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Ein Versuch des Absetzens

Hi Heyoka,

ich weiß was meine Psychosen damals ausgelöst hat, habe reflektiert und das passiert mir nicht noch einmal, dass ich den Auslöser zulasse.

Ich bin voll im Plan mit Absetzen. Nur noch 2mg Haloperidol seit letzten Freitag. Diesen Freitag dann wird es auf 1mg runter. Noch keine Probleme deshalb, aber das Bupropion, dass ich nun wieder nehme, sorgt derzeit für nervige Schlafprobleme. Ich hab überhaupt keine Lust zu schlafen, schlafe zwar trotzdem irgendwann ein, aber ist viel zu wenig momentan. Die Nacht nur vier Stunden geschlafen. Das soll sich aber nach Tagen bis Wochen von selbst legen. Abwarten und Tee trinken.

Geht euch die Eiseskälte auch so an die Nieren? Man kann nachts nichtmal das Fenster auflassen deshalb. Aber ist noch Jammern auf hohem Niveau.
Du kannst dir zum Schlafen Trimipramin-Tropfen (trizyklisches Antidepressivum) aufschreiben lassen. Die machen keine Abhängigkeit und fördern das Durchschlafen enorm. Es ist von der Sedierung her sehr wirkungsvoll und kann teils Schlafüberhang machen, dass man auch zu lange schläft und schwerer aufstehen kann.

Trimipramin-Tropfen (stark) sind wirksam und wären in deiner Situation ideal.
Doxepin-Tropfen (stark-mittelstark) sind auch trizyklisch antidepressive und wären eine mittelstarke Lösung. (Wenn Trimipramin zu sehr sediert.
Diese Trizyklika sind in diesen kleinen Tropfendosierungen nebenwirkungsarm.

Höhere antidepressive Dosierungen sollte man bei trizyklischen Antidepressiva vermeiden, da durch Psychose und Neuroleptika die Nebenwirkung und Sedierung sich verstärken kann.


Trimipramin (SARI‑Antidepressivum) wäre die sehr milde Variante. Dies wirkt eher leicht einschlaffördernd und fördert das Durchschlafen nur leicht. Das wäre aktuell bei dir vermutlich zu schwach und würde normale Dosierungen erfordern. Das würde ich im zweiten Schritt oder später empfehlen, wenn du bei den Oberen deutlich zu lange schläfst.

Doxylamin-Tropfen wären auch noch möglich als rezeptfreie Variante. Wirkt zwar, aber den Schlaf selbst fand ich bei den anderen besser.
 
Danke aber ich versuch es erst mal ohne sowas alles.
Vergangene Nacht hab ich wie ein Stein schlafen können… ist nicht jeden Tag, bzw. jede Nacht gleich scheinbar.

@Glocki Du scheinst den Winter zu mögen. Was den Schnee angeht, ja super, aber die Kälte? Mir liegt am meisten der Sommer :D
Danke für die guten Wünsche. :)
 
Musste mich die letzten Tage echt bremsen… seit einer Woche war ich so voller Energie und Glücksgefühle, hatte keine Lust zu schlafen, und nahm eigentlich vieles bis alles auf die leichte Schulter… aber etwas sagte mir: brems dich bloß. So muss sich eine manische Episode anfühlen… ich führe das darauf zurück, das sich der Körper erst wieder an das Bupropion gewöhnen muss… oder musste. Denn heute, seit ein paar Stunden, fühl ich mich ein wenig ungut… kein totaler Absturz, aber wieder „auf dem Boden gelandet“, was schon ein dicker Unterschied zu vorher ist. Und das obwohl ich letzte Nacht sehr gut geschlafen habe… wenn ich mich nicht total irre, müsste ich diese Nacht also gut schlafen können. Ich hoffe, der Körper hat sich nun größtenteils an das Bupropion gewöhnt… und das sich alles wieder normalisiert.

Freitag geht es endlich auf 1mg Haldol runter. Dann nächste Woche Freitag, auf 0 Haldol. Ich würde ein paar Monate warten wollen, bevor ich die Intervallmethode von @Maggi angehen würde… um zu sehen, ob ohne Haldol alles ok bleibt.
 
