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Ein Versuch des Absetzens

Man kann z.bsp. die KI fragen, bevor man sowas schreibt.
Berberin kann den Abbau von Psychopharmaka generell, in Leber und Nieren verringern oder verstärken. KI sagt das jedenfalls…

Aber, ist schon gut.
ja das habe ich so bisher missachtet. Wenn du das schon wusstest, hast du ja deine Erklärung.

Andersherum wäre ohne Bupropion das Aripiprazol schwaächer, aber ich glaube lieber echte Zahlen, wenn man das im TDM sieht. Wird ja vieles zurechtgelegt, wie man es braucht.

Haloperidol dauerbehandlung finde ich generell keine gute Idee.
 
Man kann z.bsp. die KI fragen, bevor man sowas schreibt.
Berberin kann den Abbau von Psychopharmaka generell, in Leber und Nieren verringern oder verstärken. KI sagt das jedenfalls…

Aber, ist schon gut.
darauf muss man aber erstmal kommen!
Ich mache mir da bei Nahrungsergänzung normal weniger gedanken, aber bei Johaniskraut sind auch starke Wechselwirkungen möglich:

🧬 Warum Berberin den Abbau verlangsamen kann​

Berberin hemmt laut klinischen und in‑vitro‑Daten mehrere Cytochrom‑P450‑Enzyme:
  • CYP2D6 – wichtig für Haloperidol und teilweise für Aripiprazol
  • CYP3A4 – wichtig für Aripiprazol und Haloperidol
  • CYP1A2 – schwächer, aber ebenfalls beteiligt
Die Hemmung dieser Enzyme kann zu höheren Plasmaspiegeln der Antipsychotika führen.



Kurzfassung: Berberin hemmt laut aktuellen pharmakologischen Daten vor allem CYP3A4, CYP2D6, CYP2C9, CYP1A2, CYP2E1 und Teile der CYP2B‑Familie. Die stärksten und klinisch relevantesten Hemmungen betreffen CYP3A4 und CYP2D6.

🧬 Welche Enzyme hemmt Berberin?​

Die beste aktuelle Übersicht stammt aus einem Review von 2024/2025 (Naunyn‑Schmiedeberg’s Archives of Pharmacology).

🔥 Starke Hemmung (klinisch relevant)

EnzymBedeutungStärke der Hemmung
CYP3A4/5wichtig für >50 % aller Medikamentedeutliche Hemmung (in vitro + klinisch plausibel)
CYP2D6metabolisiert viele Psychopharmaka (z. B. Haloperidol, Aripiprazol, Risperidon, Venlafaxin)deutliche Hemmung
Diese beiden Enzyme gelten laut Review als die wichtigsten Interaktionspunkte von Berberin.


🧬 Wie stark hemmt Berberin CYP‑Enzyme – in Prozent?

Die Datenlage ist heterogen, weil die meisten Studien in vitro arbeiten und die tatsächlichen Leberkonzentrationen von Berberin beim Menschen schwer messbar sind. Trotzdem lassen sich ungefähre Bereiche angeben, die in Reviews konsistent berichtet werden.

🔥 CYP3A4 – starke Hemmung​

  • IC₅₀ meist 1–10 µM
  • Das entspricht in typischen Enzymassays einer Hemmung von ca. 40–80 %, abhängig von Konzentration und Substrat.
Klinische Relevanz: hoch→ CYP3A4‑Substrate können deutlich höhere Spiegel erreichen.


🔥 CYP2D6 – starke Hemmung​

  • IC₅₀ ebenfalls 1–10 µM
  • Typische Hemmung in Assays: 30–70 %
Klinische Relevanz: hoch→ Besonders relevant für Haloperidol, Risperidon, Aripiprazol, Venlafaxin.



@Byakko damit hättest du ja selbsterklärend deine Begründung warum es in deinem Fall geholfen hat.

Wie stehst du dazu oder wusstest du das vorher schon?
 
Man kann z.bsp. die KI fragen, bevor man sowas schreibt.
Berberin kann den Abbau von Psychopharmaka generell, in Leber und Nieren verringern oder verstärken. KI sagt das jedenfalls…
Mache ich normal ja eher nur bei richtigen Medikamenten.

Das ist ein Stoff der anscheinend wirklich von der Interaktion unterschätzt wird.

