Neuroleptikum erfolgreich abgesetzt ?!
Hallo ich melde mich auch mal zu Wort. Nehme schon seit einigen Jahren Risperidon. Ich hatte es schon versucht auszuschleichen aber ab 1 MG waren die Entzugserscheinung körperlich wie psychisch nicht auszuhalten. Schlimmer als die Psychose, die zuerst da war.
Jetzt schleiche ich gerade wieder aus und reduziere von 2 MG morgens und 2 MG abends alle 6 Wochen ein halbes MG im Wechsel, zuerst abends dann nach 6 Wochen wieder ein halbes MG morgens.
Ich bin jetzt bei 1,5 MG morgens und 1,5 MG abends. Heute Abend reduziere ich wieder um ein halbes MG auf 1 MG. Bisher ohne Probleme. Bin auf der Suche nach der geringstwirksamen Dosis. Ich bin seit 14 Jahren Erwerbsminderungsrentner nun unbefristet. Habe also keinen Stress und muss, wenn ich nicht möchte, arbeiten. Würde schon arbeiten aber so Minijobs sind meistens ziemlich erniedrigend und man bekommt das auch gezeigt von den Kollegen. Das kann auf Dauer auch wieder belastend sein.
Es stimmt schon, dass es bei manchen chronifiziert ist. Da kann man echt nicht pauschalisieren. Um einen Rückfall zu vermeiden ist die geringstwirksamen Dosis ganz gut denke ich. Ich mach das auf eigene Faust ohne Psychiater weil ich mein Leben nicht mehr in Ärztehand geben möchte! Das ist Selbstbestimmung und eigenverantwortliches Handeln! Das Risiko trägt jeder selbst und muss dann im Falle eines Rückfalls, sofern er es noch erkennen kann, gegensteuern. Dazu braucht man Krankheitseinsicht und eine gewisse Lebens- und Krankheitserfahrung.
Alles Gute für Euch ob mit oder ohne Neuroleptika!
Euer Eneme