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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Wie fühlt sich ein Schub an?

Moriko

Well-known member
Hallo, da ich meine erste Psychose hatte weiß ich nicht wie sich so ein Schub anfühlt?
Ist es wenn die stimmen besser werden und mit einem Schlag zurück kommen ein Schub?
 
Das kann alles mögliche sein. Aufgeregtheit, Wahngedanken oder Ängste. Man wird dünnhäutiger und gleitet in Wahngedanken ab.
 
Bei mir ist es glaub so, dass das Misstrauen gegenüber Freunden/Bekannten zunimmt und es schwieriger wird, Beziehungsgedanken zu relativieren.
Höre nicht wirklich Stimmen, hab "nur" sehr aufdringliche Gedanken von Zeit zu Zeit. Kann nur meine Perspektive nennen. Solange ich Medikamente nehme deuten sich Schübe kurz an aber werden nicht zu ausgewachsenen Psychosen.
Als ich die Medikamente mal abgesetzt hatte, ging das eher schleichend über einige Wochen bis ich wieder richtig tief drin war. Da hab ich dann nach und nach die Distanz zu den Wahngedanken verloren, also im Prinzip Distanz zur Realität aufgebaut..
 
Wenn ist es ein Schub wo mehr Stimmen kommen, kann das in so kürzester Zeit sein? Dass da Schübe kommen obwohl ich medikamente nehme?
Das kann schon sein. Obwohl er sicher etwas abgefedert wird. Wäre halt zu überlegen ob du mehr Medikamente nehmen willst, oder es so aushalten.
 
O.k., dann müsstest du da so durch. Man könnte natürlich das Risperidon noch anheben, aber dann kommt es vielleicht zu Nebenwirkungen. Vielleicht bildet sich der Schub ja zurück. Schwierige Situation, du solltest es mit dem Arzt besprechen.
 
Du musst negativ von positiv Symptomen trennen, das eine hat mit dem anderen nicht immer etwas zu tun !
 

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Wenn ich das richtig in Erinnerung habe hast Du erst seit einem halben Jahr die Negativ-Symptome ? Lass Dir bitte Zeit, da es ein bis zwei Jahre normal braucht bis sich Dein Hirn wieder erholt hat. Meine Grafik hat mit Negativ-Symptomen nicht wirklich etwas zu tun.
 
Wenn ich das richtig in Erinnerung habe hast Du erst seit einem halben Jahr die Negativ-Symptome ? Lass Dir bitte Zeit, da es ein bis zwei Jahre normal braucht bis sich Dein Hirn wieder erholt hat. Meine Grafik hat mit Negativ-Symptomen nicht wirklich etwas zu tun.
Wie lange muss man sich für die positiven symptome lassen? Mir tut es gut hier mit zu lesen. Danke dir
 
Naja, die Positiv-Symptome sollten mit der Einnahme von NL langsam aufhören.
 
Ich nehme doch schon 4,5 mg reagila und 3 mg risperidon :(
Im Grunde ist das keine sinnvolle Kombi. Beide blockieren D2 also hast du da Überschneidungen, die im schlimmsten Fall auch zu paradoxen Nebenwirkungen führen, wenn man etwa von den Medikamenten selbst psychotische Symptome bekommt.

Hier kannst du dir die Rezeptorprofile der einzelnen Antipsychotika anschauen, darunter Cariprazin(Reagila) und Risperidon.
Rezeptorbindungsprofile von Antipsychotika

Reagila ist bei Therapieresistenz womöglich eher etwas schwächer, da die D4 Wirkung etwas schwächer ist, die da relevant ist.
Aripiprazol wäre besser, da D2 und D4 Rezeptoren sehr gut belegt werden, was du an der hohen pKi siehst, mit Rottönen unterlegt.

Aripiprazol ist wie Cariprazin ein Partialagonist, also ebenso ein moderner verträglicher Wirkstoff.

Das Risperidon ist unpassend, da du siehst, dass es sehr ähnliche Rezeptoren blockiert, was meist zu mehr Nebenwirkungen und keiner besseren Wirkung führt. Risperidon schränkt auch allein für sich sehr ein, weshalb du das normal reduzieren/absetzen solltest.

Falls Aripiprazol allein zu schwach wäre oder du einen Ersatz für Risperidon suchst, dann wäre Quetiapin in geringer Dosis besser. Quetiapin ergänzt das Aripiprazol wie du in der Tabelle siehst besser, da bei Therapieresistenz eher auf ein bereits Wirkprofil gesetzt wird:
Rezeptorbindungsprofile_2025_02_22 (1).png


Aripiprazol+Quetiapin wird auch so häufiger eingesetzt.


So würde ich dir @Moriko empfehlen, dich bei deinem Psychiater zu melden, da es bei schwieriger Symptomlage eventuell eine Klinikbehandlung mit kurzzeitig klassischen hochpotenten Antipsychotika erfordert. Danach kannst du dann etwa Aripiprazol Monotherapie probieren, da das vermutlich besser wirkt. Falls das allein zu schwach wäre und Symptome durchkommen, dann Quetiapin ergänzen.

