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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Nach Haldol Behandlung nicht mehr derselbe

  • Ersteller Ersteller Gelöschtes Mitglied 788
  • Erstellt am Erstellt am
G

Gelöschtes Mitglied 788

Haldol hat bei mir eine starke Emotionslosigkeit ausgelöst. Ich kann einfach nichts mehr fühlen. Ich kann auch beim Lernen nichts mehr abspeichern, weil ich keine Emotionen habe.

Vielleicht auch gut so, weil ich sonst Wahn hätte. Aber ich finde es halt schade, dass ich vorher stundenlang lernen konnte und jetzt davon nichts mehr übrig ist.

Ich hasse diese Medikamente, warum habe ich mich darauf eingelassen?
 
Nimmst du noch das Haldol oder wurde es dir in der Klinik gegeben und du merkst immer noch die Folgen davon?
Normal stellen die Psychiater diese typischen NLs ja auf A-typische NLs um, wo letztere besser verträglich sind.
Lernprobleme oder Konzentrationsprobleme hängen auch mit den Negativsymptomen der Psychose zusammen, die Medikamente können das verschlimmern, aber auch verbessern. Neuroleptika sind da meist kontraproduktiv.

Damals hab ich nach der Klinik erstmal die Neuroleptika abgesetzt, dabei wurde das mit der Konzentration zwar besser(alles andere als Ideal), aber die Psychose/Wahn meldete sich schleichend zurück.
Effektiv gegen die Konzentrationsstörungen hat mir das Bupropion geholfen, was ein atypisches Antidepressivum ist welches Ähnlichkeiten zu ADHS Medikamenten hat. Wachheit, Konzentration wurden deutlich besser, aber auch nur weil ich das Neuroleptikum(Aripiprazol) damit in Intervallform einnehmen konnte. So etwas könntest du auch versuchen, wobei Aripiprazol auch so ein relativ guter Wirkstoff ist(hattest du den schon mal?)

Bei dieser Kombi Aripiprazol(Mini Intervall)+Bupropion(täglich) kommen die Emotionen aufgrund der minimalen Einnahme des Aripiprazols zurück, weshalb zusätzlich das Antidepressivum Citalopram ratsam ist, welches auch gegen Nebenwirkungen des Bupropions hilft, was bei höheren Dosierungen nötig sein kann.
Medikamente wie Haldol dämpfen das emotionale vorübergehend, also so etwas lässt nach dem Absetzen oder reduzieren der Neuroleptika nach. Teils kann diese Dämpfung eben auch gewünscht sein, weil man sich als Betroffene/r sonnst zu sehr von seinen Emotionen leiten lässt und das Teil der psychotischen Problematik sein kann.
 
Hallo,

ich meine, dass es nach Absetzen von Haldol immer noch so ist. Alles total verlangsamt, gefühlsarm. Naja, weiß nicht... Mit zwei Neuroleptika war alles noch schlimmer. Jetzt nehme ich nur noch eins.
 
Ich habe Haldol von Anfang Dezember bis Ende Januar genommen und kann ebenfalls berichten, dass meine postpsychotische Depressionen zu- sowie kognitiven Leistungsfähigkeiten deutlich abgenommen haben im Vergleich zu meiner vorherigen Psychose, in der ich Haldol nur 2 Wochen in der Klinik genommen habe. Im Januar war ich zudem komplett bettlägerisch trotz Akineton. Seit ca. Gelöschtes Mitglied 659 geht es langsam bergauf (nehme seit da auch ein Antidepressiva). Ich würde die Emotionslosigkeit ähnlich wie @Maggi eher der Erkrankung zuschreiben. Kausalitäten im nachhinein aufzudecken ist aber bei unseren Erkrankungen schwierig und weiterhin wenig nutzbringend. Es gibt allerdings Studien die zeigen, dass bei den ältereren typischen Neuroleptika die Erschöpfungszustände / Negativsymptome länger andauern als bei den atypischen Neueren. Sollte ich also nochmal eine Psychose erleiden werde ich darauf bestehen mit einer höheren Dosis Atypika behandelt zu werden.
 
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