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Drogeninduzierte Psychose oder paranoide Schizophrenie?

zielu1887

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Registriert
14 Juni 2023
Beiträge
2
Hallo liebe Community.

Ich bin 29 Jahre und habe ca. 8 Jahre Cannabis fast täglich konsumiert. Im April war ich wenige Tage auf Entzug, da ich meine Familie im Ausland besucht habe und eine Psychose ist ausgebrochen.

Man muss dazu sagen, dass ich sehr unter Arbeitsstress lit (50+ Stunden pro Woche gearbeitet) und darüber hinaus viel privaten Stress hatte (Umzug, Kredit, größere finanzielle Ausgaben etc.). Während meiner Psychose bin ich in die Psychiatrie gekommen und blieb dort einen Monat. Mit Tavor und Risperidon bin ich schnell zu mir gekommen und war nicht mehr psychotisch nach wenigen Tagen. Die Therapien und die Medikation taten mir sehr gut und ich fühlte mich schnell wieder normal. Niemand ist so schnell aus der Klinik gekommen wie ich. Jetzt nehme ich noch 3mg Risperidon täglich und merke, dass es negative Nebeneffekte mit sich bringt (z.B. Depression, Antrieblosigkeit etc.).

Meine Diagnose ist F12.5, F.20.0 und F12.2. Die Ärztin meinte, dass man noch nicht weiß, inwiefern ich "nur" eine drogeninduzierte Psychose hatte oder ob es doch Schizophrenie ist. Sobald ich ein zweites Mal eine Psychose haben würde, könnte man zu 99% von einer Schizophrenie ausgehen. Ich muss sagen, dass ich große Angst vor der Zukunft habe und nicht weiß, wie ich damit umgehen soll. Seit der Psychose bin ich nicht mehr psychotisch gewesen, musste aber meinen Job aufgeben, da ich mit dem Stress nicht klargekommen bin. Was denkt ihr? Hatte ich "nur" eine drogeninduzierte Psychose oder habe ich Schizophrenie?

Liebe Grüße
 
Was denkt ihr? Ich denke, da hilft dir nur die Zeit. Ich kann deinen Gedankengang absolut nachvollziehen, weil ich genau diese Frage auch lange Zeit hatte. Und die Antwort ist nun, eben nach Psychose Nr. 2 - schizophren. Das hat ne Weile weh getan, im Grunde war es aber auch irgendwo die Antwort die ich brauchte, um nicht länger dieses Fragezeichen in mir zu tragen. Stress ist immer ein Trigger für Psychosen. Aber nicht die einzige und absolute Erklärung. Veranlagung spielt eine große Rolle und auch die allgemeine Lebensführung. Stress lässt sich nicht immer vermeiden, das Leben passiert. Hast du bereits eine Reha gemacht, also eine beruflich orientierte? Das könnte ein Anreiz sein, eben zu schauen inwieweit du noch belastbar bist. Der eine kann arbeiten, der andere ein paar Stunden und andere wieder gar nicht. Manchmal braucht es auch nur mehr Zeit.
 
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