Psychose- & Schizophrenie Forum | Computational Psychiatrie & Selbsthilfe

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Das moderierte Forum bietet kostenlose Beratung an, um die eigene Therapie und Medikation zu optimieren.

Ziel ist es eine fundierte Orientierung für eigene Entscheidungen und Gespräche mit Behandelnden zu bieten und damit das individuelle Leid von Betroffenen und deren Angehörigen effektiv zu lindern.

Grund zur Hoffnung: Intervalltherapie mit Bupropion

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Behandlungskonzept, welches mit Bupropion (Antidepressivum und Nikotinentwöhnung) eine stabilere Reduktion des Antipsychotikums ermöglicht. Das dämpfende Antipsychotikum wird dabei nur selten und bedarfsgerecht benötigt.


Zur möglichen Vermeidung dopaminerger Supersensitivität
schrieb Prof. Dr. Stephen M. Stahl:

“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
Prof. Dr. Stephen M. Stahl, persönliche Korrespondenz

Vertiefung & Hintergründe:

🔗 PRAXIS-GUIDE – für das Arztgespräch

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Paranoia + soziale Isolation nur ein Produkt von ortsbezogenen Komplexen?

RamzyStudio

Well-known member
Was sind ortsbezogene Komplexe?:
• Die Leute kennen mich, sie wissen alles über mich.
• Ich darf nicht so sein wie ich bin, weil die Leute mich kennen.
• Ich muss mich normal verhalten sonst lachen sie über mich.
• Ich muss mich distanzieren von den Leuten, weil ich nicht so sein kann wie ich bin.

Ortsbezogene Komplexe hat man meistens schon vor der Schizophrenie und hat viel mit der Erziehung der Eltern zu tun: Harte Strafen (Schläge, Anschreien) von Eltern -> führen zu Komplexen und verminderten Selbstwertgefühl.
In der Schule war dass dann nicht anders -> Du hast gemerkt andere haben mehr Selbstwertgefühl und trauen sich selbst zu sein -> Reaktion -> Du lernst dich klein zu machen und andere als mehr Wert anzuerkennen.

Neurodiversitäten wie ADHS verschlimmern alles und du fühlst dich als ein Fehler im System. Du kannst dich nicht konzentrieren, nicht viele Sachen erledigen pro Tag.

Die ortsbezogenen Komplexe sind geboren, du traust dich nicht mehr du selbst zu sein, verstellst dich, spielst die stumme Maus.

Schizophrenie + ortsbezogene Komplexe: Die Schizophrenie verschlimmert die Komplexe um das 10-fache. Aus Komplexen werden richtige Symptome wie Wahn, Antriebslosigkeit, Einsamkeit (Soziale Isolation), Paranoia.

Wie heilt man ortsbezogene Komplexe?
Option 1: Meistens gar nicht, es ist sehr schwer diese Gedankenmuster und dem eigenen Gefängnis zu entkommen.
Option 2: Weg ziehen von allen die man kennt. Ein neues Leben in der Anonymität. Neue Stadt, neue Gegend. Gedankenmuster können gebrochen werden, da niemand einen kennt und man in der Anonymität sich befindet.

Fazit: Man kann ortsbezogene Komplexe und den daraus resultierenden Symptomen einer Schizophrenie meist nur durch einen Umzug in die Anonymität (Niemand darf dich kennen) besiegen.
Ich halte die ortsbezogenen Komplexe für untherapierbar, es ist ein Labyrinth aus Gedanken, wo man den Ausgang nicht finden kann oder die Verstrickung nie lösen kann.
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Was denkt ihr über ortsbezogene Komplexe? Leidet ihr unter Komplexen? Habt ihr schizophrene Symptome durch die Komplexe?
Seid ihr desw. in die Anonymität umgezogen? Habt ihr eure Komplexe geheilt und wie?
 
Ich denke diese Komplexe lassen sich lösen indem man erfährt das man ein Gespür davon hat welche Dinge im Hinterbliebenen bleiben sollten und sich mehr im hier und jetzt aufhält und realistisch sich hinterfragt was ist die Wahrheit.
 
Option 3: man nimmt sich vor, dass ein jemand erkennen darf, und sei es nur für 3 Minuten.
Ich glaube man kann nicht in der Anonymität leben, irgendwer kennt einen immer. Du bist ja kein Zeuge eines grossen kriminellen Aktes, der im Zeugenschutzprogramm leben muss.
Die Gedanken sind das Problem, wenn du dich für zunächst nur 3 Minuten öffnest könntest du andere Erfahrungen machen, als du glaubst und es wäre eine coole Mutprobe.

Ich habe Komplexe bei jüngeren gesunden. Habe sie jahrelang gemieden und Angst vor ihnen gehabt. Jetzt bin ich gerade dabei mein Leben umzukrempeln und merke wie gut das tut und ich öffne mich immer mehr. Endlich fallen mir gute Eigenschaften in mir auf, die ich immer nur heimlich für mich selbst gebraucht hab und ich merke, hey das ist ja auch was für andere.
Ich möchte dir nochmal Eckhart Tolle empfehlen. Er löst genau solche Gedankenmuster auf und macht das herrlich deutlich.
 
Ich kenne das – diese Paranoia begleitet mich ein Leben lang. Dass jemand hinter meinem Rücken schlecht redet. Liegt einfach am jahrelangen Mobbing. Ich denke ein Ortswechsel kann helfen zumindest neue Ansichten zu erhalten. Vielleicht ist auch Reisen etwas, das einen die Augen öffnen könnte?
 
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