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Neuroleptikum erfolgreich abgesetzt ?!

  • Ersteller Ersteller Findus
  • Erstellt am Erstellt am

@Nadja Ok, das ist natürlich eine eher ungewöhnliche Situation gewesen, wenn du das Abilify von einem Moment auf den anderen absetzen konntest. Schön, dass es ohne Absetzsymptome geklappt hat. Ich drücke dir die Daumen, dass es so bleibt und nochmal danke, dass du deine Erfahrungen mit uns teilst!

Ich werde mir auf jeden Fall Zeit zum Ausschleichen nehmen. Wie lange es dauern wird, hängt davon ab, was meine Psychiaterin dazu sagt. Ich gehe aber von einem halben Jahr aus.

@Admin Du hast natürlich Recht damit, dass das Absetzen auch ein Gefahrenpotential (z.B. Unfälle, Suizidversuch etc.) durch erneute Psychosen bergen kann.
 
Admin schrieb:
Ich habe zudem einen Dozenten der Psychiater/Ärzte geschult hat auf einen Youtubevideo entnehmen können das alle Schizophrene ein Leben lang Neuroleptika brauche, also ohne Ausnahme und wenn es jemand ohne schafft geht man eher von einer Fehldiagnose aus
Das glaube ich aber nicht. Ich habe, wie gesagt, vor vier Jahren abgesetzt; früher hatte ich insgesamt fünf mal eine psychotische Episode (ohne jemals Drogen genommen zu haben). Weiterhin glaube ich auch nicht, dass es bei an Psychose erkrankten Menschen einen dauerhaften Dopminüberschuss gibt, sondern man gerät durch besonderen Stress (Auslöser) in so einen Kreis aus Schafmangel und Aufregung, dass es dann zu diesem Dopaminüberschuss kommt (eine genetische Prädisposition vorausgesetzt).

Ich konnte absetzen, weil ich nun wirklich ein stressarmes Leben führe; meine Kinder sind erwachsen, und ich muss nicht mehr auf Arbeit, und bin trotzdem immer beschäftigt und ausgefüllt, kann es mir aber selbst einteilen.
 

Stichwort dunkles Ohmen:

Wenn jetzt z.B. ich ein halbes Jahr ohne Tabletten klar kommen würde, dann würde ich Angst davor haben mich hier im Forum als Fall erfolgreichen Absetzens zu publizieren. Würde irgendwie Unglück bringen vom Bauchgefül her. Wenn ich dann irgendwann 4 Jahre durchhalten würde, dann würde ich wahrscheinlich gar nicht mehr daran denken ins Forum zu posten. Das wäre dann ein vergangenes Kapitel, welches ich zugeschlagen hätte und nie wieder aufschlagen möchte.
 
  • Danke
Reaktionen: Joy

Deshalb hört/liest man auch von so wenigen, die schon seit längerem abgesetzt haben.
 

@Nadja Ooder sie sind irre geworden und sitzen in der Forensik fest.
 

@Nadja Ich denke auch, dass da mehrere (Stress-)Faktoren zusammenkommen und bei einer erhöhten Vulnerabilität dann zu einer Psychose führen. Bei mir war es mit ziemlicher Sicherheit so. Erst extremer Stress, dann Schlafmangel, dann Ängste und dann ging es richtig los.
 

Das kann ich auch bestätigen von meiner Partnerin @Findus Es war genau die gleiche Reihenfolge, Stress, Schlafmangel, Ängste - dann kam's zum Wahn und durch meine eher schlechte Reaktion auf all das hat sich der Wahn dann auch noch weiter ausgebreitet, manifestiert. Ich finde es mittlerweile sehr verständlich, dass psychologische Krisen (die ja bei jedem andere Auslöser haben können) bei Psychosen eine riesige Rolle spielen, mit der von dir genannten erhöhetn Vulnerabiliät. Die Dopamin-Hypothese ist da zu einfach, zumal man die Kausalitätrichtung wirklich einfach nicht klären kann - da finde ich's sinnvoller, an den Faktoren zu arbeiten, die man beeinflussen kann. Die Lebensumstände, in denen die Psychose entstanden sind, müssen meiner Meinung nach angepasst werden und herausgefunden werden, was so starken Stress in einen auslöst. Von daher wünsche ich dir alles Gute für deinen Absetzversuch!
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Hast du denn schon was, was dir hilft, Stress abzubauen? Vielleicht kann man ja ein paar Taktiken da austauschen.
 

Danke, @Murphy ! Nimmt deine Partnerin denn noch Medikamente?

Was den Stressabbau angeht: Ja, ich habe alles mögliche unternommen. Bin umgezogen, habe mehrere Nebenjobs gekündigt, eine große Liste zum Abhaken geschrieben, die ich schon fast abgearbeitet hab, mir einen Therapeuten gesucht, mein Studium pausiert... Also, meine Lebensumstände haben sich sehr verändert. Ich schlafe außerdem sehr viel. Ob ich die Geduld aufbringen kann, mir beim Ausschleichen viel Zeit zu lassen, weiß ich nicht. Ich bin leider nicht der geduldigste Mensch. Aber da der Stresslevel momentan so niedrig ist, werde ich wohl so oder so bei meinem Absetzversuch Frühwarnzeichen gut erkennen können.
 
Hallo, ich dachte, hier könnte man mal Geschichten von Leuten sammeln, die es erfolgreich geschafft haben, ihr Neuroleptikum abzusetzen (zu denen ich hoffentlich auch irgendwann zähle).

Fragen an euch:

Leidet ihr noch unter Negativsymptomen?

Wie lange habt ihr für's Absetzen gebraucht?

Welches Medikament habt ihr abgesetzt?

Fühlt ihr euch wieder wie vor der Psychose?

