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Warum ist es dem Psychisch Kranken Gesetz so wichtig, dass...

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Well-Known Member
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5 Nov. 2020
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136
... man Medikamente nimmt? Und unbedingt behandelt werden muss?

Das ist doch eigentlich auch Stigmatisierung.
 
Als ich meine absetzen wollte hatte meine Psychiaterin auch was dagegen. Diese war aber an der Uni Klinik und ich führe das nicht auf Geldgier oder so zurück. Ich glaube es geht einfach um die Absicherung die da vllt. Fehlt oder die Probleme die entstehen können.
Wenn der Arzt das absetzen absegnet, man rückfällig wird und dann eventuell gewalttätig oder so wird, kann das bestimmt Probleme verursachen. Gerade wenn dann in der Akte nach dem letzten behandelnden Arzt gesucht wird usw.

Also ich hatte es letzten Endes trotzdem abgesetzt auch ohne Segen meiner Psychiaterin damals. Ich kann deren Abneigung sehr gut verstehen und finde es nicht schlimm.

Ich hoffe ich hab deine Frage richtig verstanden 😅

Was Stigmatisierung angeht kann man nix gegen machen. Da hast du vollkommen Recht.
 
... man Medikamente nimmt? Und unbedingt behandelt werden muss?

Das ist doch eigentlich auch Stigmatisierung.
wer nach PsychkG behandelt wird bzw eingewiesen worden ist,hat meistens fremd oder eigengefährdet gehandelt und solchen Personen wird dann auch schon mal die Spritze zwangsgesetzt um runterzukommen. ich bin übrigens für schärfere Gesetze gegenüber Psychisch kranken,die Zwangsbehandlung sollte auch bei psychotischem Verhalten oder Gedankengut greifen,wäre auch für die oder denjenigen besser,denn sonst besteht ja die Gefahr der Verwahrlosung bzw Drogensucht oder A
lksucht.
 
Naja, eigentlich wird niemand dazu gezwungen Medikamente einzunehmen. Das ist jedem selbst überlassen. Das kann kein Arzt entscheiden..
jedenfalls muss man dann im Klaren sein dass man psychotisch rückfällig werden kann.
Die Medikamente dienen dazu die Krankheit einzudämmen und das Leben der Betroffenen zu erleichtern.
Jeder Arzt würde da zu Medikamente raten.
 
Hallo Sinfonie,
du meinst, dass niemand gezwungen wird, Medikamente einzunehmen,
Doch, so einen Zwang gibt es. Als ich meine letzte (sehr langandauernde) Psychose hatte, und dann im Krankenhaus gegen Ende des Aufenthalts aus der offenen Station entlassen werden sollte, sagte die Stationsärztin, dass nach meiner Entlassung jeden Tag morgens und abends eine Krankenschwester zu mir nach Hause kommt, um meine Einnahme des Medikaments zu überwachen.
Das gleiche wurde bei einem Bekannten von mir gemacht, der auch schon mehrmals eine Psychose hatte.
Bei mir hat das zum Glück die Oberärztin abgebogen, die bei diesem Gespräch auch dabei war. Sie sagte, dass ich stattdessen noch drei Wochen in die Tagesklinik gehen soll. So wurde es dann gemacht.
 
Ein Gericht kann die Zwangsmedikation anordnen, die aber zeitlich befristet ist, in der Regel 6 Wochen. Nach der Frist ist die Medikamenteneinnahme freiwillig
 
Ich weiß gar nicht genau wie es bei mir passiert ist.
Als ich in der Klinik war wechselte ich von Zeit zu Zeit die Geschlossene mit der Privatstation. Je nach "Rückfall" (oder als Bestrafung der Stimmen, so kam es mir vor) kam ich auf die grau und trostlose Geschlossene. Um auf die Privatstation zurückzukommen sollte ich die Medikamente einnehmen. Ich kann mich nicht mehr erinnern ob ich das dann getan habe (wahrscheinlich nicht), dennoch kam ich manchmal wieder auf die Privatstation.
An was ich mich erinnern kann war jedoch, dass ich auf der Privatstation mir Tavor in den Mund gelegt wurde und die Stimmen dieses als "Erpressung" bezeichneten.

Auch haute ich auf Befehl der Stimmen manchmal von der Station ab, manchmal auf Befehl der Stimmen kam ich wieder. Ich hatte also zeitweise als Psychotiker meine "Freiheiten" und habe sie missbraucht.
Manchmal frage ich mich jedoch was passiert wäre, hätte man mit mir mehr über diese Stimmen geredet (ich habe sie jedoch meißtens verheimlicht), evtl. hätte ich die Medikamente dann freiwillig genommen...
 
Die Medikation erscheint dem Gesetzgeber der einzige Weg, die Patienten wieder einigermaßen zur Vernunft zu bringen. Das hat bei mir zwar nicht funktioniert, aber ich wurde in der Klinik zumindest ruhiger. Ich finde diese Regelung trotzdem o.k. .
 
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