Willkommen im Psychose Forum ❤️

Unser Online-Forum bietet Hilfe beim Austausch über Psychose & Schizophrenie.
Betroffenen, Angehörige, Psychiatrie-Erfahrene und Experten lernen hier voneinander.
Es soll damit ermöglicht werden, schnelle, hochwertige und akkurate Unterstützung zu finden sowie die notwendigen Leistungen, die einem bei dieser teils schwer verlaufenden Erkrankung zustehen.
Hier finden Sie individuelle Beratung, aktuellste Medikamente und Therapieempfehlungen, sowie viele nützliche Informationen rund um die Erkrankung, mit entsprechenden Diskussions- und Austauschmöglichkeiten.

Eines unserer Ziele ist es, Ihnen dabei zu helfen, unverarbeitete Probleme besser zu bewältigen und neue Perspektiven zu entdecken, da die Verarbeitung der Symptome ein zentrales Thema bei der Bewältigung der Erkrankung darstellt. Dabei können Erfahrungen anderer Betroffener mit ähnlichen Symptomen sehr helfen.


Jetzt registrieren!

Etwas ganz Besonderes ist zudem eine neuartige 🩺medikamentöse Therapieoption💊 bei Psychose, welche auch bei Negativsymptomen hochwirksam ist und den Krankheitsverlauf insgesamt deutlich verbessert.

Negativsymptome vollständig vorhanden oder gar nicht?

Christopher

New Member
Registriert
18 Juni 2023
Beiträge
5
Seit meiner letzten Psychose geht es mir nicht mehr gut. Ich habe permanent ein quälendes Gefühl, freue mich nicht mehr und bin emotional eher abgeflacht. Allerdings habe ich keine kognitiven Einbußen und kann mich weiterhin gut ausdrücken und eigenständig leben. Kann man nur einige Negativsymptome haben und andere nicht? Also könnten meine Symptome Negativsymptome sein, obwohl andere Symptome, die zu den Negativsymptomen gehören bei mir in keiner Form vorhanden sind?
 
Die meistens haben nur ein oder zwei Negativsymptome. Das jemand alle Negativsymptome hat ist nicht so häufig. Depressionen und Affektverflachung sowie Antriebslosigkeit sind die häufigsten Negativsymptome.
 
Die meistens haben nur ein oder zwei Negativsymptome. Das jemand alle Negativsymptome hat ist nicht so häufig. Depressionen und Affektverflachung sowie Antriebslosigkeit sind die häufigsten Negativsymptome.
Sind Negativsymptome immer irreversibel? Das heißt, ich werde mich nie wieder freuen können und normal empfinden?
 
Sind Negativsymptome immer irreversibel? Das heißt, ich werde mich nie wieder freuen können und normal empfinden?

Negativsymptome sind allgemein schwerer zu therapieren als zum Beispiel die Positivsymptomatik. Man kann aber auch bei der Negativsymptomatik viel mit der richtigen Medikation erreichen. Man muss da halt viel ausprobieren, wie zum Beispiel die zusätzliche Gabe eines Antidepressivums.
 
Das kann doch nicht sein das man nie wieder fühlen kann dann kann man uns ja gleich umbringen ey
 
Psychotherapie kann auch viel bewirken. An meiner Medikation hat sich seit Jahren nichts geändert, trotzdem sind meine Gefühle stetig zurückgekommen.
 
Psychotherapie kann auch viel bewirken. An meiner Medikation hat sich seit Jahren nichts geändert, trotzdem sind meine Gefühle stetig zurückgekommen.
Dann hast du echt glück gehabt wie lange hast du die krankheit schon ich hab sie 1,5 jahre fast wenn gott mir meine gefühle wiedergibt bin ich mehr als zufrieden mit mein leben hauptsache man kann füühlen
 
Meine erste Psychose ist jetzt fast drei Jahre her. Es braucht auf jeden Fall Zeit, um von so etwas zu heilen, aber es geht, man muss nur am Ball bleiben. Ich weiß, wie schwer es ist, trotz der Krankheit aktiv zu sein und Therapie zu machen, aber es hilft auf Dauer auf jeden Fall, auch wenn es nicht so schnell anschlägt, wie zum Beispiel Antidepressiva. Ich freue mich für jeden, dem die helfen, aber bei mir hat sich dadurch nichts verändert, also habe ich sie wieder weggelassen.
 
