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Pharmakologische Strategien
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Kompakte Darstellung der Intervalltherapie mit Bupropion.
“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Stabilisierung mithilfe von Bupropion

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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Jemand Erfahrung mit Venlafaxin?

  • Ersteller Ersteller Gelöschtes Mitglied 1496
  • Erstellt am Erstellt am
G

Gelöschtes Mitglied 1496

Moin zusammen,
Hat jemand Erfahrung mit Venlafaxin von euch? Bezüglich der Antriebssteigerung durch das Noradrenalin?
 
es gibt milnacipran, auch ein ad. das hat zu 1/3 noradrenalin also deutlich mehr noch als venlafaxin. die noradrenalinwirkung von venlafaxin soll erst in hohen Dosen wirksam sein.
 
Ich habe mal eine Weile Venlafaxin in einer hohen Dosis genommen (300 mg). Es hat dazu geführt, dass ich die Müdigkeit nicht mehr so gespürt habe - mit der Folge, dass ich manchmal völlig unerwartetet im Sitzen oder Stehen einschlief. Das wurde mitunter auch mal fast etwas gefährlich.
 
Darf man sicher auch nicht ohne NL nehmen, sonst dreht man am Rad.
 
Damals nahm ich nur Venlafaxin; es war vor meiner Psychose. Wie es zusammen mit Antipsychotika wäre, weiß ich nicht.
 
Mein Psychiater hat es mir nicht verschrieben, stattdessen bekam ich Mirtazapin. Es soll mein Antrieb langfristig steigern. Bin gespannt. Danke an alle für die schönen Rückmeldungen.
 
Guck mal bitte (oder lass in der apotheke gucken) wie das mit deinem Antipsychotikum und den Wechselwirkungen ist.
Ich habe jetzt schon 2 mal ein Antidepressivum (vom Psychiater!!) verschrieben bekommen, das ich mit dem Neuroleptikum gar nicht hätte nehmen dürfen.
Entsprechend heftig fielen dann die Nebenwirkungen aus.
Mirtazapin war auch dabei und Trimipramin oder wie das hieß...
Danke für die Rückmeldung, hab gerade gelesen das Mirtazapin sich mit Risperidon gar nicht verträgt. Es kann Tachykardie auslösen. Das ist wieder typisch Psychiater, Hauptsache ein Medikament mitgeben und keine adäquate Aufklärung.
 
Venlafaxin ist ein SSNRI, was bedeutet, dass es Selektiv auf Serotonin und Noradrenalin wirkt(RI = Wiederaufnahmehemmer)
Das Verhältnis ist je nach Wirkstoff unterschiedlich. Es gibt etwa auch noch Duloxetin (SSNRI) mit einem anderen Wirkverhältnis auf Serotonin und Noradrenalin.

Milnacipran ist ein SNRI, also wirkt nur selektiv aufs Noradrenalin, insofern ist die Wirkung Dosisabhängig.

Meine Empfehlung funktioniert mit Bupropion(SNDRI) und Citalopram(SSRI)
Dabei wirkt das Bupropion aufs Noradrenalin und Dopamin im Verhältnis 2:1 und das Citalopram auf das Serotonin. Damit deckt man ein breites Wirkspektrum ab.
Bupropion ist besser für den Antrieb als etwa Duloxetin, insofern würde ich dir eher empfehlen das Venlafaxin durch Bupropion+Citalopram zu tauschen.

Die Serotoninwirkung etwa, dämpft eher etwas die Libido und Emotionalität, was gerade bei wenig Neuroleptika verstärkt sein kann, Antribssteigerung ist leicht.
Die Noradrenalinwirkung kann bei Stimmungsschwankungen(Reizbarkeit, Unruhe) helfen wab beim Absetzen der Neuroleptika verstärkt auftritt und etwas den Antrieb leicht steigern.

