Daher will ich vielleicht auch mit dem B6 abwarten, zumal ich im Moment ja auch keine akute Akathisie habe solange ich das Aripiprazol nicht anrühre.
@kved
Nimmst du Aripiprazol tatsächlich ein oder sind die 12,5mg nur die Vorgabe, die dir dein Psychiater gemacht hat?
Das mit dem Amisulprid 12,5mg nehme ich dir ab.
Ich habe jetzt noch diese Information gefunden, ich habe ja ein Jahr zusätzlich Amisulprid eingenommen im Bereich von 50-100 mg. Dann waren meine Reduzierungschritte mit alle 2 Wochen von 50 auf 37,5 auf 25 auf 12,5 wohl zu schnell

Was mache ich denn jetzt? Wieder auf 25 hochgehen? Es geht mir wirklich nicht gut. Massive Schlafprobleme unddröhnender Kopf und Unruhe. Komischerweise aber erst 7 Tage nach der Reduktion auf 12,5. Bin gerade echt etwas verzweifelt…
Massive Schlafprobleme und Unruhe ist ein Unterdosisproblem und so kündigt sich ein Rückfall an. Ohne Schlaf kann es zu massiven Durchbrüchen kommen, weshalb dieser essentiell ist.
Trimipramin-Tropfen finde ich zum Schlafen ideal, es gibt eher ein glückliches erhöhtes Wärmegefühl nach dem Schlaf, also besser als das Doxylamin aus der Apotheke.
Ich hatte 2013, als ich vor einen Rückfall stand, 5mg Aripiprazol neu angesetzt und das hatte eine Akutwirkung.
Von daher wundert es mich, dass du von 12,5mg Aripiprazol nix spürst. Das passt kaum zusammen. Aripiprazol sollte mit 7,5mg normal noch wirken und entspricht 60-75% striatale D2 Blockade.
Aripiprazol (Rohdaten)
für diese Blockade brauchst du vom Amisulrpid ein Dosisäuquvalent von 200-300mg:
Aripiprazol (Rohdaten)
7,5mg Aripiprazol entsprechen 200-300mg Amisulprid von der striatalen D2 Wirksamkeitsachse.
12,5mg Aripiprazol wirken wie 500-600mg Amisulprid.
Amisulprid 12,5mg ist also nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die Hauptwirkung müsste bei dir vom Aripiprazol ausgehen, aber da frage ich mich, ob du es tatsächlich einnimmst und wenn ja, warum hatte es bei dir damals als Monotherapie schon keine ausreichende Wirkung?
Von daher schwer zu sagen aber für den letzten Reduktionsschritt könntest du zur Sicherheit auch auf 15mg Aripiprazol hochgehen und dann direkt das Amisulprid absetzen, von der rechnerischen Logik. Nur zweifle ich etwas, ob du die die komplette Wahrheit sagst mit dem Aripiprazol?
(nehme derzeit auch 12,5 mg Aripiprazol, wollte es eigentlich auch weiter runterdosieren…) Gegen die Prolaktin Erhöhung hat es leider nicht gewirkt (hab sogar nur 50mg Amisulprid genommen, aber hatte trotzdem sehr hoheWerte), aber vielleicht tut es jetzt seinen Teil bei 12,5mg Amisulprid, mein Zyklus hat zumindest schon wieder eingesetzt


Ach so und „richtig“ erkrankt bin ich seit 2023 (Stimmen hören), seit 2017 hatte ich allerdings das Gefühl verfolgt zu werden.
Nimmst du das Aripiprazol wirklich täglich 12,5mg ein, oder eine etwas andere Einnahmeform? Bitte genau ehrlich erklären!
Oder nimmst du es nur Situation bedarfsmäßig ein?