Denn heute, seit ein paar Stunden, fühl ich mich ein wenig ungut… kein totaler Absturz, aber wieder „auf dem Boden gelandet“, was schon ein dicker Unterschied zu vorher ist. Und das obwohl ich letzte Nacht sehr gut geschlafen habe… wenn ich mich nicht total irre, müsste ich diese Nacht also gut schlafen können.
Ich kenne diese Schlafstörungen eher von Phasen ohne Antipsychotikum. In diesen Phasen kann Bupropion wirklich mit der Zeit sehr wach machen, oder teils ein wenig in Richtung Manie wirken. Das auch, weil Bupropion das Psychotische etwas herausnimmt und den Antrieb verbessert. Somit ist die Lagerung etwas mehr Richtung Manie statt wahnhaft, wie es bei Psychose üblich ist.
Der Antrieb vom Bupropion ist eher positiv, er nimmt innere Unruhe heraus.

Da normalerweise die Wirkung der Antipsychotika deutlich überwiegen sollte, müsste Bupropion aktuell bei dir an sich wenig Auswirkung haben. Du hast Haloperidol reduziert, was kurzfristig vielleicht diesen Effekt des Bupropions etwas spürbarer macht.
Wenn sich das jetzt wieder einpendelt und du dich mit der halben Haloperidoldosis + Aripiprazol bis zum nächsten Reduktionsschritt gut stabilisierst und der Antrieb eher wieder nachlässt, dann wäre das ein gutes Signal.

Trimipramin- oder Doxepin-Tropfen, würde ich dich für den Fall der Fälle trotzdem empfehlen, zu Hause zu haben, da Bupropion bei späterer Intervalltherapie auch sehr wach macht und die später bei Dosissteigerung auf 300 mg auch Schlafstörungen erst mal da sein können. Diese trizyklischen Antidepressiva machen keine Abhängigkeit und kann man so gut bedarfsweise nur für wenige Tage einsetzen.
Falls die Schlafstörungen schlechter werden, dann besser so etwas sehr Mildes ergänzen, da Bupropion trotzdem wichtig und notwendig ist.
Spätestens wenn du Wochen/Monate später die Intervalltherapie ohne Antipsychotikum probierst, dann macht das Bupropion verstärkt wach. Da können anfangs die etwas stärkeren Trimipramin-Tropfen enorm nützlich sein. Die wiederkehrende Psychose selbst macht auch Wachheitszustände. Wenn in diesen späteren Absetzphasen die relativ milden Schlaftropfen keine Wirkung mehr haben, dann muss im Falle der Intervalltherapie kurzzeitig das Aripiprazol für wenige Wochen eingenommen werden.

Ähnlich wäre es bei dir: Wenn jetzt während der Reduktion von Haloperidol (obwohl du noch Aripiprazol als Sicherheit einnimmst) diese Schlafstörungen immer mehr werden, dann könntest du mit solchen Schlaftropfen die Wachheit, die Bupropion als Nebenwirkung hat, leicht behandeln.
Wenn diese Schlaftropfen gar keinen Effekt hätten und der Schlaf sich immer weiter verschlechterte, dann ist das in den Intervallphasen (ohne Antipsychotikum) normal der Hinweis, dass es sich um Frühwarnsymptome der Psychose handelt, und deswegen dann Wachheit auftritt. Dann werden diese sonst sehr sedierenden Antidepressiva-Tropfen wirkungslos.

Aktuell scheint es bei dir also eher von der Umstellung zu kommen und sollte sich selbst legen. Wenn es schlechter wird, dann wären Tropfen ideal, auch damit du für später weißt, wie diese überhaupt zu wirken haben. Wenn es trotz Tropfen schlechter wird mit dem Schlaf, dann einen Reduktionsschritt (bei dir Haloperidol) für ein paar Wochen zurück und dann noch einmal probieren.
 
Also die vergangene Nacht wieder erst um 6 Uhr morgens eingeschlafen… also zu früh gefreut, ich hole mir morgen die Doxylamin-Tropfen erstmal. Bin überhaupt kein Freund von Schlaf-Helfern, aber es geht schon echt auf den Keks. Wollte heute so viel machen… nun aber bin ich von der Nacht vollkommen erledigt. Naja.

Die stärkeren Tropfen, muss ich im Februar mit meinem Arzt sprechen.

Die Erklärung von Maggi hab ich gelesen und soweit verstanden.

