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Negativ Symptomatik - stiller Begleiter auf ewig?

Ich war gestern bei meinem Arzt und wir versuchen es mit 5mg Citalopram dazu.
Was ich sehr wenig finde, aber ich habe erstmal nichts gesagt.

Er sagt es spricht nichts dagegen es mir einem weiteren Medikament zu probieren.
Auch ihm ist es mit meinem Gemüt aktuell lieber so, als das Cariprazin jetzt schon zu reduzieren.

Er hatte auch einen guten Einfall, nachdem ich ziemlich ehrlich berichtet habe, dass ich mit meiner Lustlosgkeit am Leben nicht vorankommen und frustriert bin.
Ergotherapie, und/oder Kunsttherapie.
Wenn ich doch früher so viel Spaß daran hatte und auch heute noch aktiv in dem Bereich sein möchte, nur absolut null Freude habe, ist es vielleicht eine Möglichkeit mich da geführt wieder ranzutasten.
Hatte ich bisher nicht daran gedacht. Ich werde es versuchen, auch wenn keine Lust bei dem Gedanken da ist auf Fremde zu stoßen. Einen Versuch ist es wert.

Ich bin gespannt auf das neue Medikament. Ein Wunder erwarte ich sicher nicht; aber mit einer kleinen Gemütsbesserung wäre ich denke ich zufrieden.

Schönen Abend und liebe Grüße
Ich habe vom Citalopram nichts gemerkt, außer dass ich viele Nebenwirkungen hatte.... angefangen von den wilden Träumen, dämonische Halluzinationen, unruhige Beine, Übelkeit und schlaflose Nächte(zwei/drei Wochen am Stück). Viel Spaß damit und viel Glück das es bei dir wirkt. Ich habe es wieder abgesetzt nach drei Monaten... Und bei mir waren es nur 10mg. Das war nichts.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sinfonie!
Danke für dass du deine Erfahrung mit dem Citalopram teilst.
Ich habe es erst am Samstag in die Apotheke geschafft und bekomme es heute.
Deine Nebenwirkungen gingen aber wieder weg nach den 2/3 Wochen? Oder hast du es 3 Monate so ausgehalten, ohne positive Wirkung zu spüren?

Deinen vorherigen Beitrag kann ich sehr gut nachvollziehen. Diese Interessenlosigkeit und froh sein, wenn man Ruhe hat..
Da ich früher auch anders war, fällt mir Akzeptanz hier schwer.
 
Sinfonie!
Danke für dass du deine Erfahrung mit dem Citalopram teilst.
Ich habe es erst am Samstag in die Apotheke geschafft und bekomme es heute.
Deine Nebenwirkungen gingen aber wieder weg nach den 2/3 Wochen? Oder hast du es 3 Monate so ausgehalten, ohne positive Wirkung zu spüren?

Deinen vorherigen Beitrag kann ich sehr gut nachvollziehen. Diese Interessenlosigkeit und froh sein, wenn man Ruhe hat..
Da ich früher auch anders war, fällt mir Akzeptanz hier schwer.
Ich habe das Citalopram abgesetzt. Ich hatte vier bis fünf Mal in der Woche dämonische Halluzinationen in der Nacht... Und wenn ich mal keine hatte, hatte ich eine schlaflose Nacht. Von der Wirkung habe ich nichts gemerkt. Die Übelkeit und unruhige Beine sind mit der Zeit verschwunden...
 
Naja Halluzinationen ist schon heftig, da hätte ich auch abgesetzt. Alleine schon wegen der Panik eine erneute Psychose zu bekommen.
Ich hoffe das bleibt mir erspart.
Auf Magen Probleme stelle ich mich schon irgendwie ein, denn der reagiert meistens auf neue Medis.
Jetzt heißt es erstmal 2 Wochen abwarten.

Nimmst du @Sinfonie! denn aktuell noch Medikamente?

Schönen Abend und liebe Grüße!
 
