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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Negativsymptome ohne Medikamente

ya_lis

New member
Hallo Zusammen, ich bin neu im Forum, lese schon eine Weile mit und bin am verzweifeln. Eine "offizielle" Schizophreniediagnose habe ich nicht, aber bereits 3 Psychosen hinter mir. Die letzte war Anfang diesen Jahres -die letzte davor vor 10 Jahren- und mündete in einem Aufenthalt in der Akutpsychiatrie. Nach mehreren Medikamentenversuchen wurden die psychotischen Symptome mit Amisulprid gestoppt. Es ging mir einige Wochen ganz okay, seit Anfang Juni schlugen aber bis heute anhaltend jegliche Kriterien der Negativsymptomatik zu. Am schlimmsten ist die Sprachverarmung, und dass ich in Folge dessen, wenn ich unter Menschen bin, einfach nichts zu sagen habe bzw. kein Gespräch aufrechterhalten kann. Deswegen ziehe ich mich auch völlig zurück, obwohl ich eigentlich einen stabilen Freundeskreis habe. Aber ich halte mich selbst nicht aus in Kontakt mit Anderen.

Das auch obwohl ich -in ärztlicher Abstimmung- seit Mai keine Medikamente mehr nehme. Ich habe kein psychotisches Erleben in irgendeiner Art mehr, ich fühle mich ausschließlich antriebslos. Dinge die ich mir vornehme bringe ich nicht zu Ende und ich kann mich zu nichts motivieren. Eigentlich liege ich den ganzen Tag nur vorm Rechner und suche ratlos nach Hilfe. Da ich auch fast gar nicht mehr schlafe hat mein Psychiater nun ein schlafförderndes AD verschrieben, von dem ich bis auf Verstopfungen aber auch nichts merke. Vor 10 Jahren hatte ich bereits eine Odyssee an Medikamentencocktail durch, die mich aber alle nicht aus diesem Zustand holten. Er endete erst mit dem Absetzen aller Medikamente, worauf auch nicht unmittelbar eine Psychose folgte. Mir ging es in den 10 Jahren gut.
Ich weiß nicht mehr weiter. Gegen die Negativsymptomatik helfen ja weder ADs noch APs. Ich habe Angst, dass dieser Zustand nicht mehr endet. Von einigen las ich, dass sie schon seit Jahren anhaltend darunter leiden. Das ist schmerzhaft zu lesen. Niemanden wünsche ich so einen Zustand.

Ich weiß gar nicht so recht warum ich schreibe, wahrscheinlich um mich nicht so allein zu fühlen...
 
Tja, da hilft nur Durchhalten. Sich nach Phasen des Rückzugs immer wieder öffnen. Und hoffen dass es irgendwann vergeht. Ich habe auch Negativsymptomatik, aber aus anderen Gründen. Ich hoffe täglich dass es vergeht und treffe mich auch mit Freunden.
 
Kannst Du Freude empfinden wenn Du Freunde triffst? Bzw. selber Themen, Ideen oder Anregungen einbringen? Ich selbst weiß nicht was zu sagen, mein Kopf kreist nur um meinen Zustand von morgens bis abends. Verzeih, dass ich so viel frage, aber musst Du Dich sehr überwinden Dich mit Freunden zu treffen?
 
Ich empfinde wenig Freude, auch wenn die Freunde total aufmerksam sind. Ich überwinde mich etwas zu sagen, manchmal geht es auch spontan. Ich treffe sie eigentlich gerne weil ich hoffe dass sie etwas in mir anregen, freue mich auch wenn ich da war.
Das mit dem Gedanken kreisen habe ich auch. Hoffe einfach dass es auch mal weg geht. Ich nehme aber auch viele Medikamente, das merke ich auch.
 
Ich hatte die Negativsymptome mit Neuroleptika, irgendwann hat die Antriebslosigkeit aber nachgelassen. Man muss viel ertragen mit dieser Krankheit. Gute Besserung - mehr fällt mir dazu nicht ein.
 
Ok, vielen Dank, dass ihr reagiert habt. Ich hoffe die Symptome hören irgendwann wieder auf. Es wird gerade jeden Tag schlimmer leider bzw. stagniert der Zustand. Manchmal kann ich gar nicht glauben, dass das irgendwie mein Leben sein soll und ich frage mich was dazu geführt hat. Es schmerzt sehr. Ich hatte viele gute Jahre, die scheinen nichts mehr wert zu sein. Aber mit Medikamente ging es damals auch nicht mehr weiter. Jetzt suche ich wieder nach Grashalmen in einer Steppe. So ein Mist :( Dennoch danke für eure Reaktionen.
 
Ok, vielen Dank, dass ihr reagiert habt. Ich hoffe die Symptome hören irgendwann wieder auf. Es wird gerade jeden Tag schlimmer leider bzw. stagniert der Zustand. Manchmal kann ich gar nicht glauben, dass das irgendwie mein Leben sein soll und ich frage mich was dazu geführt hat. Es schmerzt sehr. Ich hatte viele gute Jahre, die scheinen nichts mehr wert zu sein. Aber mit Medikamente ging es damals auch nicht mehr weiter. Jetzt suche ich wieder nach Grashalmen in einer Steppe. So ein Mist :( Dennoch danke für eure Reaktionen.
Ich fühle mit Dir. Mir geht es genauso.
 
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