Willkommen im Psychose und Schizophrenie Forum
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Stabilisierung mithilfe von Bupropion
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Pass bitte mit Venlafaxin auf. Das kann Suizidgedanken auslösen / verstärken, jemand aus meinem Umfeld hat damit nach längerer Einnahme genau das gemacht. Ich will dir keine Angst machen, aber habe eine Abneigung gegen das Zeug, sei bitte einfach clever genug und lass dir bei Krisen helfen…Wie viel MG nimmst du denn Bupropion? Also ich will langfristig, wenn meine Krise mal vorbei ist, statt Venlafaxin 62,5mg-75mg 150mg Bupropion nehmen. Glaube mit 300mg würde ich Schlafprobleme möglicherweise bekommen. Habe einen dünnen Schlaf.
Na das hört sich vernünftig an. Beruhigt mich.Suizidgedanken können viele Medikamente auslösen, natürlich kann dies auch die Erkrankung auslösen. Ich nehme Venlafaxin seit September 2012 und es hilft mir sehr. So kann ich in Vollzeit auf dem 1.Arbeitsmarkt einer Tätigkeit nachgehen und habe noch ein Ehrenamt. Aber dennoch danke für den Hinweis! Mit 150mg hast du aber keine Schlafprobleme gehabt oder? Sondern nur mit mehr Bupropion? Dank dir.
Wie viel MG nimmst du denn Bupropion? Also ich will langfristig, wenn meine Krise mal vorbei ist, statt Venlafaxin 62,5mg-75mg 150mg Bupropion nehmen. Glaube mit 300mg würde ich Schlafprobleme möglicherweise bekommen. Habe einen dünnen Schlaf.
@MoNe das mit Quetiapin hatte ich bei dir in Erinnerung nur zusätzlich Risperidon ist mir entfallen.Ich nehme 650mg Quetiapin retardiert und aktuell noch 0,75mg Risperidon ein. Schleiche aber Risperidon gerade wieder aus.
Danke für die ganzen Infos, Maggi! Wusste ich teilweise noch gar nicht. Meine Ärztin hält leider nicht viel von Bupropion, aber letztendlich geht es ja um mich. Erstmal, wie du vollkommen richtig sagst, muss ich vom Risperidon weg. Das Zeug nehme ich seit einem Jahr und es geht mir schlechter als vorher. Das geht nicht. Dann nehme ich lieber mehr Schlafmittel, die aber nicht so massiv in den Dopamin-Haushalt eingreifen.@MoNe das mit Quetiapin hatte ich bei dir in Erinnerung nur zusätzlich Risperidon ist mir entfallen.
Zu deiner Idee mit Bupropion:
150 mg als Einstieg sind aus meiner Sicht die bessere Wahl. Nicht primär wegen des Schlafs, sondern weil man Nebenwirkungen besser einschätzen kann und eine langsame Steigerung generell verträglicher ist. 300 mg kann man später immer noch prüfen.
Wichtig bei der Umstellung ist, dass Venlafaxin dabei nicht parallel weiterlaufen sollte. Auch wenn Venlafaxin in niedriger Dosierung von der Wirkung her sehr SSRI‑nah ist, gibt es hier eine relevante Wechselwirkung: Bupropion hemmt das Enzym (CYP2D6), das Venlafaxin für seinen Abbau braucht. In Kombination kann Venlafaxin dadurch funktionell wie deutlich höher dosiert wirken und schlecht toleriert werden. Deshalb sollte Venlafaxin bei einer Umstellung auf Bupropion wirklich raus.
Wenn die serotonerge Komponente weiterhin gebraucht wird, wäre ein SSRI wie Citalopram (oder ggf. Sertralin) als Ergänzung deutlich sauberer, weil diese sich mit Bupropion besser kombinieren lassen. Niedrig dosiert (z. B. 5–10 mg Citalopram) kann das eine flexible, auch wieder absetzbare Stellschraube sein.
Zum Schlaf:
Durch das Quetiapin ist bereits eine starke schlaffördernde Basis da, sodass Bupropion nicht zwingend schlafstörend wirken muss. Falls es in der Umstellungsphase trotzdem Probleme gibt, kann man eher niedrigschwellig unterstützen, z. B. mit Doxylamin‑Tropfen (frei verkäuflich). Doxepin‑ oder Trimipramin‑Tropfen wären stärker, können aber auch Schlafüberhang machen. Trazodon wäre eine mildere Option und eher langfristig als serotonerge Ergänzung denkbar.