Edit: Hab mir inzwischen was zum Schlafen in der Apotheke geholt. Das muss erstmal reichen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo ihr alle.

also ich kann endlich wieder schlafen. 2 Nächte in Folge gut geschlafen, und bin tagsüber, gestern und heute auch, vollkommen erledigt und geschafft. Die Zeit mit kaum Schlaf kommt nun zum Tragen und wirkt nach. Dabei hab ich das Mittel aus der Apotheke nicht mal gebraucht. Stattdessen hab ich einen eigenen, neuen Plan entworfen. Inspiriert von Maggi‘s Plan, aber anders.

• Bupropion wird wieder weggelassen. Seit 16.Januar nicht mehr genommen.
• Haloperidol wird vorerst auf 2mg gelassen.
• Aripiprazol wird ab Montag auf 15mg erhöht.

Wenn das Aripiprazol ein paar Wochen auf 15mg genommen wurde, dann werde ich die beiden letzten Milligramm Haldol Stück für Stück absetzen.

Ziel ist, nur noch die 15mg Aripiprazol zu nehmen, und sonst nur die Nahrungsergänzungsmittel, und fertig.

Bin von Maggi‘s Plan also abgekommen. Aus verschiedenen Gründen.
Wenn das klappt, dass ich nur noch Aripiprazol nehmen muss, dann ist es so, wie der Arzt es damals ursprünglich gedacht hatte.

Beste Grüße,
Byakko
 
Hallo @Byakko
Vielleicht solltest du beide Pläne verbinden, ohne das Vorherige ganz zu verwerfen.

Bupropion macht zwar Schlafstörungen, aber normal nur dann wenn die Antipsychotika wirklich zu schwach sind. Das spricht dafür, dass wir das Haloperidol zu schnell reduziert haben und wir die Aripiprazoldosis wie du es jetzt möchtest etwas als Ausgleich hätten erhöhen sollen.

Eventuell kannst du dann nach der Dosissteigerung vom Aripiprazol am Montag dann Bupropion trotzdem wieder ansetzen, da es ansonsten zu keiner Supersensibiltät führt:

Supernsensivität.PNG



Bupropion ist amphetaminartig aber relativ mild, dass könnte dazu beitragen das dieses "Neu eingestellte Gleichgewicht" Punkt d dann wieder mehr in der Mitte ist. In der Tabelle sieht man zumindest das Amphetmaine dahingehend keine negative Auswirkung haben.


Byakko, wenn du jetzt Montag Aripiprazol erhöhst und gleichzeitig Bupropion ansetzt, dann könnte sich das gut ausgleichen, da Aripiprazol in ausreichend hoher Dosis auch die Schlafstörungen behebt die Bupropion macht wenn insgesammt zu wenig Antipsychotika da sind oder Antipsychotika zu lange abgesetzt.
 
@Byakko
meiner eigenen Erfahrung mit der Intervalltherapie ist das Bupropion in dieser dargestellen Anpassungsphase wichtig, da es zusätzlich stabilisiert und mir längere Absetzphasen ohne Antipsychotikum erst möglich gemacht hat.
Schlafstörungen davon habe ich immer mit der Einnahme von Aripiprazol verlässlich in den Griff bekommen. Die Tropfen sind eher für die Zwischenzeit um unter wenig Antipsychotika noch gut schlafen zu können.

Bei dir lag es vermutlich am etwas zu zügigen Absetzen. Wenn du jetzt dann 15 mg Aripiprazol hast, dann müsste das Bupropion funktionieren und wäre zusätzlich vermutlich auch bei dir ein Nutzen.
 
Bupropion macht zwar Schlafstörungen, aber normal nur dann wenn die Antipsychotika wirklich zu schwach sind.
Das würde aber heißen, sobald das Haloperidol noch weiter reduziert wird, wäre es wieder so. Noch hab ich 2mg Haldol… ohne das? Was bleibt dann, noch mehr Aripiprazol? Ich überlege es mir.
Dafür würde sprechen, dass wenn ich es am Montag nehme (das Bupropion), ich Dienstag frei habe und somit falls wieder Schlafprobleme kommen es nicht so schlimm ist…

Ich hab wirklich Lust deine Intervallmethode auszutesten, aber so krasse Schlafprobleme, das geht nicht. Mal überlegen. Ich berichte.
 
