alternative funktioniert mit sehr wenig Neuroleptika. Da kann man später auch mal ein halbes Jahr oder Jahr ohne auskommen.
Ich habe das so verstanden, dass das Gehirn einfach nicht richtig funktioniert und diese Plussymptome ein ganzes Leben auftreten können. Zur Prophylaxe gibt es Neuroleptika, die das verhindern sollen. Mich graust es auch, wenn ich daran denke das Parkinson eine Nebenwirkung ist. Das will ich definitiv nicht.
 
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