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Unser Ziel ist es, Wissen zugänglich zu machen, Fehlbehandlungen zu vermeiden und echte Heilungschancen sichtbar zu machen – jenseits von Stigma, Unsicherheit und veralteten Vorstellungen.

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"Gemeinsam Wege zur Heilung finden – evidenzbasiert und zukunftsorientiert."

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Dieses Forum bietet einen geschützten Raum für Menschen, die bei Schizophrenie und Psychose klare Orientierung suchen. Wir verbinden persönliche Erfahrungen mit moderner Forschung und neurobiologischen Modellen.

Highlight: Unsere Medikamentöse Orientierung. bietet eine verständliche Übersicht über Wirkstoffe, Wirkmechanismen und aktuelle Behandlungsansätze – basierend auf Arbeiten von Expertinnen und Experten wie Prof. Dr. Stephen M. Stahl.

Unser Ziel ist es, Wissen zugänglich zu machen, Fehlbehandlungen zu vermeiden und echte Heilungschancen sichtbar zu machen.

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  • Wissenschaftlicher Austausch
  • Neue Heilungschancen
  • Direktkontakt (Chat/PN)
↗ Ambulante Zwangsbehandlung
Aufklärung über Risiken & Schutz.
↗ Depotantipsychotika & Patentsystem
Patente, Marktlogik & Reformmodell verständlich erklärt.
↗ Patientenrechte & Transparenz
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Schizoaffektive Störung und der Drang zur Scheidung

faruk

Member
Ich befinde mich aktuell in einer sehr belastenden Situation und suche Austausch mit Menschen, die Ähnliches erlebt haben.

Meine Frau hat seit etwa fünf Jahren die Diagnose schizoaffektive Störung. Zu Beginn gab es einen stationären Klinikaufenthalt, anschließend ambulante Behandlung und medikamentöse Therapie. Es gab Phasen relativer Stabilität, aber auch Phasen mit starkem Misstrauen, ausgeprägter Eifersucht, psychotischen Episoden und plötzlichen Stimmungswechseln.

Wir haben drei Kinder. In den letzten Jahren habe ich viel Verantwortung im Alltag übernommen und versucht, der Familie Stabilität zu geben. Auch aus dem schulischen Umfeld wurde mir mehrfach rückgemeldet, dass ich für die Kinder ein verlässlicher und strukturgebender Ansprechpartner bin.

Seit über einem Jahr hat sich die Situation jedoch deutlich verschärft. Ich geriet zunehmend in den Fokus von Misstrauen und Vorwürfen. Es wurde behauptet, ich würde sie emotional missbrauchen oder sei verantwortlich für ihre Erkrankung. Seit Juni äußerte sie wiederholt den Wunsch nach Trennung. Ich hoffte zunächst, dass es sich um eine vorübergehende Phase handelt, doch die Eskalationen nahmen zu. Die Kinder wirkten zunehmend unruhig und traurig.

Nach einer weiteren Eskalation im November lagen meine persönlichen Sachen vor der Wohnung, sodass ich faktisch ausziehen musste. Seitdem lebe ich übergangsweise im Büro.

Aktuell drängt meine Frau auf eine außergerichtliche Scheidung und möchte die Kinder überwiegend bei sich behalten, mit der Begründung, ich würde mich nicht ausreichend kümmern. Gleichzeitig werden Aussagen über mich getroffen, die aus meiner Sicht nicht der Realität entsprechen.

Ich versuche, einen sachlichen und stabilen Weg zu finden – insbesondere im Hinblick auf das Wohl der Kinder. Mich interessiert der Austausch mit Menschen, die Erfahrungen mit schizoaffektiven oder schweren psychischen Erkrankungen in der Partnerschaft gemacht haben und wie sie mit Trennung, Vorwürfen und der Elternrolle umgegangen sind.
 
Wenn deine Frau diese Diagnose wirklich mit G im Ärztebericht stehen hat, wird es ein Leichtes sein, ihr gerichtlich das Sorgerecht zu entziehen

Damit hast du etwas gegen sie in der Hand, was sie zum Umdenken bewegen wird, auch wenn du keine rechtlichen Schritte einleitest

Dein Kopfkissen kannst du so auf jedenfall wieder da hin bringen, wo du es hergeholt hast
 
@faruk
Medikamentöse Orientierung bei Psychose – Schizophrenie (Langfassung)
Medikamentöse Orientierung bei Psychose – Schizophrenie (Langfassung) (Druckansicht)
Das hilft bei Schizophrenie und dem Schizoaffektiven. Bupropion (NDRI Antidepressivum) macht den wichtigen unterschied und reduziert reizbarkeit. Citalopram (SSRI Antidepressivum) dämpft das Emotionale in den Phasen ohne Anipsychotikum.
Das verträgliche Antipsychotikum Aripiprazol kann dann über Monate 2-8 abgesetzt werden mit jeweils folgender 2-3 wöchiger Einnahme.
Hier die Kurzfassung:
https://schizophrenie-forum.com/psy...ltherapie_nebenwirkungsprofile_2026-pdf.2450/
Damit könnte deine Frau wieder zu einen normalen Leben kommen und wäre dir sehr dankbar.