Sinnvolle Reihenfolge aus meiner Sicht:
So bleibt die Umstellung übersichtlich, gut steuerbar und vermeidet unnötige Interaktionen.
- Risperidon ausschleichen
- Venlafaxin beenden
- Quetiapin beibehalten
- Bupropion zunächst 150 mg
- optional niedrig dosiertes SSRI als temporäre Ergänzung
sprachlich mit KI überarbeitet und Wechselwirkungen überprüft
Im Grunde ist die schwache D2-Rezeptorblockade das Problem beim Quetiapin, was man bei dir mit Risperidon ausgleichen versucht.Danke für die ganzen Infos, Maggi! Wusste ich teilweise noch gar nicht. Meine Ärztin hält leider nicht viel von Bupropion, aber letztendlich geht es ja um mich. Erstmal, wie du vollkommen richtig sagst, muss ich vom Risperidon weg. Das Zeug nehme ich seit einem Jahr und es geht mir schlechter als vorher. Das geht nicht. Dann nehme ich lieber mehr Schlafmittel, die aber nicht so massiv in den Dopamin-Haushalt eingreifen.
Ja, das kostet uns beide hier Zeit, nur, weiß ich das es dabei um mich geht. Du hast da also gar nichts groß davon. Ich aber schon.Überlegs dir, mir kostet es ja auch Zeit, aber wir haben finde ich schon das mit dem Berberin gut eingeordnet.
Mir hilft es auch etwas und ich lerne auch dazu. Ich habe zwar schon 10 Jahre das Bupropion und seitdem kontinuierliche Erfolge, vorherige Absetzversuche waren Horror, zumindest war das kein Leben. Negativsymptome und Kognitionen hat Bupropion dramatisch bei mir verbessert, auf kurz und lang.Ja, das kostet uns beide hier Zeit, nur, weiß ich das es dabei um mich geht. Du hast da also gar nichts groß davon. Ich aber schon.
Supersensibilisierung bei Schizophrenie bezeichnet meist eine Dopamin‑Supersensitivität: Das Gehirn reagiert übermäßig stark auf Dopamin, häufig als Folge einer längerfristigen Antipsychotika‑Behandlung. Dadurch können trotz Medikation Rückfälle, Wirkverlust oder Bewegungsstörungen auftreten.
Was passiert dabei biologisch?
- Langzeitblockade von Dopamin‑D2‑Rezeptoren (v. a. bei hohen Dosen) führt zur Hochregulation dieser Rezeptoren.
- Ein Teil der neu gebildeten Rezeptoren befindet sich im High‑Affinity‑Zustand und reagiert besonders stark auf Dopamin.
- Ergebnis: Schon normale Dopaminmengen lösen überproportionale Effekte aus.
Klinische Folgen
- Toleranzentwicklung: Die bisher wirksame Dosis verliert an Effekt.
- Rückfälle trotz stabiler Medikation („Breakthrough‑Psychosen“).
- Dopamin‑Supersensitivitätspsychose: Verschlechterung bei Dosisreduktion oder sogar unter unveränderter Dosis.
- Tardive Dyskinesien (späte Bewegungsstörungen) treten häufiger auf.
Wodurch wird das Risiko erhöht?
- Hohe D2‑Rezeptorbesetzung (≈ ≥ 80 %).
- Langjährige Dauertherapie ohne Dosisanpassung.
- Häufige Dosissteigerungen bei Rückfällen.
- Abrupte Dosisreduktionen oder Absetzen.
Therapeutische Konsequenzen (konzeptionell)
- Frühes Erkennen der Supersensitivität, um Eskalationen zu vermeiden.
- Minimal wirksame Erhaltungsdosen anstreben.
- Partialagonisten (z. B. Aripiprazol) können heraufregulierte Rezeptoren wieder normalisieren und induzieren selbst keine Supersensitivität.
- Atypika mit starker 5‑HT2A‑Affinität und stabile Spiegel (z. B. Depotformen) gelten als günstiger.
- Intermittierende Strategien werden diskutiert, um Dauerblockade zu vermeiden.
Supersensibilisierung ist keine Eigenschaft der Schizophrenie an sich, sondern ein iatrogenes (behandlungsbedingtes) Anpassungsphänomen des dopaminergen Systems. Sie erklärt, warum manche Verläufe mit der Zeit instabiler werden, obwohl „mehr Medikament“ gegeben wird.
Einordnung
Dear Professor Stahl,
I have been following your work on functional psychopharmacology and monoaminergic balance with great interest, particularly your emphasis on differentiating dopaminergic and noradrenergic mechanisms beyond simple receptor blockade.