@maxi
Das mit den Antidepressiva müsste von den Wirkstoffen her gezielt gemacht werden. Erfolge von den Negativsymptomen kann man sich vom Bupropion versprechen, da es auf Noradrenalin und Dopamin wirkt.
Problem ist, dass die Neuroleptika häufig die Wirkung der Antidepressiva abschwächen oder ganz aufheben, von daher wäre so eine Intervalltherapie des Neuroleptikums (im Idealfall Aripiprazol) eben ratsam, was die Wirkung des Bupropion's in diesen Absetzphasen deutlich steigert.
Üblicherweise werden häufig SSRI Antidepressiva wie Sertralin, Fluoxetin oder Citalopram eingesetzt, welche eben eher bei depressiver Verstimmung helfen, aber von den Negativsymptomen weniger bringen.
Psychiater haben da, spezifisch was Antidepressiva und Psychosen angeht, auch keinen richtigen Plan, ohne jemanden herabwürdigen zu wollen, von daher lohnt es sich der Empfehlung im Forum zu folgen, wenn es mit den Negativsymptomen gelingen soll.
Mir ist unklar was du schon alles probiert hast, ich denke aber lieber mehrere Versuche und dann vielleicht doch ein Erfolg als so etwas zu lange hinauszuzögern und sich später ärgern, dass es eben trotzdem hätte funktionieren können.
Ich begleite das ja gern.
Ohne dem Bupropion kann man das im Grunde vergessen, da übliche Antidepressiva allein für sich, ähnlich wie du es beschreibst, keinen echten Nutzen bringen.
 
Hallo, mein Arzt sagt, das Neuroleptika und Antidepressiva gegenseitige Wirkungen haben. Und dass man eigentlich keine Antidepressiva nehmen darf, wenn man Neuroleptika nimmt, da sie die Psychose fördern.
Ich Vertrage Abilify überhaupt nicht. Es geht mir sehr schlecht damit. Jeder Tag ist eine Qual. Damit kann ich nicht leben.
Im Grunde Vertrage ich gar keine Neuroleptika und weiß daher gar nicht, was ich einnehmen soll.
 
Hallo, mein Arzt sagt, das Neuroleptika und Antidepressiva gegenseitige Wirkungen haben. Und dass man eigentlich keine Antidepressiva nehmen darf, wenn man Neuroleptika nimmt, da sie die Psychose fördern.
Ich Vertrage Abilify überhaupt nicht. Es geht mir sehr schlecht damit. Jeder Tag ist eine Qual. Damit kann ich nicht leben.
Im Grunde Vertrage ich gar keine Neuroleptika und weiß daher gar nicht, was ich einnehmen soll.
Psychiater haben davon keinen Plan, weil Antidepressiva für Depressionen und Antipsychotika für Psychosen eingesetzt werden. Medikamentenkombinationen sind kaum oder unzureichend erforscht, was jedem Arzt/Psychiater ich das mal "seine/ihre künstlerische Freiheit" lässt.

Was am Abilify war das Problem bei dir. Hattest du auch mal eine kleine 5mg Dosis probiert und was hat dich genau von den Nebenwirkungen her gestört?

Es gibt kein ideales Neuroleptikum/Antipsychotikum, aber das Aripiprazol gehört zumindest zu den Nebenwirkungsärmeren und ist an sich ein sehr gutes Medikament. Eventuell hattest du da gleichzeitig noch andere Medikamente und die Wechselwirkungen waren ein Problem. Bei einem Wechsel sollte man die anderen Medikamente absetzen und eventuell schauen, dass die Wirkstoffe von der Halbwertszeit aus dem Körper sind, um problematische Wechselwirkungen zu vermeiden.

Gegen Negativsymptome, was für dich die "Qual" darstellen könnte, helfen Neuroleptika nur sehr wenig oder teilweise, zum Teil werden diese Negativsymptome verschlimmert durch die Neuroleptika, da gibt es keinen idealen Wirkstoff unter den Antipsychotika, der dagegen hilft.
Von daher braucht es zusätzlich spezielle Antidepressiva. Das Bupropion ist kein Standard und wirkt gezielt auf Noradrenalin und Dopamin. Im Grunde wie du schreibst entgegengesetzt zu den Neuroleptika, aber bei einer Psychose hast du einerseits einen Dopaminüberschuss der mit Neuroleptika behandelt wird, aber der Mangel in bestimmten Gehirnregionen bleibt unbehandelt oder verstärkt sich, was zu den Negativsymptomen beiträgt.

Wenn du also wirklich klarkommen möchtest, dann probiere die Empfehlung genau wie beschrieben aus!
Das Aripiprazol hilft auch bei depressiven Verstimmungen sehr gut.
Durch diese Antidepressivakombi erst Bupropion, dann + Citalopram, werden Unruhe, Reizbarkeit und zu starke Emotionalität behandelt, was vor allem beim Absetzen des Aripiprazols auftritt. Dadurch bleibst du länger stabil und kannst das Aripiprazol in Form einer Intervalleinnahme einnehmen.
Dabei brauchst du dann das Aripiprazol nur noch für 2-3 Wochen am Stück und kannst dann Monate ohne klarkommen. Die Antidepressiva haben anderes als angenommen da eher einen stabilisierenden Effekt.

Ärzte oder Psychiater beschränken sich da zum Teil auf die pure Theorie und auch so wird immer nur die Positivsymptomatik als Problem wahrgenommen, was man akut behandeln muss. Im Grunde ist die Negativsymptomatik für einen positiven Verlauf wichtig oder sogar wichtiger. Die Antidepressiva und vor allem das Bupropion haben da also einen starken Nutzen. Das Citalopram sollte erst später dazu eingenommen werden, was diese Emotionalität etwas dämpft.