Wie nimmt sie ihre Medikamente ein, oder setzt sie ständig ab? Welche Wirkstoffe und Dosierungen hat sie? Treten wutanfälle oder schreianfälle auf?
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist sehr erschütternd was du schreibst. Ich hoffe es melden sich Leute die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Wäre eine gerichtliche Scheidung nicht besser, weil du dich dann weiter um deine Kinder kümmern könntest? Die Krankheit kann leider einen destruktiven Verlauf nehmen und so enden wie es bei dir der Fall ist. Es ist sehr traurig dass deine Frau so in die Krankheit verstrickt ist, dass sie nicht mehr erkennt was das Beste für euch als Familie wäre.
 
Wenn deine Frau diese Diagnose wirklich mit G im Ärztebericht stehen hat, wird es ein Leichtes sein, ihr gerichtlich das Sorgerecht zu entziehen

Damit hast du etwas gegen sie in der Hand, was sie zum Umdenken bewegen wird, auch wenn du keine rechtlichen Schritte einleitest

Dein Kopfkissen kannst du so auf jedenfall wieder da hin bringen, wo du es hergeholt hast
Hallo. Ja ich habe diese Berichte will aber nicht diesen Schritt gehen. Ich habe das Gefühl sobald das Thema Kinder sind, wird sie sehr schnell Aggressiv. Ich will nicht, dass Sie denkt ich will die Kinder wegnehmen, nicht dass es dann noch schlimmer wird. Aktuell lasse ich Ihr den Raum, bin in der nähe, bin fast jeden Tag mit den Kindern in Kontakt. Lebe ja gleich daneben in einem Büro den ich mir mal günstig angemietet habe. Bin echt verzweifelt.
 
@faruk
Medikamentöse Orientierung bei Psychose – Schizophrenie (Langfassung)
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Das hilft bei Schizophrenie und dem Schizoaffektiven. Bupropion (NDRI Antidepressivum) macht den wichtigen unterschied und reduziert reizbarkeit. Citalopram (SSRI Antidepressivum) dämpft das Emotionale in den Phasen ohne Anipsychotikum.
Das verträgliche Antipsychotikum Aripiprazol kann dann über Monate 2-8 abgesetzt werden mit jeweils folgender 2-3 wöchiger Einnahme.
Hier die Kurzfassung:
https://schizophrenie-forum.com/psy...ltherapie_nebenwirkungsprofile_2026-pdf.2450/
Damit könnte deine Frau wieder zu einen normalen Leben kommen und wäre dir sehr dankbar.

Wie nimmt sie ihre Medikamente ein, oder setzt sie ständig ab? Welche Wirkstoffe und Dosierungen hat sie? Treten wutanfälle oder schreianfälle auf?
Die Medikamente waren weiterhin eingestellt, jedoch deutlich niedriger dosiert als zuvor. Es handelte sich, um Quetiapin/ retard, Der Arzt hat ihr wiederholt erklärt, dass die Dosis erhöht werden müsse, sobald Stimmungsschwankungen auftreten oder sie erneut Stimmen hört. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch bei den Arztgesprächen dabei.

Später hat sie mir jedoch die Erlaubnis entzogen, weitere Informationen mit dem Arzt zu besprechen. Seit etwa einem Monat – nach Angaben der Kinder und meines Schwiegervaters – hat sie die Medikamente vollständig abgesetzt. Sie sagt selbst, seitdem gehe es ihr sehr gut und sie fühle sich frei.


Gleichzeitig reagiert sie auf meine sachlichen Nachrichten bezüglich der Scheidung oder meiner Bitte, den Mediationstermin nicht sofort wahrzunehmen, sehr empfindlich und wertet diese als Angriff.
 
@faruk
Medikamentöse Orientierung bei Psychose – Schizophrenie (Langfassung)
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Das hilft bei Schizophrenie und dem Schizoaffektiven. Bupropion (NDRI Antidepressivum) macht den wichtigen unterschied und reduziert reizbarkeit. Citalopram (SSRI Antidepressivum) dämpft das Emotionale in den Phasen ohne Anipsychotikum.
Das verträgliche Antipsychotikum Aripiprazol kann dann über Monate 2-8 abgesetzt werden mit jeweils folgender 2-3 wöchiger Einnahme.
Hier die Kurzfassung:
https://schizophrenie-forum.com/psy...ltherapie_nebenwirkungsprofile_2026-pdf.2450/
Damit könnte deine Frau wieder zu einen normalen Leben kommen und wäre dir sehr dankbar.

