Maggi
Administrator
@eselhinterkarotte
Du redest diese Fehler schön, die gemacht wurden, und missachtest Wesentliches dabei.
Paliperidon-Depot wurde erstattet, insofern ist die fehlende Kostenübernahme der Markentabletten von Paliperidon (Invega) kein Argument. Der Wirkstoff Paliperidon ist zudem der aktive Metabolit von Risperidon, welches es in Tablettenform ja gibt.
Das Nebenwirkungsprofil und das Wirkprofil von Paliperidon sind fast gleich dem von Risperidon.
Vorteil oder das Neue war in dem Fall die 4-wöchige Depotform.
Die Situation ist also anders als beim Lurasidon. Es ist der verträglichste Antagonist auf dem Markt, da ansonsten nur Ziprasidon ein vergleichsweise gut verträglicher Antagonist ist, aber Ziprasidon in Meta-Studien bei Wirksamkeit schlecht abschneidet.
In der Tabelle ist es ganz unten mit grün gekennzeichnet.
Darüber sind die drei Partialagonisten, Aripiprazol und Cariprazin werden ja erstattet, Brexpiprazol fehlt. Wir haben nur 3 Partialagonisten und es können immer mal Unverträglichkeiten bei einzelnen Medikamenten, auch Allergien und anderes auftreten, wo Brexpiprazol dann als Medikament, auf das man ausweichen kann, ein Gebot der Stunde gewesen wäre. Akathisie, das Hauptproblem der Partialagonisten, fällt beim Brexpiprazol auch milder aus.
Man hat also insgesamt 10 Antagonisten. Lurasidon, das zuletzt herausgekommene, mit deutlich besserer Verträglichkeit als alle anderen Antagonisten und geringer Gewichtszunahme, hat also keine Kostenerstattung, obwohl es anders als Paliperidon in keiner Depotform herausgekommen ist und in Tablettenform auch so günstiger als die überteuerten Depotspritzen sind.
3 Partialagonisten, wobei nur zwei zugelassen sind.
@eselhinterkarotte
Du könntest für Janssen arbeiten, wie du argumentierst, da es schöngefärbt ist, das unverträgliche Paliperidon, das direkt von Risperidon abgeleitet wurde, mit diesen preislich attraktiven Wirkstoffen zu vergleichen. Paliperidon wurde ja in Depotform erstattet und das auch für Folgepräparate. Der Hersteller brauchte keine Erstattung der Paliperidon-Tabletten, da man ohnehin auf Depots vermarktet hat.
Lurasidon und Brexpiprazol gibt es nur in Tablettenform und sie sind deutlich verträglicher.
Wenn es nach deiner Lüge geht, dann sollte man auch kein KarXT zulassen, da man ja das Clozapin hat und Verträglichkeitsvorteile für die Erstattung von Medikamenten belanglos sind. Man kann auch beim Risperidon an Herzinfarkt sterben. Aufgrund der Verträglichkeitsvorteile sollte man Lurasidon erst mal zulassen, ansonsten braucht man auch kein KarXT auf den Markt zu bringen.
Aripiprazol ist bei TRS nach Clozapin eines der besten Medikamente, was unter anderem auch an der D4-Wirkung liegen kann, die beim Brexpiprazol auch gut abschneidet. Clozapin ist D1-schwach, was für die Vorteile bei Negativsymptomen sogar eine bessere Erklärung ist, da D1-Rezeptoren häufig präfrontal sind.
Folglich: Wenn man Brexpiprazol und Lurasidon weiter von der Kostenerstattung verweigert, dann braucht man gar keine neuen Medikamente mehr zuzulassen. Dann kann die Psychiatrie moralisch einpacken.
Stattdessen setzt man Leute mit deutlich schlechter verträglichen Depot-Wirkstoffen unter Zwang und hebelt das Prinzip der Freiwilligkeit aus, was kurz- und langfristig das 3–5-Fache kostet.
Lurasidon und Brexpiprazol wären kein Kostenfaktor, da diese bei vielen der kostenintensiven Depotpatienten eine Umstellung auf Tablettenwirkstoffe ermöglichen würden.
Man hat es schlichtweg absichtlich verhindert, damit im Grunde dieser eine Depothersteller mehr Umsätze macht, wo keine Umstellungspflichten auf Generikum da sind, und ein Milliardengrab ist.
Das ist ein hinterhältiges Verbrechen am Patienten und an jenen, die das psychiatrische System finanzieren.
Man lässt also neue Medikamente weg, weil sie preislich Kosten einsparen und andere Pharmahersteller begünstigen würden.
Ähnlich kann es mit KarXT und Evenamid sein. Nach dem Prinzip: Der Großkonzern ist König, wobei sich kein anderer Konzern als Johnson & Johnson (Janssen) so kostenintensiv aufbläht und scheinbar sich keiner dran stört, da zu viele Kliniken und Ärzte mitmachen und sich weiter schuldig machen.
Deswegen bin ich dafür, dass man Depotspritzen ganz abschafft und/oder konkrete Gesetzesänderungen vornimmt.
Ein Konzern macht da fast so viel Geld wie alle anderen Hersteller zusammen, was auch der Grund ist, warum das psychiatrische System sich immer schwieriger finanzieren lässt. Für Depots sind ja auch die paar Generika, die man hat, überteuert.
