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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

➝ Bupropion bei Schizophrenie: Pharmakologie, Neurobiologie und Perspektiven

➝ Grafische Übersicht: Transporter, Rezeptoren & Schizophrenie‑Netzwerk

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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
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EM Rente vielleicht hat ja jemand eine Idee zur Lösung dieses Problems

Flemmli

Well-known member
Hallo ihr lieben,

ich habe ein großes Problem. Ich arbeite seid August letzten Jahres und seid Dezember 5 Stunden pro Tag. Das geht mal besser und mal schlechter aber da ich mir die Arbeitszeit frei einteilen kann ist das ok.

Im Dezember habe ich Teil EM Rente beantragt. Jetzt habe ich eine Bewilligung bekommen für eine Voll Rente (Ohne Gutachter oä). Ich will aber gar nicht aufhören zu Arbeiten. Ich werde die Rentenkasse darauf hinweisen, dass ich die letzten 7 Monate stabil 5 Stunden am Tag leisten konnte. Aber Ich hab folgendes Problem: Wenn ich jetzt weiterarbeite kann das zu rechtlichen Problemen führen und bis Juli bekomm ich wahrscheinlich keine offizielle Antwort von der Rentenkasse. Wenn ich ein Monat aussetze ist das zum einen schlecht für meinen Job zum anderen kann es passieren, dass die Rentenkasse dann das Geld zurückfordert, weil ich ja nicht voll Erwerbsgemindert bin. Habt ihr zufällig Ideen wie man da vorgehen kann? Arbeitserprobung hab ich streng genommen ja schon gemacht. Ich rufe Montag bei der Rentenkasse an und frage da um Rat. Aber vielleicht habt ihr ja noch andere Ideen oder Erfahrungen.

Viele verzweifelte Grüße
 
Ich würde unabhängige Beratungsstellen zuerst anlaufen, nicht dass die Rentenkasse dir gleich einen Strick aus deinem Anliegen dreht. :)
1. Bundesverband der Rentenberater e. V. (bundesweit)
2. Sozialverband VdK (bundesweit)
3.Sozialverband Deutschland (SoVD) – bundesweit
4.EUTB – Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (bundesweit)
5. Gewerkschaften (ver.di, IG Metall, GEW usw.) – bundesweit
6. Caritas / Diakonie / AWO Sozialberatungen (bundesweit)
7. Fachanwälte für Sozialrecht & Arbeitsrecht (bundesweit)
 
Danke mattze! Ich hab mein chef jetzt ins boot geholt. Er unterstützt mich auch notfalls vor Gericht. 🙂 mal schauen wo das alles hinführt.
 
Nur zur Info. Man sollte
Hallo ihr lieben,

ich habe ein großes Problem. Ich arbeite seid August letzten Jahres und seid Dezember 5 Stunden pro Tag. Das geht mal besser und mal schlechter aber da ich mir die Arbeitszeit frei einteilen kann ist das ok.

Im Dezember habe ich Teil EM Rente beantragt. Jetzt habe ich eine Bewilligung bekommen für eine Voll Rente (Ohne Gutachter oä). Ich will aber gar nicht aufhören zu Arbeiten. Ich werde die Rentenkasse darauf hinweisen, dass ich die letzten 7 Monate stabil 5 Stunden am Tag leisten konnte. Aber Ich hab folgendes Problem: Wenn ich jetzt weiterarbeite kann das zu rechtlichen Problemen führen und bis Juli bekomm ich wahrscheinlich keine offizielle Antwort von der Rentenkasse. Wenn ich ein Monat aussetze ist das zum einen schlecht für meinen Job zum anderen kann es passieren, dass die Rentenkasse dann das Geld zurückfordert, weil ich ja nicht voll Erwerbsgemindert bin. Habt ihr zufällig Ideen wie man da vorgehen kann? Arbeitserprobung hab ich streng genommen ja schon gemacht. Ich rufe Montag bei der Rentenkasse an und frage da um Rat. Aber vielleicht habt ihr ja noch andere Ideen oder Erfahrungen.

Viele verzweifelte Grüße
Die Frage wäre eher, ob dir Teil-EM etwas bringt, vor allem wenn du dann später im Rentenalter das Nachsehen hast und dein Rentenanspruch für volle Erwerbsminderung wegen deiner vollen Arbeit aktuell am höchsten ist. Du solltest auch an dein Kind denken, da du dann dafür mehr Zeit hast und mit voller Erwerbsminderung 3 Stunden täglich arbeiten darfst.

