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Könnt ihr mich bitte über eure Schizophrenie informieren? Ich lerne gerade einen Mann kennen.. Ich selbst hatte 2 Psychosen 2015/2022 Danke

orchidee79

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8 Juni 2023
Beiträge
15
Hoi zäme, ich bin Jasmin und lebe in der Schweiz.
Sorry für den langen Titel, aber ich hoffe, dadurch noch besser aufgeklärt zu werden.
Ich betreue seit einigen Jahren eine Frau mit einer paranoiden Schizophrenie privat mit.
Nun lernte ich einen tollen Mann kennen, der leider auch seit Teenager darunter leidet. Medikamente verweigert er momentan vor allem wegen der starken Gewichtszunahme, die er schon mal unter Sequase hatte.
Ich selbst hatte schon 2 üble Psychosen. Bei der 1. kriegte ich damals 3.5 Jahre Abilify Depotspritze (von der Justiz verordnet..) Ich hatte vor 1 Jahr einen sehr kurzen Rückfall wegen einer starken Stresssituation. Mit Sequase 75mg/Tag über ca. 2 Wochen ging die 2. Psychose zum Glück sehr schnell wieder weg.

Nun meine Frage:
Lebt ihr mit Medis wirklich besser? sind die Stimmen im Kopf weniger oder sogar teilweise ganz weg?
Und welches Medi empfehlt ihr? Es sollte möglichst ohne Gewichtszunahme sein.

•Ich frage für diesen Mann mit der paranoiden Schizophrenie.

(Ich selbst bin momentan gesund, habe 0 Wahn, nehme nur 25-50mg Sequase für die Nacht)

HERZLICHEN DANK FÜR EURE MITHILFE
 
Zuletzt bearbeitet:
Nun meine Frage:
Lebt ihr mit Medis wirklich besser? sind die Stimmen im Kopf weniger oder sogar teilweise ganz weg?
Und welches Medi empfehlt ihr? Es sollte möglichst ohne Gewichtszunahme sein.

HERZLICHEN DANK FÜR EURE MITHILFE
Nein, wir/ich lebe ( n ) mit den Antipsychotika, die alle Neuroleptika, das heißt "Nervenberuhigungsmittel", engl. major tranquilizers, sind, nicht immer "besser". Aber da wir im Alltag sogenannte "Belastungen" haben (allgemein eigtl. schon durch die "Allgemeinen Anforderungen des Lebens") nehmen wir sie trotzdem ein, entweder durchgehend oder in einer Intervalltherapie. Die Medis unterdrücken wirksam die Symptome, nehmen dem Patienten dafür aber auch wieder etwas von seinem Antrieb und sogar von seiner Stimmung und geistigen Aktivität weg. Aber was will man machen, wenn man sonst z. B. Stimmen hört und/oder das Gefühl hat, die eigene Persönlichkeit macht sich irgendwie selbstständig, man an allen Ecken und Enden aneckt, Schlafstörungen und krankhaftes Misstrauen oder auch unbegründete Vorstellungen (meistens von) Schuld oder auch von Größe hat. Mein IQ etwa hat sich durch die regelmäßige Einnahme des Aripiprazols nicht wesentlich verschlechtert (auch nicht in der Zeit der ständigen Einnahme gemessen). Aber das liegt am Mittel, mit Haloperidol etwa wären wahrscheinlich ganz andere Werte rausgekommen, das dämpft den präfrontalen Cortex so weit ich weiß auf Dauer ziemlich stark.

Dann haben alle Neuroleptika noch den Nachteil, dass das Gehirn irgendwie gegensteuert. Dadurch fällt die eingesetzte Dosis höher aus als dies so sein sollte. Der Effekt tritt besonders bei den sog. Typika oder 1st gen AP auf. Die Nebenwirkungen werden dann oft unerträglich, ein Wechsel auf die Partialagonisten Aripiprazol, Brexpiprazol (bei euch in der Schweiz erhältlich, bei uns in Deutschland nicht verschreibungsfähig wie dies nebenbei bemerkt auch für das orale Mittel Invega ® mit dem Wirkstoff Paliperidon gilt) oder Cariprazin erforderlich.