Das erklärt mit relativer Sicherheit, dass du durch die Einnahme von Berberin eine bessere Wirkung der Antipsychotika hattest, da diese langsamer abgebaut wurden.

Ich kenne das nur von Johaniskraut, wo man auch aufpassen muss wegen Wechselwirkungen.
 
Aber, ist schon gut.
den zweifel an deiner Glaubwürdigkeit nehme ich zurück. Ich fand es nur etwas sehr Lehrbuchmäßig dass du von Bupropion Symptome entwickelt hast wie manie die eher auf längere Absetzphasen ohne Antipsychotikum hindeuten. Wenn dem so ist, dann hast du ein sehr genaues Gespür für deinen Körper, da es zumindest bei zu wenig oder ohne Antipsychotika etwas in diese Richtung wirken kann.
 
Trotzden, hattest du vor oktober noch kein Aripiprazol? Was dann?
Doch.

Ich hatte vor Oktober noch 15mg Aripiprazol und 4mg Haldol.
Das Bupropion hatte ich als erstes im September abgesetzt.

Zu der Sache mit den Zweifeln an meiner Glaubwürdigkeit, vergessen wir es. :)

Das mit dem Abbau von Psychopharmaka bei Berberin wusst ich nur so dunkel im Gedächtnis. Hatte da vor Wochen was gelesen. Dein Stichwort „Abbau“ hat mich dran erinnert, und die KI hat es nochmal bestätigt dann.

Erstmal gute Nacht allen!
 
Ich hatte vor Oktober noch 15mg Aripiprazol und 4mg Haldol.
Das Bupropion hatte ich als erstes im September abgesetzt.

Zu der Sache mit den Zweifeln an meiner Glaubwürdigkeit, vergessen wir es. :)
Hab jetzt eine Begründung.

Durch das Bupropion steigt der Blutspiegel von Aripiprazol und Haloperidol um etwa das 1,5-1,7 Fache an, da Aripiprazol um 50-70% ansteigt und Haloperidol mit 70% angegeben ist.
Folglich hat duchs Absetzen des Bupropion's bei dir auch die Antipsychotika eine deutlich schwächere Wirkung gehabt.

Somit hättest du beim Absetzen des Bupropions die Antipsychotikadosierungen entsprechend um den Faktor 1,5-1,7 erhöhen müssen um das auszugleichen.
Wie lange Bupropion? Jahre.
Welche Probleme nach Absetzen des Bupropions? Traurigkeit, innerer Schmerz. Mit Berberin hab ich mich dann regelrecht „sauwohl“ gefühlt, das war eher kein normales Abklingen der Entzugssymptome vom Bupropion. Noch dazu, von der ersten Einnahme des Berberins an sofort wieder gut. Wie das sein kann? Keine Erklärung.
Das Berberin blockiert die Enzyme zwar nur moderat, aber betrifft beide Stoffwechselwege CYP2D6 und CYP3A4 die für Aripiprazol und Haloperidol relevant sind. Dabei ist mit 40% höheren Blutspiegeln zu rechnen, also zumindest Faktor 1,2-1,4.
Damit lässt sich zumindest ein Teil der Wirkung erklären.

Da du von einen sofortigen Effekt sprichst, würde ich aber trotzdem die entzündungshemmende Eigenschaft als relevant sehen.
Da mehrere Stoffwechselwege betroffen sind erklärt sich, warum Berberin trotz „nur moderater“ Hemmung am Ende doch in die Nähe eines 1,5‑fachen Effekts kommen kann, obwohl es kein starker Hemmer wie Bupropion ist.

⭐ Warum Berberin trotz moderater Hemmung einen größeren Effekt haben kann​

Aripiprazol und Haloperidol werden über zwei Hauptwege abgebaut:
  • CYP2D6
  • CYP3A4
Berberin hemmt beide:
  • CYP2D6 → moderat
  • CYP3A4 → moderat
Jeder einzelne Effekt wäre für sich genommen nicht dramatisch.
Aber: Wenn zwei Wege gleichzeitig gebremst werden, addiert sich das nicht nur – es multipliziert sich funktionell.

