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Immer wieder dieselben Probleme

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Hallo zusammen,

ich hatte mich in der Vergangenheit schon ein paar mal gemeldet.

Ich habe mittlerweile verschiedene Neuroleptika durch (Olanzapin, Quetiapin, Risperidon) und alle führten bei mir zu starken Angstzuständen. Umso höher die Dosis, umso schlimmer wurden die Ängste.

Aripiprazol hatte ich übrigens auch bereits. Das war die pure Hölle, ich hätte vor lauter Depressionen aus dem Fenster springen können.

Kann sich das mit den starken Ängsten zufällig jemand erklären??

Vg silke
 
TS
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Hallo Sila,

erstmal vielen Dank!!

Das komische ist ja, dass umso höher ich dosiere, die Ängste schlimmer werden. Ich verstehe das einfach nicht…….

Zeldox hatte ich bisher noch nicht.

Vg silke
 
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Gegen Ängste werden normalerweise auch Antidepressiva verschrieben. Hast du hier schonmal was ausprobiert?
 
TS
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Ich schleiche gerade Citalopram ein. Aber es ist zur Zeit die Hölle!!!! Noch mehr Ängste als sonst…..

Kannst du dir denn erklären, warum bei steigender neuroleptikadosis die Ängste schlimmer werden??

Ich habe schon überlegt, vielleicht liegt es ja auch an der 5 ht2a Blockade, die bei allen atypischen neuroleptika vorhanden ist. Vielleicht wird hierdurch zuviel dopamin freigegeben. Kann das sein??
 
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Da kann ich dir leider als Laie nicht weiterhelfen, ich bezweifel jedoch, dass es eine exakte Übersetzung von Angst in biochemische Prozesse jenseits von Hypothesen geben wird. Aber was würde dir überhaupt eine erklärende Antwort bringen? Letztlich ist es dein Körper der anscheinend nicht gut auf hohe Dosen von Neuroleptika reagiert und du musst die entsprechenden Konsequenzen ziehen. Citalopram hört sich mMn nach einem guten Anfang an.
 
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Aripiprazol hatte ich übrigens auch bereits. Das war die pure Hölle, ich hätte vor lauter Depressionen aus dem Fenster springen können.
Eigentlich wirkt es antidepressiv. Welche Dosierung hattest du? Es kann schon bei der kleinsten Tabletten-Dosis (5mg) sehr gut wirken und hat da auch eine gute antidepressive Wirkung.
Vielleicht hattest du da gleichzeitig noch andere Neuroleptika im Körper oder vom Aripiprazol eine zu hohe Dosis genommen. Das kann Monate dauern bis die anderen Wirkstoffe draußen sind.
Das Depressive finde ich zumindest sehr ungewöhnlich und vielleicht brauchst du ja kleinere Dosierungen, auch weil du das mit den Ängsten beschreibst, was durchaus zusammenhängen kann.

Ich schleiche gerade Citalopram ein. Aber es ist zur Zeit die Hölle!!!! Noch mehr Ängste als sonst…..
Citalopram wirkt auf Serotonin, diese Medikamente brauchen normal erst 2 Wochen bis die Wirkung da ist.
Ich würde dir zusätzlich das Antidepressivum Bupropion empfehlen, welches auf Noradrenalin und Dopamin wirkt. Bei mir hat das Bupropion gegen Ängste geholfen die ich unter Neuroleptika sonnst hatte, ich nehme es auch zusammen mit Citalopram ein, weil sich das gut miteinander verträgt.

Kannst du dir denn erklären, warum bei steigender neuroleptikadosis die Ängste schlimmer werden??
Welches Neuroleptikum in welcher Dosis nimmst du ein? Hast du sonnst noch weitere Medikamente?


Ich kann dir empfehlen, da bei den Neuroleptika möglichst auf eine Minimumdosis runterzugehen, wo die Wirkung für dich ausreichend ist.
Auf S.7 findest du diese Tabelle, welche in der rechten Spalte die Dosierungen zeigt, die an sich ausreichen sollten:
Screenshot 2022-06-08 112356.png
https://www.dgsp-ev.de/fileadmin/us...hold_Neuroleptika_minimal_12-2014.-Januar.pdf

Das Ziprasidon finde ich auch eine gute Idee mal zu probieren. Es soll von der Wirkung zwar etwas schwächer als andere Neuroleptika sein, aber von der Verträglichkeit sehr gut(vergleichbar mit Aripiprazol).
 