So wäre zumindest mein Tipp. Längerfristig hast du mit Aripiprazol auch leichter die Möglichkeit später die Intervalltherapie mit Bupropion zu nutzen, was effektiv bei Negativsymptomen und kognitiven Symptomen hilft, aber erstmal eine Grundstabilität voraussetzt.
Also Aripiprazol (Hauptmedikament) + Quetiapin (bei weiteren Resistenzen)
Akuttherapie in der Klinik wird eher mit dem hochpotenten Flupentixol oder das klassische Haloperidol gemacht, wobei ich vom letzteren weniger überzeugt bin. Flupentixol fand dich im geschützten Klinikbereich noch am besten, also lässt sich leicht einnehmen und wirkt sehr schnell.

Klinik wäre auch so am Anfang der Therapie für dich besser, da du da Psychoedukation und Psychotherapie bekommst. Da lernst du dann erstmal wie die Medikamente wirken und dich orientieren, da anfangs die Medikamente schon recht stark sind, bis diese reduziert werden können.

Ich bin mir da unsicher, ob man mit Atypischen beginnen sollte, da diese eher für die Erhaltungstherapie nach der Akutbehandlung (ca. 2–3 Wochen in der Klinik) geeignet sind. In der Klinik sind das meist so 2–3 Wochen mit den Akutwirkstoffen, was dann erst auf den Atypischen, im Idealfall Monotherapie (ein Antipsychotikum) umgestellt wird.
Später werden also die Dosierungen dann wieder reduziert und man wird dann auch wieder leistungsfähiger im Denken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Im Grunde ist das keine sinnvolle Kombi. Beide blockieren D2 also hast du da Überschneidungen, die im schlimmsten Fall auch zu paradoxen Nebenwirkungen führen, wenn man etwa von den Medikamenten selbst psychotische Symptome bekommt.

Hier kannst du dir die Rezeptorprofile der einzelnen Antipsychotika anschauen, darunter Cariprazin(Reagila) und Risperidon.
Rezeptorbindungsprofile von Antipsychotika

Reagila ist bei Therapieresistenz womöglich eher etwas schwächer, da die D4 Wirkung etwas schwächer ist, die da relevant ist.
Aripiprazol wäre besser, da D2 und D4 Rezeptoren sehr gut belegt werden, was du an der hohen pKi siehst, mit Rottönen unterlegt.

Aripiprazol ist wie Cariprazin ein Partialagonist, also ebenso ein moderner verträglicher Wirkstoff.

Das Risperidon ist unpassend, da du siehst, dass es sehr ähnliche Rezeptoren blockiert, was meist zu mehr Nebenwirkungen und keiner besseren Wirkung führt. Risperidon schränkt auch allein für sich sehr ein, weshalb du das normal reduzieren/absetzen solltest.

Falls Aripiprazol allein zu schwach wäre oder du einen Ersatz für Risperidon suchst, dann wäre Quetiapin in geringer Dosis besser. Quetiapin ergänzt das Aripiprazol wie du in der Tabelle siehst besser, da bei Therapieresistenz eher auf ein bereits Wirkprofil gesetzt wird:Anhang anzeigen 2085

Aripiprazol+Quetiapin wird auch so häufiger eingesetzt.


So würde ich dir @Moriko empfehlen, dich bei deinem Psychiater zu melden, da es bei schwieriger Symptomlage eventuell eine Klinikbehandlung mit kurzzeitig klassischen hochpotenten Antipsychotika erfordert. Danach kannst du dann etwa Aripiprazol Monotherapie probieren, da das vermutlich besser wirkt. Falls das allein zu schwach wäre und Symptome durchkommen, dann Quetiapin ergänzen.

So wäre zumindest mein Tipp. Längerfristig hast du mit Aripiprazol auch leichter die Möglichkeit später die Intervalltherapie mit Bupropion zu nutzen, was effektiv bei Negativsymptomen und kognitiven Symptomen hilft, aber erstmal eine Grundstabilität voraussetzt.
Also Aripiprazol (Hauptmedikament) + Quetiapin (bei weiteren Resistenzen)
Akuttherapie in der Klinik wird eher mit dem hochpotenten Flupentixol oder das klassische Haloperidol gemacht, wobei ich vom letzteren weniger überzeugt bin. Flupentixol fand dich im geschützten Klinikbereich noch am besten, also lässt sich leicht einnehmen und wirkt sehr schnell.

Klinik wäre auch so am Anfang der Therapie für dich besser, da du da Psychoedukation und Psychotherapie bekommst. Da lernst du dann erstmal wie die Medikamente wirken und dich orientieren, da anfangs die Medikamente schon recht stark sind, bis diese reduziert werden können.

Ich bin mir da unsicher, ob man mit Atypischen beginnen sollte, da diese eher für die Erhaltungstherapie nach der Akutbehandlung (ca. 2–3 Wochen in der Klinik) geeignet sind. In der Klinik sind das meist so 2–3 Wochen mit den Akutwirkstoffen, was dann erst auf den Atypischen, im Idealfall Monotherapie (ein Antipsychotikum) umgestellt wird.
Später werden also die Dosierungen dann wieder reduziert und man wird dann auch wieder leistungsfähiger im Denken.
Hei ich bin ja bis morgen in einer Klinik, allerdings will er an der Medikation nichts verändern. Weiß nicht was ich machen soll .
 
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