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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Polymorphe Psychose

Betroffen79

Active member
Hallo zusammen,

ich hatte vor einigen Wochen eine Psychose. Dies ist so ausgegangen, dass ich in die Psychiatrie zwangseingewiesen wurde.
Nachdem ich dort Anfangs jegliche Medikamente verweigert habe, nehme ich seitdem Risperidon (aktuell 4 mg). Die Psychose lies dann immer weiter nach.

Aktuell befinde ich mich auch noch Therapie. So wirklich feststellen, was die Psychose ausgelöst hat, lässt sich leider nicht.

Leider gehen mir zeitweise immer noch wahnsinnig viele Gedanken durch den Kopf. Wie das alles passieren konnte, warum, wie schlimm das alles ist, wie es jetzt weiter gehen soll, Arbeiten, Autofahren, Hobbys..... Zudem stand die ganze Zeit die Diagnose F23.0, auf einem taucht da die F20.8 auf. Also alle Gedanken ehr im Negativen mit ziemlich schneller Überforderung und Aussichtslosigkeit mit der Angst, es ist oder wird chronisch.

Der Psychiater meinte, dass das Gehirn und die Psyche ca. 6 Monate mindestens benötigen, um wieder einigermaßen fit zu werden. Ist das so, besteht die Chance, dass die Zeit da wirklich hilft?

Mit RIsperidon komme ich einigermaßen gut klar. Konzentrationsschwierigkeiten, gedankliche Abwesenheiten und fehlende Emotionen sind derzeit mein Hauptthemen. In einigen Wochen (voraussichtlich ab September) soll die Dosis von Risperidon auch erstmals etwas reduziert werden.

Gibt es hier jemand, der ggf. ein ähnliches Krankheitsbild hat/hatte und davon berichten kann?

Vielen Dank
 
Es stimmt,dass sich das Gehirn und die Psyche eine Zeit braucht um sich zu erholen. Bei mir hat es ein Jahr gedauert bis ich relativ das Ganze verarbeitet hatte. Hatte bisher 1 Episode, das ist jetzt 3,5 Jahre her.Ganz erholen davon wird man sich wohl nie. Ich bin seitdem sehr strukturiert,brauche meine gewohnten @Abläufe als Sicherheit, aber es ist auch schon besser geworden.
 
Wie stark waren die Positivsymptome und welche Positivsymptome hattest du denn?
die Positivsymptome waren wohl am besten zu beschreiben mit Größenwahn.
Es hat im privaten Umfeld angefangen, mich konnte keiner Überzeugen, nur ich konnte es richtig machen. Zudem habe ich etliche Sachen gekauft weil ich dachte, die Leute wären zu "blöd", das so billig zu verkaufen und ich kann es für viel mehr verkaufen. Leider schlug sich das dann auch bei diversen Themen auf der Arbeit nieder.
Als dann der Große Zusammenbruch kam, war der Abend voller Halluzination und Verfolgungswahn und es kam die Zwangseinweisung. Dort dachte ich, die Ärzte würden mir nur Schaden wollen und habe die ersten Tage die Medikamente verweigert. Das ging so lange, bis ich einen Pfleger angegriffen habe. Dann wurde ich ruhig gestellt und bekam entsprechende Medikamente.

Ich denke auch, dass es mich das ganze Leben begleiten wird. Von den Angehörigen und auch der Therapie wird gerade die fehlende Emotionale Regung als extrem beschrieben. Selbst kann ich das nicht wirklich einschätzen. Vielleicht wird es auch mit Reduzierung der Medikamente besser.
 
@Betroffen79 Ok, das hört sich schlimm an aber es könnte noch schlimmer sein - also zum Beispiel ein Kombination aus folgenden Positivsymptomen:
Stimmen hören (in Gedanken), visuelle Halluzinationen, bildliche Halluzinationen in Gedanken, Verlust der aktiven Denkfähigkeit usw. - um nur ein paar Dinge zu nennen. Ich denke Größenwahn geht schon in richtig teilweiser Kontrollverlust von Gedanken und Handlungsfähigkeit.

Ich bin mit paranoider Schizophrenie diagnostiziert (Wahngedanken, Kontrollverlust Gedanken und Handlungen, Halluzinationen - alle Sinne) und nehme seit mehreren Jahren keine Tabletten mehr. Allerdings würde ich wieder welche nehmen falls ich wieder in eine volle Psychose abrutsche.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich nach 5 Jahren meiner letzten Psychose - mit Einweisung wieder ein halbwegs normales Leben führen kann (Wechsel von Halbzeit Job zu Vollzeit Job). Allerdings bin ich nicht mehr so leistungsfähig wie früher und der Hang zu Psychosen ist in starken Stresssituationen geblieben - Ich bin jetzt allerdings besser darin geworden die Frühwarnzeichen zu erkennen und konnte bisher den Ausbruch einer neuen vollen Psychose verhindern - mit Verhaltenstherapie.

Emotionen habe ich auch nur noch zu ca. 1%
 
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