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Annahme von negativsymtomatik

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Hallo, ich leide auch schon seit 18.07.2020 an der negativsymptomatik. Ich nehme momentan täglich 5mg abilfy ein. Diese innere leere ist schrecklich vorallen wenn sie einen schon so lange begleitet. Wenn einen von außen nichts mehr berührt. Selbst beim zwicken spüre ich mich nur sehr wenig abgeschwächt.. Die Gedanken sind auch leer und nur sehr schwach. Ich meditiere täglich 1 2 Stunden aber immer wieder enttäuscht zu werden das nichts passiert ist frustrierend. Ich lerne mich einfach anzunehmen und zu aktzeptieren. Ich glaube bei mir ist ein innerer Mechanismus der mich nie richtig ankommen lässt. Ich weiß auch kognitiv das ich aufhören darf zu kämpfen und sich einfach da reinfallen zu lassen und zu sagen: es ist ok. Aber man fühlt sich so einsam damit. Als wäre ich der einzige der dieses Leiden hätten obwohl ich weiß das es nicht so ist. Ich suche nach Liebe nach mir selbst nach Wärme aber ich finde sie nicht im außen sondern nur im innen doch mein inneres ist leer und kalt. Hat jemand Erfahrung wie lange sowas dauern kann? Habe alles immer auf das Medikament geschoben aber es ist nicht das Medikament weil es nur 5 mg sind...

kurze Frage an jemand hat jemand mehr Zugang zu seiner gefühlswelt wieder? Bzw auch zu seinen gedanken
 
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Also wenn du am Tag 1-2 Stunden meditieren kannst ist das schon ziemlich stark finde ich. Mir geht es ähnlich was die Gefühle angeht. Bei mir ist noch Freude da bzw. zurückgekommen, wenn ich mich mit Menschen unterhalte, die mir gut tun oder jemand neues kennenlerne. Ich leide auch häufig unter einer Gefühllosigkeit aber ich frage mich auch manchmal, ob ich “zu hohe Ansprüche” an meine Gefühlswelt habe, weil ich meinen Zustand jetzt mit der Anfangsphase der Psychose vergleiche, wo ich alle Gefühle sehr intensiviert wahrgenommen habe. Ich habe auch oft meditiert, um mich besser zu fühlen, aber mittlerweile glaube ich, wenn man meditiert, um etwas zu erreichen macht man es auf Dauer nicht richtig, weil man dann versucht einen bestimmten Zustand zu erreichen und das am besten immer wieder, dabei ist ja eigentlich der Grundsatz von Meditation, dass man nichts erreichen will. Die Leere im Kopf bzw. keine Gedanken wurde bei mir etwas besser mit einer kleinschrittigen Reduktion der Medikamente.
 
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Also ich kann sagen, daß ich auch eine Phase hatte, wo ich mir die Intensität meiner "Psychosen" zurückgewünscht habe

und die Emotionen im Vergleich dazu blaß erschienen sind.

Im Gespräch mit Gott hab ich verstanden, daß wenn ich genau hinspüre,

ich sehe, daß diese übergroße Intensität auch einen Druck auf mich ausgeübt hat, der nicht angenehm war.

Und dieser Druck hat mich immer mehr in eine Entgleisung gebracht.

Ich mußte mich erst daran gewöhnen, "in diese farblose Welt, aus der ich fliehen wollte, zurückzugehen"

und verstehen, daß Gott mich gemacht hat und Ihm überlassen, wie intensiv ich die Welt wahrnehmen soll.

Ich war ja lange Zeit in esoterischen Welten entschwunden

und hab da abenteuerliche Dinge erlebt mit unsichtbaren Wesen in unsichtbaren Welten,

hab Bücher verschlungen, die genau das beschreiben, was ich erlebt hab.

Und diese Bücher sprachen davon, daß ich eine besondere Entwicklung durchmachen würde

und alles immer besser werden würde in meinem Leben.

Das Gegenteil war der Fall! Es wurde immer schlimmer mit mir.

Die Wesen kamen mir immer näher und redeten auf mich ein, bedrängten mich und versuchten, mich zu zerstören.

Ich dachte lange Zeit, daß meine innere Leere damit zusammenhängt, daß ich zu wenig Liebe und Aufmerksamkeit bekommen habe.

Aus heutiger Sicht kann ich sagen, daß der Mensch eine Leere hat, die nur Gott/Jesus Christus füllen kann.

Der liebevollste Mensch oder was es sonst noch in dieser Welt gibt, kann dieses Reservoir nicht füllen.

Ich spüre Gottes Liebe und bleibe in den Wegen, die Er bereitet, daß ich darin wandeln soll

zu den Werken, die Er vorherbestimmt hat, daß ich sie tun soll.

Das alles in einem Dialog mit Gott. Ich bin ja auch keine Heilige, die das alles sofort hinbekommt. Ich bin auf dem Weg.

