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Im Forum findest Du eine Medikamente-Empfehlung.

Diese neuartige Wirkstoffkombination ermöglicht ein relativ normales Leben trotz Erkrankung. Anders als bei den herkömmlichen Therapien hilft diese Wirkstoffkombination auch bei Negativsymptomen, was den Verlauf der Erkrankung erheblich verbessern kann und auch die Positivsymptome reduziert.

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Moin,
mein Freund hat bereits zum wiederholten Male einen (wie ich vermute)psychotischen Schub, der, wie auch schon mal letztes Jahr etwa zur gleichen Zeit, auftaucht, nachdem er Kokain konsumiert hat. Er ist davon überzeugt, von seinen Nachbarn rund um die Uhr beobachtet bzw. überwacht zu werden. Es sollen ca. 30 Leute sein, die ihn auch bis in die Wohnung einer Freundin und in ein Hotelzimmer ein paar Straßen weiter, in das er "geflüchtet" war als es losging, verfolgen würden. Er hört "sie" lachen und nimmt mit einer Kamera Lichtreflexe auf, die von der Straße aus in sein Wohnzimmer gelangen und von denen er glaubt, dass sie von diesen Nachbarn ausgehen, die mit irgendeinem Gerät in seine Fenster leuchten um ihn fertigzumachen. Letztes Jahr klang der Schub nach ein paar Wochen ab und er wurde fast wieder wie vorher, hielt jedoch an seinen Aussagen fest und nun wiederholt sich das ganze. Er hat wahnsinnige Angst, weil er nicht weiß, warum er beobachtet und verfolgt wird und spricht öfter von Rache. Er würde gerne einen von denen erwischen und ihn töten. Zudem droht er mir häufiger an, den Kontakt zu mir abzubrechen, wenn er herausfinden würde, dass ich ihm all das nicht glaube. Schließlich könne er gar nicht verrückt sein (so drückt er sich aus), obwohl er wisse, dass das allen anderen passieren könne und dass sich das auch verrückt anhören müsse, was er erzählt. Ich glaube, ich bin die einzige, der er sich damit anvertraut und die er sehen möchte in diesen Phasen, aber ich habe das Gefühl, ich kann gar nicht viel für ihn tun.
Gibt es dennoch jemanden hier, der mir vielleicht Tipps geben kann, wie ich mit der Situation am besten umgehen bzw. ihm helfen kann? Es macht mir schon sehr zu schaffen, ihn so verzweifelt zu sehen.
Liebe Grüße.
 
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Hey, bei Kokainpsychosen besteht ne Wahrscheinlichkeit von ca. 20-30% dass es sich chronifiziert. Heißt volles Programm Schizophrenie mit Positivsymptomen und Negativsymptomen und in vielen Fällen auf nimmer wiedersehen normales Leben.
Was hilft ist: Auf keinen Fall Drogen nehmen. Vor allem die Art von Drogen die die Psychose getriggert haben. Also alle Stimulanzien weg, auch Kaffee.
Dann gesunder Schlaf. Gibt wenig was psychotischer macht als Schlafentzug.
Und Medikamente. Einfach ne kleine Dosis Antipsychotika, dann wird er wahrscheinlich auch die Fähigkeit wiedererlangen, sein eigenes Warnkonstrukt (Verfolgungswahn) als Produkt der Fantasie zu erkennen.
 
TS
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Danke für die Antwort, Kuehnibert.
Nur ist es halt leider so, dass ich ihm ja nicht einfach ne Tablette geben kann und sagen "hier, iss die mal und alles wird gut". Er möchte nicht zum Arzt und ist der festen Überzeugung, das alles sei die Realität. Was kann ich tun zum jetzigen Zeitpunkt?
 
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Ich weiß es nicht. Tut mir leid. Die anderen haben da bestimmt bessere Tipps.
Vielleicht hilft ja sowas wie ne Aufklärung über Psychosen.
 

png

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Naja, vielleicht wäre ne möglichkeit ihn bei der Polizei zu melden, mit seinen Rachegelüsten ist das Kriterum der Fremdgefährdung ja erfüllt, die frage ist natürlich ob das für die Polizei in der Situation nachzuvollziehen ist. Denke in der Geschlossenen für ein paar wochen ginge es ihm auf Dauer besser als wenn es sich chronifiziert und er wen gefährdet.
 