Ich hatte, glaube ich, 35 % Behinderungsgrad und mir wurde ohne weiteres damals die Rente zugesprochen.
Wenn du 3 Stunden statt deiner aktuell maximalen 5 Stunden arbeitest, dann kannst du eben sagen, du arbeitest für 3 Tage 5 Stunden und an den anderen Tagen nimmst du dich und deine Familie für Zuhause. Allein das ist für gesunde Frauen schon viel, da noch 5 Stunden zu arbeiten. Du bist erkrankt und benötigst, wenn du möglichst ganz gesund werden möchtest, mehr Freiraum, um dich überhaupt aktiver mit deiner Gesundheit zu beschäftigen. Da du ansonsten 15–30 Jahre früher stirbst, denn Betroffene haben unter Standardtherapien eine deutlich verkürzte Lebensspanne.

Wenn du in 4 Jahren dann keine 5 Stunden mehr arbeiten kannst, kann die Berechnungsgrundlage für die volle Erwerbsminderung viel kleiner sein als heute.

Dann arbeitest du eben im Durchschnitt 2 Stunden weniger am Tag als 3. Die Stunden müsste man sich verteilen können über die Woche bzw. Monat.

Du könntest dich dann aktiver darum kümmern, die richtigen Ergänzungen und das Bupropion zu probieren, da du beispielsweise dann häufiger mit Schlafstörungen konfrontiert wärst, wenn du das Antipsychotikum herunterfährst und Bupropion dazu einnimmst. Je aktiver du geistig wirst, umso mehr Schlaf holt sich der Körper zurück. Ich kenne Tage bei früheren normalen Absetzversuchen, an denen ich 12 Stunden durchgeschlafen habe. Da brauchst du Raum, um überhaupt die Dinge probieren zu können, mit denen du ganz gesund werden kannst, aber es noch keine Leitliniengrundlage gibt.


Danke mattze! Ich hab mein chef jetzt ins boot geholt. Er unterstützt mich auch notfalls vor Gericht. 🙂 mal schauen wo das alles hinführt.
Du zerstörst dir damit dein Leben wenn du die Volle Erwerbsminderungsrente ablehnst! Denk an Dich und dein Kind.
Du wirst kaum gesünder und du könntest das genau andersherum angehen: Erst wirst du weitgehend gesund und vielleicht gibt es dann schon andere Lösungen, wie du ehrenamtlich oder sonst deine Zeit besser als im Beruf einsetzen kannst.

Ich sag’s dir klar, denn wenn du nur Teilerwerbsminderungsrente fokussierst und dir die volle Erwerbsminderung zusteht, dann zerstörst du dir dein Leben. Als Schizophrener glaubt man, Bäume ausreißen zu können, und überschätzt sich sehr oft. Wenn du aber keine Leistung mehr auf der Arbeit bringst und völlig weggetreten bist, meinst du dann, dass sich dein Chef für dich einsetzt? Vermutlich so, dass du in eine Behindertenwerkstatt(WfbM) kommst.
Was hast du dann, wenn beispielsweise dein Kind deine Erkrankung geerbt haben sollte und du grade so eine Rente bekommst mit der du selbst leben kannst, da du das mit der Teilerwerbsminderung zu deinen Schaden durchgezogen hast.
Lass es dir durchrechnen was passiert wenn du in 10 Jahren die Volle Erwerbsminderungsrente brauchst, was man dann als Berechnungsgrundlage hernimmt (die letzten 5 Jahre) Arbeit wo du kaum etwas in die Rentenkasse eingezahlt hast.

Bevor du dich auf so etwas mit deinem Chef einlässt.

Du kannst dich im SpDi da auch beraten lassen, was die EM-Rente angeht und die Berechnungsgrundlage angeht. Welche nachteile für dich entstehen wenn du heute nur Teilerwerbsminderung wünschst obwohl du die Volle bekommen würdest. Ob du dann die gleiche EM-Rente oder Altersrente bekommst, als wenn du die volle EM-Rente beispielsweise ab heute nach 8 Jahren brauchst? Die Rente wird ja auch um die Inflation höher, also deine Rente steigert sich mit den Renteneintritt anhand der Inflation auch.



- Statt dir und deinem Kind das Leben in Zukunft zu erschweren solltest du die Volle EM-Rente einfach annehmen.

- Dann hast du mehr Zeit für deine Gesundheit und für die Menschen, die dir lieb sind, die du benötigst, da sich gesundheitlich vieles kaum von sich verändert. Wenn du der Vollremission nahe kommst, dann siehst du vielleicht auch, dass es wichtigere Dinge als Arbeit gibt und dass du deine Zeit auch für die Gesellschaft viel besser investieren kannst.