Wie nimmt sie ihre Medikamente ein, oder setzt sie ständig ab? Welche Wirkstoffe und Dosierungen hat sie? Treten wutanfälle oder schreianfälle auf?
Zur Einnahme: Sie hatte zu Nacht 2x50mg retard / 1x Quentapin Neuro 50mg. Es gab Wutanfälle, aber in der letzten Zeit sehr oft auf mich fokkusiert, teilweise aber auch andere Familienmitglieder. Um zu weinen und zu schreien ist sie meisten raus aus dem Haus ins Auto oder in mein Büro, damit die Kinder es nicht mitbekommen müssen.
 
Die Medikamente waren weiterhin eingestellt, jedoch deutlich niedriger dosiert als zuvor. Es handelte sich, um Quetiapin/ retard, Der Arzt hat ihr wiederholt erklärt, dass die Dosis erhöht werden müsse, sobald Stimmungsschwankungen auftreten oder sie erneut Stimmen hört. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch bei den Arztgesprächen dabei.
Quetiapin wirkt normal bei Stimmungsschwankungen wie Wut und Reizbarkeit sehr gut, da es eine NET-Komponente hat. Wenn sich die Psychose nun zurückmeldet kippt das System wieder in Wut und Reizbarkeit, also die Symptomatik wird sich weiter verschlechtern.
Schizophrenie tritt in Schüben auf und ist unter Stress besonders schlimm, also solltest du versuchen deine Frau zu sprechen wenn sie Entspannung sucht und zum Reden bereit ist. Vielleicht vorher Ankündigen das ihr morgen mal sprechen müsst. Damit nimmst du den Stress heraus und gibst ihr die Möglichkeit etwas vorbereitet in ein Gespräch zu gehen.

Psychose ist sehr viel Stress und leider ist das Problem das es immer schlimmer wird, also der Wunsch das es wie ein Enzug irgendwann nach dem Absetzen besser wird ist Wunschdenken. Es sollte von daher zumindest mit ihr geredet werden, was sie plant wenn es über Monate immer Schlimmer wird und sie Aggressiv wird ob sie es wirklich bis zur nächsten Klinikeinweisung anlegt.

Später hat sie mir jedoch die Erlaubnis entzogen, weitere Informationen mit dem Arzt zu besprechen. Seit etwa einem Monat – nach Angaben der Kinder und meines Schwiegervaters – hat sie die Medikamente vollständig abgesetzt. Sie sagt selbst, seitdem gehe es ihr sehr gut und sie fühle sich frei.
150 mg Quetiapin ist so mit der untere Bereich wo es gerade noch bei Schizophrenie wirksam sein kann. Wenn man schon wenig hat und vorher sich mit kleinen Dosierungen stabilisiert hat, dann kann dieser positive Effekt bereits nach wenigen Wochen wieder umschlagen was das Problem an der Sache ist. Es kommen dann Wut, Reizbarkeit, starke Unruhe und eine sich wieder verschlechternden Negativsymptomatik dazu.

Wenn du mit ihr reden kannst, dann könntest du ihr diese Broschüre ausdrucken:
https://schizophrenie-forum.com/psy...ltherapie_nebenwirkungsprofile_2026-pdf.2450/

Darauf sieht sie auch ihr Quetiapin in der Tabelle und das es verträglichere Wirkstoffe wie Aripiprazol gibt. Damit könntest du ihr zeigen das du einerseits verständnis hast das die Medikamente aufgrund der Nebenwirkungen verständlicherweise abgelehnt werden, aber Negativ- und Positivsymptome auch als Teil der Erkrankung zum Problem werden vor allem wenn sie immer Emotionaler und Reizbarer wird was du dann machen sollst?

Die Broschüre zeigt auf der ersten Seite einen Weg auf, wie sie so eine Absetzphase die sie gerade macht, sich gezielt mit Bupropion stabilisieren könnte um überhaupt richtige Erfolge bei Negativsymptomen zu bekommen. Das funktioniert aber nur mit der bereitschaft das Antipsychotikum in intervallphasen von 2-4 Wochen dann jeweils alle halbe Jahre einzunehmen. Dazu wäre erstmal Ariprprazol geeignet was sie in kleinster Tablettenform 5 mg bei ihrem Psychiater statt dem Quetiapin erfragen könnte.

So als Vorschlag, da die Lage eher immer schlimmer wird. Jetzt frühzeitig über Altrnativen zu sprechen gibt ihr Raum darüber nachzudenken in Phasen wo sie merkt das dies kein Zustand ist.