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Gibt es dennoch jemanden hier, der mir vielleicht Tipps geben kann, wie ich mit der Situation am besten umgehen bzw. ihm helfen kann? Es macht mir schon sehr zu schaffen, ihn so verzweifelt zu sehen.
Liebe Grüße.
Er könnte diese Medikamente-Empfehlung des Forums hier ausprobieren.
Dabei wird das relativ gut verträgliche und hochwirksame Aripiprazol eingesetzt, was derartige Wahnsymptome und Verfolgungswahn schnell reduzieren sollte und womit er vielleicht eher Krankheitseinsichtig ist. Andere Neuroleptika haben häufig so krasse Nebenwirkungen das man sich schwer damit abfinden kann oder sich zu verändert fühlt.
Das Aripiprazol wirkt häufig schon ab 5mg sehr effektiv. Das könnte er Anfangs als Monotherapie ausprobieren um erstmal diese gröberen Symptome wie Verfolgungswahn abzudämpfen.
Da könnte er ambulant seinen Psychiater einfach nach diesen Wirkstoff fragen, oder kennt er das schon.

Sucht ist natürlich schwierig und da sollte er die Finger von illegalen Drogen lassen.
Wenn er mit den Aripiprazol(Abilify) halbwegs gut zurecht kommt, dann sollte er der Medikamente-Empfehlung hier im Forum folgen und zusätzlich erst das Antidepressivum Bupropion, dann noch Citalopram und abends zum besseren Durchschlafen Trimipramin-Tropfen einnehmen.
Also einfach den Link oben folgen und sich daran orientieren. Wenn diese Antiderpessiva drin sind wo Bupropion auch ein Nikotinentwöhnungsmittel ist, dann sollte sich das mit der Suchtproblematik auch bessern und gleichzeitig ermöglichen diese Antidepressiva, das sich das Neuroleptikum/Antipsychotikum Aripiprazol in Form einer Intervalltherapie einnehmen lässt und er sich so davon langsam entwöhnt. Die Antidepressiva reduzieren auch die Negativsymptome enorm wobei das Bupropion da etwas wichtiger ist als das Citalopram.
Im Grunde ergänzen sich diese Wirkstoffe gegenseitig so das die Nebenwirkungen sich aufheben, von daher ist es wichtig das man sich daran auch von den Dosierungen her grob orientiert.

Kann im Zweifelsfall auch weniger geeignet bei einer reinen Drogenpsychose sein, aber diese Option kann einen zu einen recht normalen Leben zurückhelfen, auch wenn es sonnst schwerwiegend ist.
 
Administrator
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Danke für die Antwort, Kuehnibert.
Nur ist es halt leider so, dass ich ihm ja nicht einfach ne Tablette geben kann und sagen "hier, iss die mal und alles wird gut". Er möchte nicht zum Arzt und ist der festen Überzeugung, das alles sei die Realität. Was kann ich tun zum jetzigen Zeitpunkt?
Du kannst dir diese Empfehlung ja ausdrucken (Druckversion) und das alles vorher mit ihm absprechen, so das er freiwillig zum Psychiater geht und nach diesen Wirkstoffen fragt, also eine gewisse Eigenverantwortung übernimmt, statt sich blind auf die Psychiatrie verlassen zu müssen. Ich wäre durch die Psychiatrie allein nie so gesund geworden wie heute, da man ansonsten nur sehr schwer von diesen Neuroleptika/Antipsychotika wieder wegkommt.
Insofern solltest du ihm gegenüber auch Verständnisvoll sein, weil manchmal ist es womöglich wirklich besser wenn man es ohne Medikamente schafft. Diese Alternative von mir ist da so eine Zwischenlösung, was man sonnst kaum findet, da reduzierte Einnahme und ständige Absetzversuche auch keine Ideallösung sind und wenn es eine richtige Psychose ist dann ist das wohl auch unabhängig von der Droge die dann nur ein Auslöser von Vielen ist.
Vielleicht kannst du ihn so überzeugen doch zum Arzt zu gehen indem du ihn den Rücken stärkst und keine Partei für den Psychiater ergreifst, weil das auch nur Menschen sind und psychische Erkrankungen gerade auch Psychose häufig gar keine so gute Prognosen haben, auch wenn man mit den Medikamenten Zeit gewinnt und Akutsymptome sehr gut behandeln kann. Problematisch sind die Negativsymptome, weil diese Trotz der Neuroleptika meistens bleiben und zum Teil sich auch verschlimmern können, so das man erstmal damit fertig werden muss.
Bei der Empfehlung von mir werden vor allem auch diese Negativsymptome gezielt mit dem Bupropion behandelt, was das alles deutlich einfacher macht und man auch von Abhängigkeit damit wegkommen kann, was sonnst eben wirklich schwierig ist.
 
