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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Ist eine Psychotherapie bei paranoider Schizophrenie medizinisch möglich/hilfreich/geboten?

Unik

Active member
Also gibt es in Deutschland Therapeuten, die sich auf die psychotherapeutische Behandlung von paranoid Schizophrenen spezialisiert haben? Ich meine da nicht die Psychoedukation, sondern richtige Verhaltenstherapie z.B., es gibt aber auch Tiefenpsychologie.
 
Wenn man stabil ist spricht nichts gegen eine Psychotherapie. Es kann helfen traumatische Inhalte zu bearbeiten. Ob sich Therapeuten auf Schizophrene spezialisiert haben glaube ich nicht. Das wäre zu speziell. Dass sie aber Erfahrungen haben glaube ich schon. Wenn sie gut im Beruf sind reicht das auch aus um gut behandeln zu können.
 
Es gibt einen Zugang zur Behandlung bei Paranoider Schizophrenie über die sogenannten "Psychologen" / nicht Psychiater. Das sind weniger häufigere Fälle, aber zum Beispiel bei einer sich hinschleppenden Verlaufsform mit weniger Positivsymptomen könnte sich das so ergeben. Dann kann es sein, dass der Psychologe den Weg vorzeichnet: Also Medikamente einnehmen, oder diese generell nicht einnehmen und dann eben mit den Folgen leben; wie falle ich sozial nicht so eigenschädlich auf; welche anderen Baustellen gibt es in meinem Leben, decken sich diese evtl. mit anderen (!) Diagnosen oder ist die Diagnose "Paranoide Schizophrenie" falsch, wofür der Psychiater oft keine Zeit hat, im ambulanten Behandlungsrahmen geht der Patient freiwillig zu ihm, dies wird nicht hinterfragt, könnte bei einer "Kursänderung" aber eine Rolle spielen, nur dass der "Psychologe" / Psychologischer Psychotherapeut keine Medikamente verschreiben darf, sondern lediglich mit Worten arbeitet (was patientenseits auch nicht jedermanns Sache sein muss).

Wenn man dem Psychologen zu sehr vertraut, hilft folgender Denkansatz: Man könnte dann auch bei der Kirche den Rat der Telefonseelsorge oder eines Pfarrers als ausreichend für eine Behandlung ansehen. Oder beim Lebenspartner, falls vorhanden. Oder in einem Studium mit Nebenfach Sowieso. Da käme man doch normalerweise nicht drauf, oder? Man sollte daher den Psychologen (nicht Psychiater) dafür benutzen, wofür er im Gesundheitssystem seine Dienste anbietet, nämlich um Sachen zu besprechen, wie geht es weiter mit den Zielen, kann ich ein seelisches Problem überwinden, wie bin ich seelisch eigentlich strukturiert und wie wirkt sich das in meinen persönlichen Beziehungen aus... Auf einer psychiatrischen Station beobachten die dort arbeitenden Psychologen vor allem und geben lebenspraktische Hilfe. Man sollte davon nicht ableiten, dass ihr Engagement im ambulanten Rahmen unbedingt von Erfolg gekrönt sein könnte!
 
..., nur dass der "Psychologe" / Psychologischer Psychotherapeut keine Medikamente verschreiben darf, sondern lediglich mit Worten arbeitet (was patientenseits auch nicht jedermanns Sache sein muss).
Verhaltenstherapeuten haben auch eine Ausbildung in Psychopharmakologie und sprechen dem Arzt gegenüber entsprechend Empfehlungen für einzelne Medikamente aus. Die Ärzte folgen dem auch wenn von der medizinischen Seite her nichts dagegenspricht.
 
Einen Psychologen mit Erfahrung suchen. Ich glaube das eine Gesprächs Therapie am besten ist. Wird aber nicht von der Krankenkasse übernommen.
 
Ok. Ehrlich gesagt höre ich das zum ersten Mal. Mir wurde von allen, auch meiner ehemaligen Psychologin gesagt das diese nicht übernommen wird.
 
Bei mir hat die Psychotherapie die Symptomatik verschlechtert. Es ist jedoch schon einige Zeit vergangen, als ich bei einer Psychologin war. Mittlerweile bin ich stabiler und es würde mir vielleicht heute helfen. Manche Ärzte raten dazu, andere sagen die Krankheit kann sich durch dadurch verschlechtern.
 
Wenn mann sich klarer ausdrücken kann und es einem einigermaßen ok geht und mann die Termine regelmäßig wahrnehmen kann ist es evtl. Sinnvoll.
Ich konnte das alles nicht und ich habe gemerkt das meine damalige Psychologin damit überfordert war. Und die Therapie sollte ernst genommen werden und mann sollte so gut es geht bei der Therapie mitmachen. Mann sollte vorher auch sich klar machen was mann mit der Therapie erreichen möchte. Eine Struktur in die Gespräche einbringen. Dann könnte die Therapie auch einen guten Verlauf haben.
 
Wahrscheinlich ist eine Gesprächstherapie am sinnvollsten, weil bei einer Verhaltenstherapie viele Übungen teil der Therapie sind und dann kann mann nicht alles äußern worüber mann reden wollte. Oder bei bedarf eine Tiefentherapie.
 
Ich hatte auch 2011 eine Psychotherapie während der Klinikbehandlung. Mir hat es sehr geholfen, da ein solches Gesprächsangebot hilft, diese psychotischen für einen traumatische Erfahrungen besser verarbeiten zu können.
 
Mir wurde gesagt dass die Psychotherapie nur dazu dient mit seinem vielleicht zerdeppertem Leben und dem Leben mit Schizophrenie klarzukommen. Gegen Schizophrenie gibt es keine Psychotherapie.
 
Ich denke, bei einer Therapie kommt es sehr darauf an, ob der Therapeut zu einem passt.
Ob man menschlich gut miteinander kann und natürlich , dass er kompetent ist.
Auch sollte man sich bewusst sein, was man eigentlich erreichen will und das auch klar mitteilen...

In jungen Jahren hatte ich zwei Gesprächstherapien, Verhaltenstherapie.
Mir hat das nichts gebracht.
 
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