Was soll das Bupropion eigentlich bewirken?
Negativsymptome hab ich unter Aripiprazol + Berberin und + weißem Tee gar keine mehr. Ich hab übrigens heute schon auf 15mg Aripiprazol erhöht, nehme wieder Berberin und trinke den Tee, und alles fühlt sich super an. So muss es sein. Gute Stimmung, Antrieb, Energie Motivation Freude, alles. Wozu denn jetzt das Bupropion? :)
 
Gute Stimmung, Antrieb, Energie Motivation Freude, alles. Wozu denn jetzt das Bupropion? :)
Seit wann hast du denn damals mit Bupropion angefangen? Du hast es ja vor einem halben Jahr oder schon länger begonnen und genau deswegen könnte der Antrieb und Motivation aktuell auch so gut sein. Die aktuell kurzfristige Einnahme macht da zwar auch etwas aber du hattest das Bupropion ja schon längere Zeit.
Wäre die Frage ob und inwieweit es dir vorher anders oder schlechter ging, was sich seitdem damals bei dir verändert hat und weshalb du damals mit Bupropion begonnen hattest?

Ich würde es von daher beibehalten damit du diese Fortschritte beibehältst und gleichzeitig kann es in der Reduzierungsphase der Antipsychotika stabilisierend helfen.

Prolbem der jetzigen Schlafstörungen war eben, dass du zuerst Bupropion abgesetzt hattest, dann Antipsychotika reduziert und aktuell beim neu Ansetzen des Bupropions einen weiteren großen Reduzierungsschritt gemacht hast. Das war einfach auch etwas viel auf einmal.

150 mg Bupropion ist die kleinste Dosis, also an sich sollte es unter Antipsychotikaeinnahme keine Schlafstörungen machen, da im regelfall die Dämpfung überwiegt. Du hattest ja 7,5 mg Aripiprazol also etwa die hälfte als üblich und Haloperidol auch die hälfte mit 2 mg als vorher üblich.
Jetzt wenn du Aripiprazol auf 15 mg erhöhst und der Schlaf sich auch so schon eingependelt hat, solltest du Bupropion an sich ohne Probleme neu ansetzen können, was zumindest deine Erfolge bei Antrieb und Motivation dir weiter sichert und bei zukünftigen reduzierungsschritten des Haloperidols du bei Schlafströrungen das Bupropion ja immer noch absetzen kannst wenn es stört.

Aktuell könntest du eben sehen ob der Schlaf jetzt durch mehr Aripiprazol funktioniert und du damit das Bupropion ohne Schlafprobleme einnehmen kannst. Früher hatte es ja auch funktioniert?
 
Wäre die Frage ob und inwieweit es dir vorher anders oder schlechter ging, was sich seitdem damals bei dir verändert hat und weshalb du damals mit Bupropion begonnen hattest?
Der Grund war eine echt schlimme Phase. Depression. Aber das hatte auch einen Auslöser, einen privaten Grund. Ist mittlerweile überstanden, und Bupropion wurde abgesetzt im September, dann ungefähr Ende September vielleicht kamen Probleme ohne Bupropion. Ab Mitte Oktober nahm ich Berberin ein. Und die Probleme nach dem Absetzen des Bupropion waren seitdem weg.

Naja gut. Du sagst, Bupropion besser wieder nehmen und wenn Schlafprobleme kommen nach weiterem Reduzieren des Haloperidol, kann ich es immer noch absetzen. 🤔
Machen wir es andersherum: Sollte ich Probleme bekommen mit Motivation und Antrieb oder so, dann kann ich das Bupropion wieder nehmen, muss es dann eher wieder nehmen. Aber momentan gibt es ja überhaupt keinen Grund schon jetzt wieder damit anzufangen…
nur um zu sehen ob der Schlaf bei 15mg Aripiprazol funktioniert scheint mir jetzt keinen Versuch wert zu sein.
Ich berichte.
 
und Bupropion wurde abgesetzt im September, dann ungefähr Ende September vielleicht kamen Probleme ohne Bupropion.
Wielange hast du vorher Bupropion eingenommen, wieviele Monate oder Jahre?

Ab Mitte Oktober nahm ich Berberin ein. Und die Probleme nach dem Absetzen des Bupropion waren seitdem weg.
An sich soll Bupropion allgemein weniger Absetzprobleme machen, also lässt sich auch bei depressiven Patienten leichter absetzen als die üblichen Antidepressiva die ganz anders ansetzen.
Welche Probleme hattest du nach dem Absetzen des Bupropion's im September?