TS
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Ich hatte das amisulprid genommen, allerdings nur 2x25 mg. Nach 2 Wochen war ich dann auf einmal total agitiert und depressiv. Vermutlich war die Dosis zu gering. Daraufhin habe ich dann das aripiprazol genommen und hatte einen meiner schlimmsten Tage überhaupt. Ich habe nur geschlafen und wenn ich wach war, hielt ich es vor lauter Depressionen kaum aus.
Das war mein letzter Versuch damit.

Ich war vor kurzem in der Klinik. Die haben es dann mit risperidon versucht. Totaler Reinfall……Unruhe ohne Ende, totale Ängste und ich konnte nachts nicht schlafen. Bin schon mit einem Erregungszustand aufgewacht. Wir hatten da auch einen Versuch mit bupropion unternommen. Am 2. einnahmetag hatte ich solche suizidgedanken vom Feinsten. Der Versuch wurde dann abgebrochen.

Tja, jetzt stehe ich wieder da……..total depressiv und voller Angst. In meiner Verzweiflung habe ich nun das olanzapin wieder genommen, aber nur 2,5 mg. Leider bekomme ich davon aber auch Ängste und suizidgedanken.

Du hast geschrieben, dass du von neuroleptika auch Ängste entwickelt hast?! Wie kann sowas kommen? Ich verstehe das nicht!!!! Hat man evtl dann zu wenig dopamin??

Ich habe tierische Angst, es nochmal mit dem aripiprazol zu versuchen, da der Tag damals die Hölle war.

Ich habe es vor geraumer Zeit auch schonmal für 2 Wochen probiert. Da habe ich das Olanzapin gegen das aripiprazol getauscht. Aber auch da ging mir immer wieder die Stimmung den Bach runter……

Ich bin so verzweifelt und weiß einfach nicht weiter. Vor allem die Ängste sind so schlimm.
 
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war ich dann auf einmal total agitiert und depressiv.
Das passiert, wenn du für längere Zeit zuwenig Neuroleptika einnimmst. Anfangs werden die Negativsymptome beim reduzieren besser, dann melden dieses sich aber zurück in Form von Depressionen. Die Agitiertheit hängt auch mit zu wenig NL zusammen, da bräuchtest du ein selektives Antidepressivum welches auf das Noradrenalin wirkt um dieser Agitiertheit vorzubeugen.
Daraufhin habe ich dann das aripiprazol genommen und hatte einen meiner schlimmsten Tage überhaupt. Ich habe nur geschlafen und wenn ich wach war, hielt ich es vor lauter Depressionen kaum aus.
Das war mein letzter Versuch damit.
Das Schlafen ist anfangs völlig normal, da der Körper sich den Schlaf zurückholt, wenn man vorher längere Zeit keine oder kaum Neuroleptika hatte. Das ist in der Zeit wo die Psychose durch das Aripiprazol abklingt völlig normal, der Schlaf ist auch so sehr wichtig. Die antidepressive Wirkung sollte beim Aripiprazol nach 3-6 Tagen eintreten und der Schlaf sich normalisieren.
Etwas mehr Schlaf ist bei der Erkrankung völlig normal. 5mg ist Minimum beim Aripiprazol und es sollte morgens eingenommen werden.
Wir hatten da auch einen Versuch mit bupropion unternommen. Am 2. einnahmetag hatte ich solche suizidgedanken vom Feinsten. Der Versuch wurde dann abgebrochen.
Das Bupropion wäre wichtig aufgrund der Agitiertheit, das würde da langfristig helfen. Es ist normal, dass diese Antidepressiva 1-2 Wochen brauchen bis die Wirkung da ist, vorher können diese auch gegenteiligen Effekt haben, weshalb man da besonders vorsichtig sein muss. Das hat da mit der Wirkweise etwas zu tun.

