Ja , ich möchte wie gesagt ermutigen, und das es 20-25% schaffen können, reicht als Zahlenwert aus. Es werden mehr, je mehr auch daran glauben.
Ja, das ist ok. Mir geht es darum, einfach so Übertreibungen zu vermeiden. Auch 5% wäre ausreichend, wenn berechtigte Hoffnung besteht.
Nur das mit dem "daran glauben" finde ich ist quatsch und klingt schon etwas esoterisch, wenn du mich fragst. Die Faktenlage und etwas zu glauben sind eben zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Im Grunde versuchen nahezu alle Betroffene ihre Medikamente irgendwie abzusetzen, ich habe mal gehört 90% machen das schon innerhalb der ersten 2 Jahre entgegen dem ärztlichen Rat.
Meine Absetzmethode oder Ersatzmedikamente funktionieren etwa auch bei Betroffenen, wo übliche Absetzversuche scheitern oder zumindest sich schwierig gestalten. Ich finde es von daher besser, wenn man aus den medikamentösen Möglichkeiten, die man hat, alles herausholt und dabei auf Verträglichkeit und mehr auf die Zusammenstellung von unterschiedlichen Wirkstoffen baut, um langfristig weniger oder gar keine Neuroleptika mehr zu benötigen.
In der Psychiatrie ist häufig das Problem, dass unterschiedliche Neuroleptika kombiniert werden, was man zumindest kritisch betrachten sollte. Laut Volkmar Aderhold steigt die Mortalitätsrate erheblich, wenn mehrere Neuroleptika gleichzeitig eingenommen werden.
Bei meiner Empfehlung soll das eine Neuroleptikum reduziert und später nur noch in Intervallform (Bedarf) eingenommen werden, was zumindest sehr wenig ist und später auch ganz ohne funktionieren kann.
Die Antidepressiva wie das Bupropion werden von der Fachwelt eher als unwirksam abgetan oder gar Antidepressiva als Psychose fördernd hingestellt, wo man eben genau hinschauen sollte. Im richtigen Akutfall würde ich auch kein Antidepressivum(ohne Neuroleptikum) empfehlen, aber das Eine schließt das Andre eben nicht aus.
Teils verfängt man sich da bei solchen Vereinfachungen, wo dann Psychopharmaka nach ihrem Namen nur noch empfohlen oder eingesetzt werden sollen, was eben teil des Pharmamarketings ist oder völlig unwissenschaftlich.
Da Antidepressiva keine so großen Risiken wie Neuroleptika haben und auch keine Abhängigkeit erzeugen, finde ich meine Empfehlung besser als jene Alternativen, wo man eben dann Benzodiazepine oder gar Drogen verwendet, um vielleicht ohne oder kaum Neuroleptika mehr zu brauchen.
Übliche Antidepressiva wirken auf das Serotonin, was bei der Empfehlung von mir nur ergänzend eingesetzt wird um Nebenwirkungen zu reduzieren. Die Wirkung auf das Noradrenalin und Dopamin finde ich bei speziellen Antidepressiva wie Bupropion als wirkungsvoll. Das Noradrenalin(Wiederaufnahmehemmer) kann die Stimmung etwa bei Reizbarkeit und Unruhe stabilisieren, was häufig beim Absetzen der Neuroleptika ein Problem darstellt, die Dopaminwirkung(Wiederaufnahmehemmer) verbessert Konzentration, Wachheit und lindert die Negativsymptome deutlich ab, was den Verlauf der Erkrankung insgesamt und auf Dauer positiv beeinflusst.
Im Grunde hat das Bupropion also eine eher gegenteilige Wirkung auf diese Botenstoffe, weil Antidepressiva durch ihre wiederaufnahmehemmende Wirkung eben die Botenstoffe eher steigern.
Neuroleptika blockieren ja vor allem das Dopamin, also wird es da gesenkt.
Das Serotonin hat meiner Meinung nach Einfluss darauf, wie im Kopf Dinge gegeneinander aufgewogen werden, also es findet da eher eine Gleichmache statt, was die richtige Wertung von Zusammenhängen erschweren kann. Serotonin dämpft aber auch das Emotionale ab, sodass man weniger Gefühlslastig an Dinge herangeht oder weniger Gefühlsgeleitet oder gebunden ist.
Das mag etwas abgehoben klingen oder lässt sich vermutlich schwer beweisen, ich denke aber das man beim Einsatz der Medikamente auf solche Sachen achten sollte und mit unterschiedlichen Antidepressiva diese Gefühls- und Wissenswelt in der Betroffene leben eben so verändern kann, dass dies günstig für einen guten Verlauf der Erkrankung ist und wie man letztendlich dann ein gesundes Mittelmaß durch die Medikamente einstellen kann.
Übliche Neuroleptika und Therapien stellen meistens ein Extrem her, was vielleicht kurzfristig nützlich ist, wobei eben diese eher wie ein Pendel, das in Schwung ist, langsam ausschwingen sollte und man dazu auch beide Extreme und unterschiedliche Wahrnehmungen kennen sollte, um dann die Probleme auch kreativ lösen zu können, so das dann das Pendel ausschwingt. Medikamente können das eben abbremsen, sodass man zu einer gesunden subjektiven Wahrnehmung findet, welche die Heilung unterstützt und die persönliche Situation und Problematik berücksichtigt.