VerunsicherterMensch
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Hallo in die Runde, mir geht es schon seit etwa 3 Jahren schwankend psychisch sehr schlecht und ich befürchte, mich im Grenzbereich einer Psychose zu bewegen. Jetzt weiß ich nicht wie ich medikamentös verfahren soll und bitte um Rat. Es fing infolge von extremem Stress im Studium mit innerer Leere und funktionalen Depressionen sowie starken Stimmungsschwankungen an und führte Anfang 2024 zu starken dissoziativen Anfällen, Krankheitsängsten und Brainfog.Nach einer gewissen Erholungsphase haben sich letztes Jahe einige unvergesehene Belastungen ergeben und meine Depressionen, Ängste und Zwänge haben sich massivst verstärkt. Der Stress bei einem Tagesklinikaufenthalt hat es zusätzlich verschlimmert. Ich bin auch autistisch und war mit der unsicheren Lage zunehmend überfordert. Im März wurden meine Suizidimpulse so stark, dass ich mich in stationäre Behandlung begeben habe. Dort äußerte ich mehrfach die Vermutung, in der Promodalphase einer Psychose zu sein. Gründe waren unter anderem eine extreme diffuse Angst, Stimmungsschwankungen, ein teilweise völlig wirres Gedankenchaos, eine gewisse Agitation und ein gewisses Misstrauen, ohne dass es Halluzinationen oder einen völligen Realitätsverlust gegebenen hätte. Schließlich wurde ich auf 5 mg Olanzapin eingestellt. Was am Anfang noch ganz erträglich war und sogar bei meiner sozialen Angst geholfen hatte, führte aber nach einigen Wochen in eine unerträgliche Akasthisie und Impulsivität. Ich habe das gesagt und vorgeschlagen ein Medikament gegen Akasthisiezu geben, wurde aber nicht Ernst genommen und mir wurde nur vorgeschlagen, die Dosis auf 2,5 mg zu reduzieren. Der Umgang hat mich so verletzt, dass ich mich selbst entlassen ließ und mir dann wieder einredete, dass es mit der Psychose ein Missverständnis war und ich das Olanzapin nach den inzwischen etwa 6 Wochen komplett absetzen und auf ein Antidepressiva wechseln sollte. Meine Depressionen und unfassbare Angst wurden dann aber wieder eher schlimmer. Ich glaube auch nach wie vor nicht, dass es schon eine klare Psychose war, aber ehrlicherweise doch, dass ich zumindest mit einem Bein drin stehe. Nach langem hin und her habe ich mir jetzt Escitalopram und 50 mg Quetiapin retard verschreiben lassen, habe aber die Sorge, dass meine Beschwerden doch im Kern psychotisch sind/werden und das SSRI nichts hilft oder es sogar schlimmer macht. Beschwerden die mir Sorgen machen sind neben plötzlichen Suizidimpulsen ein ziemlich chaotisches Denken, unbeschreibliche Angst, verflachter Affekt, völlige Konzentrationsunfähigkeit und kognitive Schwäche. Gerade wenn ich nach dem Aufwachen mit ratternden Gedanken im Bett liege, gehen mir im Kopf oft bekannte Gesichter und Satzfetzen herum. Ich weiß das könnten auch diese schlafbezogenen Halluzinationen sein aber so in der Gesamtsumme beunruhigt es mich doch enorm. Dazu höre ich tagsüber in schnell wechselnder Abfolge ständig Auschnitte aus Liedern, die ich teilweise seit Jahren nicht mehr gehört habe. Andere Menschen erscheinen mir fern und jeder soziale Kontakt ist für mich eine Herausforderung. Ich habe zu Hause noch das Olanzapin liegen und habe überlegt, es wieder einzunehmen anstelle der verschriebenenen Medikamente. Vielleicht zumindest mal die 2,5 mg, die ja schon leicht antipsychotisch wirken können. Vielleicht parallel zu dem Escitalopram. Dazu hätte ich auch Mirtizapin zu Hause liegen. Hatte gelesen dass das psychosefreundlich sein soll und oft bei Akasthisie helfen kann. Nun überlege ich halt, statt den psychotisch ja nicht wirksamen 50 mg Quetiapin die 2,5 mg Olanzapin zu nehmen. Oder dass ich es doch vielleicht gleich mit dem 5 versuche und dann das Mirtizapin dazunehme gegen die Akasthisie ? Bin mir aber total unsicher, weil ich ja jetzt seit etwa einer Woche etwas völlig anderes angefangen habe. Diese inneren Konflikte machen mich kaputt.Klingen meine Beschwerden für euch psychotisch und habt ihr vielleicht Ratschläge, was ich mit den Medis machen soll ? Vielen Dank und liebe Grüße