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Wie habt ihr gelernt, mit paranoider Schizophrenie umzugehen?

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Teilweise durch sehr schmerzhafte Erfahrungen. Und ich mache jetzt einfach das, was mir guttut und lasse mir nicht von anderen ständig sagen, was ich tun und lassen soll. Auch nicht jeder ärztliche Rat ist richtig und sinnvoll, man muss manchmal mehr auf sein Bauchgefühl hören als auf die Psychiater. Es ist einfach so, dass ich weniger Gefühle und positive Schwingungen habe als andere, dass ich manchmal als komisch wahrgenommen werde. Ich brauche da nichts vorspielen oder eine Maske aufsetzen, nur damit sich niemand bedroht fühlt. Ich versuche halt einfach, ich zu sein.
 
TS
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bei mir dasselbe. ich wünschte trotzdem, ich müsste keine medikamente nehmen und müsste auch nicht zum arzt gehen. ist jetzt aber auch nicht tragisch 🙃 vielen dank für deine antwort. lg.
 
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Ich nehme Amisulprid 300 mg und habe, außer etwas mehr Gewicht, kaum Einschränkungen. Natürlich kamen mit den etlichen Absetzversuchen viele Schübe auf, unzählige mittlerweile.... Die zerren natürlich, aber davon abgesehen haben wir sicher keine "paranoide Schizophrenie" sondern ein anderes Problem, welches definitiv körperlichen Ursprungs ist. Ich komme insgesamt gut klar, mit Höhen und Tiefen :)
 
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meine Therapie regelt. ansonsten bin ich durch medis gut geschützt. ich versuche mehr meine Grenzen zu wahren und versuche gesund zu bleiben und nehme Hilfe an.
 
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Danke!
Du thematisiert das wirklich gut, wo ich mich mit meiner Psychose gut wiederfinden kann und trotz der vergleichsweise guten Medikamente, da meine Schwierigkeiten liegen.
Die Tipps finde ich sehr interessant und ich Versuche das ein oder andere zu beherzigen.

Mit den Medikamenten schaffe ich bei mir eine Situation, wo ich an mir arbeiten kann, auch wenn es manchmal dauert.
Für mich ist eine Psychose wie eine gesteigerte Depression, wenn der Körper rebelliert und einfach alles neu gedacht und hinterfragt wird oder sich im Wandel befindet.
Bei der Psychose setzen Ängste die Grenzen, Realität und Traumwelt lassen sich schwer vereinen weil die Krankheit ihren eigenen Gesetzen folgt und dann auch die Grenzen der Realität verschwinden, also ungeahnte Möglichkeiten sich auftun.

Die Tipps finde ich wirklich spannend, aber Medikamente sind auch wichtig um Zeit zu gewinnen, auch zum Umdenken tragen diese bei, wenn man sich in irgend einem Wahn festgefahren hat.
Das Problem ist die Einseitigkeit dieser medikamentösen Therapien, auch da gibt es mehr als das was Ärzte wissen oder wahr haben wollen, ähnlich wie deine Tipps in der Realität verdrängt werden weil da die Medizin eine andere Sicht hat und eben die Erde immer noch eine Scheibe ist.
 
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@Maggi
Welche Tipps meinst du genau mit spannend? Vielleicht hab ich was überlesen. Nichts, was nicht in Psychiatrien rauf und runter gebeten wird. Und manche Tipps sind schlicht, mit den Worten des Verfassers, Quatsch und 2/3 gehören zum normalen Denken dazu.
Ich kenne diese Vergötterung von Threads von Dir nicht. Du wirst deine Gründe haben.
 