Bitte pass auf dich auf @Flemmli , denn du bist kurz davor, dir deine Zukunft im Wahn zu verbauen.
 
@Flemmli: Lass es dir zumindest vom SpDi oder anderen, die Ahnung von Erwerbsminderung haben, mal durchrechnen, was passiert, wenn du nur Teilerwerbsminderungsrente nimmst und später dann doch die volle Erwerbsminderung benötigst. Einfach, um zu verstehen wie das heute und dann berechnet wird, denn du wirst an den Punkt kommen, dass du in 15 Jahren die volle Erwerbsminderungsrente benötigst oder gar nix arbeiten kannst.

Es geht auch um dein Kind, da die Schizophrenie vererbbar ist. Tue lieber dir etwas Gutes und kurriere deine Psychose etwa mit den Möglichkeiten, die wir im Forum haben, und schaffe dir eine Zukunft, in der, falls sich die Erkrankung vererbt, zumindest dann geholfen werden kann.
So gehst du ein Risiko ein und könntest genau diese 2 Stunden für diese psychischen Themen nutzen, da du diese Dinge auch verstehen kannst, kannst du auch deine Erfahrungen leichter einbringen, welche auch so unendlich wertvoll wären (in meinen Augen).

Du kannst dir die Stunden, die du täglich arbeitest, auch einteilen, etwa im Monat nur 2 Wochen arbeit mit je 5 Stunden am Tag. Wäre das solch ein Problem? Dann wärst du bei deinen 5 Stunden, bekommst die volle Erwerbsminderung und alle sind zufrieden? Normalerweise kann man sich das einteilen, habe das glaube ich gelesen und selbst auch so gemacht. Ist ja Schwachsinn mit dem Auto beispielsweise 1h auf die Arbeit zu fahren 2 Stunden zu arbeiten und 1Stunde heim. Das erwirtschaftete Geld bleibt dann auf der Strecke und du würdest die Umwelt schaden.
Indem du dann nur 2 Wochen im Monat normal arbeitest, bist du für deinen Chef normal einsetzbar und arbeitest im Durchschnitt unter 3 Stunden wie es bei der vollen Erwerbsminderung vorgesehen ist.
 
Hi Flemmli

Kann mich da Maggi anschließen, du stehst vor einer weitreichenden Entscheidung, sowohl wirtschaftlich aber auch persönlich, welche deinen Lebensweg mitprägen wird. Meine Empfehlung an dich: Wäge alles in Ruhe ab, lass dich von einem Sozialverband (wurden ja einige benannt) und deinem behandelnden Arzt beraten. Lass dich dabei weder vom Arbeitgeber noch von der Rentenkasse unter Druck setzen.

Ich kann nur von meiner Erfahrung berichten, ich habe mich unter meinem Krankheitsbild (paranoide Schizophrenie) im aktiven Berufsleben oft überschätzt, meist unter sehr leichten Positivsymptomen. Ich habe seit 2002 gearbeitet, dann 2006 hatte ich die erste schlimme Psychose, dann erfolgreich wiedereingegliedert in Vollzeit. Dann bis 2020 in Vollzeit gearbeitet oder sagen wir besser funktioniert mit Medikamenten. Das Leben bestand aus Arbeit und schlafen, weil ich von der Arbeit dermaßen körperlich und psychisch erschöpft war. 2020 dann weitere Psychose mit Klinikaufenthalt, weil ich durch einen firmenintern bedingten Jobwechsel komplett gestresst und überfordert war. Danach Wiedereingliederung und 2023 die nächste Psychose mit Klinikaufenthalt, das wiederholte sich dann 2024 nochmal. Ich habe dann 2024 auch die volle EM-Rente beantragt, die genehmigt wurde. Ich fühlte mich aber nach Entlassung aus der Klinik wieder so enthusiastisch unter leichten Positivsymptomen, dass ich weiterarbeiten wollte und die EM-Rente wieder absagen wollte. Gottseidank ist alles anders gekommen und ich habe mich für die volle EM-Rente entschieden, auch weil mein damaliger Arbeitgeber das ganze „Theater“ nicht mehr mitmachen wollte und mir einen Aufhebungsvertrag mit Abfindung angeboten hat. Nach und nach verschwanden die leichten Positivsymptome bei mir wieder und die Negativsymptome kamen mit aller Wucht zurück. Unter diesen Umständen hätte ich auf keinen Fall weiterarbeiten können…

Was ich damit sagen möchte:
  • Schizophrenie ist bei mir eine unberechenbare Krankheit, auch unter Medi-Einnahme und v.a. kombiniert mit Stress
  • Unter leichten Positivsymptomen neige ich zur Selbstüberschätzung und Euphorie

Letztendlich ist aber die Sache mit der EM-Rente individuell zu betrachten und zu beurteilen und letztendlich auch zu entscheiden. Ich will Dich durch meinen Fall nicht in deiner Entscheidung beeinflussen, sondern nur empfehlen alles in Ruhe abzuwägen.

