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Das Schizophrenie-Forum ermöglicht Diskussionen rund um das Thema Psychose. Für Angehörige, Erkrankte, Psychiatrieerfahrene, Experten und all jene, die sich für die Erkrankung interessieren und darüber austauschen wollen.

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Die Wirkstoffkombination ermöglicht ein relativ normales Leben trotz Erkrankung. Negativsymptome lassen sich damit viel besser behandeln als bei üblichen Therapien. Die Antipsychotika werden dabei nur minimal Dosisiert in Form einer Intervalltherapie eingenommen.

Empfehlung

Dopamin Hemmer Antipsychotika

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Glückshormon Dopamin wird durch Antipsychotika gehemmt bei der Produktion. Kein Wunder, dass man unglücklich wird. Lösung der Psychiatrie: Antidepressiva einnehmen. - hört sich falsch an. Was meint Ihr?
 
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Ich denke, dass man unglücklich wird kann auch an den Negativsymptomen oder an einer postschizophrenen Depression liegen. Aber klar, der Dopaminspiegel wird durch Antipsychotika gesenkt, was halt auch daran liegt dass man während der Psychose ein Dopaminüberschuss hat also macht das ja Sinn den Dopaminspiegel zu senken. Ich kenne das aber auch dass man mit Motivationslosigkeit und wenig Antrieb und verflachten Affekten zu kämpfen hat, was sehr unangenehm ist. Und schreibe dass auch teilweise dem Medikament zu. Ich nehme jetzt auch ein Antidepressivum zusätzlich zu meinen Neuroleptikum ein und es geht mir schon ein wenig besser. Ich finde es halt generell anstrengend Medikamente zu nehmen weil das irgendwie nicht mein „echter“ Zustand ist und mir die Tabletten immer wieder zeigen dass ich krank bin. Ich finde das zuballern mit Medis auch nicht schön und würde sie gerne einfach weglassen, aber vielleicht sind sie auch das geringere Übel?
 
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Ich denke dafür müsste man Mediziner sein, um das eindeutig beantworten zu können. Fakt ist aber, die Medikamente sorgen für geregelten Fluss vom Dopamin. Es wird also nicht komplett gestoppt in seiner Übertragung von der einen Nervenzelle zur anderen, sondern sorgt nur dafür das ein zu Viel an Dopamin verhindert wird. Würde das Dopamin komplett gestoppt werden, wäre das wohl tödlich....
 
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@Enlightened
Die Medikamente sorgen dafür das vom Botenstoff Dopamin nicht zu viel ausgeschüttet wird. Es wird ein Gleichgewicht hergestellt, zumindest ist das die Absicht. Trotzdem kann es durch Anspannung, Stress oder was auch immer weiterhin zu Halluzinationen oder Wahnvorstellungen kommen. Bei mir ist es so, das ich häufig angespannt bin. Dann werden die Stimmen lauter usw.
 
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Psychotiker nerven gewaltig ihre Umgebung wenn sie mit Tieren oder Göttern oder sonstigen Halluzinationen in Kontakt sind. Sowohl Ursache als auch Heilmöglichkeiten sind keine bekannt und da werden sie eben notgedrungen blockiert. Das Leben ist kein Wunschkonzert und mit ner Psychose biste gearscht. Nicht schön aber isso.
 
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Da muss ich @Enlightened recht geben.

Die Neuroleptika erzeugen kein richtiges Gleichgewicht der Botenstoffe. Indem das Dopamin blockiert wird kommt es auch zu einer Unterversorung an Dopamin, weil man vor allem Positivsymptome behandelt oder behandeln möchte. Diese Unterversorgung führt dzau das Betroffene die viel oder starke Neuroleptika haben mit der Zeit an Gehirnsubstanz verlieren und abbauen.
Ist also mehr oder weniger so gewollt, nur sind wir Betroffenen die Letzteren die so etwas erfahren @Glocke.

Ich sehe da einen Mangel an Aufklärung und meiner Meinung wissen die wenigsten Ärzte selbst über diese ganzen Risiken genau bescheid. Die haben das vielleicht mal gelernt und tun vieles eben als krankheitsbedingt ab. Wären die Medikamente schuld, dann wäre der Schaden ja auf den Arzt/Psychiater zurückzuführen.