Bupropion ist ein NDRI Antidepressivum und Nikotinentwöhnungmittel. Es ist an sich sehr mild. Dazu bräuchte es eventuell in diesen Absetzphasen auch ein SSRI wie Citalopram, da dies zur Emotionalen Dämpfung wichtig ist damit sie in keine Traurigkeit und übersteigeten Emotionalität oder magischen Denken verfällt wo Emotionen wichtiger als Verstand ist das geht über SERT (der Transporter wird gehemmt). Bupropion wirkt auf NET und DAT, die NET Wirkung hilft gegen innere Unruhe und Reizbarkeit, die DAT Wirkung hält das Psychotische zumindest eine Zeitlang zurück damit längere Absetzphasen des Antipsychotikums stabil und realisitsch mölgich sind. Das Bupropion hat keine Akutwirkung aber es kann in dieser Entzugsphase und auf längere Sicht die Supersensibilität der Dopaminrezeptoren rückgängig machen. Dazu sollte sie aber bereit sein alle viertle bis dreivierteljahr je nach Symptomatik und Schlafstörungen dann das Antipsychotikum einzunehmen. Als Angehörige und bezugspersonen merkt ihr das ja und könnt ihr das mitteilen wenn ihr eine verschlechterung wahrnimmt.
Da stehen auch andere Wirkstoffe wie Trimipramin-Tropfen zum Schlaf, aber das ist dann später in diesen reduktionsphasen wichtig, da Bupropion in Phasen ohne Antipsychotika besonders stark wach machen kann und erst wenn das stärker ist dann das Antipsychotikum nötig ist. Vorher können ganz gering dosierte Trizyklika gut sein.

Wenn du die Broschüre ausdruckst kanst du ihr einen Weg zeigen wie es mit wenig Antipsychotika klappen kann, wenn ihr Absetzversuch anders verläuft wie gewünscht damit sie sich keinen unnötigen Druck macht.
 
Das ist sehr erschütternd was du schreibst. Ich hoffe es melden sich Leute die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Wäre eine gerichtliche Scheidung nicht besser, weil du dich dann weiter um deine Kinder kümmern könntest? Die Krankheit kann leider einen destruktiven Verlauf nehmen und so enden wie es bei dir der Fall ist. Es ist sehr traurig dass deine Frau so in die Krankheit verstrickt ist, dass sie nicht mehr erkennt was das Beste für euch als Familie wäre.
Ich will eigentlich die Ehe auf den Beinen halten. Ob ich die Energie habe, weiß ich nicht. 5 Jahre ist es her. Die erste Psychose. Kann mich noch sehr gut daran erinnern. Die Kinder machen auch was mit. Die Zwillinge 13 Jahre alt, sind dieses Jahr bis zum Halbjahreszeugnis komplett abgesackt. Der kleine der in die erste Klasse gekommen ist hat leider auch bis jetzt einiges sehen müssen. Aktuell plane ich eine große Wohnung zu beziehen und den Kindern ein Rückzugsort anzubieten. Wahrscheinlich unweit von aktuellen zu Hause und den Schulen. Gleichzeitig muss ich schauen dass ich den Kontakt eng mit den Lehrern halte, da es ja bemerkbar ist, wa shier
Quetiapin wirkt normal bei Stimmungsschwankungen wie Wut und Reizbarkeit sehr gut, da es eine NET-Komponente hat. Wenn sich die Psychose nun zurückmeldet kippt das System wieder in Wut und Reizbarkeit, also die Symptomatik wird sich weiter verschlechtern.
Schizophrenie tritt in Schüben auf und ist unter Stress besonders schlimm, also solltest du versuchen deine Frau zu sprechen wenn sie Entspannung sucht und zum Reden bereit ist. Vielleicht vorher Ankündigen das ihr morgen mal sprechen müsst. Damit nimmst du den Stress heraus und gibst ihr die Möglichkeit etwas vorbereitet in ein Gespräch zu gehen.

Psychose ist sehr viel Stress und leider ist das Problem das es immer schlimmer wird, also der Wunsch das es wie ein Enzug irgendwann nach dem Absetzen besser wird ist Wunschdenken. Es sollte von daher zumindest mit ihr geredet werden, was sie plant wenn es über Monate immer Schlimmer wird und sie Aggressiv wird ob sie es wirklich bis zur nächsten Klinikeinweisung anlegt.


150 mg Quetiapin ist so mit der untere Bereich wo es gerade noch bei Schizophrenie wirksam sein kann. Wenn man schon wenig hat und vorher sich mit kleinen Dosierungen stabilisiert hat, dann kann dieser positive Effekt bereits nach wenigen Wochen wieder umschlagen was das Problem an der Sache ist. Es kommen dann Wut, Reizbarkeit, starke Unruhe und eine sich wieder verschlechternden Negativsymptomatik dazu.

Wenn du mit ihr reden kannst, dann könntest du ihr diese Broschüre ausdrucken:
https://schizophrenie-forum.com/psy...ltherapie_nebenwirkungsprofile_2026-pdf.2450/

Darauf sieht sie auch ihr Quetiapin in der Tabelle und das es verträglichere Wirkstoffe wie Aripiprazol gibt. Damit könntest du ihr zeigen das du einerseits verständnis hast das die Medikamente aufgrund der Nebenwirkungen verständlicherweise abgelehnt werden, aber Negativ- und Positivsymptome auch als Teil der Erkrankung zum Problem werden vor allem wenn sie immer Emotionaler und Reizbarer wird was du dann machen sollst?