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@Kopernikus
Ich finde das gesamte Konzept bei diesen Tipps gut, da es über das hinausgeht, was man über Betroffene im Regelfall denkt und eben eine Problematik angesprochen wird, auf die bei der Behandlung von Schizophrenen kaum Wert gelegt wird.
In der Psychiatrie stehen Symptome im Mittelpunkt, welche mit den Medikamenten völlig unterbunden werden. Diese Medikamente erzeugen auch eine Lebenswirklichkeit wo Patienten zwar etwas lernen, aber echte Fortschritte da wirklich eine Mammutaufgabe sind, also man in den Betroffenen eher Problemfälle sehen möchte, als Menschen mit Besonderheiten, die man fördern muss.
Ich glaube eher das man Betroffene als Untermenschen sieht, die Krankheit als harten Schlag und Fass ohne Boden.
Und manche Tipps sind schlicht, mit den Worten des Verfassers, Quatsch und 2/3 gehören zum normalen Denken dazu.
Was meinst du damit?
Ich kenne diese Vergötterung von Threads von Dir nicht. Du wirst deine Gründe haben.
Ich finde, der Verfasser hat sich viel Mühe gemacht überhaupt so einen langen Artikel zu schreiben und das mit anderen Erkrankten zu teilen finde ich super. Wo erkennst du da eine Vergötterung? Es sollte eher eine Würdigung sein. Vieles davon hat mich auch persönlich angesprochen, da diese Probleme erst im Verlauf der Erkrankung erkennbar werden und es manchmal bei einem selbst gewisse Veränderungen braucht.
Aufgrund der üblichen Medikamente bezweifle ich, dass Betroffene da alles unter einen Hut bekommen können, das bedeutet, dass man Abstriche im Leben machen muss, was zum Teil auch die Negativsymptomatik regelt.

Viele Probleme der Psychose kann man mit den Medikamenten nur bearbeitbar machen, es braucht Zeit bis man sich da reflektieren kann und wieder eine Struktur ins Leben und Denken bringt. Medikamente geben einen Zeit und Kraft wo man sonnst in ein tiefes Loch fallen würde und selbstzerstörerisch würde.
Die grundlegende Skepsis für Medikamente des Verfassers kann ich insofern nachvollziehen, dass es eben mehr als Medikamente bedarf und die beschriebenen Dinge zu kurz kommen.
Wenn jemand beispielsweise mit Risperidon oder einem anderen Medikament geistig auf Höhe eines Kleinkindes geschrumpft wird, dann sind auch die Möglichkeiten die man hat endlich, man stößt also an Grenzen wo man die Probleme ignorieren muss, eben Konstruktiv die eigene Wahnwelt hinterfragen zu können und umzuschalten.

Es ist sehr schwer für mich zwischen Traumwelt und Realität zu unterscheiden und da eine Linie zu ziehen. Die Psychose und das Wahnhafte geht da in die Tiefe und für mich haben diese Wahnhaften Symptome auch für das Kollektiv der Bevölkerung die gesund ist, einen Sinn. Also ich glaube das Psychotiker und andere Menschen gedanklich miteinander verbunden sind und das was real und annehmbar ist auch irgendwo vordefiniert werden muss. Bei diesem Konstrukt dieser Realität haben denke ich auch Betroffene einen Platz, da diese in sich diese Zwiespälte austragen und vielleicht dafür was bei gesunden intuitiv richtig gemacht wird, eben die geistige Grundlage legen.
 
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@Maggi
Ich könnte dir jetzt Muster und Zusammenhänge hier aufzeigen, warum dieser Ablauf hier anders ist, als die sonstigen Abläufe. Aber das ist mir zu anstrengend.

Das Problem bei der Schizophrenie ist, dass es einem doch gut geht. Und dann kann man sich selbstverständlich mit allem möglichen Dingen beschäftigen. Man kann Meditieren, man kann sich Infusionen setzen, man kann Sport machen, man kann sich wirklich mit allem beschäftigen, was einem so einfällt. Kein Ding.
ABER der Übergang in eine Psychose ist schleichend und unbemerkt. Und ich merke den Unterschied nur, richtig lesen jetzt, wenn ich mit "normalen" Leuten interagiere. Erst dann merke ich, dass was nicht stimmt. Suche aber den Fehler immer noch nicht an mir. Das mach ich heute immer noch nicht, aber man muss sich ja arrangieren.

Soweit wird dir das bekannt vorkommen. Und was passiert, wenn man allein ist? Meditieren über Gott? Gute Idee, vor allem in der Psychose. Ich habe danach Götter gegeneinander kämpfen sehen, meiner ist eingeschlafen 🤪 was ne Hilfe. Der andere landete auf meinem Balkon und konnte glücklicherweise keine Türen öffnen. Das Spektakel endete in der Psychiatrie und ich musste mein komplettes Weltbild neu aufbauen, und Gott aus dem Zentrum nehmen (auf die Idee muss man erstmal kommen). Anders wäre ich auf ne andere Art verrückt geworden.

Allein mit Psychose in den Wald spazieren gehen. Beste Idee ever. Wenn du Pech hast, findest du nicht mehr heim, oder flüchtest vor einem imaginären Tier, weil du ein Geräusch nicht zuordnen kannst.
usw usw usw.