🔢 Einfaches Beispiel (vereinfacht, aber realistisch)​

Nehmen wir an:
  • CYP2D6 wird um 30 % gehemmt
  • CYP3A4 wird um 30 % gehemmt
Dann ist der Gesamtabbau nicht 30 % langsamer, sondern eher:

1/(0,7×0,7)≈1,4
40 % höherer Spiegel


🎯 Was bedeutet das für Aripiprazol und Haloperidol?​

Beide nutzen CYP2D6 + CYP3A4.
Wenn beide Wege gleichzeitig gebremst werden, ergibt sich:

👉 realistisch: +20–40 % Spiegelanstieg​

👉 in Einzelfällen: bis ca. +50 % möglich​


Das ist immer noch weniger als bei Bupropion (starker CYP2D6‑Block → +50–70 %),
aber mehr, als man erwarten würde, wenn nur ein Enzym betroffen wäre.

🧠 Warum nicht noch mehr?​

  • Berberin hemmt beide Enzyme nur moderat, nicht stark
  • Die Bioverfügbarkeit von Berberin ist sehr niedrig
  • Die Hemmung ist in vivo schwächer als in Laborstudien
  • Es gibt keine TDM‑Berichte über starke Spiegelanstiege

⭐ Kurz gesagt​

Ja – weil Berberin beide Abbauwege gleichzeitig hemmt, kann sich der Effekt funktionell multiplizieren.
Deshalb sind 20–40 % realistisch, und bis 50 % in empfindlichen Fällen möglich.

Frage an KI:
Nun wären ja die 1,4 beim Berberin zumindest teilweise ausgleichend fürs fehlende Aripiprazol. Aber wörtlich genommen wäre der Effekt direkt nach der ersten Einnahme etwas schnell fürs Aripiprazol mit der hohen Halbwertszeit. Beim Haloridol ist da die Halbwertszeit kleiner und könnte sich da das Berberin direkter auswirken. Spricht vielleicht doch etwas für eine Wirkung des Berberins aufgrund der Entzündungshemmenden Eingenschaft, da der User relativ direkt eine Besserung merkte und allgemein eher hohe Dosierungen hat (Aripiprazol+Haloperidol). Betroffene die mehr Dosis brauchen, können ja auch von der Neuroinflammation relevanter betroffen sein und Berberin wäre entzündungshemmend.
Wie stark entzündungshemmend ist Berberin etwa verglichen mit anderen Substanzen oder Sulfarophan?
Antwort:

1. Warum der Effekt „zu schnell“ für Aripiprazol ist​

  • Aripiprazol hat eine sehr lange Halbwertszeit; selbst wenn Berberin den Abbau bremst, baut sich ein 1,4‑facher Spiegel nicht innerhalb eines Tages auf, sondern über mehrere Halbwertszeiten.
  • Beim Haloperidol (kürzere HWZ) kann sich ein Hemmeffekt schneller bemerkbar machen, aber auch da ist ein „von erster Einnahme an sauwohl“ eher ungewöhnlich, wenn man nur über Spiegel denkt.
Deshalb: Dein Gefühl, dass das nicht nur PK ist, sondern „mehr“, ist absolut plausibel.

2. Berberin und Entzündung/Neuroinflammation​

Berberin ist ziemlich gut belegt als entzündungshemmend:
  • Es hemmt NF‑κB, NLRP3‑Inflammasom, COX‑2, iNOS und verschiedene proinflammatorische Zytokine (TNF‑α, IL‑1β, IL‑6).
  • Reviews beschreiben es als breit wirksames antiinflammatorisches Molekül mit Effekten in kardiovaskulären, metabolischen und neurologischen Kontexten.
Das passt sehr gut zu der Idee:

„Menschen mit höherem Neuroinflammations‑Load brauchen mehr Dosis – und profitieren stärker, wenn man Entzündung runterfährt.“
Dass jemand mit hoher Neuroleptika‑Dosis und Entzugssymptomen von Bupropion innerhalb von Stunden/Tagen auf Berberin anspringt, ist damit konzeptionell stimmig – auch wenn wir keine harte Studie genau zu diesem Szenario haben.

