Es gibt einen Zugang zur Behandlung bei Paranoider Schizophrenie über die sogenannten "Psychologen" / nicht Psychiater. Das sind weniger häufigere Fälle, aber zum Beispiel bei einer sich hinschleppenden Verlaufsform mit weniger Positivsymptomen könnte sich das so ergeben. Dann kann es sein, dass der Psychologe den Weg vorzeichnet: Also Medikamente einnehmen, oder diese generell nicht einnehmen und dann eben mit den Folgen leben; wie falle ich sozial nicht so eigenschädlich auf; welche anderen Baustellen gibt es in meinem Leben, decken sich diese evtl. mit anderen (!) Diagnosen oder ist die Diagnose "Paranoide Schizophrenie" falsch, wofür der Psychiater oft keine Zeit hat, im ambulanten Behandlungsrahmen geht der Patient freiwillig zu ihm, dies wird nicht hinterfragt, könnte bei einer "Kursänderung" aber eine Rolle spielen, nur dass der "Psychologe" / Psychologischer Psychotherapeut keine Medikamente verschreiben darf, sondern lediglich mit Worten arbeitet (was patientenseits auch nicht jedermanns Sache sein muss).
Wenn man dem Psychologen zu sehr vertraut, hilft folgender Denkansatz: Man könnte dann auch bei der Kirche den Rat der Telefonseelsorge oder eines Pfarrers als ausreichend für eine Behandlung ansehen. Oder beim Lebenspartner, falls vorhanden. Oder in einem Studium mit Nebenfach Sowieso. Da käme man doch normalerweise nicht drauf, oder? Man sollte daher den Psychologen (nicht Psychiater) dafür benutzen, wofür er im Gesundheitssystem seine Dienste anbietet, nämlich um Sachen zu besprechen, wie geht es weiter mit den Zielen, kann ich ein seelisches Problem überwinden, wie bin ich seelisch eigentlich strukturiert und wie wirkt sich das in meinen persönlichen Beziehungen aus... Auf einer psychiatrischen Station beobachten die dort arbeitenden Psychologen vor allem und geben lebenspraktische Hilfe. Man sollte davon nicht ableiten, dass ihr Engagement im ambulanten Rahmen unbedingt von Erfolg gekrönt sein könnte!