Die Broschüre zeigt auf der ersten Seite einen Weg auf, wie sie so eine Absetzphase die sie gerade macht, sich gezielt mit Bupropion stabilisieren könnte um überhaupt richtige Erfolge bei Negativsymptomen zu bekommen. Das funktioniert aber nur mit der bereitschaft das Antipsychotikum in intervallphasen von 2-4 Wochen dann jeweils alle halbe Jahre einzunehmen. Dazu wäre erstmal Ariprprazol geeignet was sie in kleinster Tablettenform 5 mg bei ihrem Psychiater statt dem Quetiapin erfragen könnte.

So als Vorschlag, da die Lage eher immer schlimmer wird. Jetzt frühzeitig über Altrnativen zu sprechen gibt ihr Raum darüber nachzudenken in Phasen wo sie merkt das dies kein Zustand ist.

Bupropion ist ein NDRI Antidepressivum und Nikotinentwöhnungmittel. Es ist an sich sehr mild. Dazu bräuchte es eventuell in diesen Absetzphasen auch ein SSRI wie Citalopram, da dies zur Emotionalen Dämpfung wichtig ist damit sie in keine Traurigkeit und übersteigeten Emotionalität oder magischen Denken verfällt wo Emotionen wichtiger als Verstand ist das geht über SERT (der Transporter wird gehemmt). Bupropion wirkt auf NET und DAT, die NET Wirkung hilft gegen innere Unruhe und Reizbarkeit, die DAT Wirkung hält das Psychotische zumindest eine Zeitlang zurück damit längere Absetzphasen des Antipsychotikums stabil und realisitsch mölgich sind. Das Bupropion hat keine Akutwirkung aber es kann in dieser Entzugsphase und auf längere Sicht die Supersensibilität der Dopaminrezeptoren rückgängig machen. Dazu sollte sie aber bereit sein alle viertle bis dreivierteljahr je nach Symptomatik und Schlafstörungen dann das Antipsychotikum einzunehmen. Als Angehörige und bezugspersonen merkt ihr das ja und könnt ihr das mitteilen wenn ihr eine verschlechterung wahrnimmt.
Da stehen auch andere Wirkstoffe wie Trimipramin-Tropfen zum Schlaf, aber das ist dann später in diesen reduktionsphasen wichtig, da Bupropion in Phasen ohne Antipsychotika besonders stark wach machen kann und erst wenn das stärker ist dann das Antipsychotikum nötig ist. Vorher können ganz gering dosierte Trizyklika gut sein.

Wenn du die Broschüre ausdruckst kanst du ihr einen Weg zeigen wie es mit wenig Antipsychotika klappen kann, wenn ihr Absetzversuch anders verläuft wie gewünscht damit sie sich keinen unnötigen Druck macht.
Hey ich danke dir sehr für diese Übersicht, ich werde versuchen die angehängte PDf über Ihre Schwester direkt zu vermitteln. Aktuell ist meinerseits ein Kontakt sehr sehr schwierig. Aber das Dokument ist wirklich viel Wert. Danke nochmals!
 
Hallo Faruk,

ich bin aktuell in einer ähnlichen Situation. Mein Mann ist seit fast 2 Monaten in der Klinik. Er hat eine paranoide Schizophrenie und war oder ist psychotisch. Wir sind seit 16 Jahren zusammen und haben einen gemeinsamen Sohn. Vor ca. einem dreiviertel Jahr wurde es extrem zu Hause. Mein Mann hatte ein extremes Misstrauen mir gegenüber, griff mich verbal aus dem nichts an und nahm zum 1. Mal das Wort Trennung in den Mund. Ich konnte das alles überhaupt nicht einordnen, habe gedacht, dass er gestresst ist, durch die viele Arbeit oder in der Midlife-Crisis. Er hat sich meinem Sohn und mir gegenüber total zurückgezogen, nur noch seine Sachen gemacht. Mir war seine Diagnose bekannt, hat er mir bereits in unserer Kennenlernphase mitgeteilt. Trotzdem hat es einen Moment gedauert bis ich registriert habe, dass sein Verhalten vermutlich mit seiner Krankheit zu tun hat.

Es steht seine Entlassung an und er schaut aktuell nach einer Wohnung. Ich weiß selber aktuell nicht, wie es weiter gehen soll. Fakt ist, so wie es vor dem Krankenhausaufenthalt war, darf es nicht mehr werden. Vorrangig ist unser Sohn. Um ehrlich zu sein, erkenne ich ihn auch nicht wieder, er ist mir gegenüber distanziert und gefühlskalt.

Schön wäre es, wenn sich alles zum Guten wendet, schon für unseren Sohn. Auf der andern Seite liege ich nachts wach und verarbeite die Gemeinheiten, die in den letzten Jahren passiert sind. Ich muss dazu sagen, dass mein Mann als ich ihn kennengelernte habe medikamentös eingestellt war, jedoch vor. ca. 3 bis 4 Jahren die Tabletten abgesetzt hat und ab diesem Zeitpunkt hat er sich schleichend verändert.