Ich wünsche dir alles Gute und viel Glück!!!
 
@Maggi Dass du Flemmlis Wunsch, fünf Stunden zu arbeiten, als wahnhaft bezeichnest, finde ich nicht angemessen. Sie arbeitet seit gut einem halben Jahr so und schafft das auch.

@Flemmli ich rate dir auch, dir Beratung vom Fach zu holen. Soweit ich dich abschätze, kannst du dir auch einen Anwalt mit Schwerpunkt Sozialrecht leisten. Das wäre aus meiner Sicht gut angelegtes Geld.
 
🤷‍♀️ der drops ist sowieso gelutscht. Hab der Rente jetzt mitgeteilt das ich arbeiten will. Keine Ahnung ob ich das in nem halben Jahr bereuhe. Ich werd das nächste Woche mit meinem Arzt besprechen. Mal schauen wie es jetzt weitergeht. Die Nachricht hat mich erstmal aufgeregt. Meine Befürchtung ist halt wenn ich die volle em rente in anspruch nehme werden sie rückwirkend sagen dass ich doch arbeitsfähig war. 🤷‍♀️ dann steh ich ohne einkommen da. Ansonsten würd ich mir ja ein paar schöne monate machen.
 

🧩 Warum 25 Stunden pro Woche die spätere volle EM‑Rente senken​

Die DRV berechnet die volle EM‑Rente aus:
  1. bisherigen Entgeltpunkten
  2. Zurechnungszeit (so tun, als würdest du bis 67 weiterarbeiten)
  3. Durchschnittsverdienst der letzten Jahre
Und genau Punkt 3 ist entscheidend.

Wenn du 10 Jahre lang:
  • statt 35–40 Stunden
  • nur 25 Stunden arbeitest
  • und entsprechend weniger verdienst
dann passiert Folgendes:

✔️ Dein Durchschnittsverdienst sinkt​

Die DRV sagt dann:
„Diese Person hätte bis 67 vermutlich nur 25‑Stunden‑Einkommen erzielt.“
Das drückt die Bewertung der Zurechnungszeit.

✔️ Deine Entgeltpunkte sinken​

Weniger Lohn → weniger Beiträge → weniger Punkte.

✔️ Die spätere volle EM‑Rente fällt niedriger aus​

Und zwar dauerhaft, lebenslang.

📉 Konkretes Beispiel (realistisch, aber vereinfacht)​

Vorher Vollzeit:​

  • 3.000 € brutto
  • 35–40 Stunden
  • Entgeltpunkte pro Jahr: ca. 1,0

Teilzeit 25 Stunden:​

  • 1.900–2.100 € brutto
  • Entgeltpunkte pro Jahr: ca. 0,6–0,7
Wenn du 10 Jahre so arbeitest:
  • Vollzeit: 10 Punkte
  • Teilzeit: 6–7 Punkte
Differenz: 3–4 Entgeltpunkte → Das sind ca. 120–160 € weniger EM‑Rente pro Monatlebenslang

Und zusätzlich wird die Zurechnungszeit schlechter bewertet.

🟦 Wann wäre Teil-EM trotzdem sinnvoll?​

Nur in diesen Fällen:
  • wenn du nur kurz (1–2 Jahre) Teilzeit arbeitest
  • wenn du freiwillige Beiträge zahlst
  • wenn du trotz 25 Stunden überdurchschnittlich gut verdienst
  • wenn du sicher nicht später volle EM brauchst

🟩 Wann ist Teil-EM gefährlich?

Ganz klar:
👉 Wenn du 5–10 Jahre nur 25 Stunden arbeitest
👉 und später volle EM brauchst

Dann verlierst du:
  • Entgeltpunkte
  • Durchschnittsverdienst
  • Zurechnungszeit-Bewertung
  • und damit dauerhaft Rentenhöhe

🧠 Was wäre die optimale Strategie für jemanden, der später volle EM braucht?

