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Im Mittelpunkt stehen Orientierung, Medikation und Therapieansätze. Persönliche Erfahrungen werden hier nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenhang mit medizinischen Informationen und Behandlungswegen eingeordnet.

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Pharmakologische Strategien
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Kompakte Darstellung der Intervalltherapie mit Bupropion.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

➝ Bupropion bei Schizophrenie: Pharmakologie, Neurobiologie und Perspektiven

➝ Grafische Übersicht: Transporter, Rezeptoren & Schizophrenie‑Netzwerk

➝ Die Dopamin‑Regulationshypothese: Schizophrenie als Signal‑Rausch‑Störung

➝ Schizophrenie einfach erklärt: Was im Gehirn passiert

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Stabilisierung mithilfe von Bupropion

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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Kann ich die 200mg Amisulprid einfach jeden 2. Tag nehmen (Intervalleinnahme)?

RamzyStudio

Well-known member
Wenn ich ständig Amisulprid nehme, fühle ich mich so träge und auf zu viel Medikament... ich möchte dass ich eine Abwechselung zwischen viel Dopamin und etwas weniger Dopamin habe und nicht die ganze Zeit zu träge und beruhigend sein... ich brauch mehr Power und die bekommt man nur wenn das Gehirn auch mal weniger Medikamente abbekommt...

Hat jemand Erfahrung, Tipps, Ratschläge für mich?
 
Also bei mir bringt es nichts wenn ich angesetzte Medikamente jeden 2. Tag einnehme. Der Intervall wäre zu kurz. Ich würde es mit einem größeren Intervall probieren, zum Beispiel jeden 4. Tag.
 
Also bei mir bringt es nichts wenn ich angesetzte Medikamente jeden 2. Tag einnehme. Der Intervall wäre zu kurz. Ich würde es mit einem größeren Intervall probieren, zum Beispiel jeden 4. Tag.
ChatGPT meint es wäre keine gute Idee:

Deine Überlegung ist nachvollziehbar, aber bei Amisulprid ist jeden zweiten Tag einnehmen in der Regel nicht sinnvoll und medizinisch riskant. Ich erkläre dir warum:


🔎 Pharmakologische Fakten zu Amisulprid:​

  • Halbwertszeit: ca. 12-20 Stunden
  • Wirkmechanismus: D2/D3-Antagonist, wirkt direkt auf den Dopaminhaushalt
  • Empfohlene Einnahme: täglich zur Aufrechterhaltung eines stabilen Spiegels im Blut
  • Absetzphänomene: Dopamin-Rebound, psychische und körperliche Entzugssymptome



❌ Problem bei „alle zwei Tage“:​

  • Amisulprid baut sich innerhalb von 24-48 Stunden deutlich ab → der Wirkspiegel schwankt stark
  • Diese Schwankungen erhöhen das Risiko für:
    • Unruhe, Ängste
    • Rückfall in psychotische Symptome
    • Rebound-Effekte
  • Dein Körper (insbesondere das zentrale Nervensystem) braucht einen konstanten Pegel – Sprünge tun ihm nicht gut.



✅ Was tun, wenn du „weniger Wirkstoff“ willst?​

➡️ Bessere Option: Mit ärztlicher Rücksprache die Dosis täglich reduzieren (z. B. 150 mg → 100 mg → 50 mg)➡️ Ziel: Langsames Ausschleichen schützt dein Nervensystem und reduziert Entzugserscheinungen




📌 Mein Fazit (keine ärztliche Beratung, aber fundierte Einschätzung):​

  • Jeden zweiten Tag ist bei Amisulprid ungeeignet und gefährlich (wegen Wirkung auf Dopamin)
  • Wenn du weniger willst, plan mit deinem Arzt ein Ausschleichen oder eine sanfte Reduktion
  • Alternativ besprich auch eine mögliche Umstellung auf ein anderes Präparat mit längerer Halbwertszeit
 
Hey,

ich kann dich gut verstehen – dieses Gefühl von Trägheit durch die Medikamente ist echt belastend. Ich wollte dir einfach kurz von meinen eigenen Erfahrungen erzählen, vielleicht hilft es dir ja irgendwie.

Ich hatte 2012 eine cannabisinduzierte Psychose, die ganze 9 Jahre unbehandelt blieb. Erst 2021 bin ich dann in Behandlung gekommen. Seitdem nehme ich Amisulprid, Abilify und Fluoxetin – jetzt seit etwa 3,5 Jahren.

In der Zeit dachte ich oft, dass viele meiner Probleme von den Medikamenten kommen, aber mit der Zeit habe ich gemerkt, dass es oft die Erkrankung selbst war, die mir zu schaffen gemacht hat. Es hat echt gedauert, das voneinander zu unterscheiden.

Was ich dir wirklich aus eigener Erfahrung sagen kann: Wenn dir dein Arzt Medikamente verordnet hat, nimm sie regelmäßig. Ich weiß, man hat manchmal das Bedürfnis, etwas zu verändern oder "mehr Power" zu spüren – aber bei mir hat es sich langfristig ausgezahlt, dranzubleiben und Geduld zu haben.

Wenn du das Gefühl hast, dass dich etwas zu sehr runterzieht, sprich unbedingt mit deinem Arzt – vielleicht kann man etwas anpassen.

Alles Gute dir auf deinem Weg 🍀
 
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