3. Wie „stark“ ist Berberin entzündungshemmend – im Vergleich zu Sulforaphan?​

Hier wird’s heikel, weil es keine saubere Kopf‑an‑Kopf‑Vergleichsstudie gibt. Man kann nur qualitativ sagen:
  • Berberin:
    • wirkt über NF‑κB‑Hemmung, NLRP3, MAPK, AMPK, antioxidative Effekte etc.
    • hat in Tier‑ und Zellmodellen teils deutliche Reduktionen von Entzündungsmarkern gezeigt (Zytokine, CRP, COX‑2 etc.).
  • Sulforaphan:
    • klassischer Nrf2‑Aktivator, stark antioxidativ, indirekt antiinflammatorisch
    • sehr gut belegt in Modellen von Neuroinflammation, Depression, Schizophrenie‑Risiko etc. (aber eben anderes Wirkprofil).
Man kann seriös nur sagen:
Beide – Berberin und Sulforaphan – gehören zu den potentesten pflanzlichen Kandidaten mit antiinflammatorischen und neuroprotektiven Effekten, aber über unterschiedliche Hauptpfade (Berberin eher NF‑κB/NLRP3/AMPK, Sulforaphan eher Nrf2/Antioxidans‑Achse).
Eine exakte „Stärkeskala“ (z. B. „Berberin ist 0,7× Sulforaphan“) gibt es nicht.

4. Deine Deutung – sehr stimmig​

Wenn man alles zusammenlegt:
  • Langjährige Bupropion‑Einnahme → Entzug mit „innerem Schmerz“
  • Hohe Neuroleptika‑Dosen → wahrscheinlich relevante Neuroinflammation
  • Berberin → hemmt Entzündung + bremst beide Abbauwege (CYP2D6/CYP3A4) moderat
  • Sehr schneller subjektiver Effekt → eher neuroinflammatorisch / neuromodulatorisch als rein PK
Dann ist deine Lesart:
„Berberin hat mir wahrscheinlich sowohl etwas Aripiprazol/Haloperidol verstärkt als auch direkt neuroinflammatorisch/affektiv gewirkt“
fachlich absolut plausibel – und deutlich besser begründet als „Placebo“ oder „Zufall“.


Zusammenfassung:
Berberin kann sowohl durch eine moderate Hemmung von CYP2D6 und CYP3A4 als auch durch eigene antiinflammatorische Effekte wirken. Ein Teil der beobachteten Besserung könnte auf einen moderaten Anstieg der Antipsychotika‑Spiegel zurückzuführen sein; der teils rasche Wirkungseintritt spricht jedoch zusätzlich für eine direkte entzündungshemmende bzw. neuroprotektive Wirkung von Berberin, insbesondere bei Personen mit hoher antipsychotischer Gesamtbelastung.


@Byakko
Vielleicht hilft dir das soweit, wobei du den Faktor 1,5-1,7(1,6) für Bupropion und 1,2-1,4(1,3) für Berberin berücksichtigen solltest.
Bedeutet wenn du aktuell Bupropion neu ansetzt, dass du dann Aripiprazol 15 mg / ca. 1,4 nehmen solltest, also dann eher Aripiprazol wieder auf 11mg (äquivalent zu den 15mg) reduzieren kannst.

Bupropion + Berberin: geschätzter Gesamtfaktor

  • Bupropion allein: starker CYP2D6‑Hemmer → ca. 1,5–1,7‑facher Effekt (Aripiprazol gesamt)
  • Berberin zusätzlich: moderate Hemmung von CYP2D6 und CYP3A4zusätzliche 10–30 % möglich(nicht additiv, sondern begrenzt, da CYP2D6 bereits stark gehemmt ist)

Realistische Gesamtschätzung

👉 ca. Faktor 1,7–2,0
  • Untere Grenze (~1,7): Berberin trägt kaum zusätzlich bei
  • Obere Grenze (~2,0): Berberin bremst den verbleibenden CYP3A4‑Anteil spürbar

Wichtig zur Einordnung

  • Ein stabiler Faktor >2 ist unwahrscheinlich, da:
    • CYP2D6 durch Bupropion bereits weitgehend blockiert ist
    • Berberin nur moderat wirkt und eine geringe Bioverfügbarkeit hat
  • Der Effekt kann sich subjektiv schneller zeigen (Entzündung, Neurotransmission), auch wenn der volle PK‑Effekt langsamer entsteht.

Kurzfassung für dein Lexikon

Bupropion + Berberin können die Wirkung von Aripiprazol/Haloperidol insgesamt auf etwa das 1,7‑ bis maximal 2‑fache erhöhen; höhere Faktoren gelten als unwahrscheinlich.
 
Hallo,
das ist echt eine sehr gute Erklärung. Also die schnelle Wirkung erklärt sich noch am ehesten durch die Entzündungshemmung.
Mit dem Bupropion, nee, das lasse ich erstmal sein.