Spannend fand ich auch woanders den Tipp mit den Infusionen oder Injektionen. In der Psychose....Denk doch mal drüber nach. Alkohol ist noch das Harmloseste was passieren kann.

Tablettenexperiment in der Psychose.... Überdosierung bis hin zu Spülmaschinentabs alles möglich.

Man muss diese ganzen Tipps aus den Augen eines Schizophrenen sehen, nicht aus den Augen eines Depressiven oder sonstigem belasteten Menschen. Diese Tipps machen dann Sinn, wenn du weißt, du bist nie allein.

Das war jetzt etwas mehr Text, aber ich will auch meinen Standpunkt etwas verdeutlichen.
 
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Ich habe es für mich akzeptiert, dass psychische Erkrankungen genauso vorkommen wie körperliche. Die einen haben dies, die anderen das & ich eben das. Ich finde es immer gut, mich mit meinem Psychiater auszutauschen. Gleichzeitig hat mir die Krankheit ziemlich geholfen zu erkennen, was ich wirklich will & brauche & mir gut tut. Zb reicht es mir in Teilzeit zu arbeiten. Das gibt zwar weniger Geld, aber ich komme noch dazu es auszugeben, meine Freizeit zu gestalten & bin weniger gestresst. Durch Gewichtszunahme vom Amisulprid bin ich zum Sport gelangt, der mir mega gut tut. Ich bevorzuge Ruhe, ruhige Orte, ob nun zum Wohnen oder Reisen. Man muss sich eben selbst gut kennen (lernen) wenn man diese Krankheit hat & ich finde das eher vorteilhaft, weil man nicht mehr nur damit beschäftigt ist, gut in die Gesellschaft zu passen, sondern inne hält.
 
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@Maggi
Ich könnte dir jetzt Muster und Zusammenhänge hier aufzeigen, warum dieser Ablauf hier anders ist, als die sonstigen Abläufe. Aber das ist mir zu anstrengend.

Das Problem bei der Schizophrenie ist, dass es einem doch gut geht. Und dann kann man sich selbstverständlich mit allem möglichen Dingen beschäftigen. Man kann Meditieren, man kann sich Infusionen setzen, man kann Sport machen, man kann sich wirklich mit allem beschäftigen, was einem so einfällt. Kein Ding.
ABER der Übergang in eine Psychose ist schleichend und unbemerkt. Und ich merke den Unterschied nur, richtig lesen jetzt, wenn ich mit "normalen" Leuten interagiere. Erst dann merke ich, dass was nicht stimmt. Suche aber den Fehler immer noch nicht an mir. Das mach ich heute immer noch nicht, aber man muss sich ja arrangieren.

Soweit wird dir das bekannt vorkommen. Und was passiert, wenn man allein ist? Meditieren über Gott? Gute Idee, vor allem in der Psychose. Ich habe danach Götter gegeneinander kämpfen sehen, meiner ist eingeschlafen 🤪 was ne Hilfe. Der andere landete auf meinem Balkon und konnte glücklicherweise keine Türen öffnen. Das Spektakel endete in der Psychiatrie und ich musste mein komplettes Weltbild neu aufbauen, und Gott aus dem Zentrum nehmen (auf die Idee muss man erstmal kommen). Anders wäre ich auf ne andere Art verrückt geworden.

Allein mit Psychose in den Wald spazieren gehen. Beste Idee ever. Wenn du Pech hast, findest du nicht mehr heim, oder flüchtest vor einem imaginären Tier, weil du ein Geräusch nicht zuordnen kannst.
usw usw usw.

Spannend fand ich auch woanders den Tipp mit den Infusionen oder Injektionen. In der Psychose....Denk doch mal drüber nach. Alkohol ist noch das Harmloseste was passieren kann.

Tablettenexperiment in der Psychose.... Überdosierung bis hin zu Spülmaschinentabs alles möglich.

Man muss diese ganzen Tipps aus den Augen eines Schizophrenen sehen, nicht aus den Augen eines Depressiven oder sonstigem belasteten Menschen. Diese Tipps machen dann Sinn, wenn du weißt, du bist nie allein.

Das war jetzt etwas mehr Text, aber ich will auch meinen Standpunkt etwas verdeutlichen.
Hast du gut geschrieben :) hab mehrmals Lachanfälle bekommen danke dafür
 
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