Massive Schlafprobleme unddröhnender Kopf und Unruhe. Komischerweise aber erst 7 Tage nach der Reduktion auf 12,5. Bin gerade echt etwas verzweifelt…
Das Problem ist folgendes! Schlafprobleme und Unruhe können ebenso von zu viel Aripiprazol als auch von zu wenig Aripiprazol kommen. 7,5mg Aripiprazol könnte, wenn es ein Überdosisproblem ist vom Schlaf her besser sein. Wenn es ein Unterdosisproblem ist, wäre die Reduktion von Aripiprazol in 2,5mg Schritten auch ein Risiko, dann müsstest du auf 15mg oder 17,5 hochgehen können und der Schlaf müsste besser werden.
Die Symptome Unruhe + Schlafstörungen deuten bei dir aber auf einem Unterdosisproblem hin, also wäre die Frage wieviel Aripiprazol ankommt und wie du das verstoffwechselst. Mann, kann TDM(Therapeutisches Drug Monitoring) machen, um die Medikamentespiegel zu testen, da wenn du ein ultraschneller Metabolisieret bist, dann könnte das zumindest miterklären warum Aripiprazol bei dir schwächer ist.
Wenn es ein Unterdosisproblem wäre, dann ist die Wahrscheinlichkeit eines funktionellen B6 Mangels real, da du ja von Akathisie und Ängsten geschrieben hast.
Meine Sorge ist eher, dass du Aripiprazol aktuell bereits in Intervallen einnimmst!? Falls dem so wäre, würde ich dir eher statt 12,5mg alle paar Wochen erstmal 7,5mg täglich und durchgängig empfehlen. Ich bin mir da einfach sehr unsicher, ob du Aripiprazol täglich einnimmst, und das Thema nennt sich ja "Intervall Absetzen"!
Wenn dem also so ist das nur nur 12,5mg Aripiprazol alle paar 3-6 Tage oder Phasenweise wenn der Schlaf besonders schlecht einnimmst, dann wäre es erstmal wichtig lieber eine kleinere 7,5mg Dosis täglich und kontinuierlich zu probieren und dabei Amisulprid abzusetzen.
Du müsstest ja merken ob der Schlaf von der Aripiprazoleinnahme eher besser oder schlechter wird!
Bitte um Richtigstellung, sonst drehen wir uns im Kreis!
Auch die Frage wie du damals Aripiprazol als Monotherapie hattest, als es zu schwach war und wie lange du es probiert hast.
Bei einem Rückfall mit Klinikbekommst du andere Dosierungen vom Amisulprid, also eher im Bereich von 200-400mg.
Hier im Forum kannst du ehrlich sein, falls du deinen Psychiater etwas anderes erzählen musst!
Bei einem Rückfall kann ich dir sagen, dann kann man Monate in der Klinik sein und teils wieder bei null anfangen?
Ich würde ohne Bupropion als Stabilisator gar keine solchen vorläufigen Absetzversuche machen.
Dann auch Trimipramin-Tropfen um in Phasen ohne Antipsychotikum den Schlaf etwas länger zu stabilisieren, da dies angenehmer als das Doxylamin sein kann.
Schlafstörungen und starke Unruhe sind meistens Akutsymptome und das spricht eben eher dafür, dass du kein Aripiprazol nimmst oder nur selten.
Von daher klingt das alles unstimmig für mich.
Wenn du 12,5mg Aripiprazol tatsächlich täglich einnimmst, dann würde ich dir empfehlen Vitamin B6 zu supplementieren, da du ja bereits Akathisieähnliche Symptome und Angstsymptome hattest. Vor allem bei Unruhe und Reizbarkeit kann B6 sehr helfen, was so typische Mangelsymptome sind.
Diese Unruhe, wenn du kein Aripiprazol einnimmst, wandelt sich, sobald du Aripiprazol einnimmst in deutliche Akathisie um, also der Körper muss dann erstmal tonisches Dopamin abbauen, bis diese Akathisie (aus Dopaminüberschuss) weg ist, dann wäre auch 7,5mg Startdosis für dich besser, wenn du Aripiprazol nur selten einnimmst.
Besser also 7,5mg für 2-4 Wochen einnehmen, bis die anfängliche Akathisie abklingt, statt immer nur ein paar Tage 12,5mg und dann mit massiver Akathisie konfrontiert sein.