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Wie kann ich Depressionen und negativ Symptome unterscheiden ?

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Ja, das ist selbst für versierte Therapeuten nicht immer ganz einfach. Der Hauptunterschied ist die Dauer der Symptome. Eine Depression kann auch mehrere Monate anhalten, vergeht dann allerdings in den meisten Fällen und es bleibt auch nichts zurück (Defektsyndrom). Negativsymptome können weit darüber hinaus anhalten. Ausserdem muss man natürlich eine Schizophrene Episode in der Vorgeschichte haben, es sei denn man hat die seltene Schizophrenia simplex. Wie gesagt, ist es selbst für erfahrene Psychiater nicht immer ganz leicht, weil die Symptome natürlich sehr ähnlich sind. E
 
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@Fitfly
Ich finde der Unterschied liegt vor allem bei der Stimmung oder Traurigkeit, kenne beide Erkrankungen von mir selbst.

Bei einer Depression ist man vor allem traurig und zum Leben her negativ eingestellt, also man sieht nix Gutes und lachen fällt einen schwer oder geht nicht.
Die Antriebs und Motivationslosigkeit bei der Depression ist ganz ähnlich den Negativsymptomen der Psychose.

Negativsymptome haben meiner Meinung nach keine so Traurigkeitssymptome, also die Stimmung ist in der Regel gut aber vor allem Arbeit kann einen sehr schwerfallen. Also es fehlt die Motivation zu allen Dingen die ins normale Leben gehören und man findet mehr Motivation für das was die Erkrankung oder Symptome betrifft.
Negativsymptome können auch sein wenn man körperlich nach anstrengenden Tätigkeiten nimmer kann, also richtige Erschöpfung bei Aufgaben die man vor der Erkrankung längere Zeit machen konnte. Auch bei geistigen Aufgaben ist man von der Konzentration sehr eingeschränkt, also das Denken selbst funktioniert nur noch eingeschränkt.

Wenn man die Medikamente bei der Schizophrenie einfach so absetzt, dann treten beim Absetzen meist verstärkt Negativsymptome aber auch depressive Symptome auf, ich glaube man kann da von postpsychotischen Depressionen sprechen weil diese Depressionen beim absetzen schon längere Zeit da sind.
Meist folgt darauf dann die nächste Akutphase der Psychose, also die Negativsymptome nehmen zu und die Positivsymptome treten dann auch wieder verstärkt auf, Stimmungsschwankungen auch, innere Wut und so Sachen. Also in so einen Fall macht es Sinn rechtzeitig die Neuroleptika wieder einzunehmen, die haben da auch eine effektive Antidepressive Wirkung, zumindest ist das beim Aripiprazol was du ja bekommst so, die Wirkung ist da meist schon nach ein paar Tagen da.

Diese depressiven Symptome beim Absetzen der Neuroleptika kann man nur begrenzt mit Antidepressiva behandeln, da Antidepressiva da keine durchschlagende Wirkung haben.
Meine Erfahrung ist da mit einer Intervalltherapie des Neuroleptikums am besten mit zusätzlichen Antidepressiva die in der Absetzphase des Neuroleptikums diese depressiven Symptome und Negativsymptome deutlich abmildern können(für einen bestimmten Zeitraum).

Ich dachte nur das du vielleicht in so einer ähnlichen Situation sein könntest, dann würde ich dir empfehlen das Aripiprazol für etwa 7-10 Tage am Stück mindestens einzunehmen, dann ist man wieder in einen Bereich wo man keine depressive Verstimmungen mehr hat und zusätzliche Antidepressiva auch wirken können.
 
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Ein weiterer Unterschied ist, dass man bei Depressionen vor allem traurig ist, man also noch weinen kann. Bei der Negativsymptomatik ist es meisten so, dass man überhaupt keine Gefühle hat, also weder positive noch negative. Allerdings kann diese Affektverflachung auch bei schweren Depressionen auftreten, weshalb es nicht immer leicht ist, das zu unterscheiden.
 
K

Kotowegbegleiter

Guest

Also mir ist es so bekannt, dass depressive Verstimmungen eins neben anderen Negativsymptomen sein können. Depressionen können also Teil der Schizophrenie sein, aber auch eine eigene (zweite) Diagnose rechtfertigen.