Psychotiker nerven gewaltig ihre Umgebung wenn sie mit Tieren oder Göttern oder sonstigen Halluzinationen in Kontakt sind. Sowohl Ursache als auch Heilmöglichkeiten sind keine bekannt und da werden sie eben notgedrungen blockiert. Das Leben ist kein Wunschkonzert und mit ner Psychose biste gearscht. Nicht schön aber isso.
Also mit meiner Wirkstoffkombi gehts. Ich bin der Überzeugung das man Medikamentös alles hat was man braucht um diese Erkrankung wirklich gut zu behandlen. Es fehlt aber bisher der Wille, weil es letztendlich immer ums Geld und Profit geht grade was Pharmakonzerne und dergleichen angeht, die den Ton angeben.
Mit Medikamenten wie Bupropion könnte man Nikotinabhängige helfen was 80% der Schizophrenen sind und Negativsymptome (bei richtiger Anwendung) deutlich besser als bisher behandeln. Da man aber keine vernünftigen Studien dazu bringt oder diese unter den Tisch gefallen sind, haben eben Erkrankte jetzt das Nachsehen, alle anderen kassieren fleißig, weil kranke Menschen eben Geld einbringen.

Selbst Behörden wie Polizei und Co leben ja von Kriminellen und davon das es Unfälle und alles gibt. Warum also sollte man Erkrankten helfen wenn diese anderweitig mehr Scheiße bauen und dann mehr oder weniger Schuldunfähig zum Teil ein Leben lang eingelocht werden?
Meiner Meinung nach werden Menschen mit Psychose ein Stück weit krank gemacht, damit dieses komplette System seinen Profit daraus schöpft.
Was ist der Dank? Meistens nur Verachtung und früher Tod durch die Medikamente, teils schlimme Unfälle und Straftaten die im Affekt und dergleichen passieren. Vieles ist vermeidbar aber wo keiner Verantwortlich ist oder Verantwortung trägt, wo sollte man das dann einfordern. Welcher Arzt würde sich darum kümmern?

Ist nur eine Extremvorstellung, aber die Realität sieht eben schon so in der Art aus. Es macht eben so gut wie Keiner etwas dagegen und Leute wie ich die andere Möglichkeiten aufzeigen, werden kaum gehört oder eben bewusst ausgeschalten, was bei Erkrankten relativ einfach fällt.
Zumindest könnte man so einige Probleme mit dieser Medikamenteeinstellung(oder so in der Art) vermeiden.
Das Problem ist Ignoranz die scheinbar in der Psychiatrie auf die Spitze getrieben wird.
Man kann Kranke und Gesellschaften auch bewusst spalten und ich glaube das Betroffene manchmal der einzige gemeinsame Nenner sind und das auch Problem und Lösung zugleich ist. Wir sollten einfach selbst den Ton angeben und mehr zusammen arbeiten statt das man sich auf die Spalter einlässt, die es auch an jeder Ecke gibt.
 
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@Markus

Das ist nicht ganz richtig. Ich habe es im Rahmen einer Gruppentherapie von Ärzten so gelernt, dass Antipsychotika ein Gleichgewicht des Botenstoffs Dopamin herstellen sollen. Ob das am Ende (durch die Medikamente) gelingt, ist eine andere Frage.
Schau dir am besten mal die Seite www.psychose-wissen.de an. Hier, im 4. Wissensmodul lehrt der Psychiater Martin Lambert von der Uniklinik Hamburg-Eppendorf das es mit dem Dopamin so ist, wie ich es beschrieben habe.
Eine Unterversorgung wäre ziemlich riskant für den Patienten.
 
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Ich habe mir das nochmal angesehen.
Und ich glaube wir haben beide Recht. Die Antipsychotika BLOCKIEREN an einer Nervenzelle (des Botenstoffs Dopamin) die Signalübertragung. Es soll in der Folge ein Gleichgewicht hergestellt werden, damit es NICHT zu einem Überschuss kommt. Kommt es zu einem Überschuss, treten Halluzinationen und Wahnvorstellungen auf.
Und das soll durch die Medikamente verhindert werden. Also blockieren sie und beabsichtigen damit ein Gleichgewicht bei der Signalübertragung vom Dopamin.
 