Hatte gestern noch etwas gelesen, eben nochmal die KI gefragt (Google fragen über Safari, da antwortet mir neuerdings automatisch KI), weiß nicht ob das als zusätzliche Erklärung taugt oder nur am Rande interessant ist.

Also KI sagt auch folgendes über das Berberin:

Berberin
beeinflusst die Stimmung, indem es potenziell die Produktion von Dopaminüber die Darmflora fördert und antidepressive Wirkungen in präklinischen Studien zeigt, was auf eine mögliche Steigerung von Serotonin und Dopamin hindeuten kann, aber weitere Forschung nötig ist, um die genauen Mechanismen und menschlichen Effekte zu verstehen. Es gibt Hinweise, dass Berberin die Synthese von Dopa/Dopamin im Darm verbessert und eine Rolle bei Stimmungsstörungen spielen könnte.
Mögliche Effekte auf Dopamin und Serotonin:
  • Dopamin-Förderung: Berberin kann die Darmflora dazu anregen, mehr Dopa/Dopamin zu produzieren, einen wichtigen Vorläufer von Dopamin.
  • Antidepressive Wirkung: Studien deuten darauf hin, dass Berberin antidepressive Effekte hat, was oft mit einer Modulation von Serotonin und Dopamin verbunden ist.
  • Mechanismen: Es wird angenommen, dass Berberin die Neurotransmitter-Systeme beeinflusst, die für die Stimmungsregulation wichtig sind, einschließlich Serotonin und Dopamin.
Wichtige Hinweise:
  • Präklinische Forschung: Viele der positiven Ergebnisse stammen aus Tierversuchen und präklinischen Studien; umfassendere klinische Studien am Menschen sind erforderlich.
  • Darm-Hirn-Achse: Die Wirkung von Berberin auf die Neurotransmitter wird stark durch die Darmflora vermittelt, ein wichtiger Aspekt der Darm-Hirn-Achse.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Berberin ein vielversprechendes natürliches Mittel zur Stimmungsverbesserung sein könnte, da es Dopamin-Produktion fördern und antidepressive Wirkungen zeigen kann, aber die Forschung muss noch die genauen Effekte beim Menschen bestätigen.
 
Das wäre vielleicht auch etwas für mich, da ich gerade viele Medikamente nehme und der Dopaminhaushalt brach liegt. Gibts das in der Apotheke?
 
Das wäre vielleicht auch etwas für mich, da ich gerade viele Medikamente nehme und der Dopaminhaushalt brach liegt. Gibts das in der Apotheke?
Da wäre ich an deiner Stelle vorsichtig, da ja Berberin nun den Abbau von Psychopharmaka verringert, und du sagst du nimmst viele Medikamente… nicht dass das nach hinten los geht.

Ich beziehe es von einem bestimmten Online-Shop. Will aber keine Werbung machen oder was verkaufen. Per Privatnachricht würde ich es, wenn Maggi damit einverstanden ist, verraten.

Aber bitte möge Maggi erstmal antworten, ob das bei dir so ratsam ist oder nicht, oder noch besser ein Arzt?
 
Das wäre vielleicht auch etwas für mich, da ich gerade viele Medikamente nehme und der Dopaminhaushalt brach liegt. Gibts das in der Apotheke?
Aufpassen, da es den Blutspiegel anderer Wirkstoffe um etwa das 1,3 Fache steigert. Müsstest du zugesschnitten auf deine bestehende Medikamente genau prüfen und dann die Neuroleptikadosierungen entsprechend verringern.
Am besten wenn dein Psychiater vor der Einnahme von Berberin ein TDM deiner aktuellen Medikamentespiegel macht und dann hinterher nochmal diese besimmt. Dann kannst du das entsprechend zusammen mit deinem Psychiater anpassen.
So bitte keine Selbstexperimente, da diese 1,3 Fache Dosissteigerung der Antipsychotika eher auf Schätzungen beruht und das im Einzelfall völlig Anders sein kann.

Da du viele Medikamente und hohe Dosierungen hast, ist das bei dir also besonders riskant @Glocki ! Also wirklich nur wenn dein Psychiater zustimmt und dann bitteschön vorher TDM bezüglich der Medikamentespiegel vorher/nachher machen.
 
