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Wie war euer Weg vom Krankenhaus bis heute?

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Hallo blueberry,

Ich muss sagen das ich wirklich froh bin das ich in die Klinik musste, sonst wüsste ich nicht ob ich heute noch leben würde oder im Knast wäre. Ich lebe viel lieber so wie ich jetzt bin als vorher mit der Psychose, auch wenn ich dazu sagen muss, dass ich auch schöne Momente in der Psychose hatte. Mit der Zeit gewöhnt man sich auch an die Medis und deren Nebenwirkungen.. Was mir sehr hilft ein Sinn im Leben zu haben und zufrieden zu sein, ist eine Tagesstruktur. Wie schon gesagt ich arbeite in einer Werkstatt und das hilft mir sehr, dass man ein Gefühl hat das Leben in der Hand zu haben. Ich habe mir auch Ziele gesetzt die mich motivieren, weiter an mich zu arbeiten und mich nicht gehen zu lassen, wie zum Beispiel das Ziel wieder im ersten Arbeitsmarkt zu arbeiten. Seit wann bist du aus dem Krankenhaus draußen? Bei mir sind es jetzt 4 Monate.
 
TS
blueberry
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@Leo1: Danke fuer deine Antwort:) Ich vermisse manchmal die Psychose, da hatte ich so viel Energie und Antrieb, war staendig wie unter Strom, jetzt bin ich so schwach..Ich bin seit 8 Monaten aus dem Kraushaus raus. Kurz danach kam direkt dieser Antriebslosigkeit und dauert bis heute an:-( Ich hatte in der Zeit einen Job einen Monat lang gehabt, musste ihn hinschmeissen wegen der Krankheit. Ok, war auch etwas schwer, im Callcenter. Und meine Psychiaterin hat auch gesagt, “Callcenter ist wie Gift fuer Sie”. Ist aber trotzdem aergerlich..Jetzt versuche ich es mit einen leichteren Job ohne Telefonie. Ich hoffe, dass das klappt. In einer Woche fange ich damit an, wuenscht mir Glueck;-)
 
New member
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Ja manchmal vermisse ich sie auch. Ich hatte Energie ohne Ende, habe Nachtschicht gearbeitet und war danach immer noch fit. Das liegt wahrscheinlich daran, dass das Gehirn so viel Dopamin in einer Psychose produziert. Das was deine Ärztin sagt, ist richtig, weil man in diesem Beruf so vielen Reizen ausgesetzt ist. Ich wünsche dir alles gute mit deinem neuen Job und für dein ganzes Leben
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TS
blueberry
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@Leo1: Genau wie ich. Habe Spaetschichten ohne Ende gemacht, jeden Tag bis 22 Uhr im Beschwerdemanagement gearbeitet, manchmal 7 Tage in der Woche. Hatte so viel Energie. Habe mich glaube ich dadurch kaputt gearbeitet und die Psychose hat sich unbemerkt entwickelt..Danke schoen. Das ist lieb von dir
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Ich hoffe, dass ich den neueb Job packe. Da muss ich zum Glueck nicht telefonieren, nur E-Mails beantworten
 
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Bis ich einsah, dass ich Hilfe brauchte, dauerte es vom Ausbruch bis zum Klinikaufenthalt ein halbes Jahr. Das war die Hölle, psychotisch rumzulaufen plus Vollzeit zu arbeiten. Dann 2 Monate Klinik, Krankschreibung und wieder in den Job, eingestellt auf Medis. Dann habe ich sie nach paar Monaten abgesetzt (in absprache mit psychiater), wurde dann depressiv und habe es vor mich hin geschoben, weiter paychiatrische Hilfe zu erhalten. Wahn würde stärker, aber ich lernte, mich mehr auf meine Außenwelt und vor allem mich zu konzentrieren. 2 Wochen Sommerurlaub taten mir mega gut. Ich sah wieder einen Sinn im Leben (zuvor total depressiv mit Suizidgedanken) und arbeiten fiel mir leichter. Nun geht es mir besser seit ein paar Wochen. Bin aber immernoch wahnhaft. Aber ich würde meine Gesundheit nicht mehr hinten anstellen. Ich bin mir wichtiger, als irgendein Job. Versuche im Moment mein Bestes..
 
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@Blondegirl01 ,
probiere doch am besten die Medikamente hier, damit du dich langsam von den Neuroleptika entwöhnen kannst:
Medikamenteempfehlung Psychose

Leider bekommt man normal keine Antidepressiva wie Bupropion, Citalopram und Trimipramin zum absetzen, von daher bekommt man fast immer eine Absetzpsychose und Depressionen beim Absetzen.

Du kannst es also anders machen, aber musst dich selbst für deine Gesundheit entscheiden.
Arbeiten ist mit der Erkrankung auch kein Zwang, also du kannst auch Erwerbsminderungsrente beantragen und damit dich bedeutend entlasten.
 
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@Admin , danke fûr die Tipps, aber Erwerbsminderungsrente möchte ich mit 24 nicht beantragen, habe mein ganzes Berufsleben vor mir. Und ich bin ein aktiver Mensch, ich brauche immer etwas zutun.
 
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