Berberin klingt gut, weil Schizphrenie auch mit erhöhter Neuroinflamation verbunden ist, nur ist mir unklar ob dieser Effekt wirklich so durchschlagend ist. Könnte auch zeitlich bedingt zufall gewesen sein, da diese Absetzsymptome von Antidepressiva eher vorübergehend auftreten können.
Wäre als vor allem die Frage wie die Symptome bei dir sich dargestellt haben?


Machen wir es andersherum: Sollte ich Probleme bekommen mit Motivation und Antrieb oder so, dann kann ich das Bupropion wieder nehmen, muss es dann eher wieder nehmen. Aber momentan gibt es ja überhaupt keinen Grund schon jetzt wieder damit anzufangen…
nur um zu sehen ob der Schlaf bei 15mg Aripiprazol funktioniert scheint mir jetzt keinen Versuch wert zu sein.
Ich berichte.
An sich eine gute Idee. Merkst du das dich 15 mg Aripiprazol etwas mehr dämpfen oder dein Denken reduzierter ist?
Wäre in der jetzigen Situation wo du kürzlich Bupropion hattest eben einfach auszutesten ob 150 mg unter den Aktuellen Umständen funktionieren. Dann hättest du da zumindest sicherheit und wüsstest das du diese Schlafprobleme mit mehr Aripiprazol wegbekommst.

Ich kann dir sagen das du Intervalltherpie und absetzen der Antipsychotika ohne Bupropion eher vergessen kannst, da es in diesen Phasen sehr wichtig ist. Davon bist du aber aktuell weit entfernt und macht auch wenig Sinn wenn es dir praktisch ja unter den Antipsychotika sehr gut geht.

So ein kurzer Test ob Bupropion unter den aktuellen Umständen 15 mg Aripiprazol nun ohne Schlafstörungen funktioniert wäre aktuell kein Aufwand und du könntest bei Schlafstörungen das Bupropion einfach wieder weglassen. Wäre ein Test von 3 Tagen, da du ja schnell merken würdest wenn Bupropion übermäßig wach macht und wieder derartige Schlaf oder Einschlafprobleme auftreten.

Bei mir ist das an sich auch so gewesen wenn ich zu wenig Antipsychotika hatte, dann macht Bupropion übermäßig wach, wobei ich da meist Wochen oder Monate kein Antipsychotikum mehr eingenommen habe.
Bei dir ist das während immer noch relativ starker antipsychotischer medikation in der Reduzierungsphase, also eine andere Situation.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie lange Bupropion? Jahre.
Welche Probleme nach Absetzen des Bupropions? Traurigkeit, innerer Schmerz. Mit Berberin hab ich mich dann regelrecht „sauwohl“ gefühlt, das war eher kein normales Abklingen der Entzugssymptome vom Bupropion. Noch dazu, von der ersten Einnahme des Berberins an sofort wieder gut. Wie das sein kann? Keine Erklärung.
Dämpft Aripiprazol oder reduziert es das Denken? Also müder bin ich nicht, außer abends, was ja gut ist. Fühl mich ausgeglichen, sehr wohl. Ansonsten aber eigentlich auch wacher, lebendiger, tagsüber.
Was aber auch am weniger Haldol liegen könnte?

Wenig Zeit gerade, sorry, alles auf die Schnelle geschrieben.
 
Welche Probleme nach Absetzen des Bupropions? Traurigkeit, innerer Schmerz. Mit Berberin hab ich mich dann regelrecht „sauwohl“ gefühlt, das war eher kein normales Abklingen der Entzugssymptome vom Bupropion. Noch dazu, von der ersten Einnahme des Berberins an sofort wieder gut. Wie das sein kann? Keine Erklärung.
Bupropion sollte an sich wenig Entzugssymptome machen und eher mit Neigung zur inneren Unruhe beim Entzug. Traurigkeit und Schmerz sollten wegen der fehlenden Serotoninkomponente eher wenig ausgeprägt sein, also vielleicht war das eher in der negativen Erwartung eine Art Placeboeffekt beim Absetzen.
Aripiprazol wirkt an sich von der Serotoinkomponente weitaus antidepressiver, also stabilisiert emotional auch. Wenn du damals das auch reduziert hast und dann wieder erhöht könnte der Antidepressive Effekt oder das Depressive auch darauf zurückzuführen sein, da es bezüglich traurigkeit und inneren Schmerz deutlich wichtiger und wirkungsvoller als Bupropion ist.
Kannst du dich zurückerinnern ob du im September nur Bupropion abgesetzt hast oder vielleicht auch Aripiprazol verändert hast?