Ich denke die Frage ist hier eher: Musst du denn die Unterscheidung genau verstehen? Was bringt dir das?

Wenn dein Therapeut oder Psychiater den Eindruck haben sie müssen sich auf bestimmte Aspekte oder Symptome eingehender konzentrieren oder auch Antidepressiva verordnen, dann kann das richtig sein, ohne dass man genau versteht welches Wort welchen Aspekt deiner Krankheit genau beschreibt.

Auch wenn du selbst das Gefühl oder den Eindruck dir könnte etwas helfen, dann kannst du das mit diesen besprechen. Oder wie Admin schon sagte, können sich viele verschiedene Anwendungen oder Medikamente auch bei anderen Zwecken als heilsam heraus stellen oder einen großen Nutzen haben.

Ich denke kaum Jemand, kann sich 100% sicher sein, was da genau richtig und falsch ist und welche Tatsachen und Fakten unwiderlegbar die Situation oder dein Krankheitsbild am eindeutigsten beschreiben.. Damit kann man aber auch einfach leben lernen, weil es nicht nötig ist, um weiterzumachen und dir zu helfen.
 
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Wichtig ist ja auch nicht die Diagnose, wichtig sind die Funktionseinschränkungen.
 
K

Kotowegbegleiter

Guest

Richtig. Die Frage “Wie kann ich Depressionen und Negativsymptome unterscheiden?“ würde ich so beantworten, dass die Diagnose weniger eine Rolle spielt, als dass eine Besserung beim Patienten eintritt.
 
I

itzmeseroga

Guest

Ich denke die depressionen kommen automatisch hinzu wenn die negativsymptome länger andauern und alles verschlimmert sich so war bzw ist es auch bei mir. Die negativsymptome alleine sind aber schlimmer im vergleich zu einer schweren depression, ich kam mir echt vor wie paralisiert jede bewegung eine herausvorderung, man hat da eben nichtmal affekte, eine dauerhafte leere alles erscheint sinnlos, bei depression alleine gibt es immer wenigstens paar minuten am tag einen verbesserten zustand und man kann sich für etwas noch begeistern, bei negativsymptomatik ist man einfach defekt, ganzen tag

Ich denke am besten so unterscheiden

Emotionen

Affekte

Kognitivität

Antrieb

Bei negativsymptomatik ist das alles defekt und viel stärker ausgeprägt als bei depression
 
TS
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@itzmeseroga hast du gut beschrieben.

Hab irgendwie total verlernt mich zu beschäftigen, weil das so viel Anstrengung kostet. Was machst du so den ganzen Tag mit deiner Zeit ?
 
I

itzmeseroga

Guest
Fitfly schrieb:
itzmeseroga hast du gut beschrieben.

Hab irgendwie total verlernt mich zu beschäftigen, weil das so viel Anstrengung kostet. Was machst du so den ganzen Tag mit deiner Zeit ?
ich zwinge mich rauszugehen, fahre mit fahrrad, musik ist da sehr wichtig diese bringt etwas motivation und antrieb, programmiere aber das ist echt fast nicht mehr möglich da ist NULL antrieb emotion und schwingungsgefühl dabei mein gehirn kann da einfach nix positives entnehmen, anonsten ja immer da übliche wohnung aufräumen, körperliche hygiene leidet darunter zum glück nicht war noch nie der fall, man muss dafür sorgen das man nicht komplett untergeht, aber das mit beschäftigen verlernt verstehe ich absolut ist bei mir genauso, ich könnte vieles mehr machen aber meine psyche entnimmt da nix positives daraus und deshalb leidet alles darunter, perfektionismus, antrieb, emotion hab ich oft nur eine und das ist frustration, das gedächtnis welches immer sich sachen vorstellt wie cool und geil etwas wäre ist auch defekt es ist nicht mehr möglich deshalb zu funktionieren, emotion ist was einen menschen antreibt.