Du kannst mich gerne anschreiben, bin auch dankbar über einen Austausch. LG
 
Hallo Faruk,

ich bin aktuell in einer ähnlichen Situation. Mein Mann ist seit fast 2 Monaten in der Klinik. Er hat eine paranoide Schizophrenie und war oder ist psychotisch. Wir sind seit 16 Jahren zusammen und haben einen gemeinsamen Sohn. Vor ca. einem dreiviertel Jahr wurde es extrem zu Hause. Mein Mann hatte ein extremes Misstrauen mir gegenüber, griff mich verbal aus dem nichts an und nahm zum 1. Mal das Wort Trennung in den Mund. Ich konnte das alles überhaupt nicht einordnen, habe gedacht, dass er gestresst ist, durch die viele Arbeit oder in der Midlife-Crisis. Er hat sich meinem Sohn und mir gegenüber total zurückgezogen, nur noch seine Sachen gemacht. Mir war seine Diagnose bekannt, hat er mir bereits in unserer Kennenlernphase mitgeteilt. Trotzdem hat es einen Moment gedauert bis ich registriert habe, dass sein Verhalten vermutlich mit seiner Krankheit zu tun hat.

Es steht seine Entlassung an und er schaut aktuell nach einer Wohnung. Ich weiß selber aktuell nicht, wie es weiter gehen soll. Fakt ist, so wie es vor dem Krankenhausaufenthalt war, darf es nicht mehr werden. Vorrangig ist unser Sohn. Um ehrlich zu sein, erkenne ich ihn auch nicht wieder, er ist mir gegenüber distanziert und gefühlskalt.

Schön wäre es, wenn sich alles zum Guten wendet, schon für unseren Sohn. Auf der andern Seite liege ich nachts wach und verarbeite die Gemeinheiten, die in den letzten Jahren passiert sind. Ich muss dazu sagen, dass mein Mann als ich ihn kennengelernte habe medikamentös eingestellt war, jedoch vor. ca. 3 bis 4 Jahren die Tabletten abgesetzt hat und ab diesem Zeitpunkt hat er sich schleichend verändert.

Du kannst mich gerne anschreiben, bin auch dankbar über einen Austausch. LG
Hallo. Ich wünsche dir wirklich viel Kraft und Geduld. Es ist sehr interessant zu sehen, dass sich ähnliche Muster zeigen. Das Wort Trennung hat meine Frau in den letzten fünf Jahren auch zweimal erwähnt, den Ring abgelegt und mir jeweils einen Scheidungsvertrag vorgelegt. Ich habe das zur Kenntnis genommen, aber nie darauf reagiert, weil ich dachte, es ist hoffentlich nur vorübergehend.


Was ebenfalls dazu kam, waren die verbalen Kommentare. Diese haben mich sehr runtergezogen. Es gab auch eine extreme Eifersuchtsphase, die sich wie ein Wahn angefühlt hat. Es wurden Einzelverbindungsnachweise ausgedruckt, Bankverträge durchforstet und Geld nachverfolgt. Sogar beim Einkaufen wurde einmal eine Dame an der Kasse angesprochen, mit dem Hintergrund, ich würde sie kennen. Lidl und Edeka, die wir seit Jahren besuchen, wurden plötzlich damit verbunden, dass ich angeblich wegen der Frauen dort hingehe. Mitarbeiterinnen aus meiner Firma wurden über LinkedIn und andere Plattformen herausgesucht und mir vorgelegt, ob ich diese kennen würde – abgesehen von den Handykontrollen. Mit der Zeit hat sich das aber gelegt.

Im Anschluss hat sich die Situation dann plötzlich komplett gewandelt. Wie erwähnt, lebe ich seit November 2025 nicht mehr zu Hause, bekomme Briefe vom Jugendamt, dass ich zahlen muss, und kürzlich kam ein Terminvorschlag einer Mediationsstelle, den meine Frau wahrscheinlich angefragt hat. Ich versuche nun erst einmal Stabilität und Räumlichkeiten für die Kinder zu schaffen. Sollte es wirklich nicht haltbar sein, muss ich leider den Weg gehen, die Kinder zu mir zu nehmen. Aktuell versuche ich sehr besonnen und ruhig damit umzugehen.

Schwierig ist auch, die gesamte Familie mitzunehmen. Ihre Eltern glauben nicht einmal an die Krankheit, sondern denken, sie sei trotzig und ich hätte sie als Ehemann wahrscheinlich nicht verstanden – trotz Arztberichten. Auch meiner Familie fällt es schwer, da sie immer sagen, sie war doch früher so gut und fragen sich, wie ein Mensch solche Dinge tun kann. Meine Eltern urteilen ähnlich. Ich versuche den Menschen um uns herum zu erklären, wie es Menschen mit dieser Krankheit geht, doch ich glaube, weil es nicht sichtbar ist, wird es oft nicht ernst genommen oder verstanden.