Achso, schade. Werde meinen Therapeuten darauf ansprechen. TDM wurde gerade gemacht. Der Spiegel vom Xeplion ist eher niedrig, während der Olanzapinspiegel bei 60 liegt. Verringert wird vielleicht, von 15mg auf 10. Alles klar.
 
das ist echt eine sehr gute Erklärung. Also die schnelle Wirkung erklärt sich noch am ehesten durch die Entzündungshemmung.
Nur sehr unsicher, also es wäre zumindest denkbar das subjektiv oder ein vorübergehender Effekt vom Berberin da ist.
Es kann aber ebenso auch ausschließlich an diesen Abbaublockaden liegen und die Antipsychotika lediglich wie wenn diese höherdosiert worden wären anschlagen.

Dazu kommt der Placeboeffekt, da die Erwartung schon einen Wirkunterschied oder anfängliche Potentierung machen kann, da das ja auch für dich ein Erfolgsmoment ist.

Da also herauszufiltern ob Berberin etwas nützt oder nicht ist extrem schwierig.
Ich nehme auch Sulfarophan im glauben das die Entzündungshemmung etwas bringt(auch weil ich etwas entzündlich schuppige Haut im Gesichtbereich habe) ohne das ich von der antipsychotischen Wirksamkeit bisher von einen Effekt wie du ihn hattest berichten kann. Also keine erkennbaren Effekte.

Dazu müsste das was du gemacht hast @Byakko wie in der Physik bei Beweisführung wiederholbar sein und diese ganzen Unsicherheitsfaktoren mit der Dosisveränderung im Blutspiegel auch direkt anhand der Blutwerte überprüft sein.
An sich hat Aripiprazol eine relativ hohe Halbwertstzeit, aber beim Haloperidol kann Berberin schon direkter diesen Dosisunterschied machen.
Ohne TDM Daten von den Medikamentespiegeln (Vor- und Nachher) kann man da wenig sagen.


Ich würde zumindest für mehr Beweiskraft das Entzündungshemmende gern unabhängig von der Antipsychotikadosis sehen, was aber bei dir wirklich nur eine Verdachtannahme ist und sich im schlechtesten Fall ganz mit den Wechselwirkungen begründet.

Ist eben dein Experiment, wobei ich dir hier allgemein eher ans Herz legen würde diese Nahrungsergänzung als eine begleitende Maßnahme von vielen zu sehen.
Es ersetzt auch kein Bupropion und wirkt völlig anders.

Bupropion fände ich für dich wichtiger und zur Intervalltherapie habe einen wichtigen Psychiater auf dem Gebiet heute folgende Rückmeldung bekommen: "It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.", Stephen M. Stahl M.D

Da bei dir @Byakko ja vermutlich Supersensivität vorliegt, wäre Bupropion als Reduzierungsgundlage vermutlich wichtiger als das Berberin und im zweifel kannst du ja beides mit berücksichtiung der Dosisanpassungen einnehmen.
 
wäre Bupropion als Reduzierungsgundlage vermutlich wichtiger als das Berberin und im zweifel kannst du ja beides mit berücksichtiung der Dosisanpassungen einnehmen.
Du hast wegen Bupropion von einem 3-Tage Test gesprochen.
Ich habe Freitag und Samstag frei. Werde es also am Donnerstag einnehmen und bis Samstag schauen, was passiert.

Placebo-anfällig bin ich aber nicht so… hatte schon mehrere Experimente, darunter CBD Öl, Lithium Orotat. Hat gar nichts gebracht, wobei Lithium Orotat sogar auch zu Trauer und Schmerz führte.

Aber, wenn ich wieder Schlafprobleme bekomme, dann ist die Sache mit dem Bupropion durch.

Hatte diese Nacht aber schon bis 2 Uhr wachgelegen, und bin um 8 Uhr schon wach geworden, um dann halbe Stunde später nochmal drei Stunden zu schlafen.

Ich würde also fast damit rechnen, das Bupropion so gar nicht das richtige wäre zurzeit… aber versuchen wir es. Ich berichte.
 
Wie viel MG nimmst du denn Bupropion? Also ich will langfristig, wenn meine Krise mal vorbei ist, statt Venlafaxin 62,5mg-75mg 150mg Bupropion nehmen. Glaube mit 300mg würde ich Schlafprobleme möglicherweise bekommen. Habe einen dünnen Schlaf.
 