Berberin hört sich zwar gut an und ich bin auch in der Hinsicht für Nahrungsergänzung insbesondere weil Neuroinflammation ein wichtiger Aspekt bei Schizophrenie ist, aber der Effekt das so krass ausfällt gibt mir zumindest zu denken. Hast du damals wirklich nur Berberin angesetzt oder gleichzeitig auch Aripiprazol erhöht oder verändert, falls du das auch reduziert hattest?
Postpsychotische Depressionen treten etwa in Absetzphasen der Antipsychotika auf, also wenn zu wenig oder länger keine Antipsychotika eingenommen werden, dann schlagen Depressionen auch durch gefolgt von Positivsymptomen wenn sich die Psychose erwartungsgemäß zurückbildet.

Aripiprazol wirkt antidepressiv schneller und verlässlicher als Antidepressiva vor allem wenn man Psychose hat sind die Antidepressiva eher nur abgeschwächt wirksam oder wirkungslos, von daher müsste Traurigkeit und innerer Schmerz eher entstehen wenn du gleichzeitig mit dem Bupropion die Antipsychotika reduziert hast.
Falls du bis aufs Berberin nix verändert hast, also keine Dosiserhöhung der Antipsychotika, dann spricht zumindest einiges dafür das es die Wirkung der bestehenden Antipsychtika verbessert hat. Die vorherige Verschlechterung spricht auch dafür, das Bupropion bei dir einen Zusatznutzen hatte.
Ich beschäftige mich ja länger schon mit Neuroinflammation und scheinbar spielen Entzündungsprozesse bei manchen Betroffenen eine stärkere Rolle, trotzdem würde ich keine voreiligen Rückschlüsse aufs Berberin ziehen.

Wichtig wäre ob du isoiert betrachtet in der Zeit nur Bupropion abgesetzt hast, oder auch an deinen Antipsychotika etwas etwa zeitgleich mit dem Berberin verändert hast. Da mehr Aripiprazol (wenn das vorher reduziert war) auch antidepressiv sehr effektiv sein kann.


Welche Probleme nach Absetzen des Bupropions? Traurigkeit, innerer Schmerz.
Bupropion wirkt sich weniger auf Traurigkeit und inneren Schmerz aus, deswegen ist dieser Absetzeffekt etwas unplausibel.
Falls du das Aripiprazol und Antipsychotika gleichzeitig reduziert hast, dann wäre es zumindest wahrscheindlich das die Depressiven Verstimmungen daher gekommen sind.
Wäre eben die Frage wie du diese Wirkstoffe in der Zeit verändert hast. Aripiprazol kann schon wenige Tage nach Dosiserhöhung antidepressiv wirksam sein.


Dämpft Aripiprazol oder reduziert es das Denken? Also müder bin ich nicht, außer abends, was ja gut ist. Fühl mich ausgeglichen, sehr wohl. Ansonsten aber eigentlich auch wacher, lebendiger, tagsüber.
Was aber auch am weniger Haldol liegen könnte?
Aripiprazol sediert weniger als andere Antipsychtoika und kann man ja morgens nehmen. Das passt schon das man abends dann trotzdem etwas müde ist, also dämpfung und Schlafförderung ist trotzdem da. Dich ausgeglichen und wohl zu fühlen passt da auch in die Wirkweise. Bei dir kann das zu Haldol schon einen großen Unterschied machenm, da Haloperidol ja schon wirklich eine härtere Substanz ist die auch kognitiv wesentlich mehr einschränken sollte. Dafür wirkst du ja wirklich sehr klar und konzentriert.
Bezüglich dem reduzierten Denken tut ja Aripiprazol auch dämpfen wie andere Antipsychotika belegt es Dopaminrezeptoren recht effektiv. Somit schon reduziertes denken, aber psychotsch wäre ja das andere Extrem. Schwierigkeit ist eben von der Dosis da einge gesunde Mitte zu finden.
Etwa wenn du jetzt mehrere Tage 15 mg Aripiprazol hast, könntest du dich dann trotzdem zu gedämpft fühlen. Ist an sich von der Potenz her ähnlich stark wie Haloperidol, also die Dopaminblockade ist beim Aripiprazol schon trotz milder Nebenwirkungen stark.
Von daher glaube ich wäre das Bupropion jetzt kein Problem und würde keine Schlafstörungen mehr machen. Wenn du aber ein paar Tage abwartest, könntest du dich auch so vom Aripiprazol (mit und ohne Bupropion) wieder zu gedämpft fühlen.