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@Glocke Willst du uns ernsthaft erzählen dass deine Propaganda etwas mit der Realität zu tun hätte??

Tut mir leid dir deine Illusionen zu zerstören, aber deine netten Doktoren sind keine netten Menschen denen es um dein wohlergehen geht sondern einfach nur schlechte Mediziner die den Job brauchen um ihre Rechnungen zu bezahlen. Die erzählen dir was du hören willst damit du denen die Arbeit erleichterst und freiwillig deren Anweisungen gehorchst. Was übrigens in gewissem Rahmen durchaus sinnvoll ist denn sonst kommt die harte Gewalt auf dich zu und da hast ja sicher auch keine Lust drauf.
 
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Ich habe mir das nochmal angesehen.
Und ich glaube wir haben beide Recht. Die Antipsychotika BLOCKIEREN an einer Nervenzelle (des Botenstoffs Dopamin) die Signalübertragung. Es soll in der Folge ein Gleichgewicht hergestellt werden, damit es NICHT zu einem Überschuss kommt. Kommt es zu einem Überschuss, treten Halluzinationen und Wahnvorstellungen auf.
Und das soll durch die Medikamente verhindert werden. Also blockieren sie und beabsichtigen damit ein Gleichgewicht bei der Signalübertragung vom Dopamin.
@Glocke
Dieser werte Herr wird von Janssen also einen Pharmaunternehmen bezahlt. Selbst im Link ist das Logo dieser Pharmafirma, weilche Xeplion, Risperdal, Paliperidon oder sonnst noch was herstellt(für Schizophrenie).

Da wird wirklich nur Marketing und Teilaufklärung betrieben.

In Wahrheit hat man Bereiche im Gehirn die weniger gut Versorgt sind (Negativsymptome) und Bereiche die überversorgt sind mit Dopamin (Positivsymptome). Behandeln tut man vor allem die Positivsymptome auch wenn modernere Neuroleptika wie Aripiprazol regulierend wirken sollen.

Das man uns bei der Psychoedukation nur die Hälfte erzählt liegt einfach daran, das wir es ganz vereinfacht lernen was da schief läuft und nur das erfahren was wir wissen sollen. Ist schließlich keine Lüge, wir erfahren einfach nur eine Teilwahrheit.
Die Nebenwirkungen der Medikamente werden ja auch meistens als Negativsymptome dargestellt, also zum Teil geht das eben soweit, das man die Risiken und Nebenwirkungen der Neuroleptika völlig abstreitet.
Mich hat man immer auf später in der Klinik getröstet, da wollte man mir dann die Packungsbeilage zeigen, natürlich war das kein Problem, weil ich bis dahin meine Frage vergessen habe.

Im Grunde läuft da schon ein bisschen Gehirnwäsche, aber vor allem kassieren die Konzerne viel Geld. So eine Spritze von Janssen kostet um die 500-1000 Euro im Monat und macht dich geistig behindert, ich hatte damals Xeplion, heute wird man wohl 3 Monatsspirtzen geben.
Wenn du pech hast behandeln die dich so, dann solltest du wirklich darüber nachdenken deine Medikamente zu tauschen. Tabletten sind in jedem Fall besser.

Wir haben also beide Recht, nur das man dir die Hälfte und nur das Positive erzählt was keine Fragen aufwirft.
 
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Also es ist so:

Die Medikamente machen nichts anderes, als ein künstliches Parkinson herzustellen. Das Dopamin wird gesenkt und die Psychosesymptome verschwinden. Bei Dopaminmangel hat man Parkinsonsymptome.

Aber ob das ein guter Zustand ist, wage ich zu bezweifeln.

Wobei, wenn man Psychose als Dauerzustand hätte, dann wäre das tausend mal schlimmer. Dann könnte man sich selbst nicht mehr steuern. Deswegen nimmt man die Nebenwirkungen von Parkinson in Kauf.

Bei Parkinson kann man zwar auch gewisse Dinge nicht steuern (z. B. die Willkürmotorik), aber man kann Dinge bewusster machen.

Man muss die richtige Dosis finden, indem man die Neuroleptika erhöht, falls Psychosesymptome auftreten oder die Neuroleptika reduziert, falls mehr Parkinsonsymptome (Nebenwirkungen) auftauchen.
 
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