Ich empfehle eine Überprüfung des Status der Psychose. Wurden z. B. vor der Ersteinnahme Drogen konsumiert? Und fußt das "Urteil zur Einnahme" von Neuroleptika (das es in dieser Form in .de nicht gibt, nur bei euch in der Schweiz) etwa (auch) auf unbegründeten, da krankheitsbedingten Schuldgefühlen?

Gar nicht so selten treten bei einer Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis begleitende Depressionen auf. Laut den Leitlinien sollen (!) diese im Rahmen einer Behandlung sogar gesondert (z. B. durch ein Antidepressivum zusätzlich) behandelt werden. Dass die AD eine Verschlechterung des Krankheitsverlaufs bewirken würden, gilt nicht mehr (wobei es lustigerweise auch nie galt).

Ich empfehle dir, zum Allgemeinmediziner zu gehen und dort entweder die Überweisung zum Facharzt oder gleich ein Rezept für ein für dich geeignetes per os einzunehmendes Mittel (entweder Aripiprazol oder Cariprazin, evtl. Brexpiprazol) anzufordern. Dein Vertrauensverhältnis zum Hausarzt ist wichtig, ich habe auf dieser Schiene selbst schon sehr positive Erfahrungen sammeln können.

Als Dosierung fängst du dann ganz unten an, ich darf dir aus juristischen Gründen da jetzt keinen konkreten Wert oder auch nur Rezeptorbelegungsanteil nennen, obwohl ich das gerne so machen würde, einmal weil das schwierig ist, aber dann auch weil ich dann hafte, wenn mich wer deswegen in Anspruch nimmt (auch wenn er selbst eine große Dummheit macht, indem er Informationen ungeprüft einfach anwendet), und das will ich vermeiden, ich bedanke mich für dein Verständnis! Dann schaust du, dass es möglichst nicht zu schnell hoch geht, die minimale effektive Dosis mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 80-85% dafür, dass es zu keinem Rückfall kommt, ist anzustreben (wobei nach neueren Untersuchungen zur low dose Therapie ein Rückfall nicht automatisch etwa die Notwendigkeit einer stationären Behandlung bedeutet).

Alles Gute!
 
Ich danke dir für deine Ausführungen.
Aber es geht nun nicht um mich. Ich selbst bin gerade wieder gesund und ohne jeglichen Wahn.
Ich frage das alles für diesen Mann, um ihn besser zu verstehen.
Seine Mutter erwähnte Cannabis als er ein Teenager war. Aber angeblich hörte er schon Stimmen bevor er damals kiffte. Ich weiss das nicht so klar. Hm.
Und ja er wird zusätzlich auch oft depressiv. Bis jetzt versuchte er Abilify nicht. Bei mir selbst ging ja damals mit Abilify mein Wahn weg.
Aber er hat wie keine Einsicht, ein neues Neuroleptika einzunehmen. Er hat Angst vor der Gewichtszunahme und wohl auch wegen seiner Arbeit, seinem Denken- er ist hochbegabt und hat studiert etc etc

Geht denn der Wahn (durch Schizophrenie) mit einem passenden Neuroleptika weg? Oder nie ganz? Das müsste ich wissen…
 