Du hast geschrieben, dass du von neuroleptika auch Ängste entwickelt hast?! Wie kann sowas kommen? Ich verstehe das nicht!!!! Hat man evtl dann zu wenig dopamin??
Es kommt darauf an. Es gibt auch unter Neuroleptika Restsymptome, die wie Ängste sind. Da du da eher zu wenig einnimmst, hat es bei dir wohl eher den Grund, dass du von der Dosis her zu wenig hast und da dich von den Dosierungen an der Tabelle oben orientieren solltest.
Da gibt es so etwas wie eine minimale Wirkdosis und du bist vermutlich weit darunter, wenn du generell so wenig einnimmst.
Ich habe tierische Angst, es nochmal mit dem aripiprazol zu versuchen, da der Tag damals die Hölle war.
Welche Dosis hattest du da? Ein Tag ist definitiv zu wenig und Depressionen / Suizidgedanken sind ein Stückweit normal, da die antidepressive Wirkung erst später eintritt und das Wegfallen der Positivsymptome eben im Akutfall erstmal unangenehm ist, da man sich an diesen ja hochzieht. Anfangs ist es bei den üblichen Antidepressiva völlig normal, dass die Depressionen erstmal stärker werden, erst nach 2 Wochen ist bei Medikamenten wie Citalopram eine Antidepressive Wirkung zu erwarten. Beim Aripiprazol ist bei mir die antidepressive Wirkung meistens schon nach 3-4 Tagen einnehme eingetreten, aber auch da muss man eine minimumdosis von 5-10mg mindestens einnehmen. Wenn du unterhalb der Schwelle für die Psychose bist, dann sind diese Medikamente wirkungslos und zweckentfremdet.
Du solltest also eher eine Woche eine Standarddosis einnehmen bis die Wirkung eintritt und dann für eine Woche weglassen, als täglich eine zu kleine Dosis einzunehmen. Intervalleinnahme ist bei den Neuroleptika besser.
Frauen brauchen aufgrund der Verstoffwechslung häufig auch höhere Dosierungen als Männer.
5mg Aripiprazol also mindestens, eher Anfangs sogar 10mg, damit sich der Medikamentespiegel etwas schneller aufbaut.

Du hast geschrieben, dass du von neuroleptika auch Ängste entwickelt hast?! Wie kann sowas kommen? Ich verstehe das nicht!!!! Hat man evtl dann zu wenig dopamin??
Letztendlich hast du bei einer Psychose eher ein Ungleichgewicht an Dopamin, wo Positivsymptome von dem Dopaminüberschuss kommen, aber andere Hirnregionen auch unterversorgt sein können. Psychotische Ängste können sehr heftig sein und kommen vom Überschuss, da muss man also ein Minimum an Neuroleptika einnehmen um da erstmal herauszukommen. Restsymptome können unter den Neuroleptika trotzdem noch da sein, weshalb eben das Bupropion da gegenteilig ansetzt und Dopamin/Noradrenalin steigert, dort wo es sonst einen Mangel gäbe. Das dauert auch ein Stück, bis die Wirkung da ist.
Citalopram wird zwar üblicherweise bei Angststörungen eingesetzt, kann aber bei einer Psychose im Akutfall auch kontraproduktiv sein, das sind da andere Ängste. Citalopram lässt sich ideal zusammen mit Bupropion einnehmen und hatte bei mir keinen Angstlösenden Effekt. Die Agitiertheit, Angst und Unruhe gehen also eher mit dem Bupropion weg, welches auch Konzentration und Wachheit verbessert, also Nebenwirkungen, die normal unter den Neuroleptika üblich sind.

Für dich als Betroffene/r ist es also wichtig erstmal den Dopaminüberschuss mit den Neuroleptika in Griff zu bekommen, dann können auch die Antidepressiva so wirken wie sie sollen. Würdest du nur Antidepressiva einnehmen wären diese zu schwach und kontraproduktiv. Die Kunst ist es eben ein Minimum an Neuroleptika zu finden und da eignet sich eine Intervalleinnahme(1-2 Wochen am Stück) am besten, statt die Dosis täglich zu weit zu senken.

Ich habe tierische Angst, es nochmal mit dem aripiprazol zu versuchen, da der Tag damals die Hölle war.
Was ist bei einer Psychose schon ein Tag? Die Erkrankung begleitet einen normal ein Leben lang, da sollte man geduldig sein. Es kann sein, dass du abhängig von den Postivsymptomen bist und eigentlich lieber psychotisch sein möchtest. Klar entsteht da durch die Einnahme eines Neuroleptikums erstmal ein subjektives Loch, weil man da sich eben von diesen psychotischen Gedanken abkapselt.

