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Hallo,

ich bin 38, gläubig (nicht standart und kein Bibelfanatiker ala freikirche oder so :) ;)) und habe wie viele Menschen eigentlich schon genug soziale Kontakte aber die Sehnsucht nach dem Salz in der Suppe.... wer hat das nicht? Oder es muss nicht perfekt sein. Es kann auch Blütensalz sein oder Kräutersalz oder Meersalz ohne Jod....

Hier kurz meine Leidensgeschichte:
Also ich versuche es erstmal kurz und knapp.... schreibe später ausführlicher. Vor über 10 Jahren wurde ich mit Schizophrenie diagnostiziert. Ich wurde anschließend in der Klinik schwer misshandelt. Von einem Menschen mit Selbstbewußtsein der nicht aggressiv war und noch Würde hatte kam ich in einen rechtsfreien Raum und wurde misshandelt. Das hat mich für die nächsten 10 Jahre sozial isoliert und schwere Traumen hinterlassen. Die Krankheit selbst tat ihr übriges. Es dauerte 10 Jahre bis ich darüber sprechen konnnte. Die Diagnose ist ein zusätzliches Stigma. Allein wegen der Diagnose projizieren Menschen anders auf einen und das isoliert einen EMOTIONAL gerade in engen Beziehungen! Es war schrecklich. Ich sehe auch im Freundeskreis wie Freunde sich anders verhalten bei meinen Freundinnen wenn sie von ihrer ebenfalls schizophrenen der Diagnose erfahren. Beziehungen werden zu emotionalen Missbrauchsbeziehungen wo der Freund ungewollt zum Narzissten wird weil er sich unbewußt als unbehinderter oder klüger wähnt als die schizophrene Freundin, weil er Emotionen nur noch als Schwäche und Krankheit sieht usw.. usw.... Es ist eine Diagnose voller Märchen. Das einzige was stimmt ist die christliche Perspektive. Schizophrene Menschen haben ein besonderes Kreuz zu tragen, in denen sie immer wieder seelische Schmerzen haben und/oder Gottverlassenheit spüren. Auch in den Frauenhäusern wird misshandelten Frauen oft erst später klar dass seelische Schmerzen schlimmer sind als physische Gewalt. Einfühlungsvermögen geht baden, man fühlt lebenslang so viel mit und muss dann so viel Leid ertragen dass es zu sehr wehtut mitzufühlen und man es verdrängt. Ich vergleiche mich nur noch mit schwer kranken, also ich vergleiche nicht wirklich aber so ist es nunmal. Ich mache mir schöne Zeiten durch das Malen und meine Beziehung ist auch schwierig öfters. Und dann ist mir im letzten halben Jahr eine schwere Bakterieninfektion passiert die über zwei Monate dauerte, und anschließend nach den Antibiotika hatte ich immer noch Grippesymptome usw... und dann ging das los dass ich alle 3 Wochen Grippe hatte aber die Ärzte konnten keine Entzündungen im Blut feststellen und fingen an mir wegen meiner Diagnose Leibeshalluzinationen zu unterstellen!!! Traumen kamen wieder hoch.



Aber das krasseste war vor einem Monat. Da war ich zwei Monate bettlägrig. Ich habe es oben schon angedeutet: Schizophrene leben in einer eigenen Welt. Ich habe Gottesgewißheit und diese Zwei Monate verlor ich Gottes Gnade und Gott quälte mich seelisch und körperlich zwei Monate lang. Das passiert glaube ich kaum einem Menschen hier auf Erden. Das ist ein typisches Kreuz das nur Schizophrene Menschen tragen dass die Gottesbeziehung leiden kann auf diese Weise. Es war ein Alptraum. Dann war ne Woche pause dann wieder ne Woche was ähnliches, dann wieder ne Woche Pause und wieder ne Woche was ähnliches. Ich verdränge die schlechten Tage wenn es mir gut geht. Momentan geht es mir gut aber habe chronsichesn Schlafmangel und Erklältung. Das glaubt einem alles keiner. Aber so ist es. Ich bin übrigens nicht sehr religiös nicht falsch verstehen. Ich sehe die positven Seiten der christlichen Religion aber auch allgemein die negativen Seiten JEGLICHER Religion. Ich glaube Jesus kann einen sogar von JEGLICHER Religion befreien wenn Er will. Solche Menschen gibt es. Ich besuche aber Gottesdienste und gehe beichten das tut mir gut, weiß aber dass Jesus auch davon befreien könnte. Ich bin da nicht so fixiert. Macht euch keine Sorgen.


Weitere negative Eigenschaften von mir: Bin meistens hochsensibel, habe autistische Züge und ich bin islamkritisch in Phasen habe ich mich schon informiert und das wird sich nie ändern. Bin etwas feministisch angehaucht weniger als früher, etwas links und besuche orthodoxe Kirchen. Ich lache gerne.:eek:

Habe einen Hund. Male gerne in meiner Freizeit. Glaube auch an Reinkarnation als Möglichkeit und Häufigkeit und dass Gott jeden irgendwann retten wird. Mein persönlicher Weg mit Gott hat mir das alles aufgezeigt daher mag ich weniger die belehrenden unter Druck setzenden Bibel- oder/und Kirchenfanatiker die meinen ich wäre ein Herätiker oder so. In meiner Kirche werde ich akzeptiert wie ich bin weil die orthodoxe Kirche trotz ihrer starken Dogmatik einfach noch eine wahre Kirche ist in der Menschen wie ich nicht ausgeschlossen werden.

Ich stelle mir einfach eine Online Freundschaft vor, in der man sich erstmal einpaar Wochen oder Monate eher unverbindlich kennenlernt, einfach mal einen Raum hat wo man sich alles von der Seele schreiben kann. Ich habe die Erfahrung gemacht wenn ich mal Hilfe brauche wird das missbraucht, mache negative Erfahrungen wenn ich mich mal emotional öffne... kommt immer was doofes oder so. Wenn ich mal Hilfe brauche darf ich nicht ich selbst sein. Bin ich die starke kann ich meine Paranoia abgeben und alles ist gut dann tut mir keiner was????? So ist es bei mir. Ein Raum in dem man mal losschreiben könnte wäre irgendwie toll. Einfach angenommen werden wie man ist und so. Frei atmen. Naja. Vielleicht hat ja jemand Lust in meinem Alter ungefähr aufwärts? Das ist wieder so ein Ding viele Menschen suchen Kontakte in ihrem Alter aber nur bei mir werde ich ständig im Internet gefragt warum ich nicht mit jüngeren will. Ich kann mich ja auch zeitweise um einen jüngeren Menschen kümmern aber ich suche natürlich etwas mit Reife und auf Augenhöhe oder so wo man man selbst sein kann und nicht jemand wo man sich verstellen muss um den anderen zu verschonen :).
 
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