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Offenen Umgang wagen

Didi

New member
Hallo ihr Lieben,
ich frage mich, wer von euch offen mit der Diagnose umgeht und auf positive Resonanz gestoßen ist? Ich wäre gerne ehrlich mit meinem Umfeld, um Stigmata abzubauen, es fällt mir allerdings schon schwer, eben weil der Begriff Schizophrenie schon bei mir ein gewisses Unbehagen auslöst.
 
Hallo Didi,
ich denke es kommt im Wesentlichen auf deine psychische Verfassung an. Wenn du dich stabil genug fühlst, auch mal was Negatives abzubekommen, warum nicht?
Ich persönlich gehe damit relativ offen um und habe wenig negative Erfahrung gesammelt. Du mußt es ja nicht gleich Jedem erzählen.
Kommt halt auch darauf an, wie du bei deinem Gegenüber ankommst.

LG Dietmar
 
Ich kann einen offenen Umgang mit der Schizophrenie empfehlen. Bei mir ging das immer gut. Es gibt allerdings einen Freundeskreis der mich nicht mehr eingeladen hat als es rauskam. Aber ich denke dass es mir mit dem Verschweigen viel schwerer gefallen wäre. Ich möchte mit meiner Schizophrenie gesehen werden und das ging fast überall gut.
Meine Arbeitgeber waren sehr verständnisvoll und die Kollegen auch. Wenn ich es verschweigen würde dann würde mir das auf längere Sicht nicht gut tun. Es gehört einfach bei mir dazu.
Ich weiss aber auch dass andere es eher verschweigen. Mein Weg wäre das nicht. Ich glaube dass viele Menschen verständnisvoll damit umgehen.
 
Ich ging mit meiner Schizophrenie nie hausieren und erzählte es meinem Arbeitgeber auch nicht. Das geht niemanden etwas an, dass ich Stimmen höre.
Nur mein engster Freundeskreis weiß bescheid und denen kann ich vertrauen. Ich glaube, damit bin ich all die Jahre gut gefahren.
 
Ich halte es wie mutzi. Nur mein engster umjreis weiß bescheid und da ist niemand wirklich negativ damit umgegangen. Sie können nur nicht wirklich etwas damit anfangen.
 
Wenn man das als junger Mensch im Arbeitsprozess oder auch "nur" in der Ausbildung oder im Studium erzählt, ist man sehr schnell draußen. Man sollte das nicht tun, und wenn doch, sich auf ein sehr schweres Leben nur mit Sozialleistungen oder einer späteren Mini-Rente und Grundsicherung im Alter einstellen. Die Arbeitgeber sehen sofort einen gravierenden Makel und fragen zurück, warum man sich überhaupt so ins Gespräch bringt (auch wenn es der Wahrheit entspricht), und die Kollegen überholen einen dann oder nutzen einen menschlich aus, weil sie eine Schwäche meinen ausgelotet zu haben, das ist sogar dann der Fall, wenn man mit einer "psychischen Krankheit" ziemlich hinterm Berg hält, kein schneller Aufstieg auf der Karriereleiter ist dann möglich, es ist so wie auf dem Pausenhof auf der Schule, es herrscht kein guter Ton...

Das Bedürfnis nach Ehrlichkeit ist zwar an sich edel, man sollte aber lieber die Wirklichkeit schönen, eben dadurch, dass man diesen Aspekt seiner Psyche nicht, außer im allerprivatesten Rahmen, schildert, maximal dass man medikamentös gut eingestellt ist oder so, aber auch das ist zuviel, und zurückdrohen kann man einem uneinsichtigen Chef meistens auch nicht, wenn man wo nicht akzeptiert wird, das hat auch gar nichts mit einer evtl. Schwerbehinderung oder Behinderung mit Möglichkeit zur Gleichstellung im Arbeitsleben zu tun, wo man wenn relevant tatsächlich korrekte Angaben machen muss.

Vielleicht schließt man sich zu diesem Thema auch einmal mit schwer Körperbehinderten kurz, aber besser ist meiner Meinung nach die Trennung des Beruflichen vom Ganzen, im Falle gerade auch einer erfolgreich eingestellten Schizophrenie. Ich bin, weil ich es nicht auf die Reihe gebracht habe mit einer psychosomatischen körperlichen Erkrankung und deren Folgen, im Studium gescheitert, später war ich im Ländlichen, wo ich dann gar keine Chancen mehr wahrnehmen konnte, eben wegen meinem Nichtverschweigen. Inzwischen bin ich in einer Werkstatt für behinderte Menschen, seelischer Zweig, und ich kann euch sagen, macht meine ( n ) Fehler nicht, vertraut nicht auf irgendwelche Abweichungen, ihr seid beruflich erledigt, wenn irgendetwas dahingehend durchscheint, dass seelische Stabilität nicht zu 100% vorhanden oder (medikamentös, womit man sich wieder "outet") eingestellt ist. WfbM ist Zwangsarbeit, und ich mach das nur, weil sie mir sonst alle Türen zugeknallt haben, es ist vergleichbar mit einer langen Leidensphase in einer schlechten ausbeutenden Umgebung (Arbeitssekte), weshalb der Gesetzgeber hier eine Frühberentung nach 20 Jahren in diesem schlecht durchdachten Gier-System vorsieht; ecce: ich werde wahrscheinlich die Altersrente mit Abschlag nehmen (müssen), so dass ich im Grunde gar keinen Anreiz habe, mir die erwartete Altersrente zu erarbeiten, es kommen in diesem Fall < 20 Jahre bei raus, also keine (höhere) Frührente, die in die falsch versprochene regulär hohe Altersrente übergeht, aber ich mache es trotzdem, weil der Erste Arbeitsmarkt mich auch schlecht behandelt (hat).
 
Ich ging mit meiner Schizophrenie nie hausieren und erzählte es meinem Arbeitgeber auch nicht. Das geht niemanden etwas an, dass ich Stimmen höre.
Nur mein engster Freundeskreis weiß bescheid und denen kann ich vertrauen. Ich glaube, damit bin ich all die Jahre gut gefahren.
Ich halte es wie du. Aber ich werde es wohl nicht ewig so halten. Ich investiere so viel Arbeit in die Genesung dieser Erkrankung seit mittlerweile 13 Jahren, gehe auf dem 1.Arbeitsmarkt in Vollzeit seit Jahren arbeiten, habe ein Ehrenamt, viele Freunde und muss immer schweigen. Ob ich das auf Dauer durchhalte mit dem Schweigen, weiß ich nicht. Familie und engster Freundeskreis wissen aber Bescheid.
 
Ich bin die offene Schiene gefahren am Arbeitsplatz. Leider gabs als Quittung, Ausgrenzung, Verunglimpfung und wurde als Persona 2ter Klasse betrachtet. Hab gekündigt nach langer Probe der Offenheit. Neue Arbeit gesucht, da von beginn an Verschwiegen. Leider hats nicht geklappt mit dem neuen Job.

Insgesamt ein Trauerspiel von einem Jahr 2025
 
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