Ich habe es vor geraumer Zeit auch schonmal für 2 Wochen probiert. Da habe ich das Olanzapin gegen das aripiprazol getauscht. Aber auch da ging mir immer wieder die Stimmung den Bach runter……
Es kann schon 1-2 Monate dauern bis das Olanzapin ganz draußen ist, vorher überschneidet sich die Wirkung wo ich auch vom Olanzapin her kenne, dass es innerlich ein starkes Leeregefühl macht. Ich denke, du brauchst da mit Aripiprazol etwas mehr Geduld und solltest es vielleicht mit 5-10mg ausprobieren. Olanzapin und Amisulprid wirken eher stark dämpfend auf die Libido, vielleicht macht das depressiv. Aripiprazol ist normal eher aktivierend, wo ein Antidepessivum wie Citalopram die Libido dämpft.
 
TS
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Aber warum werden die Ängste mehr, sobald ich das neuroleptikum erhöhe??
Es handelt sich hierbei nicht um psychotische Ängste, sondern um eine generelle angststörung.

Ich hatte beim Olanzapin bereits bei 5 mg überdosierungserscheinungen, wie generelle Ängste, suizidgedanken und Wahrnehmungsstörungen (keine Psychose).
 
TS
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Eigentlich fing alles mit einer agitierten Depression an……..also ich hatte noch nie Halluzinationen oder Verfolgungswahn o. ä..

Aber ich habe jetzt das Problem, dass ich von den neuroleptika teilweise psychotische Symptome habe und ich sie auch nicht mehr abgesetzt bekomme.

Seit ich sie nehme, habe ich starke Ängste entwickelt und die Depression geht auch nicht weg.
 
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Achja, und ich werde mit höherer Dosierung noch agitierter…..
Schwer vorstellbar. Du beschreibst ja immer Minimaldosierungen und wenn du unterhalb der Wirkdosis bist, dann ist das auch kein Wunder, wenn du agitierter bist.
Du bist also weit vom Dosismaximum entfernt. Manchmal sind diese atypischen Neuroleptika auch zu schwach, wenn man da chronifiziert ist und man braucht zeitweise ein stärkeres typisches Neuroleptikum.
Für mich klingt das eben so als ob du keine Medikamente einnehmen möchtest und es gibt viele Betroffene, die das im Akutfall ablehnen, weil man sich vielleicht kaum von der Symptomatik trennen möchte, also das alles für gesund betrachtet wie man ist, also Krankheitsuneinsicht tritt bei der Erkrankung häufig auf.

Welche Ängste sind das genau, wovor hast du Angst? Das wäre gut, wenn du genau beschreiben würdest, damit man die Ängste besser einordnen kann.
Warum wirst du depressiv, was genau macht dich depressiv und warum geht es dir ohne Medikamente besser.
Du nimmst die Wirkstoffe eben am Dosisminimum von daher kann man eigentlich nur steigern oder sich einen andern Wirkstoff suchen. Depressionen können ganz am Anfang der Einnahme von Neuroleptika völlig normal sein, da solltest du zumindest ein paar Wochen immer abwarten, weil das, was du am ersten Tag empfindest eben völlig subjektiv ist und sich da vieles zu Beginn der Behandlung ändert und der Körper sich auf die Medikamente einstellen muss.
Ich hatte beim Olanzapin bereits bei 5 mg überdosierungserscheinungen, wie generelle Ängste, suizidgedanken und Wahrnehmungsstörungen (keine Psychose).
Ich hatte auch 5mg Olanzapin und hab mich innerlich wie ausgebrannt gefühlt, das liegt am Wirkstoff. Beim Aripiprazol ist das völlig anders, wobei du das eben auch dann schon 1-2 Wochen minimum probieren solltest. Ziprasidon wäre auch eine Möglichkeit, kann aber zu QT-Verlängerungen führen, was bei zusätzlichen Antidepressiva wieder ein Problem sein kann.
Wurdest du schon mal in einer Klinik zwangsweise für ein paar Wochen in der geschlossenen Behandelt? Da bekommt man zum Teil wirklich starkes Zeug in hoher Dosis und man möchte das natürlich wieder loswerden, also die anfänglichen Nebenwirkungen sind normal und nehmen später wieder ab.
Normal nimmt man eben Anfangs eher etwas mehr, damit man erstmal aus der Psychose ganz herauskommt, was schon 1-2 Wochen bei einer Akuten Psychose dauert.
Aber ich habe jetzt das Problem, dass ich von den neuroleptika teilweise psychotische Symptome habe und ich sie auch nicht mehr abgesetzt bekomme.
Was für psychotische Symptome sind das? Welche Diagnosen hast du zuletzt bekommen und wurdest du schon unter Psychose/Schizophrenie geführt?
Seit ich sie nehme, habe ich starke Ängste entwickelt und die Depression geht auch nicht weg.
Das ist meiner Meinung nach normal, wenn man am Dosisminimum kratzt und eben psychotische Symptome der Medikamentenebenwirkungen vorzieht. Problem ist dass dann irgendwann trotzdem die Negativsymptome zunehmen und im Akutfall dann auch Ängste hervortreten, also auch ohne Medikamente.
So sehe ich das zumindest, ohne das wirklich beurteilen zu können.
Vielleicht kannst Du mal in eine Ambulanz von einer psychiatrischen Klinik gehen. Dort arbeiten ja mehrere Psychiater und Du könntest Dir andere / neue Meinungen / Einschätzungen einholen.