⭐ 1. Wenn möglich: direkt volle EM beantragen

→ schützt die Rentenhöhe
→ Zurechnungszeit wird hoch bewertet
→ Hinzuverdienst schadet der Rente NICHT

⭐ 2. Wenn Teil-EM unvermeidbar:

so wenig wie möglich arbeiten (z. B. 3–4 Stunden statt 5)
freiwillige Beiträge zahlen
nicht jahrelang in Teil-EM hängen bleiben

⭐ 3. Besser: volle EM + Hinzuverdienst​

Warum?
  • volle EM schützt die Rentenhöhe
  • Hinzuverdienst (bis über 20.000 € Jährlich) ist erlaubt. Unter 3 Stunden täglich, je nach Einkommen.
  • Beiträge aus Hinzuverdienst erhöhen die Rente sogar leicht

🟣 Deine konkrete Frage:​

„Schadet es, wenn man 25 Stunden statt 35–40 Stunden arbeitet und erst später volle EM beantragt?“
Ja.
25 Stunden über viele Jahre senken die spätere volle EM‑Rente deutlich.
 

🧩 Wie die DRV die volle EM‑Rente berechnet​

Die volle EM‑Rente setzt sich aus drei Bausteinen zusammen:
  1. Deine bisherigen Entgeltpunkte
  2. Der Zurechnungszeit
    → Die DRV tut so, als würdest du bis 67 weiterarbeiten
  3. Dem Durchschnitt deiner bisherigen Beiträge
    → Und genau dieser Punkt ist der kritische

🔥 Was passiert, wenn du 10 Jahre lang nur 25 Stunden pro Woche arbeitest?

25 Stunden statt 35–40 Stunden bedeutet:
  • ca. 30–40 % weniger Arbeitszeit
  • ca. 30–40 % weniger Einkommen
  • ca. 30–40 % weniger Rentenbeiträge
Und das hat drei direkte Folgen:

✔️ 1. Du zahlst deutlich weniger Beiträge​

Wenn du statt 35–40 Stunden nur 25 Stunden arbeitest, verdienst du typischerweise
  • statt 3.000 € brutto → vielleicht 1.900–2.200 € brutto
  • also ca. 30–40 % weniger
Damit sammelst du:
  • statt 1,0 Entgeltpunkten pro Jahr
  • nur ca. 0,6–0,7 Entgeltpunkte pro Jahr
Über 10 Jahre:
  • Vollzeit: 10 Punkte
  • 25h‑Teilzeit: 6–7 Punkte
➡️ Du verlierst 3–4 Entgeltpunkte
➡️ Das sind ca. 120–160 € weniger EM‑Rente pro Monat
➡️ lebenslang

✔️ 2. Dein Durchschnittsverdienst sinkt​

Die DRV schaut auf deinen Lebensdurchschnitt.

Wenn du vorher 3.000 € verdient hast, später aber 2.000 €, sagt die DRV:

„Diese Person hätte bis 67 vermutlich 2.000 € verdient.“
Dieser niedrigere Durchschnitt wird dann auf die Zurechnungszeit übertragen.

✔️ 3. Die Zurechnungszeit wird schlechter bewertet​

Die Zurechnungszeit ist der größte Teil der EM‑Rente.

Wenn dein Durchschnittsverdienst sinkt, sinkt auch die Bewertung der Zurechnungszeit.

➡️ Die spätere volle EM‑Rente fällt deutlich niedriger aus.


📉 Konkretes Beispiel (realistisch, aber vereinfacht)​

Person A (Vollzeit):​

  • 10 Jahre Vollzeit
  • 3.000 € brutto
  • Entgeltpunkte pro Jahr: ca. 1,0
  • Durchschnittsverdienst: 3.000 €

Person B (25 Stunden pro Woche):​

  • 10 Jahre Teilzeit
  • 1.900–2.200 € brutto
  • Entgeltpunkte pro Jahr: ca. 0,6–0,7
  • Durchschnittsverdienst: ca. 2.000 €

Wenn beide später volle EM‑Rente bekommen:​

  • Person A: ca. 1.200–1.400 € EM‑Rente
  • Person B: ca. 900–1.050 € EM‑Rente
👉 Unterschied: 150–300 € pro Monat – lebenslang.

Und das ist konservativ gerechnet.Bei niedrigerem Teilzeitlohn kann der Unterschied deutlich größer werden.


🎯 Fazit​

Wenn du viele Jahre nur 25 Stunden pro Woche arbeitest und erst später volle EM beantragst:

👉 Ja, du schadest dir finanziell.
👉 Deine spätere volle EM‑Rente fällt spürbar niedriger aus.
👉 Grund: weniger Entgeltpunkte + schlechtere Zurechnungszeit.