Du redest diese Fehler schön, die gemacht wurden, und missachtest Wesentliches dabei.
Paliperidon-Depot wurde erstattet, insofern ist die fehlende Kostenübernahme der Markentabletten von Paliperidon (Invega) kein Argument. Der Wirkstoff Paliperidon ist zudem der aktive Metabolit von Risperidon, welches es in Tablettenform ja gibt.
Das Nebenwirkungsprofil und das Wirkprofil von Paliperidon sind fast gleich dem von Risperidon.
Vorteil oder das Neue war in dem Fall die 4-wöchige Depotform.
Die Situation ist also anders als beim Lurasidon. Es ist der verträglichste Antagonist auf dem Markt, da ansonsten nur Ziprasidon ein vergleichsweise gut verträglicher Antagonist ist, aber Ziprasidon in Meta-Studien bei Wirksamkeit schlecht abschneidet.
In der Tabelle ist es ganz unten mit grün gekennzeichnet.
Darüber sind die drei Partialagonisten, Aripiprazol und Cariprazin werden ja erstattet, Brexpiprazol fehlt. Wir haben nur 3 Partialagonisten und es können immer mal Unverträglichkeiten bei einzelnen Medikamenten, auch Allergien und anderes auftreten, wo Brexpiprazol dann als Medikament, auf das man ausweichen kann, ein Gebot der Stunde gewesen wäre. Akathisie, das Hauptproblem der Partialagonisten, fällt beim Brexpiprazol auch milder aus.
Man hat also insgesamt 10 Antagonisten. Lurasidon, das zuletzt herausgekommene, mit deutlich besserer Verträglichkeit als alle anderen Antagonisten und geringer Gewichtszunahme, hat also keine Kostenerstattung, obwohl es anders als Paliperidon in keiner Depotform herausgekommen ist und in Tablettenform auch so günstiger als die überteuerten Depotspritzen sind.
3 Partialagonisten, wobei nur zwei zugelassen sind.
@eselhinterkarotte
Du könntest für Janssen arbeiten, wie du argumentierst, da es schöngefärbt ist, das unverträgliche Paliperidon, das direkt von Risperidon abgeleitet wurde, mit diesen preislich attraktiven Wirkstoffen zu vergleichen. Paliperidon wurde ja in Depotform erstattet und das auch für Folgepräparate. Der Hersteller brauchte keine Erstattung der Paliperidon-Tabletten, da man ohnehin auf Depots vermarktet hat.
Lurasidon und Brexpiprazol gibt es nur in Tablettenform und sie sind deutlich verträglicher.
Wenn es nach deiner Lüge geht, dann sollte man auch kein KarXT zulassen, da man ja das Clozapin hat und Verträglichkeitsvorteile für die Erstattung von Medikamenten belanglos sind. Man kann auch beim Risperidon an Herzinfarkt sterben. Aufgrund der Verträglichkeitsvorteile sollte man Lurasidon erst mal zulassen, ansonsten braucht man auch kein KarXT auf den Markt zu bringen.
Aripiprazol ist bei TRS nach Clozapin eines der besten Medikamente, was unter anderem auch an der D4-Wirkung liegen kann, die beim Brexpiprazol auch gut abschneidet. Clozapin ist D1-schwach, was für die Vorteile bei Negativsymptomen sogar eine bessere Erklärung ist, da D1-Rezeptoren häufig präfrontal sind.
Folglich: Wenn man Brexpiprazol und Lurasidon weiter von der Kostenerstattung verweigert, dann braucht man gar keine neuen Medikamente mehr zuzulassen. Dann kann die Psychiatrie moralisch einpacken.
Stattdessen setzt man Leute mit deutlich schlechter verträglichen Depot-Wirkstoffen unter Zwang und hebelt das Prinzip der Freiwilligkeit aus, was kurz- und langfristig das 3–5-Fache kostet.
Lurasidon und Brexpiprazol wären kein Kostenfaktor, da diese bei vielen der kostenintensiven Depotpatienten eine Umstellung auf Tablettenwirkstoffe ermöglichen würden.
Man hat es schlichtweg absichtlich verhindert, damit im Grunde dieser eine Depothersteller mehr Umsätze macht, wo keine Umstellungspflichten auf Generikum da sind, und ein Milliardengrab ist.
Das ist ein hinterhältiges Verbrechen am Patienten und an jenen, die das psychiatrische System finanzieren.
Man lässt also neue Medikamente weg, weil sie preislich Kosten einsparen und andere Pharmahersteller begünstigen würden.
Ähnlich kann es mit KarXT und Evenamid sein. Nach dem Prinzip: Der Großkonzern ist König, wobei sich kein anderer Konzern als Johnson & Johnson (Janssen) so kostenintensiv aufbläht und scheinbar sich keiner dran stört, da zu viele Kliniken und Ärzte mitmachen und sich weiter schuldig machen.
Deswegen bin ich dafür, dass man Depotspritzen ganz abschafft und/oder konkrete Gesetzesänderungen vornimmt.
Ein Konzern macht da fast so viel Geld wie alle anderen Hersteller zusammen, was auch der Grund ist, warum das psychiatrische System sich immer schwieriger finanzieren lässt. Für Depots sind ja auch die paar Generika, die man hat, überteuert.
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