Nein, wir/ich lebe ( n ) mit den Antipsychotika, die alle Neuroleptika, das heißt "Nervenberuhigungsmittel", engl. major tranquilizers, sind, nicht immer "besser". Aber da wir im Alltag sogenannte "Belastungen" haben (allgemein eigtl. schon durch die "Allgemeinen Anforderungen des Lebens") nehmen wir sie trotzdem ein, entweder durchgehend oder in einer Intervalltherapie. Die Medis unterdrücken wirksam die Symptome, nehmen dem Patienten dafür aber auch wieder etwas von seinem Antrieb und sogar von seiner Stimmung und geistigen Aktivität weg. Aber was will man machen, wenn man sonst z. B. Stimmen hört und/oder das Gefühl hat, die eigene Persönlichkeit macht sich irgendwie selbstständig, man an allen Ecken und Enden aneckt, Schlafstörungen und krankhaftes Misstrauen oder auch unbegründete Vorstellungen (meistens von) Schuld oder auch von Größe hat. Mein IQ etwa hat sich durch die regelmäßige Einnahme des Aripiprazols nicht wesentlich verschlechtert (auch nicht in der Zeit der ständigen Einnahme gemessen). Aber das liegt am Mittel, mit Haloperidol etwa wären wahrscheinlich ganz andere Werte rausgekommen, das dämpft den präfrontalen Cortex so weit ich weiß auf Dauer ziemlich stark.

Dann haben alle Neuroleptika noch den Nachteil, dass das Gehirn irgendwie gegensteuert. Dadurch fällt die eingesetzte Dosis höher aus als dies so sein sollte. Der Effekt tritt besonders bei den sog. Typika oder 1st gen AP auf. Die Nebenwirkungen werden dann oft unerträglich, ein Wechsel auf die Partialagonisten Aripiprazol, Brexpiprazol (bei euch in der Schweiz erhältlich, bei uns in Deutschland nicht verschreibungsfähig wie dies nebenbei bemerkt auch für das orale Mittel Invega ® mit dem Wirkstoff Paliperidon gilt) oder Cariprazin erforderlich.

Ich empfehle eine Überprüfung des Status der Psychose. Wurden z. B. vor der Ersteinnahme Drogen konsumiert? Und fußt das "Urteil zur Einnahme" von Neuroleptika (das es in dieser Form in .de nicht gibt, nur bei euch in der Schweiz) etwa (auch) auf unbegründeten, da krankheitsbedingten Schuldgefühlen?

Gar nicht so selten treten bei einer Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis begleitende Depressionen auf. Laut den Leitlinien sollen (!) diese im Rahmen einer Behandlung sogar gesondert (z. B. durch ein Antidepressivum zusätzlich) behandelt werden. Dass die AD eine Verschlechterung des Krankheitsverlaufs bewirken würden, gilt nicht mehr (wobei es lustigerweise auch nie galt).

Ich empfehle dir, zum Allgemeinmediziner zu gehen und dort entweder die Überweisung zum Facharzt oder gleich ein Rezept für ein für dich geeignetes per os einzunehmendes Mittel (entweder Aripiprazol oder Cariprazin, evtl. Brexpiprazol) anzufordern. Dein Vertrauensverhältnis zum Hausarzt ist wichtig, ich habe auf dieser Schiene selbst schon sehr positive Erfahrungen sammeln können.

Als Dosierung fängst du dann ganz unten an, ich darf dir aus juristischen Gründen da jetzt keinen konkreten Wert oder auch nur Rezeptorbelegungsanteil nennen, obwohl ich das gerne so machen würde, einmal weil das schwierig ist, aber dann auch weil ich dann hafte, wenn mich wer deswegen in Anspruch nimmt (auch wenn er selbst eine große Dummheit macht, indem er Informationen ungeprüft einfach anwendet), und das will ich vermeiden, ich bedanke mich für dein Verständnis! Dann schaust du, dass es möglichst nicht zu schnell hoch geht, die minimale effektive Dosis mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 80-85% dafür, dass es zu keinem Rückfall kommt, ist anzustreben (wobei nach neueren Untersuchungen zur low dose Therapie ein Rückfall nicht automatisch etwa die Notwendigkeit einer stationären Behandlung bedeutet).

Alles Gute!
 
Aripiprazol (als Abilify ® auf den Markt gekommen, Inzwischen als Generikum mit Namen des konkreten Herstellers nach "Aripiprazol" o. ä.), im Wechsel oder zusammen mit Cariprazin (noch nicht als Generikum erhältlich, Markenname "Reagila").