Oder Deinen ambulanten Psychiater wechseln.
Das wäre auch eine Möglichkeit, sehe ich auch so.
___
@Siri1976
Subjektiv wirkst du übersensibel auf mich, als ob du Angst hast diese Medikamente für längere Zeit in den vorgeschriebenen Dosierungen einzunehmen. Diese Ängste sind relativ normal im Vorfeld, weil man das erst hinterher beurteilen kann, ob man diese Medikamente gebraucht hat.
Eventuell wehrt sich dein Körper/Geist gegen die Medikamente, da man im Akutfall wie besessen von der Normalität der Erkrankung sein kann, von daher werden Betroffene in den Kliniken ja meistens unter Zwang(Geschlossene Station) gesetzt, wenn diese die Medikamenteeinnahme verweigern, da besteht meistens ja auch keine Freiwilligkeit.

Ambulant geht man da wie bei dir viel sanfter ran, aber irgendwann ist die Wirkung eben zu schwach und du musst es eben auch wollen.
Vielleicht hilft dir auch darüber zu schreiben, was gesunde bei dir vielleicht als psychotisch einordnen würden, damit du auch andere Sichtweisen und Rückmeldungen bekommst. Es spielt eben schon eine gewisse Rolle, was dich beschäftigt und was dich Angst macht. Verfolgungwahn und so Sachen können auch erst viel später erst auftreten, also im Verlauf kann sich da alles ändern und dafür solltest du vielleicht offen sein. Die Medikamente verändern deine Wahrnehmung nur zeitweise wenn du diese einnimmst, was sich hinterher wieder zurückbildet, also Nebenwirkungen sind da meist nur solange man eben die höheren Dosierungen hat.
In der Klinik kann da wirklich eine Welt für einen zusammenbrechen. Depressive Phasen oder etwas unangenehme Nebenwirkungen, wie du es beschreibst, kann man denke ich für ein paar Wochen aushalten(bis es besser wird).
Aripiprazol ist für mich subjektiv deutlich angenehmer als Risperidon. Wenn du da anfangs depressiv wurdest, würde ich das eher deiner Sensibilität zuschreiben und dass du eben auch von diesen Medikamenten Angst hast, ist ja auch verständlich.

Wenn du keine Medikamente einnehmen willst, dann kann dein Psychiater da vermutlich auch nichts machen.
Das die Medikamente etwas abstumpfen ist auch so gewollt, man muss da eben auch von dieser magischen zum Teil esotherischen Gedankenwelt sich in die Realität begeben und vielleicht ist da bei dir irgendwo eine Kluft wo du dich erstmal drauf einstellen musst. Gut Symptome und alles sind ja auch sehr unterschiedlich, das sind also nur Beispiele.

Sorry, wenn es blöd klingt, aber so sehe ich das zumindest.
 
TS
S
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Was würdest du denn jetzt an meiner Stelle tun??

Wenn die Ängste und Unruhe bei Erhöhung des neuroleptikums wieder mehr werden, kann das bupropion dann dabei helfen??
 