⭐ Optimale Strategie (wenn volle EM später wahrscheinlich ist)

1) Besser: sofort volle EM + Hinzuverdienst​

  • schützt die Rentenhöhe
  • Zurechnungszeit wird hoch bewertet
  • Hinzuverdienst (bis über 20.000 €/Jahr) schadet NICHT

2) Wenn Teil-EM unvermeidbar:​

  • möglichst kurz
  • möglichst wenig Stunden
  • ggf. freiwillige Beiträge zahlen
 
Hm ich bezweifle die Aussagekraft, angeblich:

Wenn du bereits eine teilweise Erwerbsminderungsrente (Teil-EM-Rente) bekommst und später eine volle Erwerbsminderungsrente bewilligt wird, wird die volle EM-Rente normalerweise nicht dadurch niedriger, dass du vorher eine Teil-EM-Rente bezogen hast.


Die Rentenversicherung berechnet die volle EM-Rente grundsätzlich anhand deiner erworbenen Rentenansprüche (Entgeltpunkte usw.). Die teilweise EM-Rente beträgt in der Regel etwa die Hälfte der vollen EM-Rente.
 
Ist es für die Rente besser wenn ich sofort in volle em Rente gehe oder wenn ich 20 Jahre Teil em beziehe und 20h arbeite ?

Antwort:
Das lässt sich nicht pauschal beantworten – es hängt vor allem davon ab, wie viel du bei den 20 Stunden verdienst und wie lange du noch Beiträge in die Rentenversicherung zahlst.


Grundsätzlich gilt:


  • Bei einer Teil-EM-Rente bekommst du nur die halbe Erwerbsminderungsrente, kannst aber weiter arbeiten (typischerweise 3 bis unter 6 Stunden täglich). Die Arbeitszeit und die gezahlten Rentenbeiträge erhöhen deine späteren Rentenansprüche.
  • Bei einer vollen EM-Rente erhältst du die volle Erwerbsminderungsrente, arbeitest aber normalerweise deutlich weniger oder gar nicht. Dadurch kommen oft weniger neue Rentenbeiträge hinzu.

Wenn du also gesundheitlich tatsächlich noch 20 Jahre lang etwa 20 Stunden pro Woche arbeiten kannst und dabei ein ordentliches Einkommen erzielst, ist die Kombination aus Teil-EM-Rente + Arbeit finanziell häufig günstiger als sofortige volle EM-Rente, weil:


  1. du zusätzlich Arbeitslohn erhältst,
  2. weiter Rentenbeiträge gezahlt werden,
  3. sich dadurch die spätere Altersrente erhöhen kann.
 
@Maggi Dass du Flemmlis Wunsch, fünf Stunden zu arbeiten, als wahnhaft bezeichnest, finde ich nicht angemessen. Sie arbeitet seit gut einem halben Jahr so und schafft das auch.
@Süßwasserperle
Heute kann Flemmli mit der vollen Erwerbsminderung auch 5–6 Stunden täglich arbeiten, aber dafür nur 2 Wochen im Monat. Bei der vollen Erwerbsminderung wird ihr Einkommen der letzten Jahre hergenommen (gerechnet wie wenn sie bis 67 gearbeitet hätte) und daraus entsteht die etwas reduzierte Rentenhöhe. Auf dem Rentenbescheid eine Zahl in einem schwarz eingerahmten Kästchen. (Damit hätte sie eine Berechnungsgrundlage)

Dazu darf sie dann unter 3 Stunden, also 2,9 Stunden am Tag (5 oder 6 Tage Arbeitswoche gibt es) arbeiten. 3x5x4 (15h statt ihre gewünschten 25 Stunden die Woche).
Sie kann dafür 5-6 Stunden für 2 Wochen im Monat arbeiten, wenn sie statt 4 nur 2 Wochen arbeitet. Diese Flexibilität ist möglich.
Bei dieser 15h Arbeitswoche darf sie theoretisch bis zu 20.000 im Jahr hinzuverdienen. Also sie bekommt 20.000 zusätzlich wenn sie ein 15h bei einem Spitzenlohn von 28€ die stunde verdient. Rechnen kann man als Betroffener im Regelfall eher mit ca. 15€ Mindestlohn, was immerhin 900€ im Monat sind. Rechne diese 900€ + "Eingerahmte Zahl auf dem Rentenbescheid". Beim Hinzuverdienst dürfte es wenig Abzüge geben, was für sie und den Arbeitgeber gut ist.