Ich strebe für mich eine niedrige sogenannte Erhaltungsdosis an.
 
@orchidee79
Mit diesen Medikamenten wäre er ganz gut dran: -> Medikamente-Empfehlung

Gewichtszunahme und Negativsymptome fallen dabei gering aus.

Im Grunde ist es Aripiprazol, was in geringer Dosis 5mg später nur noch gelegentlich in Intervallform eingenommen werden kann und zwei Antidepressiva Bupropion + Citalopram, die stabilisieren und diese reduzierte Intervalleinnahme des Aripiprazol's erst möglich machen.
Eventuell wäre das auch etwas für dich, falls die Quetiapindosis dann doch zu wenig ist.
Da du Abilify in Depotform hattest, war die Tagesdosis vermutlich deutlich über 5mg.
 
Danke Maggi für deine ausführliche Erklärung.
Ich selbst erkenne seit meiner 2. kurzen Psychose selbst, dass ich psychotisch bin/war. Deshalb nehme ich bei einem erneuten Ausbruch sofort wieder Sequase 75mg.
Aber meine Frage: ich selbst wusste ja bei der 2. Psychose sehr schnell, dass meine Gedanken nicht echt sind. Bei der 1. Psychose wusste ich es nicht.
Wenn man schizophren ist: erkennt man dann selbst, dass die Gedanken nicht echt sind? nicht, oder? Weil mein Freund behauptet ja, dass in seinem Kopf alles echt ist..
 
Ich wusste bei meiner ersten Psychose, vorerst 3,5 Jahren au ch nicht, dass meine Gedanken Hirngespinste sind.
In der Psychose ist man uneinsichtig und glaubt es wäre alles Realität.
Wenn dein Freund an Wahnvorstellungen leidet, wirst du nicht viel machen können.
 
Ich wusste bei meiner ersten Psychose, vorerst 3,5 Jahren au ch nicht, dass meine Gedanken Hirngespinste sind.
In der Psychose ist man uneinsichtig und glaubt es wäre alles Realität.
Wenn dein Freund an Wahnvorstellungen leidet, wirst du nicht viel machen können.
Aber warum erkannte ich es bei der 2. Psychose und mein Kollege immer wieder nicht? Seit xx Jahren nicht.. weil er eine Schizophrenie hat und ich nicht?
Würde das gerne verstehen..
 
@orchidee79
Mit diesen Medikamenten wäre er ganz gut dran: -> Medikamente-Empfehlung

Gewichtszunahme und Negativsymptome fallen dabei gering aus.

Im Grunde ist es Aripiprazol, was in geringer Dosis 5mg später nur noch gelegentlich in Intervallform eingenommen werden kann und zwei Antidepressiva Bupropion + Citalopram, die stabilisieren und diese reduzierte Intervalleinnahme des Aripiprazol's erst möglich machen.
Eventuell wäre das auch etwas für dich, falls die Quetiapindosis dann doch zu wenig ist.
Da du Abilify in Depotform hattest, war die Tagesdosis vermutlich deutlich über 5mg.
hmm ich hatte Abilify zuerst in Tablettenform. ich denke, es waren 5-10mg. beim Ausschleichen hatte ich zuerst 10mg, dann 5mg und dann 2.5mg.
Die ersten Depotspritzen waren glaubs mit 400 beschriftet.
 
Stimmen im Kopf gehen auch mit Medikamenten nicht ganz weg. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Aber sie dämpfen ungemein, so dass man die Stimmen nur noch gedämpft hört. Lässt man die Medis ganz weg, erscheinen sie sehr laut und aufdringlich. Dein neuer Freund in Spe sollte auf jeden Fall ein Medikament gegen die Stimmen einnehmen. Ich höre auch Stimmen und nehme das Amisulprid ein. Aber wegen der Gewichtszunahme nur 100 mg, was jedoch schon hilft und mein Gewicht nur mäßig zugenommen hat.
 