Bei Gott darf ich spüren, daß Er mich mitsamt meinen Fehlern und Schwächen annimmt.

Er kommt immer wieder in Liebe auf mich zu, auch wenn ich gerade versagt habe oder mich nicht gut mit mir fühle.

Er zeigt mir meine Aufgaben, die meinen Fähigkeiten entsprechen

und ich darf quasi zusehen, wie Er Menschen heil macht in ihrer Seele.

Wie Er uns immer wieder nachgeht, damit wir Ihn finden und erkennen können.

Denn auch wenn ich keine Aufgaben wahrnehme, kann das eine Leere und Unzufriedenheit auslösen.

Das Gefühl, daß man sein Tagewerk erfüllt hat, das macht zufrieden.

Ich weiß mich gehalten von Gott, auch wenn aus der geistigen Welt Attacken kommen.

Ich stehe sie mit Gott durch und lerne daran.

Alles aus Seiner Hand zu nehmen, Ihm zu vertrauen und täglich mit Ihm gehen,

das ist das ganze Geheimnis, warum ich ohne Medikamente seit über 20 Jahren stabil bin.

Die Werke zu tun, die Er für mich vorgesehen hat, das erfüllt das Herz und macht die Welt zu einem schöneren Ort.

Die Folgen der dunklen Mächte, die meine Seele niedergedrückt haben, die sind allmählich verschwunden.

Das Ziel war aber eine tägliche Beziehung mit Gott, aus der heraus ich heil bleibe. Am Weg sein mit Ihm.

Und auch die schwierigen Dinge annehmen und mit Ihm durchstehen.

Denn die Bibel sagt, daß wir einen Feind, den Teufel, haben, der alles immer wieder zerstören möchte.

Und wir haben nur eine Chance, wenn wir in Gottes Geist bleiben und dem allen standhalten.

Es gäbe ja so viel zu sagen, aber wie Paulus sagt: Alle Erkenntnis ist Stückwerk.

Mein Reden kann nur dazu anregen, selbst diesen Jesus von Nazareth zu suchen und mit Ihm ins Gespräch zu kommen.

Ich hätte das alles niemals aus eigener Kraft schaffen können.

Die Macht dieser dunklen Kräfte ist zu stark. Das kann kein Mensch schaffen.

Ich hoffe, daß all das irgendwie eine Idee von einem anderen, heilsamen Weg vermitteln kann.

Gottes Segen über euch beide,

Seren
 
TS
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#wetering

Ja atemmeditation, also Wim Hof. Das täglich 2 3 mal und normale geführte meditation 2 3 Stück.

Aber ich glaube das ist zu viel für mich weil ich erwarte immer so viel von mir selbst dass sich dadurch mein Zustand verändert. Ich glaube aber was wirklich hilft ist es einfach zu aktzeptieren und in Stille zu meditieren.
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Mein Psychotherapeut hat mir zur Meditation mal empfohlen:

Jon Kabat-Zinn

Im Alltag Ruhe finden

Und, oh je, ich hab's noch nicht gelesen.

Ich meditiere z.Z. 10 Minuten täglich, war auch schon mal mehr, aber weit entfernt von 1-2 Stunden
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Mando

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Wie wärs wenn ihr euch einfach Hobbies sucht? Oder Arbeit? Oder irgendeine andere Beschäftigung?

Diese ganze Eso, Meditation, Gott Geschwurbel bringt einen gerade als Psychotiker nicht weiter. Ihr braucht was handfestes. Was realles. Nicht noch mehr Phantasiewelten.
 
TS
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@Wetering ja ich versuche das grad zu reduzieren vll nur noch 20-30 min mediteren täglich.

Mir hilft auch die Frage was gibt mir Energie und was zieht mir Energie.
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ist ne ganz sanfte Wahrnehmung aber das kann ich zumindest spüren. Und das hinterfrag ich oft um zu herauszufinden was mir gut tut und was eben nicht.:)
 
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Mando schrieb:
Wie wärs wenn ihr euch einfach Hobbies sucht? Oder Arbeit? Oder irgendeine andere Beschäftigung?

Diese ganze Eso, Meditation, Gott Geschwurbel bringt einen gerade als Psychotiker nicht weiter. Ihr braucht was handfestes. Was realles. Nicht noch mehr Phantasiewelten.
Warum? Ein Glaube kann durchaus Hoffnung und Stabilität bringen. Ich selbst bin eher Agnostiker... aber wenn Jemandem das wirklich was bringt, will ich ihn davon nicht abhalten. Schaden tuts ja nicht.

Meditation hat jetzt nichts mit Esotherik zu tun.

Ja...ein Job, ne Beschäftigung und Freunde ist mMn das Wichtigste für Psychosekranke. Aber vielfach sind solche Dinge nur begrenzt möglich bezw. es braucht erst eine gewisse Grundstabilität, bis man arbeiten gehen kann oder sich problemlos mit anderen Menschen treffen kann.
 
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