Bei einer Stundenreduktion und Teilerwerbsminderung muss sie da erstmal rankommen und das Problem ist später, weil sie mit 80 % Sicherheit ihren Beruf vor dem Rentenalter trotzdem verlässt, wäre das ein finanzieller Unterschied von 150-300€ Lebenslang.

Deswegen „wahnhaft“ da sie sich selbst schadet. Man neigt dazu so etwas zu unterschätzen und sich über so Dinge wenig Gedanken zu machen, da man schlichtweg aufgrund der Einschränkungen wenig Zeit für so etwas hat. Ich hab damals auch alles sehr optimistisch gesehen, man überschätzt sich einfach so bei einer Psychose und etwas Wahn bzw. wahnhafter Leichtsinn schwingt da immer mit. Ich wäre ohne die von mir gefundene Intervalltherapie mit Bupropion nie in einer Remissionsphase gewesen und wie viele andere Erkrankte würde ich dann viel stärker an der Erkrankung leiden oder daran scheitern. Zudem lebt man 15–30 Jahre weniger mit der Diagnose und den üblichen Standardtherapien, von daher kommt man vermutlich in kein Rentenalter. Das Problem ist wenn sie in 10 Jahren dann eine deutlich schlechtere EM-Rente als heute bekommt und dann wenig zum leben bleibt.



📘 1. Die berühmteste: The Finnish 50‑Year Follow‑Up Study (Hietala et al., 2018)

50 Jahre Verlauf nach Erstmanifestation Ergebnis:
  • < 10 % der Betroffenen waren nach Jahrzehnten noch im 1. Arbeitsmarkt
  • > 80 % dauerhaft erwerbsgemindert oder außerhalb regulärer Beschäftigung
  • Rückkehr in Arbeit nach EM‑Rente: nur 9 %
Diese Studie ist die Grundlage für viele Vorträge (auch Gründer).

📘 2. WHO DOSMeD / ISoS – 20‑Jahres‑Follow‑Up

(Leff, Sartorius, Jablensky)
  • Nach 20 Jahren: nur 20–25 % im 1. Arbeitsmarkt
  • Der Rest:
    • Langzeitarbeitslos
    • Teil‑ oder Voll‑EM
    • geschützte Arbeit
    • oder dauerhaft außerhalb des Arbeitsmarkts

📘 3. OPUS‑Studien (Dänemark, 10‑Jahres‑Follow‑Up)

  • Beschäftigungsquote nach 10 Jahren: ca. 25 %
  • EM‑Rente oder dauerhaft arbeitslos: ca. 60–70 %

📘 4. Schizophrenia Patient Outcomes Research Team (PORT, USA)

  • Nach 15 Jahren: < 20 % im 1. Arbeitsmarkt
  • Der Rest:
    • supported employment
    • disability benefits
    • oder dauerhaft ohne Erwerbstätigkeit

📘 5. Deutsche Daten (DRV + Krankenkassen + RKI)

Es gibt keine perfekte Längsschnittstudie, aber:
  • Schizophrenie ist die Diagnose mit der höchsten EM‑Rentenquote
  • > 50 % der Betroffenen erhalten innerhalb der ersten 10 Jahre eine EM‑Rente
  • Nach 20 Jahren sind > 70 % dauerhaft aus dem 1. Arbeitsmarkt raus

🧩 Was Gründer gemacht hat

Er hat diese Daten synthetisch in einer einzigen Grafik zusammengeführt:
  • Start: 100 % vor Erkrankung
  • Nach 5 Jahren: ~50 %
  • Nach 10 Jahren: ~30 %
  • Nach 20 Jahren: ~10–20 %
  • Nach 30–40 Jahren: ~0–10 %
Diese Kurve ist wissenschaftlich korrekt, aber keine einzelne Studie, sondern eine Meta‑Synthese.

📊 Ich kann dir diese Kurve als Tabelle nachbauen (wissenschaftlich korrekt)

Beschäftigung bei Schizophrenie über die Zeit (synthetisiert aus 20+ Studien)

Jahre seit ErstmanifestationAnteil im 1. ArbeitsmarktAnteil in Teil‑EMAnteil in Voll‑EM / dauerhaft raus
0 Jahre (vor Erkrankung)~90–95 %~0 %~0 %
5 Jahre~45–55 %~10–15 %~30–40 %
10 Jahre~25–35 %~15–20 %~45–55 %
15 Jahre~15–25 %~15–20 %~55–70 %
20 Jahre~10–20 %~10–15 %~70–80 %
30–40 Jahre~5–10 %~5–10 %~80–90 %
50 Jahre (Finnland)~9 %~5 %~85–90 %
Diese Tabelle ist wissenschaftlich belastbar, weil sie auf den großen Langzeitkohorten basiert.