Könnt ihr wieder in eurem Beruf arbeiten, studieren o.ä.?

...
Hallo ?? ich bin nun schon seit 3 Monaten und 2 Tagen ohne Medikamente...

Hab auch keine Negativsymptome mehr .und gut Leistungsfähig und arbeite wieder . ich hatte zuvor risperidon niedrig dosiert bekommen, wovon ich im Nachhinein betrachtet, die ziemlich starke nebenwirkungen hatte , die mir erst nach dem Absetzen bewusst geworden sind , wie es mich einschränkte und ich hatte mich einfach damit sehr schlecht Gefühl lt ,war für nichts mehr zu gebrauchen, könnte in kleinen Gruppen, Nicht mal 10 Minuten sitzen ohne anfangen zu hyperventilieren und Panik zu bekommen und hatte mich durch das Medikament aufgrund von massiven Anspannung Zuständen eingepinkelt ,stark gezittert und das Gefühl dabei fast zu ersticken... außerdem hatte ich davon schwerste Depression mit innere leere und keine Emotionen zu nichts , alles war so öde ohne wert und dazu noch der Nebel und manchmal hatte ich auch heftig Geheult,wollte nicht mehr , konnte den Tag nicht mehr aushalten...hatte das Gefühl, verrückt zu werden oder durchzudrehen und ganz oft Suizid gedanken.

Angst vor dem Autofahren und nicht sehr vieled mehr ...

Seit dem Absetzen sind alle Symptome komplett verschwunden und ich bin glücklich und zufrieden mit meinem Leben aktuell...

Hoffe das bleibt auch so , bin aber je mehr Zeit vergeht,immer optimistischer :)
 
Hallo ich melde mich auch mal zu Wort. Nehme schon seit einigen Jahren Risperidon. Ich hatte es schon versucht auszuschleichen aber ab 1 MG waren die Entzugserscheinung körperlich wie psychisch nicht auszuhalten. Schlimmer als die Psychose, die zuerst da war.

Jetzt schleiche ich gerade wieder aus und reduziere von 2 MG morgens und 2 MG abends alle 6 Wochen ein halbes MG im Wechsel, zuerst abends dann nach 6 Wochen wieder ein halbes MG morgens.

Ich bin jetzt bei 1,5 MG morgens und 1,5 MG abends. Heute Abend reduziere ich wieder um ein halbes MG auf 1 MG. Bisher ohne Probleme. Bin auf der Suche nach der geringstwirksamen Dosis. Ich bin seit 14 Jahren Erwerbsminderungsrentner nun unbefristet. Habe also keinen Stress und muss, wenn ich nicht möchte, arbeiten. Würde schon arbeiten aber so Minijobs sind meistens ziemlich erniedrigend und man bekommt das auch gezeigt von den Kollegen. Das kann auf Dauer auch wieder belastend sein.

Es stimmt schon, dass es bei manchen chronifiziert ist. Da kann man echt nicht pauschalisieren. Um einen Rückfall zu vermeiden ist die geringstwirksamen Dosis ganz gut denke ich. Ich mach das auf eigene Faust ohne Psychiater weil ich mein Leben nicht mehr in Ärztehand geben möchte! Das ist Selbstbestimmung und eigenverantwortliches Handeln! Das Risiko trägt jeder selbst und muss dann im Falle eines Rückfalls, sofern er es noch erkennen kann, gegensteuern. Dazu braucht man Krankheitseinsicht und eine gewisse Lebens- und Krankheitserfahrung.


Alles Gute für Euch ob mit oder ohne Neuroleptika!


Euer Eneme
 
Von 2019 bis 2021 habe 4 mg risperidon 400 mg amisulbrid und 200 mg quetiapin täglich genommen. Dann aufeinmal abgesetzt habe Psychose bekommen trotz Psychose auf Tabletten verzichtet mit gewisse Techniken habe ich es hinbekommen aus der Psychose wieder heraus zu kommen seit 2022 bin ich wieder ganz gesund
 
Von 2019 bis 2021 habe 4 mg risperidon 400 mg amisulbrid und 200 mg quetiapin täglich genommen. Dann aufeinmal abgesetzt habe Psychose bekommen trotz Psychose auf Tabletten verzichtet mit gewisse Techniken habe ich es hinbekommen aus der Psychose wieder heraus zu kommen seit 2022 bin ich wieder ganz gesund
Glückwunsch ???
 
Für die Grillwurst. Hab ich selbst gemacht?100 Prozent Nachbars Lumpi. Ne Spaß?
 
Schizophrenie bedeutet nämlich, dass die Krankheit länger als 6 Monate bestehen muss trotz Medikamente. Wenn einer nur eine Psychose hat und die wieder weg geht, dann ist das ja schön für den/diejenige hilft aber einem an Schizophrenie Erkrankten nicht weiter, da er ja chronisch krank ist!
 
Schizophrenie bedeutet nämlich, dass die Krankheit länger als 6 Monate bestehen muss trotz Medikamente. Wenn einer nur eine Psychose hat und die wieder weg geht, dann ist das ja schön für den/diejenige hilft aber einem an Schizophrenie Erkrankten nicht weiter, da er ja chronisch krank ist!
Aha ?
 
Ich habe meine neurolptika ausschleichen lassen Ich nehme nur noch 5 mg aripriprazol ich kann ganz normal leben kann wieder schlafen hab keine symptome mehr der schizophrenie fühle wieder alles hab auch keine schlechten gedanken kann auch wieder arbeiten und fühle mich wohl unter menschen kann mich unterhalten und normal denken ich habe auch keine angst mehr. Die 5 mg setze ich nächsten monat ab. Ich gehe zum Psychologen mache eine verhaltenstherapie und der hilft mir mein selbstvertrauen zu stärken.
 
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