Bei der Dopamin+Noradrenalinwirkung des Bupropions steigert sich der Antrieb deutlich und damit kann man auch Negativsympotme wie kognitive Einschränkungen besser in den Griff bekommen.
Vieles hängt aber von der Begleitmedikation, also dem Neuroleptikum ab und wie heufig man dieses einnimmt. Ich empfehle da am besten das Aripiprazol zu nehmen, was darauf abgestimmt ist, wie in der Empfehlung beschrieben ist.
Weder sich dauerhaft mit dem Neuroleptikum(Aripiprazol) zu dämpfen noch ohne Neuroleptikum funktioniert. Man sollte von daher besser eine Intervalltherapie(wenn möglich) auf längere Sicht anstreben, auch wenn man von den Ärzten normal erklärt bekommt, dass diese Medikamente durchgängig eingenommen werden müssen. In dem Fall funktioniert es gut, weil die zusätzlichen Antidepressiva (Bupropion+Citalopram), die täglich durchgehend eingenommen werden, entsprechend stabilisieren.
Wenn du Beispielsweise länger das Aripiprazol weglässt(über Monate) dann kommt irgendwann Emotionalität, Unruhe und Stimmungsschwankungen, sowie andere Positiv- und Negativsymptome trotz der Antidepressivaeinnahme zurück, dann sollte eben spätestens das Aripiprazol für ein paar Wochen(1-3) eingenommen werden. Hinterher wirken dann die Antidepressiva wieder gut wie sie sollen und das kann sich sehr gut auf den Verlauf der Erkrankung auswirken. Antriebsprobleme sollten dann an sich kein so großes Problem mehr sein, da sich das mithilfe der Antidepressiva(ADs) deutlich bessern kann.
Von einzelnen Antidepressiva wie Venlafaxin oder Milnacipran würde ich mir keine Wunder erwarten, also die Dopaminwirkung des Bupropions macht da schon einen großen Unterschied und auch da ist die Noradrenalinwirkung sehr ausgeprägt.
 
Venlafaxin ist ein SSNRI, was bedeutet, dass es Selektiv auf Serotonin und Noradrenalin wirkt(RI = Wiederaufnahmehemmer)
Das Verhältnis ist je nach Wirkstoff unterschiedlich. Es gibt etwa auch noch Duloxetin (SSNRI) mit einem anderen Wirkverhältnis auf Serotonin und Noradrenalin.

Milnacipran ist ein SNRI, also wirkt nur selektiv aufs Noradrenalin, insofern ist die Wirkung Dosisabhängig.

Meine Empfehlung funktioniert mit Bupropion(SNDRI) und Citalopram(SSRI)
Dabei wirkt das Bupropion aufs Noradrenalin und Dopamin im Verhältnis 2:1 und das Citalopram auf das Serotonin. Damit deckt man ein breites Wirkspektrum ab.
Bupropion ist besser für den Antrieb als etwa Duloxetin, insofern würde ich dir eher empfehlen das Venlafaxin durch Bupropion+Citalopram zu tauschen.

Die Serotoninwirkung etwa, dämpft eher etwas die Libido und Emotionalität, was gerade bei wenig Neuroleptika verstärkt sein kann, Antribssteigerung ist leicht.
Die Noradrenalinwirkung kann bei Stimmungsschwankungen(Reizbarkeit, Unruhe) helfen wab beim Absetzen der Neuroleptika verstärkt auftritt und etwas den Antrieb leicht steigern.