Am meisten Angst macht mir, dass wenn sie so weitermacht und nach dem Mediationstermin entscheidet, dass wir geschieden sind, es ihr irgendwann besser geht und sie dann zurückkommt. Das wird für mich sehr schwer sein. Auch wenn ich meinen Partner noch liebe – was definitiv so ist – wird es nicht mehr wie früher sein. Wenn man dann hört, man müsse sich gedulden und es könne Jahre dauern, wird es umso schwerer.

Hoffen wir auf das Beste. Wir können nur versuchen, die richtigen Weichen zu stellen, ohne uns und die Kinder dabei kaputt zu machen. Denn es ist wichtig zu erkennen, dass wenn man selbst komplett untergeht, auch das Kind nichts davon hat. Deshalb muss eine Person stark bleiben, um für die Kinder da zu sein.
 
Hallo. Ich wünsche dir wirklich viel Kraft und Geduld. Es ist sehr interessant zu sehen, dass sich ähnliche Muster zeigen. Das Wort Trennung hat meine Frau in den letzten fünf Jahren auch zweimal erwähnt, den Ring abgelegt und mir jeweils einen Scheidungsvertrag vorgelegt. Ich habe das zur Kenntnis genommen, aber nie darauf reagiert, weil ich dachte, es ist hoffentlich nur vorübergehend.


Was ebenfalls dazu kam, waren die verbalen Kommentare. Diese haben mich sehr runtergezogen. Es gab auch eine extreme Eifersuchtsphase, die sich wie ein Wahn angefühlt hat. Es wurden Einzelverbindungsnachweise ausgedruckt, Bankverträge durchforstet und Geld nachverfolgt. Sogar beim Einkaufen wurde einmal eine Dame an der Kasse angesprochen, mit dem Hintergrund, ich würde sie kennen. Lidl und Edeka, die wir seit Jahren besuchen, wurden plötzlich damit verbunden, dass ich angeblich wegen der Frauen dort hingehe. Mitarbeiterinnen aus meiner Firma wurden über LinkedIn und andere Plattformen herausgesucht und mir vorgelegt, ob ich diese kennen würde – abgesehen von den Handykontrollen. Mit der Zeit hat sich das aber gelegt.

Im Anschluss hat sich die Situation dann plötzlich komplett gewandelt. Wie erwähnt, lebe ich seit November 2025 nicht mehr zu Hause, bekomme Briefe vom Jugendamt, dass ich zahlen muss, und kürzlich kam ein Terminvorschlag einer Mediationsstelle, den meine Frau wahrscheinlich angefragt hat. Ich versuche nun erst einmal Stabilität und Räumlichkeiten für die Kinder zu schaffen. Sollte es wirklich nicht haltbar sein, muss ich leider den Weg gehen, die Kinder zu mir zu nehmen. Aktuell versuche ich sehr besonnen und ruhig damit umzugehen.

Schwierig ist auch, die gesamte Familie mitzunehmen. Ihre Eltern glauben nicht einmal an die Krankheit, sondern denken, sie sei trotzig und ich hätte sie als Ehemann wahrscheinlich nicht verstanden – trotz Arztberichten. Auch meiner Familie fällt es schwer, da sie immer sagen, sie war doch früher so gut und fragen sich, wie ein Mensch solche Dinge tun kann. Meine Eltern urteilen ähnlich. Ich versuche den Menschen um uns herum zu erklären, wie es Menschen mit dieser Krankheit geht, doch ich glaube, weil es nicht sichtbar ist, wird es oft nicht ernst genommen oder verstanden.

Am meisten Angst macht mir, dass wenn sie so weitermacht und nach dem Mediationstermin entscheidet, dass wir geschieden sind, es ihr irgendwann besser geht und sie dann zurückkommt. Das wird für mich sehr schwer sein. Auch wenn ich meinen Partner noch liebe – was definitiv so ist – wird es nicht mehr wie früher sein. Wenn man dann hört, man müsse sich gedulden und es könne Jahre dauern, wird es umso schwerer.

Hoffen wir auf das Beste. Wir können nur versuchen, die richtigen Weichen zu stellen, ohne uns und die Kinder dabei kaputt zu machen. Denn es ist wichtig zu erkennen, dass wenn man selbst komplett untergeht, auch das Kind nichts davon hat. Deshalb muss eine Person stark bleiben, um für die Kinder da zu sein.
Da haben sich doch zwei gefunden🥰
 
Hallo. Ich wünsche dir wirklich viel Kraft und Geduld. Es ist sehr interessant zu sehen, dass sich ähnliche Muster zeigen. Das Wort Trennung hat meine Frau in den letzten fünf Jahren auch zweimal erwähnt, den Ring abgelegt und mir jeweils einen Scheidungsvertrag vorgelegt. Ich habe das zur Kenntnis genommen, aber nie darauf reagiert, weil ich dachte, es ist hoffentlich nur vorübergehend.


