Herzlich Willkommen ❤️

Das Schizophrenie-Forum ermöglicht Diskussionen rund um das Thema Psychose. Für Angehörige, Erkrankte, Psychiatrieerfahrene, Experten und all jene, die sich für die Erkrankung interessieren und darüber austauschen wollen.

Um selbst Themen und Beiträge schreiben zu können, individuell beraten zu werden und von den Empfehlungen des Forums gesundheitlich zu profitieren, ist eine kostenfreie Registrierung notwendig:

Jetzt registrieren!

Im Forum findet sich eine Medikamente-Empfehlung.

Die Wirkstoffkombination ermöglicht ein relativ normales Leben trotz Erkrankung. Negativsymptome lassen sich damit viel besser behandeln als bei üblichen Therapien. Die Antipsychotika werden dabei nur minimal Dosisiert in Form einer Intervalltherapie eingenommen.

Empfehlung

Medikamente absetzen

Administrator
Registriert
08.11.2016
Beiträge
1.325
"Danke"
66
Hat es von euch schon jemand geschafft die Medikamente oder besser gesagt Antipsychotika(Neuroleptika) für längere Zeit abzusetzen?

Wie lange habt ihr es geschafft und wie war die Zeit ohne Medikamente für euch?

Bei mir war das ein Jahr ungefähr ohne Neuroleptika, da ich weiterhin Antidepressiva eingenommen habe und einnehme, war ich in der Zeit recht stabil und hatte kaum Negativsymptome. Jetzt musste ich aber trotzdem wieder aufs Neuroleptikum zurückgreifen und bin insgesammt etwas unmotiviert.

Wie sind deine / eure Erfahrungen mit dem Absetzen und hattet ihr Hilfsmittel wie bei mir diese Antidepressiva?
 
New member
Registriert
09.09.2021
Beiträge
9
"Danke"
1
Mich würde das auch interessieren, vor allem wie du abgesetzt hast
 
Zuletzt bearbeitet:
Member
Registriert
01.03.2019
Beiträge
88
"Danke"
12
Ich würde behaupten, wenn man nur eine Episode hatte, kann man darauf hoffen, die Medikamente 'nur' ein oder 2 Jahre nach der akuten Psychose einzunehmen und dann könnte man sie absetzen, weil man bei nur 1 Episode meiner Meinung nach eben die Hoffnung hat, das man nicht mehr akut wird. Wenn man allerdings schon mehr als 2 Episoden hatte, ist man dauerhaft mMn auf Medikamente angewiesen. Und zwar dauerhaft. Ich für meinen Teil bin chronisch krank, muss sie also dauerhaft nehmen. Alle Absetzversuche sind gescheitert und haben wieder verstärkt zu Symptomen geführt. Wenn man die Medikamente dauerhaft einnimmt, denkt man irgendwann, ruhigen gewissens, ich kann jetzt bestimmt absetzen. Aber meist führt das wieder nur zu starken Symptomen.
Also um die Frage zu beantworten: Ich habe es auch nicht geschafft sie dauerhaft abzusetzen....
 
Member
Registriert
29.12.2021
Beiträge
30
"Danke"
13
Ich habe meine Medikamente 4 Monate nach meiner ersten Akutphase selbständig sistiert. Mir ging es dann etwas besser, hatte wieder mehr Emotionen und habe wieder intensiver gelebt. Als ich dann wieder Cannabis konsumiert hatte, habe ich wieder sehr strange gedanken entwickelt und hatte keine Kontrolle über meine Denkvorgänge. Dann hab ich die Medikamente wieder genommen und seitdem ist mein Kopf auch wieder klarer. Ich denke auch wenn man nur einmal eine Psychose hatte, kann man das mit dem absetzen machen. Wie war das denn bei dir mit dem absetzen? Und hattest du schon mehrere Akutphasen?
 
Member
Registriert
01.03.2019
Beiträge
88
"Danke"
12
@struppi
Nach der ersten Psychose sind die Symptome bei mir dauerhaft geblieben. Aber Gott sei Dank nur in leichter Form. In meinem Fall habe ich leider viel zu spät die Medikamente verschrieben bekommen. Erste Symptome hatte ich Ende der 90er Jahre, erstmals medikamentös behandelt wurde ich aber erst 2012.
Die Psychiater sagen einem das zwar nicht, aber spätestens wenn du 2 Psychosen hattest, musst die Medikamente wohl dauerhaft einnehmen...
 
Member
Registriert
27.10.2021
Beiträge
56
"Danke"
9
Ich habe das Risperidon selbstständig abgesetzt, seitdem geht es schon wieder um einiges besser, auch wenn ich noch nicht der Alte bin. Ich habe keine Positivsymptome.
Aber nachdem mein Doc nächste Woche aus dem Urlaub kommt, will ich es mit Quetiapin versuchen, nur zur Sicherheit. Hab ja momentan, außer den bevorstehenden Umzug, keinen Stress - bin ja noch krankgeschrieben. Wie es sich im Berufsalltag dann verhält, kann ich noch nicht abschätzen.
Ich hatte zwar keine drogeninduzierte Psychose, aber ich habe seit meiner Erkrankung Angst vor Drogen. Auch vor Alkohol hab ich mehr Respekt bekommen und trinke deutlich weniger. Manchmal für längere Zeit gar nichts.
 
Zuletzt bearbeitet:
Member
Registriert
27.10.2021
Beiträge
56
"Danke"
9
@struppi
Muskelzuckungen, Zittern und so was wie Übelkeit bei moderaten Tätigkeiten. Sprich körperlich ging nichts.
Zumindest konnte ich damit relativ normal denken, was beim Aripiprazol und beim Olanzapin ganz schlecht war.
 
Member
Registriert
27.10.2021
Beiträge
56
"Danke"
9
Ich hab zum Beispiel meiner kleinen Nichte an Weihnachten aus einem Kinderbuch in Bauchlage was vorgelesen - und schon das Abstützen mit den Armen vom Boden ließen meine Arme zittern und mir ging es total schlecht. Ich war körperlich einfach komplett im Eimer. 🤷🏼‍♂️
 
New member
Registriert
02.01.2022
Beiträge
12
"Danke"
5
Ich habe die Medikamente zweimal komplett abgesetzt und jedes Mal wieder einen Rückfall bekommen mit monatelangen Klinikaufenthalt und neu einstellen der Tabletten. Seitdem nehme ich sie regelmäßig. Habe aber trotzdem ca. alle 6 - 7 Jahre einen Schub.
 
Oben