TS
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Naja, vielleicht wäre ne möglichkeit ihn bei der Polizei zu melden, mit seinen Rachegelüsten ist das Kriterum der Fremdgefährdung ja erfüllt, die frage ist natürlich ob das für die Polizei in der Situation nachzuvollziehen ist. Denke in der Geschlossenen für ein paar wochen ginge es ihm auf Dauer besser als wenn es sich chronifiziert und er wen gefährdet.
Ja, da hast du natürlich vollkommen Recht, wenn du sagst, dass eine Fremdgefährdung erkennbar ist. Allerdings schätze ich das momentan so ein, dass es bei seinen Worten bleiben wird. Seit ich gestern den Beitrag oben geschrieben habe, ist er generell auch sehr viel ruhiger geworden, schläft ordentlich und lässt sich zwischendurch ganz gut ablenken, um auf andere Gedanken und raus aus der paranoiden Spirale zu kommen. Ich habe das alles im Blick und würde sofort die 110 wählen, wenn ich merke, dass es doch nochmal brenzlig wird.
Generell finde ich auch, dass ihm ein Klinikaufenthalt gut tun könnte, aber da werden ihn keine 10 Pferde hinbekommen. Außer natürlich, oben genannte Situation träte tatsächlich ein.
 
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Generell finde ich auch, dass ihm ein Klinikaufenthalt gut tun könnte, aber da werden ihn keine 10 Pferde hinbekommen. Außer natürlich, oben genannte Situation träte tatsächlich ein.
Vielleicht würde ihn auch schon ein Gang zum Psychiater helfen um zumindest mit jemanden außer dir über seine Probleme sprechen zu können.
Schlaf ist wirklich sehr wichtig, aber im Akutfall kann das auch ganz wegbrechen. Es wirkt ja schon sehr Akut, also wäre es gut wenn er zumindest irgendwelche Medikamente für den Notfall zuhause hat.
Bei so einer Fremdgefährdung könntest du eventuell auch so mal in der Klinik anrufen, ob die dich da einen Ratschlag geben können wie du darauf am Besten reagierst.
Bei mir als ich psychotischer wurde und eher selbstgefährdent war haben meine Angehörigen den Krankenwagen angerufen, weil sie sich nimmer zu helfen wussten und bis dahin unklar war was ich überhaupt habe.
Gibt also auch so eine Möglichkeit ohne gleich die 110 zu wählen was ja eher das letzte Mittel ist und wo er ja dann eventuell davon Nachteile hätte, wenn er da auffällig ist.
 