Aber warum erkannte ich es bei der 2. Psychose und mein Kollege immer wieder nicht? Seit xx Jahren nicht.. weil er eine Schizophrenie hat und ich nicht?
Würde das gerne verstehen..
Du kannst nicht von dir auf andere schließen.Er hat viell die Frühwarnzeichen ignoriert oder gar nicht verspürt
 
Stimmen im Kopf gehen auch mit Medikamenten nicht ganz weg. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Aber sie dämpfen ungemein, so dass man die Stimmen nur noch gedämpft hört. Lässt man die Medis ganz weg, erscheinen sie sehr laut und aufdringlich. Dein neuer Freund in Spe sollte auf jeden Fall ein Medikament gegen die Stimmen einnehmen. Ich höre auch Stimmen und nehme das Amisulprid ein. Aber wegen der Gewichtszunahme nur 100 mg, was jedoch schon hilft und mein Gewicht nur mäßig zugenommen hat.
tausend Dank!!
 
Danke Maggi für deine ausführliche Erklärung.
Ich selbst erkenne seit meiner 2. kurzen Psychose selbst, dass ich psychotisch bin/war. Deshalb nehme ich bei einem erneuten Ausbruch sofort wieder Sequase 75mg.
Aber meine Frage: ich selbst wusste ja bei der 2. Psychose sehr schnell, dass meine Gedanken nicht echt sind. Bei der 1. Psychose wusste ich es nicht.
Wenn man schizophren ist: erkennt man dann selbst, dass die Gedanken nicht echt sind? nicht, oder? Weil mein Freund behauptet ja, dass in seinem Kopf alles echt ist..
Je akuter man wird, umso mehr glaubt man eben an diesen Dingen und irgendwann kann man dann keine klare Grenze mehr zwischen psychotischer Wahrnehmung und der normalen Wahrnehmung mehr setzten.
75mg Quetiapin scheint eine kleine Dosis zu sein, wenn es funktioniert dann super, es kann aber auch im Akutfall etwas zu wenig sein, da Quetiapin(Sequase) normal so ab 150mg wirksam ist.

Psychose und Schizophrenie ist ja das Gleiche. Schizophrenie oder schizophrene Psychose ist F20 also die chronische Verlaufsform, die hier viele haben. Da du ja auch mit einem Rückfall rechnest, hast du also auch eine schizophrene Psychose. Schizophrenie verwendet man einfach im Sprachgebrauch weniger.
hmm ich hatte Abilify zuerst in Tablettenform. ich denke, es waren 5-10mg. beim Ausschleichen hatte ich zuerst 10mg, dann 5mg und dann 2.5mg.
Die ersten Depotspritzen waren glaubs mit 400 beschriftet.
Wie bist du mit dem Aripiprazol zurechtgekommen? 5mg oder bei dir vielleicht 2,5mg sollten im Akutfall noch gut wirksam sein. Bist du mit dem Seroquel besser klargekommen? Wie würdest du die Unterschiede beschreiben?
Auf längere Sicht würde ich dir zusätzlich zum Quetiapin zu dem Bupropion(SNDRI Antidepressivum) raten wie in meiner Empfehlung. Ob das mit Quetiapin auch so gut funktioniert ist fragwürdig, weil man viel bei den Wechselwirkungen aufpassen muss, von daher wäre Aripiprazol falls du die Empfehlung ausprobieren möchtest statt dem Sequase besser.

Ich sehe das bei dem Mann, für den du fragst ähnlich, Aripiprazol(Abilify) ist in niedriger Dosis 5-10mg sehr nebenwirkungsarm und wirkt auch gut. Du hattest damals 400mg, was schon eher 15mg am Tag entspricht und relativ viel gewesen ist. Vielleicht hast du auch deswegen mit gewechselt.
 