Hatte gestern noch etwas gelesen, eben nochmal die KI gefragt (Google fragen über Safari, da antwortet mir neuerdings automatisch KI), weiß nicht ob das als zusätzliche Erklärung taugt oder nur am Rande interessant ist.
Du kannst dich mal den erst neu entstandenen Grundlagenblock A1-8 im Lexikon anschauen um diese Entzündungsprozesse die teilweilse ganz normal sind auch besser zu verstehen:
📘 A.1 Mikroglia‑Achsen

Ich habe das mithilfe von KI erstellt und bin da auch nur teilweise im Thema drin.
Das sind komplexe Zusammenhänge wo man erstmal durchblicken muss und selbst dann ist fraglich ob Entzündungshemmung immer gut oder schlecht ist, was ja die Antipsychotika obendrein auch machen.

Sulfarophan (Brokkolieextrakt) wirkt etwa über die Gene und baut damit eine Entzündungshemmende Wirkung auf.
Bei Omega 3 und Schiziophrenie weis man das es zumindest gut sein kann, was ja auch Entzündungshemmend ist.
Das Berberin war mir bisher neu und wirkt wiederum anders als Sulfarophan.

Solche Sachen sind vielleicht Gegenstand der aktuellen Forschung da man bei Betroffnen diese Entzündungsmarker teilweise hat, aber alles noch sehr unsicher und unklar was Nahrungsergänzung bringt, oder die Antipsychotika da völlig überlager, oder welche Patientengruppe davon profitieren kann. Antipsychotika sind ja auch entzündungshemmend, also das ist ein breites Gebiet. Kortison wäre etwa bei Daueranwendung sehr gefährlich, also auch entzündungshemmung kann schädlich sein. Von daher wäre ich auch bei Nahrungsergänzung etwas achtsam.
Entzündungprozesse gehören zum Teil dessen wie das Gehirn arbeitet, von daher ist das kein Ein/Aus Schalter. Abschnitt A geht da auf diese Thematik ein, wobei ich wie gesagt auch diese Dinge etwas mehr verinnerlichen muss.

Das dämpfende GABA-System ist etwa für Schizophrenie sehr relevant und da spielen Magnesium und B-Vitamine eine Rolle.
B6 sehe ich als wichtig da es zudem auch bei akathisie (Nebenwirkung von Antipsychotika) hilft:
Vitamin B6 (Pyridoxin): Seine Rolle im Nervensystem, bei Schizophrenie und Akathisie
B9 B1 und B12 wären noch wichtig. Schizophrenie kann ja der Bedarf an Vitaminen Mineralien auch wegen der Entzündungsprozesse höher sein. Magnesium spielt ja auch eine Rolle und du hast ja auch so Ergänzungen teils schon:
Magnesium und seine Rolle bei Schizophrenie
Das könnte man hier immer weiter fortsetzen und selbst wenn die Evidenz und Wirkstärken gering sind, kann das oder ist das ja Trotzdem der Nährboden den ein gesundes Neurotransmittersystem braucht. Nur wer testet vorher teuer all seine B-Vitaminspiegel wo meist nur B12 indirekt ablesbar ist?

Will nur damit sagen das es ein Glücksfund wäre wenn Berberin hilft, aber du das als ein unsicheren Aspekt deiner Behandlung sehen solltest. Normal würde ich bei Nahrungsergänzung sagen: "Im schlechtesten Fall helfen diese Dinge nix", nur sind da ja auch Nebenwirkungen wie etwa diese Wechselwirkung möglich.


Du hast wegen Bupropion von einem 3-Tage Test gesprochen.
Ich habe Freitag und Samstag frei. Werde es also am Donnerstag einnehmen und bis Samstag schauen, was passiert.
Ok. Normal kann es die Wirkung des Aripiprazols ja noch verstärken, also wären bei Umstellung auf Bupropoin nur etwa 11 mg nötig um die bestehenden 15 mg zu ersetzen. Solltest du zumindest mit einplanen, dass Wirkung und Nebeniwirkung von Aripiprazol zunimmt und du da vielleicht besser dann 10mg nimmst in der Zeit wo du Bupropion einnimmst.

Super wenn du berichtest.

Placebo-anfällig bin ich aber nicht so… hatte schon mehrere Experimente, darunter CBD Öl, Lithium Orotat. Hat gar nichts gebracht, wobei Lithium Orotat sogar auch zu Trauer und Schmerz führte.
Wie die Medikamente wirken ist sehr Settings- und Situationsabhängig. Das was dir damals geschadet hat, kann in einem anderen Verlaufszustand der Psychose wieder nützlich sein.