Bei der Dopamin+Noradrenalinwirkung des Bupropions steigert sich der Antrieb deutlich und damit kann man auch Negativsympotme wie kognitive Einschränkungen besser in den Griff bekommen.
Vieles hängt aber von der Begleitmedikation, also dem Neuroleptikum ab und wie heufig man dieses einnimmt. Ich empfehle da am besten das Aripiprazol zu nehmen, was darauf abgestimmt ist, wie in der Empfehlung beschrieben ist.
Weder sich dauerhaft mit dem Neuroleptikum(Aripiprazol) zu dämpfen noch ohne Neuroleptikum funktioniert. Man sollte von daher besser eine Intervalltherapie(wenn möglich) auf längere Sicht anstreben, auch wenn man von den Ärzten normal erklärt bekommt, dass diese Medikamente durchgängig eingenommen werden müssen. In dem Fall funktioniert es gut, weil die zusätzlichen Antidepressiva (Bupropion+Citalopram), die täglich durchgehend eingenommen werden, entsprechend stabilisieren.
Wenn du Beispielsweise länger das Aripiprazol weglässt(über Monate) dann kommt irgendwann Emotionalität, Unruhe und Stimmungsschwankungen, sowie andere Positiv- und Negativsymptome trotz der Antidepressivaeinnahme zurück, dann sollte eben spätestens das Aripiprazol für ein paar Wochen(1-3) eingenommen werden. Hinterher wirken dann die Antidepressiva wieder gut wie sie sollen und das kann sich sehr gut auf den Verlauf der Erkrankung auswirken. Antriebsprobleme sollten dann an sich kein so großes Problem mehr sein, da sich das mithilfe der Antidepressiva(ADs) deutlich bessern kann.
Von einzelnen Antidepressiva wie Venlafaxin oder Milnacipran würde ich mir keine Wunder erwarten, also die Dopaminwirkung des Bupropions macht da schon einen großen Unterschied und auch da ist die Noradrenalinwirkung sehr ausgeprägt.
Danke für solch eine ausführliche Antwort.
 
Nehme Venlafaxin seit über 13 Jahren. Meist 75mg. Seit ein paar Wochen etwas mehr 87,5mg. Nun habe ich es seit einer Woche wieder reduziert auf 75mg und ich merke, dass ich wieder deutlich erschöpfter von den Neuroleptika bin (Quetiapin 650mg und Risperidon 1mg). Wie geht es euch mit Venlafaxin? Wollte das Thema nochmal aufleben lassen.
 
Ich nehme 75 mg und komme damit gut zurecht. Habe von meinem Arzt erfahren, dass die antriebssteigernde Wirkung erst ab einer Dosis von 150 mg greifen soll.
 
Ich habe es heute wieder auf 87,5mg von 75mg erhöht. Ich hatte nach der Reduktion Angstzustände.
 
Nehme weiterhin 87,5mg Venlafaxin und schaffe es einfach nicht zu reduzieren. Hat jemand im Forum Erfahrung mit der Reduktion von Venlafaxin? Vielen Dank vorab. Ich bekomme bei Reduktion stets Angstsymptome, stellenweise richtige Angstzustände, die nur durch Tavor erträglich sind. Sport dagegen mache ich genug. Bin täglich eine Stunde draußen spazieren und 3xMal die Woche im Gym.
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum willst du reduzieren? Hast du Nebenwirkungen bekommen?
Ich habe mal Amisulprid von 100 mg auf 75 mg reduziert. Ging 1 Jahr gut. Jetzt nehme ich wieder 100 mg ein. Hatte mir ein Tablettenschneidegrät gekauft. Damit lassen sich die Tabletten gut vierteln.
Gegen Angst nehme ich weiterhin Tavor, was anderes hilft mir nicht. Warum soll ich mich quälen, nur weil Tavor abhängig macht. Meine Psychiaterin verschreibt es mir weiterhin.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja. Es hilft gut gegen die Depressionen, aber wenn ich mehr als 75mg davon nehme, ist der Antrieb stark, erschwert das Schlafen. Deswegen will ich reduzieren.
 
Dann würde ich auch reduzieren. Von 87,5 kannst du es leicht auf 75 schaffen. Da solltest du keine Probleme kriegen. Einfach ausprobieren.
 
Das habe ich auch gedacht. Aber leider habe ich schon bei diesem kleinen Reduktionsschritt massive Probleme bekommen. Versuche wahrscheinlich jeden zweiten Tag die kleinere Dosis zu nehmen.
 
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