Damit hättest du dann @Sonja auch nur sehr wenig von den Antipsychotika, was ein Bruchteil dessen ist, was üblicherweise gebraucht wird, da die tägliche Einnahme ja von psychiatrischer Seite häufig als Alternativlos dargestellt wird, was ohne den stabilisierenden Antidepressivum(Bupropion) auch stimmt. Bei üblichen Absetzversuchen und Intervalleinnahme, treten also die Symptome viel schneller auf, wo in dem Fall das Bupropion dauerhaft eingenommen wird und diese Negativsymptome (welche auch ohne Neuroleptikaeinnahme auftreten) eben reduziert werden.

Du kannst eben sehen ob dein Psychiater soweit mitmacht dir diese Medikamente zu verschreiben. Den Artikel im Forum kannst du dazu auch Ausdrucken oder als PDF speicher für E-Mailversand. Damit könntest du deinen Arzt einfacher überzeugen.
Ansonsten wäre mein Tipp das du dich nach und nach umstellen lässt. Erst Aripiprazol, dann zusätzlich Bupropion, Trimipramin-Tropfen bei Schlafstörunge, später Citalopram, um zu starke emotionalität und bestimmte Nebenwirkungen des Bupropions aufzuheben.

Die Psychiatrie selbst sieht Schizophrenie als unheilbar an, von daher sind da auch die Möglichkeiten beschränkt. Meine Empfehlung basiert auf Erfahrungswerten, die ich über die Jahre gesammelt habe und auch von anderen Betroffenen gelernt habe. Bei mir hat das ideal geholfen, mit meiner Psychose gut leben zu können und das wünsche ich auch Anderen, zumindest diese Chance zu ergreifen, wenn schon die Psychiatrie einem kaum helfen kann.
 
Hi ich habe vor 2,5 Jahre meine zweite psychose und habe immer noch paar negativsymptomatiken schalt sie aus lerne zu wachsen Steuer dagegen an. Lenk dich ab
 
Moin, laut Literatur trennt man die Negativsymptome noch mal von den kognitiven Symptomen.
Was du beschreibst sind aussschließlich Negativsymptome.
Kognitive Symptome treten zwar meistens zusammen mit Negativsymptomen auf, können aber auch stärker oder schwächer - gar nicht vorhanden sein.
 
Ein kollege von mir hat die tabletten einfach so genommen er hat aöle seine emtionen verloren und ein tunnelblick bekommen diese tabletten töten einen
 
Bei Negativsymptomen hilft Sport. Zwar nicht zu 100%, aber bestimmt mindestens 50%.

Seitdem ich regelmäßig Sport treibe, bin ich aktiver.
Sport hat mir auch immer geholfen. Bei mir fehlt noch die Regelmäßigkeit, ich müsste da mehr tun. Ich würde auch sagen, dass die Negativsymptome damit erkennbar besser werden.

Hallo, mein Arzt sagt, das Neuroleptika und Antidepressiva gegenseitige Wirkungen haben. Und dass man eigentlich keine Antidepressiva nehmen darf, wenn man Neuroleptika nimmt, da sie die Psychose fördern.
Ich Vertrage Abilify überhaupt nicht. Es geht mir sehr schlecht damit. Jeder Tag ist eine Qual. Damit kann ich nicht leben.
Im Grunde Vertrage ich gar keine Neuroleptika und weiß daher gar nicht, was ich einnehmen soll.
@Sonja , im Grunde liegt dein Arzt falsch. Es stimmt zwar mit der gegenseitigen Wirkung, aber Antidepressiva sind keine Drogen, die Dopaminausschüttung etwa direkt beeinflussen und abhängig machen. Antidepressiva wirken meist als Wiederaufnahmehemmer sehr mild und regulieren vermutlich die Botenstoffe im Gehirn, also wo Mangelerscheinungen sind, statt Überschüsse zu verstärken, wie es Drogen tun.
Ich hab auch Neuroleptika kaum vertragen, ist eben die Frage, ob es wirklich bei dir eine Unverträglichkeit ist oder ob diese bei dir sehr stark sind und du mit den Nebenwirkungen oder vor allem Negativsymptomen kaum leben kannst.
Gegen diese Negativsymptome bringt eben nur Sport oder diese Antidepressiva (Bupropion) etwas. Neuroleptika begünstigen oder verstärken einige Negativsymptome, weil diese einseitig dämpfende Wirkung dann zu stark ist, weshalb es eben diese milde Gegenbewegung des Bupropion's braucht.
Bupropion ganz ohne Neuroleptikum macht wenig Sinn, weil das dann zu stark sein kann und im Akutfall wirklich problematisch ist. Es kann helfen eben nur selten ein Neuroleptikum wie ich mit meiner Intervalltherapie einnehmen zu müssen, da wirkt es dann eben stabilisierend. Viel hängt eben davon ab, wie man die Medikamente einnimmt.
 
Ja die Aussage vom Arzt ist echt komisch.
Alleine schon weil es so viele unterschiedliche Arten von Antidepressiva gibt, wobei hier die meisten auf den Seretoninspiegel und nicht auf den Dopaminspiegel wirken, wie es Antipsychotika hauptsächlich tun.
 
Zurück
Oben Unten