Was ebenfalls dazu kam, waren die verbalen Kommentare. Diese haben mich sehr runtergezogen. Es gab auch eine extreme Eifersuchtsphase, die sich wie ein Wahn angefühlt hat. Es wurden Einzelverbindungsnachweise ausgedruckt, Bankverträge durchforstet und Geld nachverfolgt. Sogar beim Einkaufen wurde einmal eine Dame an der Kasse angesprochen, mit dem Hintergrund, ich würde sie kennen. Lidl und Edeka, die wir seit Jahren besuchen, wurden plötzlich damit verbunden, dass ich angeblich wegen der Frauen dort hingehe. Mitarbeiterinnen aus meiner Firma wurden über LinkedIn und andere Plattformen herausgesucht und mir vorgelegt, ob ich diese kennen würde – abgesehen von den Handykontrollen. Mit der Zeit hat sich das aber gelegt.

Im Anschluss hat sich die Situation dann plötzlich komplett gewandelt. Wie erwähnt, lebe ich seit November 2025 nicht mehr zu Hause, bekomme Briefe vom Jugendamt, dass ich zahlen muss, und kürzlich kam ein Terminvorschlag einer Mediationsstelle, den meine Frau wahrscheinlich angefragt hat. Ich versuche nun erst einmal Stabilität und Räumlichkeiten für die Kinder zu schaffen. Sollte es wirklich nicht haltbar sein, muss ich leider den Weg gehen, die Kinder zu mir zu nehmen. Aktuell versuche ich sehr besonnen und ruhig damit umzugehen.

Schwierig ist auch, die gesamte Familie mitzunehmen. Ihre Eltern glauben nicht einmal an die Krankheit, sondern denken, sie sei trotzig und ich hätte sie als Ehemann wahrscheinlich nicht verstanden – trotz Arztberichten. Auch meiner Familie fällt es schwer, da sie immer sagen, sie war doch früher so gut und fragen sich, wie ein Mensch solche Dinge tun kann. Meine Eltern urteilen ähnlich. Ich versuche den Menschen um uns herum zu erklären, wie es Menschen mit dieser Krankheit geht, doch ich glaube, weil es nicht sichtbar ist, wird es oft nicht ernst genommen oder verstanden.

Am meisten Angst macht mir, dass wenn sie so weitermacht und nach dem Mediationstermin entscheidet, dass wir geschieden sind, es ihr irgendwann besser geht und sie dann zurückkommt. Das wird für mich sehr schwer sein. Auch wenn ich meinen Partner noch liebe – was definitiv so ist – wird es nicht mehr wie früher sein. Wenn man dann hört, man müsse sich gedulden und es könne Jahre dauern, wird es umso schwerer.

Hoffen wir auf das Beste. Wir können nur versuchen, die richtigen Weichen zu stellen, ohne uns und die Kinder dabei kaputt zu machen. Denn es ist wichtig zu erkennen, dass wenn man selbst komplett untergeht, auch das Kind nichts davon hat. Deshalb muss eine Person stark bleiben, um für die Kinder da zu sein.
Das ist glaube ich auch schwierig, da das Umfeld wenig bis gar kein Verständnis hat. Wichtig ist nach meiner Meinung, dass die Kinder keinen Schaden davon tragen. Ich wünsche dir auch viel Kraft und Durchhaltevermögen. Ab irgendeinem Zeitpunkt und den muss jeder für sich bestimmen, sollte man den Partner vielleicht auch gehen lassen. Um sich selbst und die Kinder zu schützen. Vielleicht relativiert sich alles irgendwann, aber warten möchte ich auch nicht darauf. Ich habe es auch satt seit so langer Zeit immer traurig zu sein.

Von diesen Eifersuchtsattacken habe ich gelesen. Das kenne ich von meinem Mann auch, aber nicht so extrem.
Bei uns war es dann plötzlich so, dass er von einer anderen Frau erzählt hat, dass diese nicht mehr seine Story auf WhatsApp schauen würde und ich gefragt habe, wieso sie seine Nummer hat. Daraufhin hat er mir vorgeworfen, ich soll mit dieser Eifersuchtsgeschichte aufhören, dass wäre ja lächerlich. Er stellte es dann so dar, als ob ich immer die eifersüchtige war, was definitiv nicht der Fall war. Ich habe meinem Mann immer vertraut. Da fühlte ich mich auch vor den Kopf gestossen. Er fing dann auch immer an und sagte, dass geht mich nichts an. Oder ein Bekannter saß bei uns und wir haben uns über sein aktuellen Dating-Stand unterhalten. Und mein Mann sagte dann solche Dinge , auf dem letzten Fest hätte er mindestens 4 Frauen abschleppen können und ich saß daneben. Ich finde das alles sehr verletzend.
 
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