Citalopram ganz ohne Neuroleptika einzunehmen ist klar bei einer Psychose problematisch oder riskant. SSRI Antidepressiva machen eher Unruhig auch Akatisie wie Sitzunruhe was das mit den Beinen erklärt. An sich machen diese gleichgültig im Kopf oder erschweren die Dinge richtig abzuwägen, was zwar Antidepressiv gut ist, aber bei einer Psychose zu trugschlüssen führen oder beitragen kann. Das vor allem wenn man eben nur Citalopram einnimmt, also einseitig Antidepressiv Serotoninwiederaufnahmehemmer nimmt. Es kann also gerade wenn man auf eine Akute Psychose zugeht schädlich sein.
Ich nehme Citalopram zusammen mit Bupropion, wo das Bupropion auf Noradrenalin und Dopamin wirkt, also da hat das Citalopram an sich keinen so negativen Effekt, da die Noradrenalinwiederaufnahmehemmung eher gegen Unruhe hilft, die Dopaminwiederaufnahmehemmung des Bupropions hilft auch bei den Negativsymptomen, also kann die Motivation und Antriebsstörung bei der Psychose verbessern, also man sollte diese Antidepressiva im Bezug auf die Psychose als Erkrankung sehen, da diese bei Depressionen an sich anders wirken. Bei Depressionen ist etwa Citalopram wirksamer, da die Emotionen reduziert werden, diese Gleichgültigkeit hilft die Dinge lockerer zu nehmen, was bei einer Psychose eben zu trugschlüssen und irrtümern beitragen kann. Wenn man zusätzlich Bupropion nimmt ist die Wirkung des Citaloprams anders, da negative Effekte geringer sind und sich das gut ergänzt. Antidepressiva vor allem das Bupropion können in so einen Fall die Psychose über Monate auch ohne Antipsychotika hinauszögern und in der Zeit die Negativsymptome auch Konzentration durchs Bupropion verbessern, was wichtig ist um die Realität richtig unverzerrt wahrzunehmen und somit kann man dann auch Positivsymptome etwas reduzieren.
Das funktioniert aber eben nur für Wochen oder Monate ohne dem Antipsychotikum, wo ich eben Aripiprazol habe. Dann lässt die Wirkung der Antidepressiva allgemein nach, auch postpsychotische Depressionen können da auftreten, trotz hoher Antidepressivadosierungen, die bei normalen Depressionen wirksam wären, da helfen dann praktisch nur noch die Antipsychotika, die dann auch Antidepressiv effektiv wirksam sind, also Aripiprazol ist was Depressionen angeht ein sehr guter Wirkstoff und wirkt im gegensatz zu den Antidepressiva da eben verlässlicher, wobei eben Aripiprazol wie andere Antipsychotika diese Negativsymptome übrig lässt oder auch begünstigen kann, weshalb ich diese Intervalleinnahme des Aripiprazols bevorzuge (ca.1-3 Wochen am Stück und dann 2-5 Monate Pause) die Antidepressiva müssen durchgehend täglich eingenommen werden, wobei ich hohe Dosierungen also 40mg Citalopram und 450mg Bupropion in der Kombination gut vertrage was Einzeln betrachtet Probleme machen würde, da Citalopram+Aripiprazol zu unruhig macht und das Bupropion+Aripiprazol zu Miktionstörungen(schwache Blase) und Verstopfung führen kann. Citalopram nimmt diese Nebenwirkungen hinaus und das Burpopion nimmt die Unruhe des Citalopram hinaus. Das Citalopram ist beim vorübergehenden Absetzen des Aripiprazols gut, da dann verstärkt Emotionen auch depressive Symptome und verstärkte Libido(sexuelle erregbarkeit) stärker zurückkommen können.
Bupropion hilft die Unruhe herauszunehmen, also auch bei Stimmungsschwankungen wie Reizbarkeit ist es sehr gut, es hilft auch gegen Nikotinabhängigkeit und man kann konzentrierter und ruhiger Auto fahren.
 
Hallo my.true.self,

zuallererst: ich fühle mit dir. Seit meiner Psychose fällt es mir auch viel schwerer Freude/Gefühle zu empfinden und tiefere Kontakte zu pflegen.