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Wenn die Ängste und Unruhe bei Erhöhung des neuroleptikums wieder mehr werden, kann das bupropion dann dabei helfen??
Ja, das sollte sich positiv auswirken auf die Ängste und Unruhe.
Das Citalopram passt sehr gut zum Bupropion. Citalopram kann aber auch etwas unruhig machen, was das Bupropion normal ausgleicht. Gegen die Agitiertheit hilft das Bupropion auch.
Vielleicht kannst du es dann trotzdem nochmal mit Aripiprazol versuchen, da das vermutlich besser passen würde als Amisulprid.
Citalopram+Aripiprazol wirken beide auf das Serotonin und das kann auch etwas nervöse Unruhe machen, von daher wäre es besser wenn du bereits zum Citalopram das Bupropion einnimmst oder erstmal Aripiprazol(ohne andere Medikamente) probierst, dann von der Reihenfolge zuerst Bupropion(SNDRI Antidepressivum) zusätzlich und erst als Letztes das Citalopram(SSRI Antidepressivum) dazu einnimmst.
Das fände ich besser, als mit Amisulprid weiterzumachen, weil das Amisulprid von der Libido her bereits sehr dämpfend ist und das zusätzliche Citalopram auch die Libido dämpft. Beim Aripiprazol ist die Dämpfung der Libido gering was sich auch positiv auf die Stimmung auswirken kann, aber womöglich etwas dauert bis die Wirkung des Amisulprids nachlässt. Amisulprid wirkt da ähnlich wie Olanzapin stark auf das Hormon Prolaktin, was die Libido dämpft und vermutlich auch die emotionale Gefühlswelt abstumpft. In einer Psychose ist man eher überemotional, weshalb es schon sinnvoll ist in dieser Richtung etwas einzunehmen, was eben beim Aripiprazol sehr schwach ausfällt, weshalb da Citalopram nützlich ist.
Bisschen schwierig zu erklären und ganz so sicher und genau weiß ich das auch nicht. Beim Aripiprazol weiß ich eben das diese Antidepessiva gut reinpassen, was beim Amisulprid etwas ganz anderes sein kann und ich dich da dann bei Nebenwirkungen schlechter helfen kann, da eben die Erfahrungslage sehr dünn ist.
 
TS
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Ich habe zur Zeit ja das olanzapin. Das müsste ich dann als erstes gegen das aripiprazol austauschen, oder??

Oder kann ich auch direkt mit dem bupropion anfangen??

Was mache ich denn, wenn mir das aripiprazol so wie in der Vergangenheit wieder sehr auf die Stimmung schlägt?? Hatte es ja mal für 2 Wochen und es wurde nicht besser……
 
Administrator
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Oder kann ich auch direkt mit dem bupropion anfangen??
Da du bereits Citalopram bekommst, würde ich mit dem Bupropion zusätzlich anfangen.
Ich habe zur Zeit ja das olanzapin. Das müsste ich dann als erstes gegen das aripiprazol austauschen, oder??
Nach dem Bupropion wäre das eine Überlegung/Versuch wert.
Was mache ich denn, wenn mir das aripiprazol so wie in der Vergangenheit wieder sehr auf die Stimmung schlägt?? Hatte es ja mal für 2 Wochen und es wurde nicht besser……
Normal sollte sich die Stimmung wieder verbessern, da solltest du bei der Einnahme geduldig sein. Eventuell hattest du damals eine zu kleine oder zu hohe Dosis. Weißt du noch, welche genaue Dosis du hattest und wieviel du dann tatsächlich auch eingenommen hast?
Zum Teil dauert es auch länger als einen Monat bis der vorherige Wirkstoff ganz aus dem Körper ist, wo eben auch eine Überschneidung bei der Umstellung entsteht. Da solltest du Geduld haben. Die Depressionen sollten mit der Zeit auf jeden Fall komplett weggehen. Aripiprazol wird zum Teil auch als Antidepressivum bei schweren Depressionen zusammen mit Antidepressiva eingesetzt:
https://www.ema.europa.eu/en/docume...ing-authorisation-abilify-aripiprazole_de.pdf
Du solltest eben auch beachten, dass übliche Antidepressiva meistens erst 2 Wochen brauchen bis die antidepressive Wirkung einsetzt, vorher wirken diese etwas gegenteilig, was völlig normal ist und mit deren Wirkweise zusammenhängt. Wenn jemand, mit der Antidepressivaeinnahme beginnt, sollte dieser normal darüber aufgeklärt werden, was bei Psychosen vermutlich weniger relevant ist als bei Depression.
 
TS
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Ich habe einfach nur Angst, dass der Schuss nach hinten losgeht.

Beim letzten Versuch mit aripiprazol war es wirklich die Hölle!!!!

Und das bupropion hatte ich auch schonmal, allerdings ohne nl. Da bin ich vor agitation fast durchgedreht.

Deshalb habe ich einfach Sorge, dass mir das alles nochmal passiert.
 
TS
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Nimmst du das retadierte quetiapin abends?? Und ziprasidon morgens? Und wofür ist das lamotrigen?
 
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