Based on my own long‑term experience with an interval‑based Gelöschter Benutzer 2393 strategy, I would like to share an observation that may be conceptually relevant to your framework. During temporarily Gelöschter Benutzer 2393‑free periods, continuous treatment with bupropion led to marked improvements in cognitive functioning, motivation, and overall functional stability. At the same time, inner tension, irritability, and aggressive drive were substantially reduced, while psychotic stability was maintained.
Functionally, these effects appeared dissociable: The noradrenergic component (NET modulation) primarily reduced inner unrest and irritability, an effect I had already observed to a lesser degree with duloxetine. The additional dopaminergic component of bupropion (DAT modulation), however, seemed to improve negative symptoms, motivation, and cognitive processing and—contrary to common assumptions—contributed to psychotic stability rather than destabilization. Improved wakefulness and cognitive integration appeared to reduce misinterpretation and psychotic triggering, thereby extending stable Gelöschter Benutzer 2393‑free intervals without directly “blocking” psychosis.
Importantly, these effects depended on a therapeutic window. Continuous dopaminergic suppression through long‑term Gelöschter Benutzer 2393 treatment proved functionally limiting, while excessively prolonged Gelöschter Benutzer 2393‑free phases eventually led to instability and reduced effectiveness of bupropion. In this context, short periods of Gelöschter Benutzer 2393 re‑stabilization were sufficient to restore responsiveness, suggesting a dynamic balance rather than a linear dose–response relationship.
I have attached a brief brochure (German/English) summarizing this strategy and including a comparative overview of Gelöschter Benutzer 2393 side‑effect profiles, reflecting my focus on long‑term tolerability and functional outcomes. My intention is not to propose a treatment recommendation, but to ask whether such patient‑derived observations might be conceptually relevant to ongoing discussions about monoaminergic modulation, therapeutic windows, and functional recovery in psychotic disorders.
Kind regards,
Markus Schmitt
schizophrenie-forum.com
Es zwingt dich keiner und wir reden hier von milden Schlafmitteln die auf Rezeptoren wirken die auch von den Antipsychotika angesprochen werden.also, kurz: ich versuche es von Donnerstag bis Samstag mit dem Bupropion.
Wenn du Bupropion einnimmst, solltest du normal das Aripiprazol eh wieder sachte auf 10mg reduzieren, da 15mg Aripiprazol dann wie 20mg wirken sollte.
- Selbst wenn das mit 15mg Aripiprazol und dem Bupropion nun klappt. Spätestens wenn das Haloperidol irgendwann weiter reduziert wird, ist wieder zu wenig Antipsychotische Wirkung da, und das Bupropion macht spätestens dann wieder Schlafprobleme
- Wenn das so schon so ist, wie soll das später bei der Intervallmethode klappen? Man könnte dann Schlafmittel nehmen und sedierende Antidepressiva, aber dann nimmt man am Ende mehr Tabletten als vorher… das kann ja nicht der Sinn sein.
- Aber: Weiß nicht wenn man erst ans Bupropion gewöhnt ist, ob das dann nicht mehr so schwerwiegend ausfällt mit den Schlafproblemen
- Aber Maggi meinte, er nimmt zwischen 300 und 600 mg Bupropion, was wirklich nicht wenig ist, da 300mg eigentlich die Maximaldosis ist
@Maggi hier die Antwort zu deiner Frage mit dem Bupropion.Na das hört sich vernünftig an. Beruhigt mich.
Vor kurzem hatte ich mit 150mg Bupropion Schlafprobleme, nicht zu knapp. Mehr als 150 hab ich nie genommen.
Aber, damals als es mir verschrieben wurde, bekam ich keine Schlafprobleme. Aber da ging es vorher mir auch so schlecht, das ich u.a. oft nichtmal aufstehen konnte und mehrere Tage die Woche im Bett geblieben bin. Darum wurde es verschrieben, und dadurch konnte ich allmählich wieder aus dem Bett finden und meine Tage in Angriff nehmen.
Ein Grund übrigens, warum ich das Bupropion nochmal versuche.
Mal nebenbei: Super, dass du auch noch ein Ehrenamt machst.![]()
Viel Erfolg!Vom Bupropion heute 150mg eingenommen. Bin auf die kommenden Nächte gespannt.![]()
Danke! Irgendwas ist heute anders, fühle mich souveräner als in der letzten Zeit. So geht es mit Zuversicht in die kommenden Nächte. Aber abwarten…Viel Erfolg!
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