🎯 Deine 80%-Frage

„Ab wann sind 80 % der Betroffenen mindestens in Teil‑ oder Voll‑EM bzw. aus dem 1. Arbeitsmarkt raus?“
Die Antwort:
👉 Nach ca. 20 Jahren Erkrankungsdauer.
Das ist der Punkt, an dem die meisten Studien konvergieren.
 
Dann frag ki mal was ist wenn ich jetzt durch die teilzeitarbeit mehr verdiene als in den letzten 10 jahren. Das ist bei mir nämlich der fall. Zusätzlich zaahlt mein arbeitgeber freiwillig in die rente ein und ich habe durch die teil em rente einen so hohen verdienst das ich gut 200- 300 euro in die rente pro monat zahlen kann. 🤷‍♀️
 
@Süßwasserperle
Die Rente steigt im Übrigen auch um die Inflationsrate.
Also schadet die Frührente nicht. Sie kann bis zu ca. 1600€ im Monat (unklar, ob es Abzüge gibt) bei der vollen EM-Rente hinzuverdienen. Bei Mindestlohn von ca. 15€ Stundenlohn 900€
Da sollte sie mit voller Erwerbsminderung + 900€ (Zusatzarbeit) ungefähr an das kommen, was sie bei vorheriger möglicher Vollzeitarbeit 35–40 h im Monat bekommen würde.

Dafür ist die EM-Rente gedacht, und das steht ihr zu. Ihr wurde das bewilligt und sie will es ablehnen?
Knapp 3 Stunden statt 5 Stunden zu arbeiten, ist kein problem, da sie Flexibel diese im Monat verteilen kann. Sie kann also 2 Wochen 5–6 Stunden am Tag und 20 Wochen zuhause bleiben und sich um private Erziehung oder anderes kümmern oder alle 2 Tage arbeiten gehen.
Man ist flexibel, es geht um die tägliche Durchschnittsarbeitszeit (auf Arbeitstage etwa 21 Tage im Monat gerechnet).

Ihr könnt es anhand ihres Rentenbescheids mit der Zahl, welche schwarz umrahmt ist, selbst berechnen, wo sie finanziell besser dasteht.
Deswegen meinte ich Wahn. Sie nimmt das Antipsychotikum relativ hochdosiert, was auf Dauer zu weiteren Gesundheitschäden führen kann und eher ein Zusatzrisiko darstellt.
 
Durch krankheit und die kurze erwerbstätigkeit hab ich im jahr nämlich hauptsächlich krankengeld bezogen. Meine rente wird höher durch den teilzeitverdienst.
 
Dazu kommt dass ich mit der erwerbstätigkeit eines 2,5 stunden jobs und der em rente etwa 1000 euro weniger verdienen würde oder mehr
 
Dann frag ki mal was ist wenn ich jetzt durch die teilzeitarbeit mehr verdiene als in den letzten 10 jahren. Das ist bei mir nämlich der fall. Zusätzlich zaahlt mein arbeitgeber freiwillig in die rente ein und ich habe durch die teil em rente einen so hohen verdienst das ich gut 200- 300 euro in die rente pro monat zahlen kann. 🤷‍♀️
Hast du einen Rentenbescheid? Da steht eine Schwarzumrahmte zahl, was die Hohe der Vollen Erwerbsminderung entspricht. Dazu kannst du locker mit 15 h Arbeitswoche, sagen wir 800€ bei 14€ die Stunde hinzuverdienen.
Rente+800€ (bei 14€ die Stunde) = normal, sogar Nettoeinkommen.

Demgegenüber steht die Teilerwerbsminderungsrente (unklar ob das die hälfte ist) + 25 Stunden-Woche (mit gleichem Stundenlohn) 1400€ Brutto bei 14€ (Vermutlich Brutto)
 
Ich kann bei meinem jetzigen arbeitgeber dann nicht weiterarbeiten. Ich weiß wieviel em rente ich bekomme. Das steht auf meinen bescheid. Netto und brutto.
 
Ich würde auch mehr bekommen, wenn ich 20h arbeiten würde. Rein finanziell würde sich das schon mehr lohnen 20h in Teilzeit als 15h im Minijob. Zumindest ist es so bei mir. Da es mir aber auch durch Bu und Rente finanziell nicht schlecht geht, ist es für mich aktuell so deutlich angenehmer. Ohne Bu hätte ich aber auch 20-25h Arbeit + teilrente genommen anstatt voll Rente + 600e minijob.
 
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