TS
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Du kannst dir diese Empfehlung ja ausdrucken (Druckversion) und das alles vorher mit ihm absprechen, so das er freiwillig zum Psychiater geht und nach diesen Wirkstoffen fragt, also eine gewisse Eigenverantwortung übernimmt, statt sich blind auf die Psychiatrie verlassen zu müssen. Ich wäre durch die Psychiatrie allein nie so gesund geworden wie heute, da man ansonsten nur sehr schwer von diesen Neuroleptika/Antipsychotika wieder wegkommt.
Insofern solltest du ihm gegenüber auch Verständnisvoll sein, weil manchmal ist es womöglich wirklich besser wenn man es ohne Medikamente schafft. Diese Alternative von mir ist da so eine Zwischenlösung, was man sonnst kaum findet, da reduzierte Einnahme und ständige Absetzversuche auch keine Ideallösung sind und wenn es eine richtige Psychose ist dann ist das wohl auch unabhängig von der Droge die dann nur ein Auslöser von Vielen ist.
Vielleicht kannst du ihn so überzeugen doch zum Arzt zu gehen indem du ihn den Rücken stärkst und keine Partei für den Psychiater ergreifst, weil das auch nur Menschen sind und psychische Erkrankungen gerade auch Psychose häufig gar keine so gute Prognosen haben, auch wenn man mit den Medikamenten Zeit gewinnt und Akutsymptome sehr gut behandeln kann. Problematisch sind die Negativsymptome, weil diese Trotz der Neuroleptika meistens bleiben und zum Teil sich auch verschlimmern können, so das man erstmal damit fertig werden muss.
Bei der Empfehlung von mir werden vor allem auch diese Negativsymptome gezielt mit dem Bupropion behandelt, was das alles deutlich einfacher macht und man auch von Abhängigkeit damit wegkommen kann, was sonnst eben wirklich schwierig ist.
Aaaaalso, erstmal vielen Dank für die Medikamenten-Empfehlung. Das könnte ein Weg sein.
Um auf deine Frage von weiter oben zu antworten: nein, er kennt sich gar nicht mit Medikamenten aus und es wird auch schwierig werden, ihn zum Arztbesuch zu bewegen, aber hoffentlich kommt irgendwann die Wende.
Ich versuche, ihm Verständnis zu zeigen und das Gefühl, dass ich immer für ihn da bin. So wie ich das sehe, kommt das auch bei ihm an und er bittet mich manchmal um Hilfe oder einfach nur um Anwesenheit. Allein das scheint schon etwas zu helfen und momentan kann ich vielleicht gar nicht mehr tun.
Natürlich sollte er Drogen generell meiden, er hat aber zusätzlich noch ein massives Alkoholproblem. Manchmal ist ihm das bewusst und er kann es ganz klar benennen, aber das sind leider immer nur kurze Episoden...
 
TS
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Vielleicht würde ihn auch schon ein Gang zum Psychiater helfen um zumindest mit jemanden außer dir über seine Probleme sprechen zu können.
Schlaf ist wirklich sehr wichtig, aber im Akutfall kann das auch ganz wegbrechen. Es wirkt ja schon sehr Akut, also wäre es gut wenn er zumindest irgendwelche Medikamente für den Notfall zuhause hat.
Bei so einer Fremdgefährdung könntest du eventuell auch so mal in der Klinik anrufen, ob die dich da einen Ratschlag geben können wie du darauf am Besten reagierst.
Bei mir als ich psychotischer wurde und eher selbstgefährdent war haben meine Angehörigen den Krankenwagen angerufen, weil sie sich nimmer zu helfen wussten und bis dahin unklar war was ich überhaupt habe.
Gibt also auch so eine Möglichkeit ohne gleich die 110 zu wählen was ja eher das letzte Mittel ist und wo er ja dann eventuell davon Nachteile hätte, wenn er da auffällig ist.
Ja, die 110 wäre für mich auch wirklich der allerletzte Schritt.
Ich werde versuchen, den Gang zum Psychiater bei ihm anzuregen, sobald sich das situativ irgendwie ergibt. Wir leben nicht zusammen; zwar in der gleichen Stadt und mit dem Fahrrad nur ca. 15 Minuten entfernt, aber sehen uns auch nicht immer täglich.
 
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So schübe gibts halt in einer Freundschaft, ich kannte einen der voll auf Döner abjunkte, der wurde dann "fertig" gemacht, wobei der Typ auch aktiv war, mit Disco und so, halt auch mal weggehen irgendwo wo es dunkel ist und so nicht zu laut aber gut eben -Disco, nach mumus suchen mal eine anreden.
 
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