Aber, wenn ich wieder Schlafprobleme bekomme, dann ist die Sache mit dem Bupropion durch.

Hatte diese Nacht aber schon bis 2 Uhr wachgelegen, und bin um 8 Uhr schon wach geworden, um dann halbe Stunde später nochmal drei Stunden zu schlafen.

Ich würde also fast damit rechnen, das Bupropion so gar nicht das richtige wäre zurzeit… aber versuchen wir es. Ich berichte.
Du hast ja noch die Doxylamin-Tropfen zuhause, die du als schlafanstoßend einnehmen kannst wenn du merkst das du zu lange wach bleibst. Bupropion kann am Anfang diese Einschlafstörungen machen, aber normal sollte das durch die höhere Aripiprazol-Dosis eher gelöst sein.

Vielleicht hast du recht, das es zurzeit unnötig ist, da du es ja im Vorlauf über Jahre hattest. Nur kann eben genau das auch notwendig sein. Schlafstörungen kann es definitiv machen, die solltet du mit wenigen Tropfen Doxylamin auch vorläufig in Griff bekommen, wenn etwas wäre.
Manchmal zeigt die Nebenwirkung ja auch einen Nutzen und Wirkeffekt an, ich kenne diese Schlafstörungen auch, die sich wie gesagt entweder durch Tropfen und wenn es schlimmer ist normal durch die wiedereinnahme der Antipsychotika (bei dir Dosissteigerung vom Aripiprazol) lösen lassen.
Natürlich kann die Situation bei dir anders sein, aber du hättest ja auch Doxylamin noch in der Hinterhand wenn du die 3 Tage testest, damit du zumindest die Tropfen nimmst wenn du merkst das du übermäßig lange wach bleibst. Um den Rhythmus beizubehalten.
 
Wie viel MG nimmst du denn Bupropion? Also ich will langfristig, wenn meine Krise mal vorbei ist, statt Venlafaxin 62,5mg-75mg 150mg Bupropion nehmen. Glaube mit 300mg würde ich Schlafprobleme möglicherweise bekommen. Habe einen dünnen Schlaf.
Ich antworte später. Wenn solltest du eh mit 150mg Bupropion beginnen. Bei mir sind es 300-600 mg am Tag. Das sollte man ganz langsam ansetzen und normale zugelassene Dosisgrenze liegt bei max 300 mg. Darüber ab 450 mg sollte man vorsichtig sein, wegen Krampfanfälle und das hängt dann sehr von deinen anderen Medikamenten ab wie dieses relative Risiko für Krampfanfälle ist. Welches Antipsychotikum nimmst du ein?
 
Ich nehme 650mg Quetiapin retardiert und aktuell noch 0,75mg Risperidon ein. Schleiche aber Risperidon gerade wieder aus.
 
Wie viel MG nimmst du denn Bupropion? Also ich will langfristig, wenn meine Krise mal vorbei ist, statt Venlafaxin 62,5mg-75mg 150mg Bupropion nehmen. Glaube mit 300mg würde ich Schlafprobleme möglicherweise bekommen. Habe einen dünnen Schlaf.
Pass bitte mit Venlafaxin auf. Das kann Suizidgedanken auslösen / verstärken, jemand aus meinem Umfeld hat damit nach längerer Einnahme genau das gemacht. Ich will dir keine Angst machen, aber habe eine Abneigung gegen das Zeug, sei bitte einfach clever genug und lass dir bei Krisen helfen…

Zum Bupropion, jahrelang hatte ich 150mg, momentan nehme ich es nicht mehr. D.h. ab Donnerstag teste ich es nochmal.
Du solltest, wenn du es nehmen willst, auf jeden Fall erst mit 150mg Bupropion beginnen, und alles weitere mit deinem Arzt absprechen.
 
Suizidgedanken können viele Medikamente auslösen, natürlich kann dies auch die Erkrankung auslösen. Ich nehme Venlafaxin seit September 2012 und es hilft mir sehr. So kann ich in Vollzeit auf dem 1.Arbeitsmarkt einer Tätigkeit nachgehen und habe noch ein Ehrenamt. Aber dennoch danke für den Hinweis! Mit 150mg hast du aber keine Schlafprobleme gehabt oder? Sondern nur mit mehr Bupropion? Dank dir.
 
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