Jetzt Mal abseits von Medikamenten: Wie sieht es bei dir mit Psychotherapie aus? Ich habe den Eindruck es hilft mir wieder mehr Kontakt zu mir selbst (ergo meinen Leidenschaften/Interessen) aufzunehmen. Weil ich da ehrlich über meine Gedanken sprechen kann.

Liebe Grüße
Fee
 
Guten Abend @Maggi
Vielen Dank für die ausführliche Erläuterung zum Citalopram.
Es nimmt mir doch etwas die Bedenken, da ich ja Neuroleptika und Buproprion dazu nehme.
Ich habe es heute erst zur Apotheke geschafft..ab morgen nehme ich die erste Dosis.

@Fee
Danke für deine Nachricht und deine Anteilnahme.
Mein letzter Therapeut den ich bestimmt 6 Jahre hatte, hat die Therapie mit mir vor 2 Jahren "erfolgreich" beendet.
Er sagt ich wüsste was zu tun ist und mache es nicht, also kommen wir nicht weiter.
Zum anderen meinte er, bin ich aus dem Wahn ja raus. Das schien sein Hauptfokus gewesen zu sein. Arbeiten kann ich ja, also liegt es ganz klar am Unwillen und nichts anderem. Auch wenn er mich hin und wieder mit Problemen anderer Patienten verwechselt hatte und ich denke er hörte nicht richtig zu.
Mir jemand neues zu suchen, dafür habe ich aktuell keine Kraft und Nerven.

Es ist leider so, dass wenn ich keine "Aufgabe" bzw Verpflichtung habe, fehlt jeder Sinn und Freude daran. Ich könnte den ganzen Tag nur arbeiten, da fühle ich mich einigermaßen wohl und weiß was ich zu tun und zu leisten habe. Es kostet viel Kraft, aber immerhin kann ich noch was tun..
Privat ist es leider eine Katastrophe. Einkaufen, Wäsche waschen, Putzen, Freunde treffen, Hobbies nachgehen.. Alles Dinge die so mühsam sind und mit viel innerem Stress und Widerwillen verbunden sind.
Ich will einfach niemanden sehen und meine Ruhe haben. Und im tiefsten innersten das Gegenteil davon..

Ich wünschte es gäbe nur einen Knopf und alles wäre beim alten.

Ich werde sobald ich arbeitsstechnisch etwas Ruhe finde, mir eine Kunsttherapie raussuchen, wie von meinem Psychiater vorgeschlagen. Eventuell ist es ein erster Schritt in die richtige Richtung.
Langsam öffne ich mich ihm und er hat gute Ansätze. Vielleicht frage ich ihn im Juli auch, ob er mir jemanden für eine Therapie empfehlen kann.

Darf ich dich fragen, wie genau dein Therapeut auf dich diesbezüglich eingeht und welche Form der Therapie du machst?
Hatte bisher nur Verhaltenstherapien, leider für mich bisher ohne Erfolg.

Schönen Abend euch und liebe Grüße!
 
Leider habe ich das Citalopram mal so gar nicht vertragen.
Hatte so einen Druck im Kopf, dass ich nicht denken konnte, geschweige denn arbeiten..
Und das nur von einer halben Tablette, also 5mg..
Hatte dann auch nichts weitergenommen und mich dennoch fast eine ganze Woche benommen und unwohl gefühlt.

Einen weiteren Versuch möchte ich nicht starten.. Bisher hatte ich das bei keinem Medikament so heftig.
Und da ich nichts abschätzen kann ob ich nur ein paar Tag auf Arbeit fehlen würde oder gleich mehrere Wochen, ist mir das zu riskant. Ich weiß ja nichtmal ob es was bringt..
Also meinem Arzt schreiben, davor drücke ich mich gerade etwas.. und ein neues Medikament probieren, wenn er das für sinnvoll hält.

Es ärgert mich, dass mein Körper so sensibel reagiert. Aber den Zustand ertrage ich einfach nicht.
 
Das Leben geht auch ohne Antidepressiva weiter. Und selbst wenn es unerträglich ist... Gibt es auch mal gute Tage.. So ist das Leben.
 
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