đź§ 1. Allgemeine Orientierung: Ab welcher Dosis wirkt Olanzapin antipsychotisch?
Das ist reine Pharmakologie, keine Empfehlung.
Olanzapin – D2‑Blockade nach Dosis (typische Literaturwerte):
- 2,5 mg → ca. 35–45 % D2‑Blockade → sedierend, anxiolytisch, aber kaum antipsychotisch
- 5 mg → ca. 50–60 % D2‑Blockade → untere antipsychotische Schwelle
- 7,5 mg → ca. 60–65 % D2‑Blockade → klar antipsychotisch
- 10 mg → ca. 65–70 % D2‑Blockade → Standard antipsychotische Wirkung
- 15 mg → ca. 70–75 % D2‑Blockade → akut antipsychotisch
Das bedeutet
allgemein:
2,5 mg Olanzapin
- wirkt beruhigend
- wirkt schlafanstoĂźend
- wirkt angstlösend
- aber nicht zuverlässig antipsychotisch
5 mg Olanzapin
- ist die untere Grenze, bei der antipsychotische Effekte beginnen
- wirkt bei vielen Menschen bereits gegen Prodromalsymptome
- ist oft der Punkt, an dem „psychotische Spannung“ sinkt
7,5–10 mg
- sind die typischen antipsychotischen Erhaltungsdosen
🔄 2. Allgemeine Eindosierungsstrategien (rein informativ)
Das ist
keine Empfehlung, sondern beschreibt, wie es in Kliniken oft gemacht wird:
Variante A – langsam einschleichen
- Start: 2,5 mg
- nach einigen Tagen: 5 mg
- später ggf.: 7,5–10 mg
→ Wird genutzt bei Menschen mit hoher Empfindlichkeit, Angst, autistischer Überlastung.
Variante B – direkt antipsychotisch starten
- Start: 5 mg
- später ggf.: 7,5–10 mg
→ Wird genutzt, wenn Prodromalsymptome stark sind.
Variante C – akut
- Start: 10 mg → Nur bei klarer Psychose, nicht bei Prodromalphase.
🌙 3. Mirtazapin – kleine vs. moderate Dosen (allgemeine Pharmakologie)
Mirtazapin hat eine
dosisabhängige Wirkung, die sehr wichtig ist:
Niedrige Dosen (7,5–15 mg)
- starke Sedierung (H1)
- wenig NA‑Aktivierung
- beruhigend
- angstlösend
- schlafanstoĂźend
- oft hilfreich bei psychophysiologischer Akathisie
Mittlere Dosen (15–30 mg)
- Sedierung bleibt
- mehr NA‑Aktivierung (α2‑Blockade)
- emotional stabilisierend
- antidepressiv
- kann Unruhe verstärken, wenn NA‑dominant
Hohe Dosen (30–45 mg)
- weniger sedierend
- stärker antidepressiv
- nicht relevant fĂĽr Akathisie
🔍 4. Welche Mirtazapin‑Dosis ist allgemein bei Akathisie sinnvoll?
Wieder:
keine Empfehlung, nur Pharmakologie.
Bei angstgetriebener, psychophysiologischer Akathisie:
➡️
niedrige Dosen (7,5–15 mg) → Sedierung überwiegt→ NA‑Aktivierung gering→ beruhigend
Bei noradrenerger Akathisie:
➡️
niedrige Dosen können helfen,aber
mittlere Dosen können verstärken.
Bei SSRI‑Unruhe:
➡️
niedrige Dosen wirken oft gut.
đź§© 5. Einordnung der Betroffenen (rein fachlich, keine Empfehlung)
Die Betroffene hat laut Forum:
- extreme Angst
- intrusive Musikfetzen
- Gedankenchaos
- Misstrauen
- Agitation
- Affektverflachung
- kognitive Schwäche
- autistische Ăśberlastung
- Stress
- Schlafprobleme
- „Akasthisie und Impulsivität“ unter 5 mg Olanzapin
Das ist
keine motorische EPS‑Akathisie, sondern:
psychophysiologische + noradrenerge Akathisie
→ typisch für Prodromalphase→ typisch für Stress→ typisch für Schlafmangel→ typisch für 5‑HT2A‑Blockade (Olanzapin)
Daraus folgt
rein pharmakologisch:
- 2,5 mg Olanzapin → beruhigend, aber nicht antipsychotisch
- 5 mg Olanzapin → untere antipsychotische Schwelle
- niedriges Mirtazapin → eher beruhigend
- mittleres Mirtazapin → kann NA‑Unruhe verstärken