Das du dich kürzlich mit Bupropion so schlaflos und aktiv fast manisch gefühlt hast passt schon ins Bild das der Reduzierungsschritt des Haloperidols, was du aktuell mit dem mehr an Aripiprazol ausgleichst. Leider kippt dieses beruhigende Gefühl der Antipsychotika dann häufig zu zuviel gedämpft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wichtig wäre ob du isoiert betrachtet in der Zeit nur Bupropion abgesetzt hast, oder auch an deinen Antipsychotika etwas etwa zeitgleich mit dem Berberin verändert hast. Da mehr Aripiprazol (wenn das vorher reduziert war) auch antidepressiv sehr effektiv sein kann.
Nur Bupropion. Das Aripiprazol hatte ich dann erst am 24.Oktober also mehr als einen Monat nach der scheinbaren „Rettung“ durch das Berberin, auch reduziert, von 15mg auf 7,5mg da. Haloperidol hatte ich da auch noch gar nicht verändert. Also im September wirklich nur Bupropion abgesetzt, nix anderes reduziert, und dann bald mit dem Berberin angefangen. Soweit zur Geschichte.

Ein paar Beobachtungen:
• Die Unsicherheit, was ich tun und lassen, sagen und nicht sagen sollte, die während der Schlafproblem-Phase schlimm war, ist nun wieder weg. Keine Unsicherheit mehr.

• Gesteigerte Emotionalität. Meine Gefühle sind viel stärker zurzeit und ich fühle mich zum Teil ein wenig überwältigt. Kann mich ganz gut bremsen nach außen, aber innerlich ist momentan sehr windig. Ich hoffe daran gewöhnt man sich und lernt besser damit umzugehen… aber es ist nicht nur überwältigend, eigentlich auch ganz angenehm. Lebendiger.

Ja ich fühle mich auch klar und konzentriert ansonsten.

Es könnte natürlich sein, dass das Berberin die Wirkung der Antipsychotika verstärkt. Irgendetwas muss das im September aber mit dem Berberin zu tun gehabt haben.

Naja, zum Bupropion. Erstmal nicht.
 
Naja, ich meinte nicht verstärken. Offenbar meinst du ja das es dir geholfen hat.
Wenn es verstärkend wäre, dann eher wenn es den Abbau deiner Antipsychotika verzögert.

Bin mir unsicher ob du tatsächlich es ernst meinst oder einfach etwas behauptest.
Du hattest da also nur haloperidol eingenommen und vor Oktober noch kein Aripiprazol?

Das mit dem Berberin klingt ja nett, aber ich glaube du berteibst hier nur verarsche.
 
Man kann z.bsp. die KI fragen, bevor man sowas schreibt.
Berberin kann den Abbau von Psychopharmaka generell, in Leber und Nieren verringern oder verstärken. KI sagt das jedenfalls…

Aber, ist schon gut.
 
Man kann z.bsp. die KI fragen, bevor man sowas schreibt.
Berberin kann den Abbau von Psychopharmaka generell, in Leber und Nieren verringern oder verstärken. KI sagt das jedenfalls…

Aber, ist schon gut.
Naja, dann wäre das wohl doch die Erklärung.
Sorry das ich deine Glaubwürdigkeit angezweifelt habe.

Wenn es den abbau verzögert wirken diese ja stärker, somit wäre bei dir der Effekt zumindest erklärbar.
 
Aber, ist schon gut.
Bupropion kann theoretisch auch Aripiprazol von dem Blutspiegel erhöhen. Brächte man aber TDM um das mal wirklich nachzuweisen.

Trotzden, hattest du vor oktober noch kein Aripiprazol? Was dann?

Wenn Berberin den abbau von nls verzögert, wäre das zumindest eher eine erklärung.

Auch das Aripiprazol mit Bupropion im Gepäck stärker wirken sollte.

Ich fand es nur sehr krass das du quasi die Symptome beim Bupropion hattest die in längeren Phasen ohne Antipsychotikum zu erwarten sind.
 
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