Wenn ich neben anderen menschen sitze weicht mein blick ständig aus, mein kopf erscheint leer, bin wie versandet und wenn ich eigentlich interessantes für die anderen erzähle, erscheint es für mich einfach nur monoton, ich kann über so ziemlich alles reden, aber es interessiert mich irgendwie nicht, es erscheint sinnlos

Es werden keine dopamin rezeptoren aktiviert wie ich merke im frontalhirn, es findet keine signalübertragung statt, es ist auch so bei zug einer zigarette ich merke da findet keine aktivierung statt oder wenn man kaffee trinkt und genau beim schlucken fand eine aktivierung statt so kann ich es erklären ungefähr
 
TS
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@itzmeseroga danke für die schnelle Antwort...kannst du dir vorstellen so bis 80 zu leben ? Ich kann mir das 0 vorstellen wie ich so weiterleben soll. Keine Suizidsnkündigung, nur meine Gedanken ? ?
 
I

itzmeseroga

Guest
Fitfly schrieb:
itzmeseroga danke für die schnelle Antwort...kannst du dir vorstellen so bis 80 zu leben ? Ich kann mir das 0 vorstellen wie ich so weiterleben soll. Keine Suizidsnkündigung, nur meine Gedanken ? ?
Bei mir ist dieser zustand schon sehr lange ich hab mich an dieses leid schon gewöhnt

Vorgestern waren 2 frauen bei mir im bett (bordell) und sie haben mich nicht interessiert, es ist wirklich krass manchmal.. ich fühle auch keinen orgasmus mehr

Da ist ein riesen chaos entstanden im kopf nach der paranoiden psychose..und mein gehirn hat scheinbar die dopamin rezeptoren abgebaut oder sonst was..oder es ist wie ein ungewollter schutzmechanismus entstanden.. ich bin mir zu 100% sicher das hat alles nur mit dopamin zutun
 
TS
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@itzmeseroga

Hmmm....also hast du dich damit abgefunden so zu leben ?

Der Meinung bin ich auch...was hast du bisher probiert um die Situation zu verbessern ?

Vielleicht besteht noch Hoffnung
 
I

itzmeseroga

Guest

Es gab kein medikament welches geholfen hat, genommen habe ich

Mirtazapin

Seroquel

Abilify

Welbutrin

Zyprexa

Setralin

Amisulprid

Ziprasidon

Citalopram

Tavor kurzzeitig

Subutex

Noch paar vergessen..

Ich hatte eine phase wo ich sehr drunter litt aber ich bekam keine hilfe also was bleibt ausser suizid oder sich dran zu gewöhnen übrig? In der klinik gibt es medikamente die nicht helfen oder schlimmer machen, der psychologe wird nicht verstehen, freundschaften sind schwer möglich, ich hab eine katze bei mir jetzt 1 monat diese bringt etwas leben rein, das einzigste was wirklich hilft ist musik hören und sport bei mir

Ich hatte und habe die schnauze voll von diesen psychiatern, ich kam mir traumatisiert vor eher dannach.

Wenn ich panik habe nehme ich CBD öl, um gut zu schlafen muss ich mich eben aktivieren mit sport, auspowern usw. Ich werde keine medikamente mehr anfassen
 
TS
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Okay da hast du ja echt schon einiges probiert....ja entweder damit leben lernen oder nicht mehr leben wollen sind die 2 Möglichkeiten....Achso nimmst du gar keine medis mehr ?
 
I

itzmeseroga

Guest

Überhaupt keine mehr, was noch geholfen hat waren eben drogen, aber nach langer zeit entsteht noch mehr schaden das ist klar, ich griff sogar zum heroin schon und war davon über 1 jahr abhängig, habe es auf alufolie geraucht
 
TS
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Ja Drogen sind bei unserer Krankheit eh kontraproduktiv...hast du Erfahrungen mit RTMS Therapie ?

ist sowas ähnlichen wie EKT
 
I

itzmeseroga

Guest
Fitfly schrieb:
Ja Drogen sind bei unserer Krankheit eh kontraproduktiv...hast du Erfahrungen mit RTMS Therapie ?

ist sowas ähnlichen wie EKT
Nein noch nicht.

MRT habe ich auch machen lassen bei mir und sieht allea gut aus meinen sie.
 
TS
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Vllt wäre das noch eine Möglichkeit. Ich halte mich zur Zeit an jeden Strohhalm ?

Komisch, dass da alles gut aussah.
 
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