Mein Problem besteht aber darin das ich seit mehr als 10 Jahren an eine Art Freudlosigkeit leide, Sachen die mir früher Spaß gemacht haben machen mir keinen Spaß mehr oder nur wirklich sehr abgeflacht auch Traurigkeit so gut wie nicht mehr vorhanden, Interesse nur sehr bedingt, mal mehr mal weniger, soziale Gesellschaft ist auch sehr mau aber nicht gewollt, also kein gewollter Rückzug, für eine Arbeit kann ich mich auch nicht motivieren, fehlt irgendwie die Lust oder der Sinn, Antrieb, Bequemlichkeit, Flauheit, ich weiß es nicht genau, keine Zukunfspläne, Lebe spontan in den Tag hinein.
Ich vermute, dass du selektive Antidepressiva wie Citalopram oder Sertralin bekommen hast, da gibt es einige Wirkstoffe, die infrage kommen.
Das Problem könnte sein, dass du diese Medikamente zu lange eingenommen hast und damit das Serotonin insgesamt bei dir zu sehr gesteigert wurde.
Die Wirkung auf den Neurotransmitter Serotonin bei den Wiederaufnahmehemmern führt dazu, dass Emotionen abgeflacht werden, womit auch keine Traurigkeit möglich ist und damit auch Antidepressiva diese gut wirksam sind.
Für die von dir beschriebenen Symptome, die wie Negativsymptome klingen würde ich dir Bupropion empfehlen, ein SNDRI Antidepressivum, eines der wenigen das auf kein Serotonin dafür auf Noradrenalin und Dopamin wirkt. Damit könntest du diesen Mangel beheben und es hilft Antieb, Kontzentration Wachheit zu steigen man wird innerlich ruhiger/gelassener.
Damit sollte sich das mit der Zeit lösen in meinen Augen. Wenn die Emotionen zu stark zurückkommen, dann machen Antidepressiva wie Citalopram Sinn die auf das Serotonin wirken und wenn dann immer noch Probleme da sind, erst dann würde ich zu Antipsychotika wie Aripiprazol greifen, die machen zwar Negativsymptome, können aber Antidepressiv sehr wirksam sein. Eben wenn es wirklich eine Schizophrenie wäre oder so.
Sorry, dass ich auf die Medikamente eingegangen bin, was du weniger wolltest, aber ich glaube es könnten Langzeitnebenwirkungen der Antidepressiva sein von deinen bisherigen Behandlungen.
Natürlich auch Schizophrenie Simplex, aber das wäre eben wie ich beschreibe bei einer Verschlechterung trotz dieser Antidepressiva möglich, dass du dann zu Aripiprazol (gut verträgliches Antipsychotikum) greifen solltest um praktisch eine Art Reset zu machen, dann können die Antidepressiva nach der Einnahme besser wirken.
Ist nur so meine Meinung 10 Jahre ist einiges, also ich würde es einfach mal mit dem Antidepressivum Bupropion (Monotherapie) probieren, zum Schlafen eventuell Trimipramintropfen(trizyklisches Antidepressivum) da Bupropion sehr wach mache kann und eine amphetaminähnliche Substanz ist. Sexuelle Nebenwirkungen macht es keine im Gegensatz zu Serotoninwiederaufnahmehemmern die häufig bei Angststörungen eingesetzt werden.