Laut Studien macht Aripiprazol am WENIGSTEN dick. Es führt aber wie alle Antipsychotika oft zur Gewichtszunahme. Das hat das ganze runterfahren was die machen nun mal an sich.
 
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Hier mal ne Übersicht. Allerdings verursachen die anderen Antipsychotika im "Low Risk"-Bereich außer Aripiprazol Zuckungen wie bei Alzheimer.
 
Anhang anzeigen 351

Hier mal ne Übersicht. Allerdings verursachen die anderen Antipsychotika im "Low Risk"-Bereich außer Aripiprazol Zuckungen wie bei Alzheimer.
Ich bin der Meinung das Quetiapin eine höhere gewichtszunahme macht als risperidon. An Diese Aussage stützt sich auch der Psychiater dr.jan Dreher vom psychcast und andere Quellen.
Deswegen empfinde ich diese Aussage als nicht ganz richtig da clozapin z.b am allerhöchsten stehen sollte und nicht Olanzapin usw.
 
Je akuter man wird, umso mehr glaubt man eben an diesen Dingen und irgendwann kann man dann keine klare Grenze mehr zwischen psychotischer Wahrnehmung und der normalen Wahrnehmung mehr setzten.
75mg Quetiapin scheint eine kleine Dosis zu sein, wenn es funktioniert dann super, es kann aber auch im Akutfall etwas zu wenig sein, da Quetiapin(Sequase) normal so ab 150mg wirksam ist.

Psychose und Schizophrenie ist ja das Gleiche. Schizophrenie oder schizophrene Psychose ist F20 also die chronische Verlaufsform, die hier viele haben. Da du ja auch mit einem Rückfall rechnest, hast du also auch eine schizophrene Psychose. Schizophrenie verwendet man einfach im Sprachgebrauch weniger.

Wie bist du mit dem Aripiprazol zurechtgekommen? 5mg oder bei dir vielleicht 2,5mg sollten im Akutfall noch gut wirksam sein. Bist du mit dem Seroquel besser klargekommen? Wie würdest du die Unterschiede beschreiben?
Auf längere Sicht würde ich dir zusätzlich zum Quetiapin zu dem Bupropion(SNDRI Antidepressivum) raten wie in meiner Empfehlung. Ob das mit Quetiapin auch so gut funktioniert ist fragwürdig, weil man viel bei den Wechselwirkungen aufpassen muss, von daher wäre Aripiprazol falls du die Empfehlung ausprobieren möchtest statt dem Sequase besser.

Ich sehe das bei dem Mann, für den du fragst ähnlich, Aripiprazol(Abilify) ist in niedriger Dosis 5-10mg sehr nebenwirkungsarm und wirkt auch gut. Du hattest damals 400mg, was schon eher 15mg am Tag entspricht und relativ viel gewesen ist. Vielleicht hast du auch deswegen mit gewechselt.
Hmm über mich wurden ja damals xx Gutachten wegen meiner Straftat unter der 1. Psychose erstellt. Zuerst hiess es: paranoide Schizophrenie. dann plötzlich: schizoaffektive Störung.
dann nach einigen Jahren Psychotherapie: „Sie sind nicht krank, Sie sind stark verletzlich.“
Ich reagiere nur psychotisch unter enormen Belastungen. 1. heftige Psychose: wegen meiner starken Ehekrise, Lügen, Betrug, Manipulationen. leider alles real. aber mein Gehirn kippte dann wie über.. bei der intensiven Suche nach der Wahrheit.
Die 2. Psychose wurde durch den Stress mit einem Kollegen ausgelöst, der mir sehr viel Geld schuldete. Er versuchte mir mit seinen Anwälten zu drohen etc. Aber ich blieb stark, trotz kurzer Psychose. Die Ärzte sagten mir oft, dass wenn ich eine 2. Psychose erlebe/wahrnehme, ich viel schneller bemerke, dass mein Denken nicht echt sind.
Und genau so war es.

wie ist/war das denn bei euch?
 
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