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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Werden alle fett nach Einnahme von Neuroleptika

Maria89

Member
Hallo an Alle,

Ich habe schon oft gelesen dass Menschen ordentlich an Gewicht zu legen nach der Einnahme von Neuroleptika oder anderen Medikamenten. Ging Oder geht es euch auch so ?
 
Klar wurden wir fettleibig (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel). Ich habe allein von Amisulprid 10 kg zugenommen. Es gibt bei Leibe noch viel schlimmere Fälle. Das gehört nunmal dazu wenn man gezwungen ist Neuroleptika einzunehmen. Sonst hat die Ärzteschaft ja nichts anderes anzubieten.
Psychosen zu bekommen ist eine miese Krankheit und muss mit Medikamenten behandelt werden.
 
Wie Elegant du das beschreibst. Nicht Dick oder Übergewichtig , das währe zu Politisch korrekt gewesen und das wollen wir nicht.
P.S. Amisulprid ist der größte Dreck.
 
Ich hab 40KG in einem Jahr geschaft, Ablify und Risperadon.....

Heute wieg ich immer noch 15zuviel 5Jahre später.....

Man drückt die eine Krankheit weg und holt sich die nächste damit rein.

Da hab ich schluss gemacht, nehme nur noch in alle größter not was ein für ne weile.
 
Ich habe jetzt Aripirazol, da nehme ich nicht weiter zu. Olanzapin hat mich richtig verunstaltet, so habe ich zugenommen. Aber unter NL wieder abnehmen - das schaffe ich nicht.
 
Ich habe auch 25kg zugenommen. Zum Glück war ich davor sehr schlank, somit bin ich “nur” im Übergewicht und noch nicht “fett”. Aber ich hab mir als Ziel gesetzt 10 kilo abzunehmen. Bei mir kam es von abilify, quetiapin und Reagila.
 
Hallo an Alle,

Ich habe schon oft gelesen dass Menschen ordentlich an Gewicht zu legen nach der Einnahme von Neuroleptika oder anderen Medikamenten. Ging Oder geht es euch auch so ?
Ich habe auch schon viele Fettleibige gesehen, die wahrscheinlich nie in ihrem Leben das Medikament z. B. Olanzapin eingenommen haben. Das soll jetzt keine Werbung für Olanzapin sein. Ich bin schon seit Langem "dick", aber noch nicht so lange adipös. Woher der Widerspruch? Ich war vorher rank und schlank, kleiner Witz am Rande (stimmt aber), durch die Unzufriedenheit mit meinem Körpergewicht wurde ich erst richtig "fettleibig" (was man mir jetzt angesichts von 99 kg auf der Waage bei mäßiger Körpergröße durchaus zuordnen kann ;-) ). Nur der Vollständigkeit halber, ich denke aber, wir können die Diskussion unter dem Vorzeichen viel zu dick nicht unbedingt sinnvoll fortführen, bei Beibehaltung der wertenden Anteile des verwendeten Vokabulars. Heute haben wir ja keinen Mangel an Nahrungsmitteln, und es ist deshalb nicht mehr wie meistens in der Geschichte der Menschheit ein grober Ausrutscher, (einfach) zu viel an Kilos zuzulegen - es ist denke ich in der angerissenen (allgemeingesellschaftlichen) Beziehung sogar völlig egal. Wenn man sich zu sehr reinhängt in das Erreichen des gewünschten niedrigen KGs, erreicht man sein Ziel unter den Medikamenten meistens nicht. Das ist keine billige Ausrede, auch wenn es eine sein kann (es gibt ja Unterschiede zwischen den Wirkstoffen), die meisten werden wohl etwas dick bleiben, fordere die Gesellschaft von uns was sie will (es ist einfach zu schwer, vielen sich widersprechenden Maximalforderungen von einer höchsten jedoch persönlich vollkommen unwichtigen Instanz gerecht zu werden)...
 
Hab schon mit niedrigsten Dosen Olanzapin (1,25 mg) kein Sättigungsgefühl mehr. Ich muss schon extrem fressen, eh mir mein Körper mir das Gefühl gibt, dass es reicht. Habe ca 12 kg zugenommen. Und dabei achte ich auf gesunde Ernährung… aber das Gewicht ist bei mir eher das geringere Problem- ich hab vor allem vor einer Demenz Angst.
 
Er hat seit der Krankheit keinen Antrieb Sport zu machen obwohl es vorher ganz anders war. Als er vor 1,5 Jahren mehrere starke Psychosen hatte ging sein Gewicht 10kg runter. Später nahm er wieder zu. Clozapin hat er nach einem halben Jahr bekommen zum Amisulprid. Da hatte er mehr Appetit und war relativ schnell wieder bei seinem Ausgangsgewicht. Dann wurde im März neben Clozapin auf Abilify umgestellt. Er hat gerade wenig Appetit. Isst 1-2 mal und ist schnell satt. Ich hatte auch etwas Sorge, das er dick wird.
 
Hallo an Alle,

Ich habe schon oft gelesen dass Menschen ordentlich an Gewicht zu legen nach der Einnahme von Neuroleptika oder anderen Medikamenten. Ging Oder geht es euch auch so ?
In dieser Übersicht findest du auch die Gewichtszunahme und welche Antipsychotika da am gravierendsten sind:
https://schizophrenie-forum.com/psy...hotika_nebenwirkungen_referenz_2026-pdf.2772/
Amisulprid ist mit +2,4 kg schon deutlich, nur gibt es noch schlimmere.
Flupentixol und Haloperidol sind hochpotente klassische Antipsychotika und fallen von daher wegen Langzeitrisiken und Nebenwirkungen flach.

Bleibt Ziprasidon als das gewichtsneutralste verfügbare atypische Antipsychotikum. Mit +0,7kg schneidet es am besten ab und ist ein Antagonist. Bei Frauen fallen die QTc-Verlängerungen häufig milder aus als bei Männern. Dies wäre Nr.1 Empfehlung, kann in der Praxis antipsychotisch etwas schwächer sein.
Ziprasidon (Rohdaten)
Dein Dosisäquivalent für 250 mg Amisulprid wären 80mg Ziprasidon. Maximale Reduktionsmöglichkeit später auf ca. 40mg.
Aktuell Gewichtszunahme:
Amisulprid🟠+2.4 kg
Möglichkeiten:
Ziprasidon🟢+0.7 kg
Aripiprazol🟢 +0.8 kg
Brexpiprazol🟡+1 kg
Cariprazin🟡+1.2 kg
Lurasidon🟢+0.7 kg

Für die gestrichenen Wirkstoffe gibt es in Deutschland meist keine Verfügbarkeit bzw. Kostenübernahme.
Für dich @Maria89 wären also ein Wechsel auf Ziprasidon, Aripiprazol, oder Cariprazin bezüglich der Gewichtszunahme die attraktivsten Möglichkeiten.
Hattest du diese Wirkstoffe schon mal mit guten oder weniger Erfolgen?
 
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