Welche Probleme nach Absetzen des Bupropions? Traurigkeit, innerer Schmerz. Mit Berberin hab ich mich dann regelrecht „sauwohl“ gefühlt, das war eher kein normales Abklingen der Entzugssymptome vom Bupropion. Noch dazu, von der ersten Einnahme des Berberins an sofort wieder gut. Wie das sein kann? Keine Erklärung.
Bupropion sollte an sich wenig Entzugssymptome machen und eher mit Neigung zur inneren Unruhe beim Entzug. Traurigkeit und Schmerz sollten wegen der fehlenden Serotoninkomponente eher wenig ausgeprägt sein, also vielleicht war das eher in der negativen Erwartung eine Art Placeboeffekt beim Absetzen.
Aripiprazol wirkt an sich von der Serotoinkomponente weitaus antidepressiver, also stabilisiert emotional auch. Wenn du damals das auch reduziert hast und dann wieder erhöht könnte der Antidepressive Effekt oder das Depressive auch darauf zurückzuführen sein, da es bezüglich traurigkeit und inneren Schmerz deutlich wichtiger und wirkungsvoller als Bupropion ist.
Kannst du dich zurückerinnern ob du im September nur Bupropion abgesetzt hast oder vielleicht auch Aripiprazol verändert hast?
Berberin hört sich zwar gut an und ich bin auch in der Hinsicht für Nahrungsergänzung insbesondere weil Neuroinflammation ein wichtiger Aspekt bei Schizophrenie ist, aber der Effekt das so krass ausfällt gibt mir zumindest zu denken. Hast du damals wirklich nur Berberin angesetzt oder gleichzeitig auch Aripiprazol erhöht oder verändert, falls du das auch reduziert hattest?
Postpsychotische Depressionen treten etwa in Absetzphasen der Antipsychotika auf, also wenn zu wenig oder länger keine Antipsychotika eingenommen werden, dann schlagen Depressionen auch durch gefolgt von Positivsymptomen wenn sich die Psychose erwartungsgemäß zurückbildet.
Aripiprazol wirkt antidepressiv schneller und verlässlicher als Antidepressiva vor allem wenn man Psychose hat sind die Antidepressiva eher nur abgeschwächt wirksam oder wirkungslos, von daher müsste Traurigkeit und innerer Schmerz eher entstehen wenn du gleichzeitig mit dem Bupropion die Antipsychotika reduziert hast.
Falls du bis aufs Berberin nix verändert hast, also keine Dosiserhöhung der Antipsychotika, dann spricht zumindest einiges dafür das es die Wirkung der bestehenden Antipsychtika verbessert hat. Die vorherige Verschlechterung spricht auch dafür, das Bupropion bei dir einen Zusatznutzen hatte.
Ich beschäftige mich ja länger schon mit Neuroinflammation und scheinbar spielen Entzündungsprozesse bei manchen Betroffenen eine stärkere Rolle, trotzdem würde ich keine voreiligen Rückschlüsse aufs Berberin ziehen.
Wichtig wäre ob du isoiert betrachtet in der Zeit nur Bupropion abgesetzt hast, oder auch an deinen Antipsychotika etwas etwa zeitgleich mit dem Berberin verändert hast. Da mehr Aripiprazol (wenn das vorher reduziert war) auch antidepressiv sehr effektiv sein kann.
Welche Probleme nach Absetzen des Bupropions? Traurigkeit, innerer Schmerz.
Bupropion wirkt sich weniger auf Traurigkeit und inneren Schmerz aus, deswegen ist dieser Absetzeffekt etwas unplausibel.
Falls du das Aripiprazol und Antipsychotika gleichzeitig reduziert hast, dann wäre es zumindest wahrscheindlich das die Depressiven Verstimmungen daher gekommen sind.
Wäre eben die Frage wie du diese Wirkstoffe in der Zeit verändert hast. Aripiprazol kann schon wenige Tage nach Dosiserhöhung antidepressiv wirksam sein.
Dämpft Aripiprazol oder reduziert es das Denken? Also müder bin ich nicht, außer abends, was ja gut ist. Fühl mich ausgeglichen, sehr wohl. Ansonsten aber eigentlich auch wacher, lebendiger, tagsüber.
Was aber auch am weniger Haldol liegen könnte?
Aripiprazol sediert weniger als andere Antipsychtoika und kann man ja morgens nehmen. Das passt schon das man abends dann trotzdem etwas müde ist, also dämpfung und Schlafförderung ist trotzdem da. Dich ausgeglichen und wohl zu fühlen passt da auch in die Wirkweise. Bei dir kann das zu Haldol schon einen großen Unterschied machenm, da Haloperidol ja schon wirklich eine härtere Substanz ist die auch kognitiv wesentlich mehr einschränken sollte. Dafür wirkst du ja wirklich sehr klar und konzentriert.
Bezüglich dem reduzierten Denken tut ja Aripiprazol auch dämpfen wie andere Antipsychotika belegt es Dopaminrezeptoren recht effektiv. Somit schon reduziertes denken, aber psychotsch wäre ja das andere Extrem. Schwierigkeit ist eben von der Dosis da einge gesunde Mitte zu finden.
Etwa wenn du jetzt mehrere Tage 15 mg Aripiprazol hast, könntest du dich dann trotzdem zu gedämpft fühlen. Ist an sich von der Potenz her ähnlich stark wie Haloperidol, also die Dopaminblockade ist beim Aripiprazol schon trotz milder Nebenwirkungen stark.
Von daher glaube ich wäre das Bupropion jetzt kein Problem und würde keine Schlafstörungen mehr machen. Wenn du aber ein paar Tage abwartest, könntest du dich auch so vom Aripiprazol (mit und ohne Bupropion) wieder zu gedämpft fühlen.
Das du dich kürzlich mit Bupropion so schlaflos und aktiv fast manisch gefühlt hast passt schon ins Bild das der Reduzierungsschritt des Haloperidols, was du aktuell mit dem mehr an Aripiprazol ausgleichst. Leider kippt dieses beruhigende Gefühl der Antipsychotika dann häufig zu zuviel gedämpft.